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Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse

Title: Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse

Bachelor Thesis , 2008 , 41 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Stefan Lunk (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Durch die zunehmende Globalisierung der Güter- und Kapitalmärkte wird auch die internationale Vergleichbarkeit von Unternehmensdaten immer wichtiger.

Beispielsweise benötigen potentielle Investoren vergleichbare Informationen über verschiedene Unternehmen um die zukünftigen Erfolgsaussichten realistisch einschätzen zu können. Durch die Anwendung verschiedener Rechnungslegungskonzepte können Unternehmen nicht unmittelbar miteinander verglichen werden, was u. a. zu einer Behinderung des Kapitalmarktes und Investitionsentscheidungen führt.

Auf Grund dessen müssen die meisten kapitalmarktorientierten Unternehmen seit 2005 ihre Konzernabschlüsse gemäß IFRS erstellen. Eine Ausnahme besteht für vorher nach US-GAAP bilanzierende Unternehmen, die erst seit 2007 nach IFRS bilanzieren müssen. Aber auch nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen haben mittlerweile gemäß § 315a Abs. 3 HGB ein Wahlrecht zur Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS, wodurch in Zukunft die Anzahl der IFRS-Abschlüsse weiter steigen dürfte.


Wegen der unterschiedlichen Behandlung gleicher Sachverhalte in den Rechnungslegungssystemen kann die Anwendung der IFRS anstelle der HGB-Rechnungslegung Auswirkungen auf das Gesamtbild eines Unternehmens haben, welches durch die Bilanzanalyse ermittelt werden soll. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegung auf wichtige Kennzahlen des Jahresabschlusses eines Unternehmens darzustellen. Um möglichst allgemeingültig zu bleiben wird hauptsächlich auf die Unterschiede im Einzelabschluss eingegangen und nur an geeigneter Stelle auf Bilanzierungsfragen im Konzernabschluss, wobei nur auf wesentliche Unterschiede eingegangen wird.

Es soll dargestellt werden, dass ein Bilanzanalytiker bei der Betrachtung zweier verschiedener Abschlüsse darauf zu achten hat, warum einzelne Posten der Bilanz und dadurch wichtige Kennzahlen beim direkten Vergleich eventuell einen anderen Wert aufweisen. Um das zu erreichen wird auf die Aufstellung einer Strukturbilanz verzichtet, damit die wesentlichen und erkennbaren Unterschiede nicht wieder eliminiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Definition Bilanzanalyse

2.2 Grundkonzeptionen der Rechnungslegung nach HGB und IFRS

3. Wesentliche Unterschiede in der Rechnungslegung

3.1 Allgemeine Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Schulden

3.1.1 Nach IFRS

3.1.2 Nach HGB

3.2 Sachanlagen

3.3 Immaterielle Vermögenswerte

3.4 Leasingverhältnisse

3.5 Finanzanlagen

3.5.1 Finanzinstrumente

3.5.2 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

3.6 Langfristige Fertigungsaufträge

3.7 Vorratsvermögen

3.8 Latente Steuern

3.9 Pensionsrückstellungen

3.10 Sonstige Rückstellungen

4. Auswirkungen auf die Analyse ausgewählter Kennzahlen

4.1 Analyse der Vermögenslage

4.1.1 Intensitätskennzahlen

4.1.2 Umschlagskoeffizienten

4.2 Analyse der Finanzlage

4.2.1 Eigen- und Fremdkapitalquote

4.2.2 Deckungsgrade

4.3 Analyse der Ertragslage

4.3.1 Eigenkapitalrentabilität

4.3.2 Umsatzrentabilität

5. Darstellung der Auswirkungen anhand empirischer Untersuchungen

6. Fazit

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorthesis untersucht die Auswirkungen der Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie sich unterschiedliche Ansatz- und Bewertungsvorschriften auf die Kennzahlen des Jahresabschlusses auswirken und warum ein direkter Vergleich von Abschlüssen erschwert wird.

  • Grundlegende Unterschiede der Rechnungslegungskonzepte von HGB und IFRS
  • Analyse der Auswirkungen der Umstellung auf wichtige Vermögens-, Finanz- und Ertragslagekennzahlen
  • Empirische Untersuchung der Veränderungen von Bilanzpositionen und Kennzahlen bei börsennotierten Unternehmen
  • Herausforderungen bei der Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen unter unterschiedlichen Standards

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeine Ansatzkriterien für Vermögenswerte und Schulden

Gemäß IASC-RK 49 (a) des Rahmenkonzeptes ist ein Vermögenswert eine in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehende Ressource, die ein Ergebnis von Ereignissen der Vergangenheit darstellt und von dem ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird.

