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Inwiefern weisen Fußball und die Fußballfankultur religiöse Merkmale auf?

Title: Inwiefern weisen Fußball und die Fußballfankultur religiöse Merkmale auf?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Magister Artium Wojciech Blaszczak (Author)

Sociology - Religion
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In dieser Hausarbeit will ich auf die Frage eingehen, ob Fußball, und die damit verbundene Fankultur, Merkmale von Religion aufweist und religiöse Aspekte beinhaltet. Ich werde die Religionsdefinition von Luckmann beschreiben und im Anschluss verschiedene Aspekte und Sphären des Fußballs und der Fankultur beschreiben. Daraufhin werde ich die Merkmale der Religion und des katholischen Gottesdienstes in Deutschland mit den Aspekten des Fußballs vergleichen.
Viele Fußballfans sind der Auffassung, dass Fußball oder ihr Verein eine Religion ist. Fußball erfüllt das Leben der treuen Fans. Diese Bekennen sich nicht nur per Wort dazu, sondern investieren auch Kraft, Geld und Zeit in ihren Verein oder in den Fußball. Die Fans müssen durch die Investitionen etwas zurückerhalten, was ihr Dasein positiv prägt oder einen Sinn verleiht. Es ist sicher, dass der Fußball für Fans nicht die Alltagswelt ist, sondern das Gegenteil.
Ich werde versuchen aufzuzeigen, welche Bereiche des Fußballs als religiös angesehen werden können oder Merkmalen von Religion ähneln, ohne auf die Frage einzugehen, ob Fußball eine Religion oder eine Ersatzreligion ist. Die soziologischen Aspekte, wie Gemeinschaft und der Identitätsbildung, werden auch angesprochen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religion und Identität

3. Bereiche des Fußballs und der Fankultur

3.1 Ritual

3.2 Heiligenverehrung

3.3 Gemeinschaft und Identität

3.4 Transzendenz und Ekstase

4. Vergleich

5. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der religionssoziologischen Definition von Thomas Luckmann, inwiefern der Fußball und die damit verbundene Fankultur religiöse Merkmale aufweisen und welche Parallelen zwischen diesem Phänomen und der christlichen Gottesdienstpraxis existieren.

  • Analyse des Religionsbegriffs und der Identitätsbildung nach Thomas Luckmann.
  • Untersuchung ritueller Handlungen im Fußballkontext im Vergleich zum kirchlichen Kult.
  • Betrachtung der Heiligenverehrung und des Personenkultes um Fußballprofis.
  • Erforschung der identitätsstiftenden Kraft von Fußballvereinen auf regionaler und nationaler Ebene.
  • Diskussion von Phänomenen wie Transzendenz, Ekstase und Wunderglaube im Stadion.

Auszug aus dem Buch

3.2 Heiligenverehrung

Ein weiterer Punkt, anhand die Ähnlichkeit von Religion und Fußball aufgezeigt werden soll, ist die Heiligenverehrung. Zu Beginn dieses Kapitels werde ich mich auf Sellmann beziehen, der das Wesen des Heiligen beschrieben hat.

Sellmann sieht das Heilige als etwas an, was die Erfahrung von einer Kraft ist, dessen Wirkungsdynamik außen liegt. Die Ursprungserfahrung des Heiligen ist die Überwältigung, das Erleben einer Kraft, bei der man sich selber als ohnmächtig erfährt. Diese Überwältigung baut das Kollektiv derer auf, die dieses Heilige verehren. Das Heilige wird somit zu einer sozialen Tatsache und zum Kern der Sozialität (Sellmann 2004: 38). Das Heilige ist somit eine Bindungskraft des Kollektivs.

Durch die Anwesenheit des Heiligen wird auch die Zone des Profanen geschaffen, was Sellmann als die Zweiteilung der Welt ansieht, wobei sich beide Bezirke gegenseitig definieren: „Das Profane ist der Bereich der Nützlichkeit, des Alltags, der Sicherung und der Entfaltung des Lebens. Das Heilige ist dagegen die Eruption des Lebens, der Energiequell, aus dem die soziale Ordnung des Profanen gespeist und orientiert wird“ (Sellmann 2004: 41).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage, ob Fußball und Fankultur religiöse Merkmale aufweisen, unter Einbeziehung der Religionsdefinition von Luckmann.

