Praktikumsbericht: Eroberung des Inkareiches - Thematisches Leseförderprojekt ("Das Gold von Caxamalca)


Praktikumsbericht / -arbeit, 2005
50 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung

2 Das Methodentraining
2.1 Das Leseförderprojekt „Die Textdedektive“ und deren Umsetzung
2.2 Beobachtungen in der 7.Jahrgangsstufe
2.2.1 Die 7a und das Inkaprojekt - Beobachtungen
2.2.2 Die 7d und das Inkaprojekt - Beobachtungen
2.2.3 Die 7f und das Inkaprojekt - Beobachtungen
2.3 Auswertung der Fragebögen
2.3.1 Auswertung des Schülerfragebogens
2.3.2 Resümee zum Schülerfragebogen
2.3.3 Auswertung des Lehrerfragebogens
2.3.4 Resümee zum Lehrerfragebogen

3 Unterrichtserlebnisse und eigene Erfahrungen
3.1 Hospitationsunterricht - Beobachtungen
3.2 Eigener Unterricht
3.2.1 Deutsch in der G8-Klasse 9f
3.2.2 Geschichte in der Klasse 7a

4 Resümee

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Mein erstes Schulpraktikum habe ich am Leibnizgymnasium, welches im westlichen Teil der Stadt Offenbach liegt, absolviert. Zum Einzugsgebiet des Gymnasiums gehören die Stadt und der Kreis Offenbach, sowie Teile Frankfurts. Das Leibnizgymnasium besteht aus zwei Gebäuden - dem Altbau und dem Neubau - die in einem Abstand von ca. 5min Fußweg auseinander liegen. Im Altbau sind die Klassen 5 - 8 und im Neubau die Klassen 9 - 13 untergebracht. Pro Jahrgang gibt es eine sogenannte G8- Klasse, d.h., dass diese Schülerinnen und Schüler als Schnellklasse ihr Abitur bereits nach acht Jahren absolvieren.

Insgesamt 83 Lehrer unterrichten die derzeit 1230 Schülerinnen und Schüler. Darunter sind 285 Schülerinnen und Schüler ausländischer Herkunft. Diese Zahl wird laut Aussage des stellvertretenden Schulleiters, Herrn W., zukünftig stärker ansteigen.

Das Fächerangebot ist breit gefächert und in vier Fachbereiche unterteilt:

I. Fachbereich: sprachlich-künstlerische Fachbereich
II. Fachbereich: gesellschaftswissenschaftliche Fachbereich
III. Fachbereich: mathematisch-naturwissenschaftlicher Fachbereich
IV. Fachbereich: Sport

Neben dem großen Fächerangebot steht den Schülerinnen und Schülern eine große Auswahl an AGs zur Verfügung. So gibt es beispielsweise eine AG Rechtskunde, eine Schach AG, eine Theater AG, eine Jonglier AG, mehrere Sport AGs, eine Computer AG usw.

Gerade in Sachen Fremdsprachen-Förderung wird einiges am Leibnizgymnasium angeboten. Das Gymnasium nimmt an Austauschprogrammen nach Frankreich, Schweden, Spanien und Polen teil.

Außerdem besteht die Möglichkeit der Teilnahme an den EU-Projekten mit Frankreich, Italien, Österreich, Polen und Ungarn.

In den Pausen können sich die Leibnizschüler vom Team des CafeTeeRiums, welches von Schülern der 10. und 11.Klasse geführt wird, verwöhnen lassen. Aufgrund des langen Nachmittagsunterrichtes bietet ein städtischer Partyservice in Form einer Mini-Mensa Mittagessen an. Ein Angebot, das nicht nur von den Schülerinnen und Schülern, sondern auch von den Lehrern genutzt wird.

Im Anschluss an den Schulunterricht haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich bei der Anfertigung der Hausaufgaben helfen zu lassen. Daneben gibt es ein Förderangebot im Fach Deutsch als Zweitsprache.

Am Abend werden die Räume des Neubaus von der Volkshochschule Offenbach genutzt.

Der Hauptteil meines Praktikumsberichts wird sich mit dem Leseförderprojekt „Die Eroberung des Inkareiches“ als pädagogisches Thema beschäftigen. Dieses Thema wird ebenfalls in den Auswertungen eines Schüler- und eines Lehrerfragebogens, in den Wochenberichten und den eigenen Unterrichtserfahrungen zur Sprache kommen.

