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Die ökonomische Analyse von Mindestlöhnen

Title: Die ökonomische Analyse von Mindestlöhnen

Diploma Thesis , 2007 , 65 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katja Schaefer (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

„No business which depends for existence on paying less than living wages to its workers has any right to continue in this country. By living wages I mean more than a bare subsistence level – I mean the wages of a decent living.“ Mit diesen Worten setzte sich Franklin D. Roosevelt bereits im Jahr 1933 für einen „fairen Wettbewerb“ auf dem Arbeitsmarkt ein. Armut trotz Vollzeitarbeit sowie wettbewerbsverzerrender Lohndumping seien nach Meinung der Befürworter des Mindestlohns, besonders unter dem Gesichtspunkt, dass das Arbeitseinkommen als wichtigste Erwerbsquelle der abhängig Beschäftigten gelte, abzulehnen, da der Lohn einer Vollzeitbeschäftigung zumindest ein soziokulturelles Existenzminimum mit einem angemessenen Lebensstandard gewährleisten müsse. Nach Ansicht der Vertreter des Mindestlohns bestehe ein Mangel an ausreichender Tarifabdeckung sowie eine zunehmende Tarifflucht. Deshalb befürworten sie die gesetzliche Einführung eines Mindestlohns zum Schutz von Arbeitnehmern beziehungsweise bestimmten Arbeitnehmergruppen. Gegner des Mindestlohns propagieren dagegen mit zu hohen Lohnkosten als Folge des Mindestlohns, die u.a. für Standortprobleme mitverantwortlich seien, und fordern zur Steigerung der Wachstums-, Beschäftigungs- und Produktivitätsraten sogar eine Senkung der Lohnsätze. Weiterhin begründen sie, dass sie die Erfüllung der mit dem Mindestlohn gesetzten Ziele anzweifeln und darüber hinaus die Vernichtung von Arbeitsplätzen befürchten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele für die Erhebung eines Mindestlohns

3. Analyse der Auswirkungen der Einführung eines Mindestlohns

3.1 Grundannahmen der ausgewählten Modelle

3.2 Das neoklassische Standardmodell

3.2.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung

3.2.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung

3.2.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung

3.2.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung des Lohnsatzes

3.2.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsumme

3.2.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele

3.2.4 Kritische Würdigung des Modells

3.3 Das Zweisektorenmodell mit homogenem Arbeitsangebot

3.3.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung

3.3.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung

3.3.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung

3.3.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsätze

3.3.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsummen

3.3.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele

3.3.4 Kritische Würdigung des Modells

3.4 Das monopsonistische Konkurrenzmodell

3.4.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung

3.4.2 Analyse der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung

3.4.2.1 Auswirkung auf die Beschäftigung

3.4.2.2 Auswirkung auf die Entwicklung des Lohnsatzes

3.4.2.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsumme

3.4.3 Bewertung des Untersuchungsergebnisses anhand der Ziele

3.4.4 Kritische Würdigung des Modells

4. Vergleich der ausgewählten Modelle

4.1 Vergleich der Darstellungsweisen der ausgewählten Modelle vor einer Mindestlohneinführung

4.2 Vergleich der Modellanalysen der Auswirkungen einer Mindestlohneinführung

4.3 Vergleich der bewerteten Untersuchungsergebnisse anhand der Ziele

4.4 Vergleich der Erklärungsziele und der Grenzen der Modelle

5. Empirische Analyseergebnisse

5.1 Empirische Analyseergebnisse zu Auswirkungen einer Mindestlohneinführung

5.1.1 Auswirkung auf die Beschäftigung

5.1.2 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsätze

5.1.3 Auswirkung auf die Entwicklung der Lohnsummen

5.2 Bewertung der empirischen Analysergebnisse anhand der Ziele

5.3 Kritische Würdigung der empirischen Analyseergebnisse

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die ökonomischen Effekte der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns durch eine komparativ-statische Analyse auf Basis ausgewählter theoretischer Modelle zu untersuchen und an den jeweils verfolgten Zielen sowie Nebenbedingungen zu bewerten, um Erkenntnisse über die Auswirkungen auf Beschäftigung, Lohnsätze und Lohnsummen zu gewinnen.