2. Religion und Identität: Theoretische Erläuterung des Religionsbegriffs nach Thomas Luckmann und dessen Bedeutung für die Entwicklung persönlicher Identität.

3. Bereiche des Fußballs und der Fankultur: Detaillierte Untersuchung der zentralen Kategorien Ritual, Heiligenverehrung, Identitätsbildung und Transzendenz im Fußball.

4. Vergleich: Gegenüberstellung der im Fußball beobachteten Phänomene mit den theoretischen Kennzeichen von Religion nach Luckmann.

5. Fazit/Ausblick: Zusammenfassende Erkenntnis, dass der Fußball religiöse Züge trägt, verbunden mit einer kritischen Reflexion über das Verhältnis von Fußball und Kirche.

Schlüsselwörter

Religionssoziologie, Fußballfankultur, Thomas Luckmann, Ritual, Heiligenverehrung, Identitätsbildung, Transzendenz, Ekstase, Gemeinschaft, Säkularisierung, soziale Konstruktion, kollektive Praxis, moderne Gesellschaft, Fan-Dasein, Religionsersatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht soziologisch, ob und wie Fußball und die Fankultur religiöse Züge aufweisen, ohne dabei die Frage zu klären, ob Fußball eine "echte" Religion ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit rituellen Handlungen, der Heiligenverehrung von Spielern, der Schaffung kollektiver Identität und dem Erleben von Transzendenz im Sport.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Anwendung der religionssoziologischen Theorie von Thomas Luckmann auf den Fußball, um Gemeinsamkeiten in der Sinnstiftung und Struktur zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte soziologische Hausarbeit, die auf Literaturrecherche und dem Vergleich soziologischer Begriffe mit Phänomenen der Fankultur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden vier Kernbereiche analysiert: Rituale, Heiligenverehrung, Gemeinschaftsbildung und die Entstehung transzendenter Erfahrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Religionssoziologie, Ritual, Identität, Transzendenz und soziale Gemeinschaft definieren.

Welche Rolle spielt Thomas Luckmann für die Untersuchung?

Luckmanns Religionsbegriff, der Religion als sinn-orientiertes Handeln in einer Gemeinschaft definiert, dient als theoretischer Rahmen, um die Fankultur als religiös anmutendes System zu bewerten.

Wie unterscheidet sich die Verehrung von Fußballern von der Heiligenverehrung in der Kirche?

Während der Fußballer-Kult (wie bei Maradona) oft auf einer persönlichen Bindung oder medialer Überhöhung basiert, hinterfragt die Arbeit kritisch, ob dieser den gleichen kanonisierten Status erreicht wie Heilige der Kirche.

Welche Bedeutung haben die "Celtic Glasgow" und "Glasgow Rangers" für die Argumentation?

Diese Vereine werden als Beispiel angeführt, um zu zeigen, wie Fußball zur religiösen und konfessionellen Abgrenzung sowie zur Identitätsstiftung in einem historisch vorbelasteten Umfeld beiträgt.

Was ist das zentrale Fazit der Arbeit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Fußball tatsächlich viele Merkmale aufweist, die nach Luckmann für Religion charakteristisch sind, insbesondere in Bezug auf Rituale und Identitätsstiftung.

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Details

Title
Inwiefern weisen Fußball und die Fußballfankultur religiöse Merkmale auf?
College
University of Heidelberg
Grade
2,2
Author
Magister Artium Wojciech Blaszczak (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V88335
ISBN (eBook)
9783638024242
ISBN (Book)
9783638936903
Language
German
Tags
Inwiefern Fußball Fußballfankultur Merkmale
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Wojciech Blaszczak (Author), 2006, Inwiefern weisen Fußball und die Fußballfankultur religiöse Merkmale auf?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88335
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