Am Ende der Arbeit werde ich resümierend über das Praktikum berichten und auf die Frage, ob der Lehrerberuf als Endziel immer noch für mich in Frage kommt, eingehen.

2 Das Methodentraining

Während unseres Praktikums hatten wir die einmalige Chance an einem Methodentraining der 7.Jahrgangsstufe teilzunehmen. Deswegen haben wir uns auch einheitlich für dieses pädagogische Thema entschieden. Das

Methodentraining orientiert sich am Projekt „Wir werden Textdetektive“, welches an der Johann Wolfgang Goethe - Universität entwickelt und in den vergangenen drei Jahren in über 100 Schulklassen eingesetzt wurde.[1] Im folgenden Kapitel möchte ich dieses Projekt kurz vorstellen und auf die geplante Umsetzung des Methodentrainings am Leibnizgymnasium zu sprechen kommen.

2.1 Das Leseförderprojekt „Die Textdedektive“ und deren Umsetzung

Das Lesefördermodell „Wir werden Textdektive“ basiert auf den kognitionspsychologischen Theorien des Lesens und legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Kompetenzen kognitiver Selbstregulation ergänzt durch eine Anleitung zur motivationalen Selbstregulation.

Das Unterrichtsmodell „Wir werden Textdetektive“ soll Kompetenzen zum eigenständigen Umgang mit Texten durch Einführung und Einübung von ausgewählten Lesestrategien fördern. Wie bereits erwähnt, wurde dieses Unterrichtsmodell in über 100 Klassen der Sekundarstufe 1 erprobt und in ständiger Rücksprache durch die Fachlehrer verbessert. Diese Evaluation des Modells zeigt, dass „sich das Wissen über und die Anwendung von Lesestrategien der Schüler im Vergleich mit ,herkömmlichem’ Deutschunterricht verbessert.“[2]

Zu Beginn des Trainings erfolgt die spielerische Vermittlung, bei der die Schülerinnen und Schüler sich ihre eigenen Ziele stecken und die eigene Leistung bewerten sollen. Den Schülerinnen und Schülern soll von Anfang an klargemacht werden, dass Erfolge nur durch den eigenen Einsatz und das Setzen realistischer Ziele erreicht werden können. „Im Anschluss werden Funktionsweise, Nutzen und Anwendungsbedingungen von ausgewählten

Lesestrategien (sog. Detektivmethoden/ DM) vermittelt und eingeübt, indem die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden, diese Strategien selbstreguliert einzusetzen.“[3] Mit Hilfe eines Schemas zur Planung, Überwachung und Kontrolle des Strategieeinsatzes wird das, was später zur Routine werden soll, vermittelt.

Dieses Schema stellt den Anknüpfungspunkt zum Methodentraining der 7.Jahrgangsstufe am Leibnizgymnasium dar. Anhand einer ausgewählten Lektüre, „Das Gold von Caxamalca“ von Jacob Wassermann, soll dieses Schema wiederholt werden.

Im folgenden Kapitel haben Raul Geschrey, Anja Winter und ich unsere Beobachtungen aus drei 7.Klassen zusammengetragen.

2.2 Beobachtungen in der 7.Jahrgangsstufe

2.2.1 Die 7a und das Inkaprojekt - Beobachtungen

Die von mir beobachtete Klasse 7a hat 31 Schüler und Schülerinnen. Die Sitzordnung veränderte sich während der Zeit zwischen Frontal U-Form und Gruppentischen. Zum Ende des Projektes hin wird nach einigen Wechseln zumindest in Deutsch bei einer festen Gruppensitzordnung geblieben. Andere Fächer erhalten die ursprüngliche Sitzordnung, was am Anfang der Stunden, wegen des Umstellens der Tische, oft zu Problemen und Unruhe führt. Ich habe vor allem den Deutschunterricht der Klasse verfolgt, aber auch einige Stunden in anderen Fächern gesehen. Die Klasse ist sehr diszipliniert und arbeitet interessiert und zumeist ruhig im Unterricht mit. Mein Beobachtungsschwerpunkt war, wie der Unterricht in der Klasse umgesetzt wurde, wie die Schüler auf die Inhalte des Trainings nach den „Textdetektiven“ reagierten und welche Ergebnisse erarbeitet wurden.

