Die Arbeit entwickelt ein Schulentwicklungsprojekt zur Verbesserung der Kommunikation unter den LehrerInnen und mit der Direktion. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme werden konkrete Fragestellungen abgeleitet. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse zur Thematik sollen im Anschluss Umsetzungsvorschläge gegeben sowie eine konkrete Planung aufgestellt werden.
Durch den Neubau der XY Schule sowie die Zusammenlegung der XY Schule und der XZ Schule an diesem Schulstandort wurden zwar die Arbeitsbedingungen für die einzelnen LehrerInnen durch kleinere Büros und eigene Arbeitsplätze verbessert, allerdings nahm dadurch die Kommunikation untereinander ab. Der Sozialraum, ursprünglich als Treffpunkt und Raum für Austausch konzipiert, bleibt zumeist ungenutzt, und kurze Gespräche unter KollegInnen finden vielfach im Vorübergehen am Gang vor den Büros statt.
Inhaltsverzeichnis
1 BESTANDSAUFNAHME UND DIAGNOSE
1.1 METHODE ZUR BESTANDSAUFNAHME
1.2 BESCHREIBUNG DES IST-STANDS
2 KONKRETE FRAGESTELLUNG
3 WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND
3.1 KOOPERATION ZWISCHEN LEHRERINNEN
3.2 ORGANISATION DIGITALER KOMMUNIKATION
4 ZIELE
5 UMSETZUNGSVORSCHLÄGE
5.1 ETABLIERUNG PROFESSIONELLER LERNGEMEINSCHAFTEN
5.2 ORGANISATION DER DIGITALEN KOMMUNIKATION
6 KONKRETE PLANUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb des Lehrerkollegiums der XY Schule nachhaltig zu verbessern und durch gezielte strukturelle Maßnahmen eine Entlastung im Bereich der administrativen Kommunikation zu schaffen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch die Etablierung professioneller Lerngemeinschaften sowie durch ein optimiertes digitales Kommunikationsmanagement die interne Zusammenarbeit effektiv gestaltet werden kann.
- Analyse und Diagnose der aktuellen Kommunikations- und Arbeitssituation am Standort
- Etablierung professioneller Lerngemeinschaften zur Förderung der kollegialen Kooperation
- Optimierung der digitalen Kommunikation zur Vermeidung von Informationsüberflutung
- Strategische Planung und Implementierung von Maßnahmen zur Organisationsentwicklung
Auszug aus dem Buch
1.1 Methode zur Bestandsaufnahme
Als Methode zur Bestandsaufnahme wird die Selbstuntersuchung gewählt. Da die XY Schule als Spezialschule mit berufspraktischen Schwerpunkten nicht ganz dem Regelschulwesen unterzuordnen ist, da auch die Schulbehörde bislang eine andere war, sind oftmals vorgefertigte Fragebögen wenig passend. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass besonders langwierige und ausführliche Online-Befragungen von vielen LehrerInnen nicht durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass wir über 50 LehrerInnen sind, wodurch ein kreativer Prozess in Kleingruppen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde. Deshalb erachte ich es für sinnvoll, einen kurzen und prägnanten Fragebogen selbst zu erstellen, der bereits auf die Schule bzw. die Fachrichtungen bezogen ist und von allen während einer Konferenz ausgefüllt werden kann.
Die Selbstuntersuchung bietet ferner die Möglichkeit, Bereiche anzusprechen, die von einigen (bzw. von der Steuergruppe) als wesentlich erachtet werden. Die genaue Passung auf die Schule und deren Probleme soll vor allem auch die Motivation der LehrerInnen wecken, sodass sie erkennen, es geht hierbei tatsächlich um sie selbst. Zusätzlich können LehrerInnen im Fragebogen auch schon konkrete Vorschläge für die Weiterarbeit einbringen und ihre Anliegen genauer ausführen, was der Steuergruppe das weitere Vorgehen erleichtert bzw. auch andere Verbesserungen bringen kann, die unabhängig vom gewählten Schulentwicklungsthema umgesetzt werden könnten. Auch dies kann die Motivation zur Mitarbeit am Schulentwicklungsprozess fördern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 BESTANDSAUFNAHME UND DIAGNOSE: Analyse des Ist-Zustands an der Schule mittels Selbstuntersuchung, um die aktuelle Situation der internen Kommunikation und Zusammenarbeit zu erfassen.
2 KONKRETE FRAGESTELLUNG: Definition der zentralen Herausforderungen, die sich aus der Analyse ergeben, und Formulierung konkreter Fragestellungen für den Schulentwicklungsprozess.
3 WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND: Theoretische Auseinandersetzung mit professionellen Lerngemeinschaften und Strategien zur effizienten Organisation digitaler Kommunikation.
4 ZIELE: Konkretisierung der Schulentwicklungsziele basierend auf der vorangegangenen Literaturrecherche und Situationsanalyse.
5 UMSETZUNGSVORSCHLÄGE: Vorstellung praktischer Maßnahmen zur Etablierung von Lerngemeinschaften und zur Optimierung der digitalen Informationsweitergabe.
6 KONKRETE PLANUNG: Darstellung der geplanten Maßnahmen in einem Zeitstrang für das kommende Schuljahr zur systematischen Implementierung der Ziele.
Schlüsselwörter
Schulentwicklung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Professionelle Lerngemeinschaft, LehrerInnen, Informationsüberflutung, E-Mail-Management, Organisationsentwicklung, Selbstuntersuchung, Schulkultur, Personalentwicklung, Unterrichtsentwicklung, Schulstandort, Digitalisierung, Kooperation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der standortspezifischen Schulentwicklung mit dem Fokus auf die Verbesserung der internen Kommunikation und der kollegialen Zusammenarbeit an der XY Schule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themenbereiche umfassen die Etablierung professioneller Lerngemeinschaften sowie die Neuorganisation der digitalen Kommunikation zur Entlastung des Personals.
Was ist das primäre Ziel der Schulentwicklung?
Ziel ist es, durch gezielte strukturelle Veränderungen die Kommunikation unter den Lehrkräften zu fördern und die Informationsflut seitens der Verwaltung effizienter zu steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Zur Bestandsaufnahme wurde die Methode der Selbstuntersuchung gewählt, da diese eine hohe Passgenauigkeit für die spezifische Situation der Schule bietet und die Motivation der Lehrkräfte steigert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Kooperationsmodellen und digitaler Kommunikation sowie in die daraus abgeleiteten praktischen Umsetzungsvorschläge und die konkrete Jahresplanung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Kernbegriffe sind insbesondere professionelle Lerngemeinschaften, E-Mail-Management, Kooperation, Organisationsentwicklung und Schulentwicklung.
Warum wird von der klassischen Online-Umfrage abgesehen?
Aufgrund der Größe des Kollegiums von über 50 Personen und der Erfahrung, dass lange Umfragen oft nicht bearbeitet werden, wurde ein kurzer, schulspezifischer Fragebogen für eine Konferenz bevorzugt.
Wie soll das „Hol-Prinzip“ bei der digitalen Kommunikation helfen?
Durch die zentrale Ablage von Informationen in allgemein zugänglichen Ordnern müssen sich Lehrkräfte Informationen aktiv abholen, was die tägliche E-Mail-Flut bei den Empfängern reduziert.
- Arbeit zitieren
- Bianca Lehner (Autor:in), 2020, Verbesserung von Kommunikation und Zusammenarbeit in der Schule. Standortspezifische Schulentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882679