Unterrichtsstunde: Zeitung in der Schule - Das Interview


Unterrichtsentwurf, 2006

19 Seiten, Note: 1,2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorwort

II Bedingungsanalyse

III Didaktisch-methodische Analyse
111.1 Sachanalyse
111.1.1 Das Projekt „Zeitung in der Schule“
111.1.11 Das Interview
111.11 Didaktische Analyse
III.III Methodische Analyse
III.IV Geplante Unterrichtseinheit
III.V Geplante Unterrichtsstunde

IV Literaturverzeichnis

V Anhang

VI Rechtsverbindliche Erklärung

I Vorwort

Der folgende Unterrichtsentwurf ist konzipiert für eine achte Gymnasialklasse. Er behandelt im Zuge des Themas „Zeitung in der Schule“ den Aspekt des Interviews. Bei der in der Bedingungsanalyse beschriebenen Schulklasse handelt es sich um eine fiktive Klasse, so dass auf einzelne Charaktere nicht spezieller eingegangen wird. Es wird vielmehr ein durchschnittlicher Klassenverband beschrieben. Dennoch soll der Unterrichtsentwurf für den Unterricht verwendbar und die genannten Lernziele von einer durchschnittlichen Lerngruppe erreichbar sein.

Die verwendeten Materialien des Unterrichtsentwurf sind prinzipiell flexibel und stellen nur einen Vorschlag dar. So kann das zu Beginn behandelte Interview beliebig gegen ein anderes für die Schüler jeweils interessantes Interview ausgetauscht werden. Auch die Themen für die selbst kreierten Interviews sind frei nach Interessen der Schüler wählbar.

II Bedingungsanalyse

Die Klasse 8c des Georg-Büchner-Gymnasiums in Hausen, welches sich in einer sozial­mittelständischen Wohngegend befindet, besteht aus insgesamt 28 Schülern (15 Mädchen und 13 Jungen). Es gibt acht Schüler mit Migrationshintergrund, vorwiegend aus dem arabischen Sprachraum. Jedoch hat keiner dieser Schüler schwerwiegende Probleme im Umgang mit der deutschen Sprache. Diese Schüler werden auch vom Rest der Klasse sehr gut integriert, so dass hier keinerlei Schwierigkeiten im Unterricht auftreten.

Das Fach Deutsch betreffend ist die Klasse im Bezug auf ihre Leistungen im guten Mittelfeld einzuordnen. Es gibt relativ wenig schwache Schüler, welche vor allem Probleme bezüglich der Grammatik und der Rechtschreibung aufweisen. Das Feld der mit befriedigend bis sehr gut bewerteten Schüler ist sehr breit gefächert. Dies resultiert vor allem aus einem stark ausgeprägten Sozialverhalten. So lassen häufig die sehr guten Schüler den schwächeren Schülern den Vortritt und melden sich nur, wenn keiner mehr weiter weiß. Der Zusammenhalt innerhalb der Klasse ist als gut zu bezeichnen. Die Schüler pflegen einen freundlichen Umgangston und verstehen sich auch privat sehr gut. Extrem auffällige Schüler gibt es in der Klasse nicht. Lediglich zwei Schüler müssen während des Unterrichts hin und wieder die Disziplin betreffend ermahnt werden, was den Unterrichtsablauf aber nur selten so sehr stört, dass eine Unterbrechung herbeigeführt wird.

Die Schüler sind insgesamt sehr motiviert und zeigen eine große Bereitschaft neue Lerninhalte aufzunehmen. Vor allem das Fach Deutsch bereitet ihnen große Freude, was durch eine starke mündliche Beteiligung der Schüler angenommen werden kann. Für eine achte Klasse ist die 8c sehr gut im Umgang mit verschiedenen Methoden vertraut. Die Schüler sind offen für verschiedenste Sozialformen, die innerhalb einer Unterrichtsstunde oft wechseln. So sind die Schüler es gewohnt, sowohl selbstständig in Stillarbeit als auch gemeinsam mit einem Partner oder innerhalb von Kleingruppen zu arbeiten. Mit der Methode des Rollenspiels, welche in dieser Stunde angewendet wird, sind die Schüler bereits durch mehrfaches Einüben mit der Methode vertraut gemacht worden. Dies rührt unter anderem daher, dass sie nicht nur im Deutschunterricht Rollenspiele durchführen, sondern auch in anderen Fächern wie in Geschichte oder den Fremdsprachen.

III Didaktisch-methodische Analyse

111.1 Sachanalyse

111.1.1 Das Projekt „Zeitung in der Schule“

Schon in den späten 1960er Jahren gehörte die Analyse von Pressetexten zum damaligen Curriculum des Faches Deutsch in den allgemeinbildenden Schulen. Dadurch erhoffte man sich, den „Manipulationspraktiken der Massenmedien“[1] entgegen wirken zu können.[2] Das Projekt „Zeitung in der Schule“ wurde 1979 vom IZOP-Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren GmbH in Kooperation mit verschiedenen Tageszeitungen an deutschen Schulen durchführt.[3] [4] Bei der folgenden Analyse beziehe ich mich auf die Kooperation zwischen dem hier vorgestellten fiktiven Gymnasium und der Frankfurter Rundschau.

