Sehr viele Prozesse in unserer Wirtschaft und Gesellschaft sind durch grundlegende Veränderungen gekennzeichnet. Diese sind in besonderem Maße ausgelöst und geprägt von der sich immer tiefgreifender verändernden Kommunikations- und Informationstechnologie. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung wird immer häufiger der Begriff eCommerce genannt, der sich als ein Synonym für kommerzielles Geschehen rund um das Internet etabliert hat._Diese neuen Entwicklungen bieten Unternehmern vielseitige Verwendungsmöglichkeiten mit einem weitreichenden Anwendungs- und Einsatzpotential, die vorher nicht existierten und erst durch eCommerce möglich werden Ziel dieser Arbeit soll es sein, zunächst den Begriff „Electronic Commerce Anwendungen“ zu verdeutlichen, sodann auf Hintergründe einzugehen, um anschließend darzustellen, wer in diesem Bereich wie agiert. Auf diese Weise sollen die Chancen und Risiken verdeutlicht werden, die die Entwicklung von eCommerce-Lösungen beeinflussen.
Im abschließenden Teil soll versucht werden, die theoretischen Ausführungen anhand des praktischen Beispiels der Erfolgsstory des Online Anbieters Amazon.com zu überprüfen und zu bekräftigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 eCommerce und seine Abgrenzung hinsichtlich eBusiness
2.2 Die Entwicklung von Internet und eCommerce-Anwendungen
2.3 Akteure und Rollen im Bereich von eCommerce Anwendungen
2.3.1 Business-to-Consumer (B2C)
2.3.2 Business-to-Business (B2B)
2.3.3 Consumer-to-Consumer-Commerce (C2C)
3 Klassifizierung von eCommerce Anwendungen
3.1 Information
3.2 Kommunikation
3.3 Transaktion
3.3.1 Elektronische Marktplätze
4 Einflussgrößen auf eCommerce-Anwendungen
4.1 Fördernde Einflussgrößen
4.1.1 Neue Formen der Wertschöpfung
4.1.2 Neue Absatzkanäle – Online Distribution
4.1.3 Neue Unternehmensmodelle – Virtuelle Unternehmen
4.1.4 Neue Kommunikationsformen und -kanäle
4.1.5 Neue Kundenbeziehungen / Kundenbindungsstrategien
4.1.6 Effektivere Logistikmöglichkeiten bei globaler Präsenz
4.2 Hemmende Einflussgrößen
4.2.1 Technische Probleme und Restriktionen
4.2.2 Rechtliche Unsicherheiten
4.2.3 Akzeptanz- und Vertrauensprobleme
4.2.4 Zahlungssysteme
4.2.5 Verkürzte Produktlebenszyklen und erhöhter Kostendruck
4.2.6 Die Internetbranche in Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation
5 Erfolgsfaktoren für eCommerce-Anwendungen am Beispiel Amazon
5.1 Das Unternehmen Amazon
5.2 Vorteile Amazons vs. herkömmlicher Buchhandel
5.3 Erfolgsfaktoren von Amazon in den Teilbereichen des Marketing Mix
5.3.1 Distribution
5.3.2 Kommunikation
5.3.3 Produkt- und Leistungspolitik
5.3.4 Kontrahierungspolitik
5.4 Kritische Betrachtung der Zukunft Amazons
6 Schluß
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Wesen sowie die Erfolgsfaktoren von Electronic-Commerce-Anwendungen in der modernen Wirtschaft. Das primäre Ziel ist es, den Begriff einzugrenzen, fördernde und hemmende Einflussgrößen zu identifizieren und diese theoretischen Erkenntnisse anhand der Erfolgsgeschichte von Amazon.com zu validieren.
- Grundlagen und Abgrenzung von eCommerce zu eBusiness
- Klassifizierung von eCommerce-Anwendungen nach Interaktionsgrad
- Analyse der fördernden und hemmenden Faktoren des Online-Handels
- Untersuchung des Marketing-Mix von Amazon.com
- Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des eCommerce-Sektors
Auszug aus dem Buch
5.3.1 Distribution
Im Bereich der Distribution seiner Produkte ging Amazon zu Beginn des Geschäftsbetriebs in den USA 1995 keine eigenen Wege und beschäftigte ,B-Web-Partner’, durch die die von Amazon weitergeleiteten Bestellungen verpackt und über Distributeure vertrieben wurden. Mit steigender horizontaler Diversifikation bildete Amazon Partnerschaften mit Großhändlern und Herstellern, die bereit waren, bestimmte Bereiche des Streckengeschäftes zu übernehmen, häufig verlangte Artikel selbst zu lagern und zum Versand vorzubereiten. Im Jahr 1999 kehrte sich Amazon jedoch aufgrund der steigenden Komplexität der Bestellungen von dieser Distributionsweise ab und errichtete eigene Vertriebszentren. Dies ermöglicht höhere Gewinne, weil Großhändler in der Vertriebskette überflüssig werden, widerspricht aber der Vorstellung eines schlanken Unternehmens, welches in der ,Internet-Welt’ immer wieder als vorteilhaft beschrieben wird, da so die Reaktionen auf ein verändertes Umfeld viel schneller umzusetzbar sind.
