Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire - Divers

Das Konzil von Ephesus 449 im Brief Galla Placidias an Theodosius II.

Titre: Das Konzil von Ephesus 449 im Brief Galla Placidias an Theodosius II.

Dossier / Travail , 2019 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Nachdem das Christentum im Jahr 324 durch den Kaiser Konstantin I. akzeptiert wurde, verlangte dieser das Praktizieren eines einheitlichen Glaubens. So wurde gegen alle Christen, die abweichende dogmatische Positionen vertraten, rigoros vorgegangen. Die weltumfassende Verfolgung der Christen selbst war zwar beendet. Dennoch wurden nun, im vierten und fünften Jahrhundert auch innerhalb des Christentums vehement Ketzerei-Vorwürfe getätigt, wenn interne Spaltungen über theologische Fragen entstanden. Was mit den Auseinandersetzungen einiger weniger Kleriker begann, konnte rasch mehr kaiserliches Interesse auf sich ziehen und Ausschreitungen entzünden, als irgendeine andere kulturelle Auseinandersetzung dieser Zeit. Im Zeitraum von 325-600 war es vorrangiges Ziel des Christentums, eine Definition für Orthodoxie zu finden. Doch die Uneinigkeit der Parteien über die Grundpfeiler des christlichen Glaubens machte die Frage nach dem „richtigen Glauben“ zu einem fortwährenden Gegenstand der Debatte. Aus dieser Zeit stammt ein Brief der weströmischen Augusta und der Tochter des Kaisers Theodosius I. namens Galla Placidia an den oströmischen Kaiser Theodosius II. .

Den Anlass für diese Korrespondenz gaben die Beschlüsse, die im Jahr 449 auf dem zweiten Konzil von Ephesus gefällt wurden und die auf Initiative des Papstes Leo I. widerlegt werden sollten. Diesen Brief werde ich in meiner Arbeit chronologisch eingerahmt analysieren. Anschließend werde ich, beispielhaft an Galla Placidia, kurz auf ihre Rolle als kaiserliche Frau und die an sie gestellten Erwartungen diskutieren. Der Gegenstand des Briefes, das zweite Konzil von Ephesus, ist nur teilweise überliefert. Die erste Session des Konzils wurde im sogenannten Konzil von Chalkedon nochmals verlesen. Damit konnte es in den griechischen Akten dieses 18 Jahre später stattgefundenen Konzils überliefert werden. Spannend ist, dass die Akte des ephesinsichen Konzils selbst nachträglich korrigiert wurde, wie spätere Zeugenaussagen auf dem Konzil von Chalkedon belegen. Der Vorsitzende des Konzils, Dioscorus, damaliger Patriarch von Alexandria, habe bewusst andersdenkende Stimmen ausgelassen und sogar Gewalt angewendet, um zu verhindern, dass unabhängige Schriften verfasst werden konnten. Unter diesem Gesichtspunkt rückt vielleicht gerade auch die Wichtigkeit externer Quellen, in diesem Fall in Form der Briefe des Papstes Leo I., in den Vordergrund.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Historischer Kontext

a. Der Weg nach Ephesus

b. Das Konzil von Ephesus 449

III. Quelle

a. Quellenkontext

b. Quellenanalyse

c. Bewertung und Rollendiskussion

d. Nach Ephesus

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Briefwechsel der weströmischen Augusta Galla Placidia mit dem oströmischen Kaiser Theodosius II. im Kontext der kirchenpolitischen Spannungen rund um das zweite Konzil von Ephesus im Jahr 449. Das Hauptziel ist die Analyse der rhetorischen Strategien Gallas, mit denen sie Einfluss auf die kaiserliche Entscheidungsgewalt nehmen wollte, um den orthodoxen Glauben im Sinne des Papstes Leo I. zu stärken.

  • Rolle der kaiserlichen Frauen als Patroninnen und Vermittlerinnen
  • Kirchengeschichtliche Einordnung des zweiten Konzils von Ephesus
  • Analyse der Korrespondenz zwischen West- und Ostreich
  • Das Spannungsfeld zwischen Eutyches, Nestorius und dem Papsttum
  • Methodische Untersuchung von Machtansprüchen in der Spätantike

Auszug aus dem Buch

56. Brief der Kaiserin Galla Placidia an Theodosius.

Da wir beim Eintritte selbst in die alte Stadt dafür besorgt waren, dem seligsten Apostel Petrus unsere Verehrung zu zollen, brachte der hochwürdigste Bischof Leo, indem er sich ein wenig vom Gebete zurückzog, bei dem verehrungswürdigen Altare des Märtyrers selbst uns seine Klagen wegen des katholischen Glaubens vor, als deren Zeugen er uns auf den obersten der Apostel selbst, den wir soeben angerufen hatten, hinwies; er war von einer Menge von Bischöfen umgeben, welche er aus unzähligen Städten Italiens nach der Oberhoheit seiner Stellung und seiner Würde um sich versammelt hatte, und indem er seine Worten mit Tränen vermischte, forderte er uns auf, mit seinen Tränen unsere Seufzer zu vereinigen.