Das Projekt „Zeitung in der Schule“ (kurz: FRISCH -> Frankfurter Rundschau in der Schule) dient dem Erlernen im Umgang mit Printmedien. Die Schüler der teilnehmenden Klassen erhalten ein Jahr kostenlos die Frankfurter Rundschau. Während des Projektes dient sie der Ergänzung von Lehrmaterialien, da sie tagesaktuelle Bezüge liefert. Sinn und Zweck des Projektes ist, die Schüler für das Zeitungslesen zu motivieren und die Zeitung als „verlässliche und vielseitige Informationsquelle“ zu nutzen.[5]

Des Weiteren sollen die Schüler aber auch die journalistischen Tätigkeiten kennen lernen. Sie schreiben Beiträge und erfahren, wie Medien arbeiten. Dabei werden alle Bereiche eines Journalisten abgedeckt. Dies beginnt mit der Themenwahl „über die Recherche bis zum journalistischen Aufbereiten der Inhalte“.[6] Nach dem Projekt werden die Schüler nachvollziehen können, wie „Informationen in die Zeitung gelangen“.[7] [8]

Während des Projektverlaufes steht die Frankfurter Rundschau stets bei aufkommenden Fragen zur Seite. Ein Servicebüro hilft gerne bei der Vermittlung von Rechercheterminen in Unternehmen und kulturellen Einrichtungen. Dem Lehrer werden eine Vielzahl von Handreichungen für die Unterrichtsplanung kostenlos angeboten.

Die von den Schülern erstellten Berichte, Kommentare, Interviews, etc. werden abschließend in einer der Ausgaben der Frankfurter Rundschau veröffentlicht.

III.I.II Das Interview

Wenn Journalisten von einem Interview sprechen, dann handelt es sich ausschließlich um einen Text, bei dem das geführte Gespräch in der gedruckten Zeitung noch eindeutig als Gespräch zu erkennen ist. Die uns bekannten Frage- und Antwortszenarien dienen üblicherweise der Recherche und werden deshalb nicht als Interview bezeichnet.[9]

Das Interview zählt zu den spannendsten journalistischen Aufgaben, da durch das Gespräch mit einer „bekannten Persönlichkeit des öffentlichen Lebens“[10] ganz „gezielt Meinungen verbreitet“ werden können. Allerdings kann auch der Journalist der zu interviewenden Person durch gezieltes Fragen Neuigkeiten entlocken und ihn „zu prägnanten Meinungsäußerungen verleiten“.[11]

Das Führen eines guten Interviews ist sicher eine Kunst für sich und bedeutet einen enormen Zeitaufwand, der in der Schule aufgrund des straffen Lehrplanes nicht einzuhalten ist. Dennoch sollte man sich beim Führen und Verfassen eines Interviews an einige wichtige Kriterien halten.

Zu einem guten Interview gehört erst einmal eine gute Vorbereitungszeit. Während Journalisten sich um Termine bei den zu befragenden Personen kümmern müssen, muss dies in den meisten Fällen der Lehrer für die Schüler machen, wenn es sich um Personen handelt, die nicht zum Schulpersonal gehören.[12]

Einen weitaus größeren Aufwand bedeutet das Formulieren von Fragen, die dem Aufbau eines Interviews entsprechend, aufeinander aufbauen sollen. Dabei sollte man die zwei wichtigsten Fragen (Worum geht es? Welche Antworten benötige ich dringend?) nicht aus den Augen verlieren. Beim Führen des Interviews dürfen folgende Fragen nicht aus dem Auge verloren gehen: Mit wem führe ich das Interview? Welche Schwierigkeiten könnten auftauchen? Mit welchen Hindernissen muss ich rechnen?[13]

Ebenso gehört die Einarbeitung in die Thematik, über die man mit der befragten Person sprechen will, zu den journalistischen Aufgaben. Oftmals ist hierfür eine großflächige Recherche von Nöten.[14]

Während des Interviews sollte klar erkennbar sein, wer fragt und wer befragt wird.

[...]


[1] Mittelberg, Ekkehart: Zeitung und Zeitschrift. (in:) Lange, Günther: Taschenbuch des Deutschunterrichts. Grundfragen und Praxis der Sprach- und Literaturdidaktik. Baltmannsweiler 51994, S. 396.

[2] Ebd.

[3] Brand, Peter: „Zeitung in der Schule“. (in:) Lexikon der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. München, Wien 2001, S. 439.

[4] http://www.fr-online.de/frisch_beschreibung

[5] Ebd.

[5] Ebd.

[7] http://www.fr-online.de/frisch_beschreibung

[8] Schulze, Volker: Die Zeitung. Medienkundliches Handbuch. Aachen-Hahn 21991, S. 127.

[9] Schulze, Volker: Die Zeitung. Medienkundliches Handbuch. Aachen-Hahn 21991, S. 127.

[10] Ebd.

[11] http://www.rhetorik.ch/Interviewtechnik/Interviewtechnik.html

[12] Ebd.

[13] http://www.rhetorik.ch/Interviewtechnik/Interviewtechnik.html

[14] http://www.rhetorik.ch/Interviewtechnik/Interviewtechnik.html

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Zeitung in der Schule - Das Interview
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Zeitung im Deutschunterricht
Note
1,2
Autor
Jahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V88397
ISBN (eBook)
9783638036566
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Zeitung, Schule, Interview, Zeitung, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Felix Carl-Emil Wiedergrün (Autor), 2006, Unterrichtsstunde: Zeitung in der Schule - Das Interview, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88397

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