A) Der Methodentag

Die Schüler beginnen den Methodentag mit großem Interesse. An einer Landkarte zeigen sie wo das Gebiet der Inka liegt und über welche heutigen Länder es sich erstreckte. Nach einer kurzen Einleitung der Lehrer, die Deutschlehrerin und ein Fachlehrer sind anwesend, über die

fächerübergreifende Natur und den geplanten Zeitraum für das Thema werden Regeln der Textdetektive wiederholt und neu eingeführt. Einige Schüler haben ihren „Methodenordner“ aus dem letzten Schuljahr mitgebracht. Verstehens- und Behaltensmethoden werden im Lehrer-Schüler Gespräch zusammengetragen. Ein erster Text ein Auszug aus dem Buch „Das Gold von Caxamalca“ wird verteilt und soll mit den Methoden erarbeitet werden. Die Sitzordnung wird zu Gruppentischen umgestellt. Trotz der ungewohnten Situation arbeiten die Schüler ruhig und konzentriert. Sie sind gut vorbereitet und haben zum Unterricht Stifte in verschiedene Farben mitgebracht. Nach dem Vergleich des Unterstrichenen sollen die Schüler Karteikarten für einen kleinen Vortrag aus dem Unterstrichenen zusammentragen. Es wurden zwei Vorträge gehört und auch aus der Klasse heraus verbessert. Die Schüler halten ihre Vorträge mit Ernst stehend vor der Klasse und sind offen für Kritik. Die Zuhörenden sind ruhig und würdigen das Ergebnis mit Applaus.

Im späteren Verlauf des Methodentages wird ein weiterer Text erarbeitet, die Methoden angewendet und das Ergebnis präsentiert. Bei der Bearbeitung des dritten Textes, Ende der fünften Stunde, tritt Unlust und Unruhe ein. Die Schüler sind nicht mehr aufnahmefähig, darauf reagiert die Klassenlehrerin in dem sie abbricht und die Klasse früher nach Hause gehen lässt.

Der Methodentag ist gut verlaufen, auch wenn nicht alle geplanten Inhalte erarbeitet werden konnten. Sechs Stunden mit wenigen Pausen an einem Thema zu arbeiten ist zu viel für Lehrer und Schüler. Das Methodentraining sollte auf mehrere Tage entzerrt werden, auch wenn es sicherlich glücklich ist eine längere Zeit an einem Tag zu einem Thema konzentriert arbeiten zu können.

B) Weiterer Verlauf des Inkaprojektes

In die weitere Beobachtung des Leseförderprojektes bin ich erst eine Woche später eingestiegen. Vor allem habe ich den Deutschunterricht der 7a beobachtet. Ich habe aber auch ein paar Stunden in anderen Fächern beobachtet, dabei erschien mir Geschichte am interessantesten. Im Deutschunterricht hat die Klasse bereits mit der Erarbeitung der Lektüre begonnen. Die Klassenlehrerin erzählte mir sie hätte in den vergangen Stunden die noch fehlenden Inhalte des Methodentrainings behandelt und mit der Klasse wiederholt. In der Klasse hängen von den Schülern gestaltete Plakate mit den wichtigsten Methoden der Textdetektive. Die Schüler sollen parallel zur Lektüre des Buches Lesetagebücher führen in denen sie Inhalte zusammenfassen, Personen charakterisieren aber auch Unklarheiten formulieren, Szenen verbildlichen (malen) und Probleme und Erfahrungen beim Lesen notieren.

In Geschichte wurde das Leben der Inka vor der Ankunft der Spanier besprochen. Der Lehrer fragt die Klasse, ob es Unklarheiten oder Fragen zum Buch selbst gebe, oder ob das ausreichend im Deutschunterricht besprochen worden sei. Für diese Stunde hat der Lehrer ein Sonderheft GEO-Epoche mitgebracht, das von den indigenen Völkern Südamerikas, also auch den Inka, handelt. Zuerst werden einige Bilder angeschaut, dann sollen die Schüler den Text vorlesen. Jeder liest solange er möchte, dann gibt er an den Nachbarn weiter. Wenn ein Schüler nicht möchte soll der Text einfach weitergereicht werden.