Moderne Nachfragemanagement-Software zur Vorhersage von Nachfrageentwicklungen und die Kategorisierung der Produkte in A, B und C-Artikel richten das gesamte System darauf aus, bei minimierten Kosten durch rechzeitige Lieferung die Kundenzufriedenheit zu maximieren und die notwendige Flexibilität zu erhalten. Der hohe Grad an Kundenzufriedenheit wird dadurch bestätigt, dass laut Amazon 70% des Umsatzes mit Kunden gemacht werden, die schon einmal bei Amazon eingekauft haben.
Zusätzlich zum herkömmlichen B2C Vertriebsweg, beginnt Amazon neuerdings auch damit, unter der Amazon-Plattform C2C-Anwendungen anzubinden. So können deutsche Amazon User bereits gebrauchte Bücher online zum Verkauf anbieten oder antiquarische Bücher, von anderen Amazon-Kunden kaufen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die ökonomischen Veränderungen durch eCommerce und Definition des Forschungsziels.
2 Grundlagen: Theoretische Herleitung und Abgrenzung des eCommerce-Begriffs sowie historischer Abriss der Internetentwicklung.
3 Klassifizierung von eCommerce Anwendungen: Kategorisierung der Anwendungen nach Informations-, Kommunikations- und Transaktionsgrad.
4 Einflussgrößen auf eCommerce-Anwendungen: Detaillierte Betrachtung von wertschöpfungsfördernden Aspekten sowie hemmenden Faktoren wie Sicherheit und Technik.
5 Erfolgsfaktoren für eCommerce-Anwendungen am Beispiel Amazon: Praktische Anwendung der Theorie auf das Unternehmen Amazon unter Berücksichtigung des Marketing-Mix.
6 Schluß: Zusammenfassende Einschätzung des Entwicklungspotenzials des eCommerce-Sektors.
Schlüsselwörter
Electronic Commerce, eBusiness, Internet, Online Distribution, Virtuelle Unternehmen, Marketing-Mix, Amazon, Kundenzufriedenheit, Wertschöpfungskette, Transaktionsphasen, B2C, B2B, C2C, Elektronische Marktplätze, Kundenbindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Electronic Commerce Anwendungen für die moderne Wirtschaft und identifiziert die wesentlichen Erfolgsfaktoren für Unternehmen in diesem Umfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den theoretischen Grundlagen stehen die Klassifizierung von eCommerce-Anwendungen, die Analyse fördernder und hemmender Einflussgrößen sowie die praktische Erfolgsanalyse eines führenden Online-Unternehmens im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Begriff eCommerce zu definieren, die Rahmenbedingungen für den Erfolg von Online-Geschäftsmodellen aufzuzeigen und diese anhand des Praxisbeispiels Amazon zu verifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse, die anschließend durch eine Fallstudienanalyse am Beispiel von Amazon.com kritisch überprüft und bekräftigt wird.
Was steht im Hauptteil im Mittelpunkt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den fördernden Faktoren wie neuen Wertschöpfungsformen und den hemmenden Faktoren wie rechtlichen Unsicherheiten oder technischen Hürden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind unter anderem eCommerce, Online Distribution, B2C-Modelle, Kundenzufriedenheit und digitale Wertschöpfungsketten.
Wie bewertet die Arbeit die zukünftige Rolle von Amazon?
Trotz der Herausforderungen im Hinblick auf Quartalsgewinne und globale Konjunkturlagen wird Amazons Expansionsstrategie langfristig positiv für den Unternehmenserfolg eingeschätzt.
Welchen Stellenwert nimmt die Distribution bei Amazon ein?
Die Distribution ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, wobei sich Amazon von der anfänglichen Nutzung von Partnern hin zur Etablierung eigener, hochgradig optimierter Vertriebszentren entwickelte.
- Quote paper
- Michael Rockel (Author), 2002, Electronic-Commerce-Anwendungen: Erfolgsfaktoren, Einflussgrößen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8827