  • Neoklassisches Standardmodell bei vollkommener Konkurrenz.
  • Zweisektorenmodell zur Analyse unvollständiger Deckung von Mindestlohnregelungen.
  • Monopsonistisches Konkurrenzmodell zur Berücksichtigung von Marktmacht.
  • Vergleich der theoretischen Modelle hinsichtlich ihrer Annahmen und Erklärungsziele.
  • Gegenüberstellung theoretischer Ergebnisse mit empirischen Analysen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Darstellung des Modells vor einer Mindestlohneinführung

Das folgende neoklassische Standardmodell beruht auf den im Abschnitt 3.1 getroffenen Annahmen.

Die Höhe der Beschäftigung vor Einführung des Mindestlohns wird im Gleichgewicht simultan über den flexiblen Preismechanismus durch Ausgleich von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage bestimmt. Durch die Annahmen der Rationalität, der Homogenität der Arbeit und der vollkommenen Konkurrenz bildet sich im neoklassischen Modell auf dem Arbeitsmarkt ein einheitlicher markträumender Lohnsatz w0, der zu keiner Erwerbslosigkeit oder unbefriedigten Arbeitsnachfrage führt. Eine Person gilt hierbei als erwerbs- beziehungsweise arbeitslos, die erwerbsfähig und ohne Anstellung ist, jedoch sich zum herrschenden Lohn um eine neue Arbeitsstelle bemüht.

Im Ergebnis erhält jeder Arbeitsanbieter, dessen Anspruchslohn gleich oder unterhalb des markträumenden Lohnsatzes liegt, eine Arbeitsstelle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Kontroverse um Mindestlöhne und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Ziele für die Erhebung eines Mindestlohns: Definition des Begriffs Mindestlohn und Erläuterung der sozialen, ordnungspolitischen und ökonomischen Zielsetzungen.

3. Analyse der Auswirkungen der Einführung eines Mindestlohns: Theoretische Untersuchung von Mindestlohneffekten in drei ausgewählten partialanalytischen Modellen.

4. Vergleich der ausgewählten Modelle: Gegenüberstellung von Annahmen, Wirkungsmechanismen und Grenzen des neoklassischen, Zweisektoren- und monopsonistischen Konkurrenzmodells.

5. Empirische Analyseergebnisse: Präsentation und Bewertung von Forschungsergebnissen zur Überprüfung der theoretischen Modellvorhersagen.

6. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Fazit zur Anwendbarkeit der Modelle in der Realität.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Arbeitsmarkt, neoklassisches Standardmodell, Zweisektorenmodell, monopsonistisches Konkurrenzmodell, Beschäftigungseffekte, Lohnsumme, Arbeitslosigkeit, Marktmacht, Vollkommene Konkurrenz, Lohnsatz, Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage, Lohndumping, Beschäftigungsanreiz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns auf Basis verschiedener theoretischer Arbeitsmarktmodelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen auf Beschäftigung, Lohnsätze und die Gesamtlohnsumme unter verschiedenen Marktbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob Mindestlöhne die angestrebten sozialen und ökonomischen Ziele erreichen können, ohne dabei negative Nebenwirkungen wie Arbeitslosigkeit zu induzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparativ-statische Analyse von drei verschiedenen ökonomischen Modellen, ergänzt durch eine Auswertung empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte theoretische Analyse des neoklassischen Modells, des Zweisektorenmodells und des monopsonistischen Konkurrenzmodells sowie deren Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Beschäftigungseffekt, Marktversagen, monopsonistische Konkurrenz und neoklassische Theorie.

Was unterscheidet das Zweisektorenmodell vom Standardmodell?

Es berücksichtigt eine unvollständige Deckung der Mindestlohnregelung und integriert eine Kündigungsrate sowie Suchwahrscheinlichkeiten für Arbeitsanbieter.

Warum wird im monopsonistischen Modell von Lohnsetzern gesprochen?

Da Unternehmen hier über eine gewisse Marktmacht verfügen und das Arbeitsangebot für sie nicht vollkommen elastisch ist, können sie die Lohnkonditionen in begrenztem Rahmen beeinflussen.

Führt ein Mindestlohn immer zu Arbeitslosigkeit?

Die Analyse zeigt, dass die Effekte stark von den Annahmen des jeweiligen Modells und dem bindenden Bereich des Mindestlohns abhängen; negative Effekte sind jedoch in vielen Konstellationen die Folge.

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Details

Title
Die ökonomische Analyse von Mindestlöhnen
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Katja Schaefer (Author)
Publication Year
2007
Pages
65
Catalog Number
V88287
ISBN (eBook)
9783638024006
Language
German
Tags
Analyse Mindestlöhnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Schaefer (Author), 2007, Die ökonomische Analyse von Mindestlöhnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88287
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