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Sozialer Vergleich auf Sozialen Medien. Wie beeinflusst die Nutzung sozialer Medien das Körperbild?

Title: Sozialer Vergleich auf Sozialen Medien. Wie beeinflusst die Nutzung sozialer Medien das Körperbild?

Bachelor Thesis , 2019 , 51 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Manuel Kreis (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Diese Arbeit setzt bei den neugeschöpften digitalen Möglichkeiten für Vergleichsprozesse an. Soziale Netzwerke verzeichnen ein neuartiges Vergleichspotential, das sich maßgeblich auf oberflächliche sowie körperästhetische Inhalte bezieht. Dieser neugewonnenen Umstände wird die Vermutung entgegengebracht, dass inszenierte und gefilterte Profile soziokulturellen Druck auf das Körperbild junger Nutzer ausüben. Diesbezüglich wird in der folgenden Arbeit die Forschungsfrage beantwortet, welche Einflussfaktoren sich auf die Beziehung zwischen der Nutzung sozialer Medien und dem Körperbild der Nutzer auswirken.

Das Ziel dieser Forschung ist es, in Bezugnahme der sich stetig wandelnden Dynamik sozialer Plattformen, den bisherigen Forschungsstand zu analysieren und die untersuchten Einflussfaktoren in ein Kategorienschema einzuteilen. Die theoretische Rahmung wird entlang der ursprünglichen Theorieentwicklung des sozialen Vergleichs nach Leon Festinger, der weiterführenden Ausdifferenzierung des Körperbildes, sowie der Kernelemente des digitalen Vergleichspotentials, dargelegt. Um die Forschungsfrage zu beantworten, werden Unterschiede der sozialen Plattformen, das betrachtete Körperideal, potenzielle Schutzmechanismen, soziodemographische Aspekte sowie der Einfluss von Likes und Fotobearbeitung analysiert.

Diese Forschung wird mit einer kritischen Auseinandersetzung der sich aufgezeigten Forschungslücken und weiterführendem Untersuchungspotential abgeschlossen. Diesbezüglich erweisen sich zusammenfassend geschlechtliche Differenzierung, dass Einbeziehen sexueller Orientierung sowie intervenierende Faktoren der Diversität von Körperidealen als potentielle Forschungsansätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie

2.1 Theorie des sozialen Vergleichs

2.1.1 Einflussfaktoren

2.1.2 Auswahl des Vergleichsstandards

2.1.3 Vergleichsrichtungen

2.1.4 Assimilation und Kontrastbildung

2.2 Körperbild

2.2.1 Physische Attraktivität aus wissenschaftlicher Sicht

2.2.2 Erscheinungsformen des Körperbildes

2.3 Soziale Medien

2.3.1 Inhaltsselektion

2.3.2 Interessengemeinschaften

2.3.3 Soziale Nähe

2.3.4 Mediatoren und Moderatoren

3 Methode

3.1 Rechercheverfahren

3.2 Literaturauswahl

3.3 Kategorienraster

4 Forschung

4.1 Medium

4.2 Körperideal

4.3 Nutzungshäufigkeit und -intensität

4.4 Körperbefinden

4.5 Medienkompetenz

4.6 Elternverhältnis

4.7 Ähnlichkeit und Nähe des Vergleichsstandards

4.8 Geschlecht

4.9 Alter

4.10 Selbstwertgefühl

4.11 Likes

4.12 Fotobearbeitung

5 Diskussion

6 Kritik und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Medien auf das Körperbild junger Nutzer vor dem Hintergrund ständiger Vergleichsprozesse. Dabei analysiert die Literatursynopse zentrale Faktoren wie Plattformdynamiken, Körperideale und individuelle Schutzmechanismen, um zu klären, wie sich die Nutzung digitaler Netzwerke auf die Körperwahrnehmung und -zufriedenheit auswirkt.

  • Soziale Vergleichsprozesse im digitalen Raum
  • Einfluss von Körper-ästhetischen Inhalten und Körperidealen
  • Rolle von Medienkompetenz und Elternverhältnis
  • Auswirkungen von Likes und digitaler Fotobearbeitung
  • Geschlechterdifferenzierte und altersbezogene Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Einflussfaktoren

Der soziale Vergleich wird nach Festinger maßgeblich dann in Betrachtung gezogen, obwohl objektive Kriterien nicht zur Verfügung stehen (1954: 118). Jene These wurde gemäß der gegenwärtigen Forschung mit der Relevanz der Attraktivität und Popularität der jeweiligen Bezugspersonen- oder Gruppen erweitert. Diese werden objektiven Kriterien situationsbedingt sogar vorzogen, auch wenn diese durchaus präsent sind (Miller, 1977: 354). Bezüglich der Quelle valider Informationen, variieren demnach „preferences for comparison mode (…) depending upon (…) the underlying interpersonal orientation of the individual, and his perceived competence relative to the comparison group” (ebd., 1977: 353).

Es differenziert sich ebenso eine gewisse menschliche Motivation, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen durch den sozialen Vergleich zu verbessern (Wheeler & Suls, 2007: 13). Festinger inspizierte dementsprechend die Hypothese des „unidirectional drive upward“ (1954: 124), welche folglich mittels gegendarstellenden Forschungen weiterentwickelt wurde. Es erklärte sich der Konsens, dass „people not only wish to evaluate their abilities, they also feel pressure to continually improve them” (Wood, 1989: 232).

