Bei dem vorliegenden Praktikumsbericht handelt es sich um die ersten schulpraktischen Studien an einem Gymnasium. Die Arbeit gibt einen Überblick und einen Bericht über die eigenen Lehrerfahrungen am Leseförderprojekt "Das Gold von Caxamalca" wider. Des Weiteren wird das Projekt "Textdetektive" vorgestellt und in die Arbeit an der Schule mit einbezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Methodentraining
2.1 Das Leseförderprojekt „Die Textdedektive“ und deren Umsetzung
2.2 Beobachtungen in der 7.Jahrgangsstufe
2.2.1 Die 7a und das Inkaprojekt – Beobachtungen
2.2.2 Die 7d und das Inkaprojekt – Beobachtungen
2.2.3 Die 7f und das Inkaprojekt – Beobachtungen
2.3 Auswertung der Fragebögen
2.3.1 Auswertung des Schülerfragebogens
2.3.2 Resümee zum Schülerfragebogen
2.3.3 Auswertung des Lehrerfragebogens
2.3.4 Resümee zum Lehrerfragebogen
3 Unterrichtserlebnisse und eigene Erfahrungen
3.1 Hospitationsunterricht – Beobachtungen
3.2 Eigener Unterricht
3.2.1 Deutsch in der G8-Klasse 9f
3.2.2 Geschichte in der Klasse 7a
4 Resümee
5 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert und analysiert ein Schulpraktikum am Leibnizgymnasium Offenbach mit dem Schwerpunkt auf einem fachübergreifenden Leseförderprojekt zum Thema „Eroberung des Inkareiches“. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit das „Methodentraining“ (nach dem Ansatz der „Textdetektive“) die Lesekompetenz fördert, wie Schüler und Lehrer auf das Projekt reagieren und welche praktischen Erfahrungen der Autor im Rahmen seiner eigenen Unterrichtsversuche sammeln konnte.
- Implementierung des Leseförderprogramms „Die Textdetektive“ in der 7. Jahrgangsstufe.
- Evaluation durch Schüler- und Lehrerfragebögen zur Wirksamkeit und Akzeptanz der angewandten Lesestrategien.
- Analyse der fachübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Deutsch, Geschichte, Mathematik und Religion.
- Reflexion der eigenen Unterrichtserfahrungen in Bezug auf Zeitmanagement und Methodenanwendung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Das Leseförderprojekt „Die Textdedektive“ und deren Umsetzung
Das Lesefördermodell „Wir werden Textdektive“ basiert auf den kognitionspsychologischen Theorien des Lesens und legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Kompetenzen kognitiver Selbstregulation ergänzt durch eine Anleitung zur motivationalen Selbstregulation.
Das Unterrichtsmodell „Wir werden Textdetektive“ soll Kompetenzen zum eigenständigen Umgang mit Texten durch Einführung und Einübung von ausgewählten Lesestrategien fördern. Wie bereits erwähnt, wurde dieses Unterrichtsmodell in über 100 Klassen der Sekundarstufe 1 erprobt und in ständiger Rücksprache durch die Fachlehrer verbessert. Diese Evaluation des Modells zeigt, dass „sich das Wissen über und die Anwendung von Lesestrategien der Schüler im Vergleich mit ‚herkömmlichem’ Deutschunterricht verbessert.“
Zu Beginn des Trainings erfolgt die spielerische Vermittlung, bei der die Schülerinnen und Schüler sich ihre eigenen Ziele stecken und die eigene Leistung bewerten sollen. Den Schülerinnen und Schülern soll von Anfang an klargemacht werden, dass Erfolge nur durch den eigenen Einsatz und das Setzen realistischer Ziele erreicht werden können. „Im Anschluss werden Funktionsweise, Nutzen und Anwendungsbedingungen von ausgewählten Lesestrategien (sog. Detektivmethoden/ DM) vermittelt und eingeübt, indem die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden, diese Strategien selbstreguliert einzusetzen.“ Mit Hilfe eines Schemas zur Planung, Überwachung und Kontrolle des Strategieeinsatzes wird das, was später zur Routine werden soll, vermittelt.
Dieses Schema stellt den Anknüpfungspunkt zum Methodentraining der 7.Jahrgangsstufe am Leibnizgymnasium dar. Anhand einer ausgewählten Lektüre, „Das Gold von Caxamalca“ von Jacob Wassermann, soll dieses Schema wiederholt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Praktikumsortes und des pädagogischen Rahmens, sowie Definition des Themas „Leseförderprojekt“.
2 Das Methodentraining: Detaillierte Darstellung des Leseförderprojekts sowie Analyse der Umsetzung und Ergebnisse in verschiedenen Klassen der Jahrgangsstufe 7.
3 Unterrichtserlebnisse und eigene Erfahrungen: Bericht über Hospitationen in verschiedenen Fächern und Reflexion eigener Unterrichtsversuche inklusive Analyse und Verbesserungsvorschlägen.
4 Resümee: Abschließende Zusammenfassung der Praktikumserfahrungen und Bestätigung der Berufswahl zum Lehrer.
5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Lehrermaterialien und Online-Quellen.
Schlüsselwörter
Leseförderung, Textdetektive, Lesestrategien, Inkaprojekt, Schulpraktikum, Unterrichtsplanung, Selbstregulation, Methodentraining, Sekundarstufe, Didaktik, Lesekompetenz, Fächerübergreifend, Lehrerberuf, Reflexion, Lesetagebuch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert ein fünfwöchiges Schulpraktikum am Leibnizgymnasium in Offenbach, wobei der Schwerpunkt auf der Durchführung und Evaluation eines fachübergreifenden Leseförderprojekts zum Thema „Eroberung des Inkareiches“ liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Lesepädagogik, die praktische Anwendung von Lesestrategien, fächerübergreifender Projektunterricht sowie die Reflexion der Lehrerrolle und unterrichtspraktische Erfahrungen des Autors.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse der Wirksamkeit des „Textdetektive“-Trainings sowie die Bewertung, ob der Lehrerberuf langfristig als Berufswunsch für den Autor infrage kommt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Kombination aus teilnehmender Beobachtung, einer schriftlichen Befragung (Fragebögen für Schüler und Lehrer) sowie der reflektierenden Analyse eigener Unterrichtsversuche angewandt.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beobachtung der 7. Klassen während des Inkaprojekts, die quantitative und qualitative Auswertung von Fragebögen sowie die ausführliche Darstellung und Reflexion eigener Unterrichtsstunden.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Lesekompetenz, methodische Selbstregulation, fachübergreifendes Lernen und Schulpraxis charakterisiert.
Warum wurde das „Inkaprojekt“ als pädagogisches Thema gewählt?
Das Thema war laut Autor hervorragend geeignet, da es die Schüler in den unterschiedlichsten Fächern (Deutsch, Geschichte, Mathematik, Religion) ansprach und so den fächerübergreifenden Ansatz des Methodentrainings ermöglichte.
Welche Kritik äußern die Lehrer am Methodentraining?
Die Lehrkräfte kritisierten primär den zu engen zeitlichen Rahmen, die Überforderung durch eine sechsstündige Blockveranstaltung und die Notwendigkeit einer besseren Kooperation untereinander.
Wie bewerten die Schüler den Nutzen der Methoden?
Die Bewertung ist heterogen: Schwächere Schüler profitierten oft von den Strategien, während leistungsstärkere Schüler das Training teilweise als redundant oder langweilig empfanden.
Welche Erkenntnis gewinnt der Autor über den eigenen Unterricht?
Der Autor erkennt, dass eine gründliche Stundenvorbereitung und das bewusste Zeitmanagement entscheidend sind, um Lernziele ohne unnötigen Zeitdruck zu erreichen und eine hohe Qualität des Unterrichts zu gewährleisten.
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- Felix Carl-Emil Wiedergrün (Author), 2005, Praktikumsbericht: Eroberung des Inkareiches - Thematisches Leseförderprojekt ("Das Gold von Caxamalca), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88402