Denn es ist kein geringer Schaden in Folge des Geschehenen, dass der Glaube, welcher so lange Zeit dem katholischen Canon gemäß von unserem heiligsten Vater Constantinus, dem ersten christlichen Kaiser, bewahrt wurde, nunmehr nach der Meinung eines Menschen in Verwirrung gebracht wurde, von dem es heißt, dass er auf der Synode in Ephesus vielmehr Hass und Streit walten ließ, indem er durch anwesende Soldaten und Drohung den Bischof Flavianus von Konstantinopel in Schrecken setzte, weil er durch die Gesandten des hochwürdigsten Bischofs von Rom auf dem Concil, welche nach den Bestimmungen des nicänischen Concils gewohnheitsgemäß beiwohnten, an den apostolischen Stuhl und an alle Bischöfe dieser Gegend eine schriftliche Appellation richtete, heiligster Herr Sohn, verehrungswürdiger Kaiser!

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die kirchenpolitischen Auseinandersetzungen des 4. und 5. Jahrhunderts ein und erläutert die Bedeutung des Briefes von Galla Placidia im Kontext der christologischen Streitfragen.

II. Historischer Kontext: Dieses Kapitel skizziert den Weg zum Konzil von 449 und beleuchtet die ideologischen Gegensätze zwischen der alexandrinischen und der antiochenischen Schule.

III. Quelle: Hier erfolgt eine detaillierte quellenkritische Einordnung und Analyse des Briefes, wobei insbesondere die rhetorische Gestaltung und die Absichten der Absenderin untersucht werden.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Rolle Galla Placidias als Vermittlerin zusammen und bewertet die Wirksamkeit ihrer politischen Einflussnahme innerhalb der kaiserlichen Netzwerke.

Schlüsselwörter

Galla Placidia, Theodosius II., Konzil von Ephesus 449, Papst Leo I., Christologie, Orthodoxie, Kirchengeschichte, Spätantike, kaiserliche Patronage, Räubersynode, Flavianus, Dioscorus, Zwei-Naturen-Lehre, Westrom, Ostrom.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem historischen Briefwechsel zwischen der weströmischen Kaiserin Galla Placidia und dem oströmischen Kaiser Theodosius II. im 5. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die kirchenpolitischen Konflikte der Spätantike, die Rolle kaiserlicher Frauen als Vermittlerinnen und die christologischen Streitigkeiten um das Konzil von Ephesus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse der rhetorischen Mittel, mit denen Galla Placidia versuchte, den oströmischen Kaiser zur Unterstützung der päpstlichen Position zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine chronologisch eingerahmte Quellenanalyse angewandt, die durch moderne literarische und historische Interpretationsansätze ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den historischen Kontext des Konzils, den inhaltlichen Kontext des Briefes, eine detaillierte Quellenanalyse sowie eine Rollendiskussion zur Patronage kaiserlicher Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Galla Placidia, Konzil von Ephesus 449, Orthodoxie, Christologie, päpstlicher Primat und kaiserliche Netzwerke.

Warum spielt der Papst Leo I. eine so entscheidende Rolle in der Analyse?

Leo I. initiierte die Briefe der weströmischen Kaiserfamilie und versuchte über diese Netzwerke Einfluss auf die kirchlichen Entscheidungen im Oströmischen Reich zu nehmen.

Wie reagierte Kaiser Theodosius II. auf das Schreiben?

Theodosius II. blieb in seiner Antwort hart, wies die Vorwürfe zurück und verteidigte die Absetzung des Bischofs Flavianus als rechtmäßig.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Das Konzil von Ephesus 449 im Brief Galla Placidias an Theodosius II.
Université
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Cours
Proseminar: Theodosius und seine Dynastie (379 – 455 n. Chr. )
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
19
N° de catalogue
V882758
ISBN (ebook)
9783346217349
ISBN (Livre)
9783346217356
Langue
allemand
mots-clé
Galla Placidia Konzil von Ephesos Konzil von Ephesus Theodosius II. Räubersynode Papst Leo I.
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2019, Das Konzil von Ephesus 449 im Brief Galla Placidias an Theodosius II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/882758
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint