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Die Entwicklungslinien des Feuilletons der deutschen Tagespresse seit 1989- nachgezeichnet am Beispiel der Berliner Zeitung

Title: Die Entwicklungslinien des Feuilletons der deutschen Tagespresse seit 1989- nachgezeichnet am Beispiel der Berliner Zeitung

Term Paper , 2001 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kai Bieler (Author)

Communications - Print Media, Press
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Es soll um das Feuilleton gehen. Nicht um das Genre, angesiedelt im Niemandsland der Kategorien zwischen Journalismus und Literatur. Auch nicht um die Stilform, jenes scheinbar an der Oberfläche verbleibende, das die Schwierigkeiten und Komplexität des Daseins dem Leser unterhaltend und anschaulich nahe bringt. Gegenstand der Untersuchung ist das Ressort „Feuilleton“ als „Bezeichnung für den kulturellen Teil der Zeitungen(...)Seiner Zusammensetzung nach enthält es die traditionelle Mischung von kulturellen Nachrichten, Berichten, Kritiken und schöpferischer Unterhaltung.“

Am Beispiel des Feuilletons der regionalen Tageszeitung „Berliner Zeitung“ soll dabei zwei Fragestellungen nachgegangen werden: Erstens, welche Entwicklungslinien kennzeichnen die Kulturseiten der deutschen Tagespresse in den letzten Jahren? Im Mittelpunkt werden hier der Begriff des „politischen Feuilletons“ und der aktuelle Streit um die thematischen Grenzen der Kulturberichterstattung stehen. Und zweitens: Welche Rolle spielt das Feuilleton im speziellen Fall der „Berliner Zeitung“, für deren Entwicklung, verlegerische Zielstellung und Perspektive? Wie zu zeigen sein wird, gibt es zwischen beiden Komplexen verschiedene Parallelen und Schnittpunkte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Um welches Feuilleton geht es?

Leben mit dem „Lügenblatt“

Hauptstadtzeitung statt „Washington Post“

Relaunch – das Feuilleton wird zum Aushängeschild

Mit politischen Feuilleton zur Meinungsführerschaft?

Was kann, was darf das Feuilleton?

Themenseiten und Beilagen- Ausweg aus dem Dilemma

Viel Theater auf dem „Rezensionsfriedhof“

Fazit und Ausblick auf den „Ort der Utopie“

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungslinien des Feuilletons der Berliner Zeitung seit 1989. Ziel ist es, die Rolle des Kulturressorts bei der Positionierung der Zeitung als meinungsführende Hauptstadtzeitung sowie den Umgang der Redaktion mit den thematischen und strukturellen Herausforderungen des modernen Kulturjournalismus zu analysieren.

  • Die Entwicklung des Feuilletons als Aushängeschild einer Tageszeitung
  • Das Konzept des „politischen Feuilletons“ und dessen Einfluss auf die Meinungsbildung
  • Strategien zur thematischen Öffnung durch Zusatzseiten und Beilagen
  • Die Spannung zwischen traditionellem Kunstverständnis und aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen
  • Der Einfluss verlegerischer Ziele und personeller Entscheidungen auf die Ressortgestaltung

Auszug aus dem Buch

Relaunch – das Feuilleton wird zum Aushängeschild

Nach der personellen Aufstockung wird 1996 die designerische Umgestaltung der Zeitung in Angriff genommen. Chefredakteur Maier ist auf der Suche nach einer neuen Ästhetik in der deutschen Zeitungslandschaft. Die soll Robert Lockwood für ihn finden. Der amerikanische Zeitungsdesigner erhält den Auftrag zum Relaunch. Zu seinen vorherigen Auftraggebern zählten unter anderem AP, die Bangkok Post oder PC Week.

Die wohl wichtigste Neuerung im Layout ist der vertikale Umbruch der Seiten. Die senkrechte Ausrichtung hat mehrere Vorteile. Sie streckt die Seite und lässt sie größer erscheinen. Das typische rechteckige Kastendesign wird aufgelockert. Außerdem stehen nun fast alle Überschriften auf der oberen Seitenhälfte und bieten so dem Leser auf den ersten Blick eine Übersicht der Seite. Das alte Hellblau des Titelkopfes wurde durch ein dunklen und dezenten Blau-Ton ersetzt. Dieser erinnert an die alte, vertraute Signalfarbe, verträgt sich aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger mit den farbigen Aufmacher-Photos. Darüber steht in Orientrot die Ankündigung eines Artikel-Highlights der Ausgabe. In 21 von 57 untersuchten Ausgaben bezog sich der Hinweis auf einen Artikel im Feuilleton der Zeitung! Dazu kamen 19 Ankündigungen für die Reportage auf „Seite 3“. Diese befindet sich zwar im Politikteil und hat oft ein politisches Thema, zählt aber zum Ressort Magazin und damit zum quasi erweiterten Feuilleton des Blattes.

Zusammenfassung der Kapitel

Um welches Feuilleton geht es?: Diese Einleitung definiert das Verständnis des Feuilletons als politisches und kritisches Ressort und umreißt die Fragestellung der Untersuchung am Beispiel der Berliner Zeitung.

Leben mit dem „Lügenblatt“: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Berliner Zeitung von ihrer Gründung 1945 bis zur Wende nach und beleuchtet die institutionellen Zwänge der DDR-Zeit.

Hauptstadtzeitung statt „Washington Post“: Hier wird der Prozess der Privatisierung und die strategische Neuausrichtung des Blattes nach 1990 mit dem Ziel einer überregionalen Hauptstadtzeitung beschrieben.

Relaunch – das Feuilleton wird zum Aushängeschild: Der Abschnitt analysiert die gestalterischen und strukturellen Veränderungen des Feuilletons nach dem Relaunch von 1997 zur Imageverbesserung.

Mit politischen Feuilleton zur Meinungsführerschaft?: Es wird untersucht, wie die Redaktion durch gesellschaftspolitische Analysen und Debattenbeiträge Einfluss auf die politische Meinungsbildung nimmt.

Was kann, was darf das Feuilleton?: Dieses Kapitel diskutiert die aktuelle Fachdebatte über die Grenzen des Feuilletons und das Spannungsfeld zwischen traditionellen Themen und wissenschaftlich-technischen Inhalten.

Themenseiten und Beilagen- Ausweg aus dem Dilemma: Hier werden die Instrumente der Auslagerung neuer Themenfelder wie Wissenschaft, Medien und Internet auf spezifische Themenseiten analysiert.

Viel Theater auf dem „Rezensionsfriedhof“: Die Analyse zeigt die quantitative Dominanz klassischer Kunstsparten im Feuilleton und hinterfragt den zugrunde liegenden, traditionellen Kulturbegriff.

Fazit und Ausblick auf den „Ort der Utopie“: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Zukunftsperspektiven der Berliner Zeitung vor dem Hintergrund eines verschärften Sparkurses betrachtet.

Schlüsselwörter

Berliner Zeitung, Feuilleton, Kulturjournalismus, Hauptstadtzeitung, politisches Feuilleton, Relaunch, Medienberichterstattung, Zeitungsdesign, Kulturpolitik, Rezension, Kulturresort, Meinungsführerschaft, Wissenschaftsbeilage, Medienlandschaft, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche und strukturelle Entwicklung des Feuilletons der Berliner Zeitung in einem Zeitraum von etwa einem Jahrzehnt ab 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation vom regionalen Blatt zur Hauptstadtzeitung, der Etablierung eines politischen Feuilletons und dem Management der Themenvielfalt durch Spezialseiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Entwicklungslinien der Kulturberichterstattung und der Rolle des Feuilletons bei der Erringung von Meinungsführerschaft im hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine quantitative Auszählung und thematische Kategorisierung von Feuilleton-Artikeln durch, ergänzt durch eine Analyse der Blattstruktur und der redaktionellen Selbstauffassung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte der Berliner Zeitung, dem Relaunch-Prozess, der Definition des politischen Feuilletons sowie einer detaillierten Auswertung der thematischen Ausrichtung der Kulturseiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Feuilleton, Kulturjournalismus, Hauptstadtzeitung, Berliner Zeitung und den strategischen Wandel der Kulturberichterstattung.

Wie verändert der Relaunch von 1997 das Feuilleton?

Durch den Relaunch rückte das Feuilleton an die zweite Stelle der Zeitung, erhielt ein neues, modernes Layout und wurde durch die Ausgliederung spezialisierter Themen auf eigene Seiten gestärkt.

Welche Rolle spielt die Beilage „Wissenschaft“ für das Feuilleton?

Sie dient als Entlastung für das klassische Feuilleton, um dort eine thematische Überfrachtung zu vermeiden, während gleichzeitig populärwissenschaftliche Inhalte professionell abgedeckt werden.

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Details

Title
Die Entwicklungslinien des Feuilletons der deutschen Tagespresse seit 1989- nachgezeichnet am Beispiel der Berliner Zeitung
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Course
Seminar Feuilletonjournalismus
Grade
1,7
Author
Kai Bieler (Author)
Publication Year
2001
Pages
26
Catalog Number
V8828
ISBN (eBook)
9783638156981
ISBN (Book)
9783638640718
Language
German
Tags
Entwicklungslinien Feuilletons Tagespresse Beispiel Berliner Zeitung Seminar Feuilletonjournalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kai Bieler (Author), 2001, Die Entwicklungslinien des Feuilletons der deutschen Tagespresse seit 1989- nachgezeichnet am Beispiel der Berliner Zeitung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8828
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