Der folgende Unterrichtsentwurf ist konzipiert für eine achte Gymnasialklasse. Er behandelt im Zuge des Themas „Zeitung in der Schule“ den Aspekt des Interviews. Bei der in der Bedingungsanalyse beschriebenen Schulklasse handelt es sich um eine fiktive Klasse, so dass auf einzelne Charaktere nicht spezieller eingegangen wird. Es wird vielmehr ein durchschnittlicher Klassenverband beschrieben. Dennoch soll der Unterrichtsentwurf für den Unterricht verwendbar und die genannten Lernziele von einer durchschnittlichen Lerngruppe erreichbar sein.
Die verwendeten Materialien des Unterrichtsentwurf sind prinzipiell flexibel und stellen nur einen Vorschlag dar. So kann das zu Beginn behandelte Interview beliebig gegen ein anderes für die Schüler jeweils interessantes Interview ausgetauscht werden. Auch die Themen für die selbst kreierten Interviews sind frei nach Interessen der Schüler wählbar.
Inhaltsverzeichnis
I Vorwort
II Bedingungsanalyse
III Didaktisch-methodische Analyse
III.I Sachanalyse
III.I.I Das Projekt „Zeitung in der Schule“
III.I.II Das Interview
III.II Didaktische Analyse
III.III Methodische Analyse
III.IV Geplante Unterrichtseinheit
III.V Geplante Unterrichtsstunde
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der Arbeit ist die Konzeption einer Unterrichtsstunde zum Thema „Interview“ im Rahmen des Projekts „Zeitung in der Schule“. Die Forschungsfrage untersucht, wie Schüler durch handlungsorientierte Methoden – insbesondere das Rollenspiel – journalistische Kompetenzen erwerben, ihre Ausdrucksfähigkeit verbessern und den Aufbau eines Interviews nachvollziehen können.
- Grundlagen des Projekts „Zeitung in der Schule“
- Journalistische Kriterien und Aufbau eines Interviews
- Didaktische Einbettung in den Lehrplan Deutsch
- Methodik des offenen Rollenspiels im Unterricht
- Förderung von Medien- und Sozialkompetenz
Auszug aus dem Buch
III.I.II Das Interview
Wenn Journalisten von einem Interview sprechen, dann handelt es sich ausschließlich um einen Text, bei dem das geführte Gespräch in der gedruckten Zeitung noch eindeutig als Gespräch zu erkennen ist. Die uns bekannten Frage- und Antwortszenarien dienen üblicherweise der Recherche und werden deshalb nicht als Interview bezeichnet.
Das Interview zählt zu den spannendsten journalistischen Aufgaben, da durch das Gespräch mit einer „bekannten Persönlichkeit des öffentlichen Lebens“ ganz „gezielt Meinungen verbreitet“ werden können. Allerdings kann auch der Journalist der zu interviewenden Person durch gezieltes Fragen Neuigkeiten entlocken und ihn „zu prägnanten Meinungsäußerungen verleiten“.
Das Führen eines guten Interviews ist sicher eine Kunst für sich und bedeutet einen enormen Zeitaufwand, der in der Schule aufgrund des straffen Lehrplanes nicht einzuhalten ist. Dennoch sollte man sich beim Führen und Verfassen eines Interviews an einige wichtige Kriterien halten.
Zu einem guten Interview gehört erst einmal eine gute Vorbereitungszeit. Während Journalisten sich um Termine bei den zu befragenden Personen kümmern müssen, muss dies in den meisten Fällen der Lehrer für die Schüler machen, wenn es sich um Personen handelt, die nicht zum Schulpersonal gehören.
Einen weitaus größeren Aufwand bedeutet das Formulieren von Fragen, die dem Aufbau eines Interviews entsprechend, aufeinander aufbauen sollen. Dabei sollte man die zwei wichtigsten Fragen (Worum geht es? Welche Antworten benötige ich dringend?) nicht aus den Augen verlieren. Beim Führen des Interviews dürfen folgende Fragen nicht aus dem Auge verloren gehen: Mit wem führe ich das Interview? Welche Schwierigkeiten könnten auftauchen? Mit welchen Hindernissen muss ich rechnen?
Zusammenfassung der Kapitel
I Vorwort: Der Unterrichtsentwurf wird als praxisnaher Vorschlag für eine achte Gymnasialklasse eingeführt, wobei der Fokus auf Flexibilität und der Anwendbarkeit des Themas „Interview“ liegt.
II Bedingungsanalyse: Es wird der soziale und leistungsmäßige Hintergrund einer fiktiven Klasse 8c beschrieben, die durch hohe Motivation und gute Vorkenntnisse in verschiedenen Sozialformen charakterisiert ist.
III Didaktisch-methodische Analyse: Dieses Kapitel erläutert die fachliche Grundlage, die didaktische Einordnung in den Lehrplan sowie die methodischen Schritte der geplanten Unterrichtseinheit und -stunde.
IV Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für den Entwurf herangezogene Primär- und Sekundärquellen sowie Internetadressen aufgelistet.
V Anhang: Der Anhang enthält das Original-Interview mit Will Wright, welches als Grundlage für die Unterrichtseinheit dient.
VI Rechtsverbindliche Erklärung: Formaler Abschluss des Unterrichtsentwurfs zur Bestätigung der eigenständigen Arbeit.
Schlüsselwörter
Zeitung in der Schule, Interview, Deutschunterricht, Journalismus, Rollenspiel, Medienkompetenz, Didaktik, Lehrplan, Unterrichtsentwurf, Pressearbeit, Vermittlungsmethodik, Sprachkompetenz, Sozialkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Der Unterrichtsentwurf befasst sich mit der methodischen Vermittlung der journalistischen Textform „Interview“ im Rahmen des Projekts „Zeitung in der Schule“ für eine achte Gymnasialklasse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die journalistische Theorie, die didaktische Begründung im Lehrplan, die methodische Gestaltung von Rollenspielen sowie die Förderung von Medien- und Sozialkompetenz.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Das Ziel ist, dass Schüler den Aufbau und die Durchführung eines Interviews verstehen, journalistische Recherchetechniken erlernen und als Endprodukt eine eigene Klassenzeitung erstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird für den Unterricht verwendet?
Es wird primär die handlungsorientierte Methode des „offenen Rollenspiels“ genutzt, um kommunikative Fallbearbeitung realitätsnah zu erproben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Lerngruppe, eine Sachanalyse zur Geschichte des Zeitungsprojekts, eine didaktische Begründung sowie die detaillierte methodische Planung der Interview-Stunde.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Interviewtechnik, handlungsorientierter Unterricht und schülerorientierte Verfahren definiert.
Warum wurde das Interview mit Will Wright als Lehrmaterial ausgewählt?
Das Interview eignet sich hervorragend, da es die Interessen einer achten Jahrgangsstufe trifft, die bereits medienaffin gegenüber Computerspielen sind, und zudem eine klare Struktur für die Analyse bietet.
Welchen Stellenwert nimmt das Rollenspiel in der Unterrichtsstunde ein?
Das Rollenspiel dient als schülerorientiertes Verfahren zur Förderung der sozialen Handlungskompetenz und ermöglicht den Schülern, den kreativen Prozess der Interviewführung aktiv zu erleben und Schreibhemmungen abzubauen.
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- Felix Carl-Emil Wiedergrün (Author), 2006, Unterrichtsstunde: Zeitung in der Schule - Das Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88397