Demgemäß erschließt sich folglich der Druck nach sozialer Uniformität. Jene Erscheinung erklärt sich vordergründig aus dem Bedürfnis nach sozialer Realität, sowie der Fähigkeit, anhand anderer Personen das gesamte Spektrum an Handlungs- sowie Denkmöglichkeiten einschätzen zu können (Wheeler & Suls, 2007: 13). Darauf aufbauend ergibt sich somit das fortschreitende Potential des sozialen Wettbewerbs, welches innerhalb des digitalen Raums gegenwärtig neue Anschlussmöglichkeiten findet. Die jeweilige kontextuelle Einbettung des sozialen Vergleichs, innerhalb der korrespondierenden Umgebung, erklärt ergo ein auf sich aufbauendes Reaktionskonstrukt: „social comparison leads to affiliation, (…) similar comparison (…) leads to pressures toward uniformity (…), and the unidirectional drive upward leads to competition” (Wood, 1989: 232).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Bildbearbeitung und digitale Selbstinszenierung zunehmend Druck auf das Körperbild junger Menschen ausüben.

2 Theorie: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Theorie des sozialen Vergleichs nach Festinger, die Definition des Körperbildes und die Analyse der spezifischen Interaktionsdynamiken sozialer Medien.

3 Methode: Der methodische Teil beschreibt das systematische Rechercheverfahren und die Bildung eines Kategorienrasters, um die ausgewählte Forschungsliteratur einzuordnen.

4 Forschung: Hier werden die Ergebnisse der Literaturrecherche anhand zwölf spezifischer Dimensionen präsentiert, darunter Plattformeffekte, Alter, Geschlecht und das elterliche Umfeld.

5 Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf die Beziehung zwischen Mediennutzung und Körperbild.

6 Kritik und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Limitationen der vorliegenden Studien und skizziert Ansätze für zukünftige Forschung, insbesondere bezüglich männlicher Nutzer und langfristiger Längsschnittstudien.

Schlüsselwörter

Sozialer Vergleich, Körperbild, Soziale Medien, Instagram, Körperideal, Body Dissatisfaction, Body Appreciation, Selbstwertgefühl, Medienkompetenz, Fitspiration, Bildbearbeitung, Körperzufriedenheit, Aufwärtsvergleich, Selbstobjektifizierung, Digitales Zeitalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie die Nutzung von sozialen Medien durch ständige soziale Vergleiche das Körperbild und die Körperzufriedenheit von jungen Nutzern beeinflussen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit befasst sich intensiv mit der Theorie des sozialen Vergleichs, dem Einfluss von Plattformen wie Instagram, der Wirkung von Schönheitsidealen und Faktoren wie Likes oder Fotobearbeitung auf die Nutzer.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren und die spezifischen Einflussfaktoren zu identifizieren, die die Beziehung zwischen sozialer Mediennutzung und Körperbild bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literatursynopse, in der 22 relevante wissenschaftliche Publikationen der letzten vier Jahre analysiert und in einem systematischen Kategorienraster zusammengeführt wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Vergleichsprozesse und eine detaillierte Auswertung empirischer Befunde zu zwölf verschiedenen Einflussdimensionen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Neben dem zentralen „sozialen Vergleich“ stehen Begriffe wie Body Dissatisfaction, Selbstobjektifizierung, Fitspiration und Medienkompetenz im Fokus der Untersuchung.

Welchen Einfluss hat die „Fitspiration“-Bewegung auf junge Frauen?

Die Forschung zeigt, dass eine intensive Konfrontation mit Fitspiration-Inhalten zwar die Motivation zur Fitness steigern kann, aber häufig mit einem erhöhten Druck und Körperunzufriedenheit korreliert.

Inwiefern kann das Elternverhältnis als Schutzfaktor wirken?

Die Arbeit weist darauf hin, dass eine positive Mutter-Kind-Beziehung eine gewisse Schutzwirkung gegenüber den negativen Auswirkungen sozialer Medien auf das Körperbild entfalten kann.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Reaktion auf Vergleichsprozesse?

Ja, Frauen zeigen laut Literatur eine höhere Tendenz zur Selbstobjektifizierung und Unzufriedenheit, während bei Männern Themen wie die Muskelunzufriedenheit stärker in den Vordergrund treten.

Wie wirkt sich digitale Fotobearbeitung auf das Körperbild aus?

Die Manipulation von Fotos wird als gegenwärtige Notwendigkeit für soziale Anerkennung empfunden, führt jedoch bei Betrachtern häufig zu negativen Effekten, sofern keine ausreichende Medienkompetenz vorhanden ist, um diese Inhalte kritisch einzuordnen.

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Details

Title
Sozialer Vergleich auf Sozialen Medien. Wie beeinflusst die Nutzung sozialer Medien das Körperbild?
College
LMU Munich  (Kommunikationswissenschaft-Institut)
Grade
2,0
Author
Manuel Kreis (Author)
Publication Year
2019
Pages
51
Catalog Number
V882742
ISBN (eBook)
9783346198211
ISBN (Book)
9783346198228
Language
German
Tags
Instagram Körperbild Sozialer Vergleich Selbstwahrnehmung Social Media Körperwahrnehmung Fitness Fitnesswahn Körperideal Photoshop Fotobearbeitung Selbstwertgefühl Soziale Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Kreis (Author), 2019, Sozialer Vergleich auf Sozialen Medien. Wie beeinflusst die Nutzung sozialer Medien das Körperbild?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882742
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