Um aktivierungsfähig zu sein muss ein Vermögenswert zusätzlich die ergänzenden Ansatzkriterien des IASC-RK 89 erfüllen. Laut dieser Vorschrift muss der künftige Nutzenzufluss wahrscheinlich sein und die Höhe der Aufwendungen muss verlässlich bestimmbar sein.

Eine Schuld dagegen ist laut IASC-RK 49 (b) eine gegenwärtige Verpflichtung des Unternehmens, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht und mit deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß ein Abfluss von Ressourcen von wirtschaftlichem Nutzen verbunden ist.

Gemäß IASC-RK 91 muss eine Schuld in der Bilanz angesetzt werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen enthalten und wenn der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Bedeutung international vergleichbarer Unternehmensdaten und setzt das Ziel, die Auswirkungen der IFRS-Umstellung auf Jahresabschlusskennzahlen zu analysieren.

2. Theoretische Grundlagen: Definiert den Begriff der Bilanzanalyse und erläutert die unterschiedlichen Grundkonzeptionen der Rechnungslegung nach HGB (Vorsichtsprinzip) und IFRS (Entscheidungsnützlichkeit).

3. Wesentliche Unterschiede in der Rechnungslegung: Analysiert detailliert die Differenzen in Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Leasing, Rückstellungen und weiteren Bilanzposten zwischen HGB und IFRS.

4. Auswirkungen auf die Analyse ausgewählter Kennzahlen: Untersucht theoretisch, wie sich die Rechnungslegungsänderungen auf spezifische Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

5. Darstellung der Auswirkungen anhand empirischer Untersuchungen: Präsentiert und interpretiert empirische Studien, um die theoretischen Auswirkungen der IFRS-Umstellung an realen Unternehmensdaten zu überprüfen.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass eine generelle Aussage über die Auswirkungen der Umstellung unmöglich ist und eine detaillierte Unternehmensbetrachtung erfordert.

7. Ausblick: Skizziert zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung und anstehende Modernisierungen des Bilanzrechts.

Schlüsselwörter

Bilanzanalyse, HGB, IFRS, Rechnungslegung, Jahresabschluss, Eigenkapitalquote, Vermögenslage, Finanzlage, Ertragslage, Kennzahlen, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, IFRS-Umstellung, Anlagevermögen, Rückstellungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Umstellung der Rechnungslegung von den deutschen HGB-Standards auf die internationalen IFRS-Standards auf die Bilanzanalyse und die Ermittlung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die methodischen Unterschiede bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, Schulden, Leasingverhältnissen und Rückstellungen sowie deren direkter Einfluss auf die resultierenden Kennzahlen wie Eigenkapital- oder Umsatzrentabilität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, dem Bilanzanalytiker aufzuzeigen, warum einzelne Bilanzposten und daraus abgeleitete Kennzahlen bei einem direkten Vergleich zwischen HGB- und IFRS-Abschlüssen variieren können, ohne dabei die Analyse durch eine künstliche Strukturbilanz zu verzerren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Herleitung der Bilanzierungsunterschiede mit einer Analyse empirischer Studien von börsennotierten Unternehmen, um die theoretisch vermuteten Auswirkungen zu validieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Unterschieden in der Ansatz- und Bewertungssystematik und überträgt diese Erkenntnisse auf die Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzanalyse, IFRS-Umstellung, Rechnungslegungsunterschiede, Eigenkapitalquote und internationale Rechnungslegungsstandards geprägt.

Wie wirkt sich die IFRS-Umstellung tendenziell auf das Anlagevermögen aus?

Durch die Möglichkeit der Neubewertung, den Wegfall planmäßiger Abschreibungen auf Firmenwerte und die häufigere Aktivierung von Leasinggegenständen wird das Anlagevermögen bei einer IFRS-Bilanzierung tendenziell höher ausgewiesen.

Bestätigt die empirische Analyse die theoretische Erwartung einer steigenden Eigenkapitalquote?

Die Studie zeigt, dass eine generelle Bestätigung nicht möglich ist; während der Mittelwert der Eigenkapitalquote steigt, zeigen die Daten auch negative Beispiele, was unterstreicht, dass die Auswirkungen unternehmensindividuell sehr unterschiedlich ausfallen.

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Details

Title
Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,8
Author
Stefan Lunk (Author)
Publication Year
2008
Pages
41
Catalog Number
V88298
ISBN (eBook)
9783638028097
ISBN (Book)
9783640871698
Language
German
Tags
Auswirkungen Umstellung IFRS Bilanzanalyse Thema Bilanzanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Lunk (Author), 2008, Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS auf die Bilanzanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88298
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