Trotz einiger Schwierigkeiten des Textes und ungewohnter Namen lesen die Schüler flüssig vor. Die Klasse hört aufmerksam zu und versucht dem Inhalt zu folgen. Wenn ein Schüler stockender gelesen hat oder nicht sinnvoll betont wird die Klasse unruhiger, weil sie nicht mehr folgen kann. Der Lehrer ermahnt dann „Schwätzer" beim Namen, dann kehrte wieder Ruhe ein. Viele Schüler scheinen gerne mitlesen zu wollen, sie schauen mit in den Text, wenn ein Nachbar den Text hat. In der Klasse ist zum Teil eine sehr unterschiedliche Leseleistung festzustellen. Manche Schüler lesen stockend und scheinen den Inhalt des Vorgelesenen selbst nicht zu verstehen oder lehnen es ganz ab vorzulesen. Andere lesen lebendig und mit guter Betonung vor. Nach und nach wird es immer unruhiger, die Aufmerksamkeit lässt nach und der Lehrer muss häufiger ermahnen. Nach ca. 35 Minuten ist der Text gelesen. Der Lehrer bemerkte im späteren Gespräch, dass es länger gedauert habe als erwartet.

Ist ein solcher Text aus einem wissenschaftlichen Magazin wie GEO zum Vorlesen in einem solchen Kontext geeignet? Er enthält zu viel Zahlen, Fakten. Selbst wenn er flüssig, wie eine Geschichte, geschrieben ist, ist der Text eher zum leise lesen geeignet. Zumindest aber das Mitlesen hätte ermöglicht werden sollen. Trotzdem war das Interesse am Lesen und am Zuhören in der Klasse groß. Doch nach ca. 10-15 Minuten konnten viele nicht mehr folgen und so war es nur der Disziplin der Klasse und den ermahnenden Blicken des Lehrers zu verdanken, dass der Text zu Ende gelesen werden konnte. Des weiteren ist es fragwürdig welche Inhalte und welche Motivation die Schüler aus der Lektüre ziehen sollten.

Im weiteren Verlauf des Leseförderprojektes wird im Deutschunterricht der 7a immer wieder der Vergleich dazu gemacht, wie weit die anderen Klassen gekommen sind. Aus der Klasse kommen Kommentare wie „Die 7f (die G-8 Klasse) ist schon fertig - wir sind langsamIn gemeinsamen Kursen wie Religion/Ethik werden zum Teil schon Kapitel besprochen, die die Klasse noch nicht gelesen hat. Der Lehrer entscheidet, um schneller voran zu kommen Kapitel nacherzählen zu lassen und zu Nutzen, dass manche Schüler schon Inhalte aus anderen Fächern kennen.

Auch im Deutschunterricht ist die Leseperformance sehr unterschiedlich, oft gibt es Probleme bei ungewöhnlichen oder veralteten Wörtern. Andere Schüler wiederum lesen sehr flüssig. Die Klasse hat jedoch die Möglichkeit leise mitzulesen und die Aufgabe während dem Vorlesen nach den Regeln „der Textdetektive“ zu unterstreichen. Nach dem gemeinsamen Lesen sind zumeist Gruppen- oder Partnerarbeitsphasen eingeplant, in denen die Schüler den Text auf spezielle Fragestellungen hin nochmals durch arbeiten sollen. Es werden kleine Präsentationen von den Schülern gemacht, Wandplakate werden gestaltet und Mindmaps angefertigt.

In einer weiteren Geschichtsstunde betont der Lehrer nochmals wie wichtig das Unterstreichen für das spätere Leben der Schüler sei, und dass die erlernten Methoden wichtig für den Umgang mit komplizierteren Texten seien. Von den Schülern mitgebrachtes Material wird vom Lehrer gesichtet und zum Teil an die Klasse weiter gezeigt. Danach soll eine Quelle aus dem Buch herausgeschrieben werden und zielgerichtet auf zwei Fragen hin unterstrichen werden. Die Schüler sollen unterschiedliche Farben für die verschiedenen Fragen verwenden. Der Lehrer gibt den Rat sich zuvor genaue Gedanken zu machen was für die Beantwortung der Frage wirklich wichtig ist und „so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“ zu unterstreichen.

Zu Beginn der nächsten beobachteten Deutschstunde sollen die Schüler Materialien herausnehmen: Den Inka-Ordner, in dem sie alle Arbeitsblätter, aus allen am Thema beteiligten Fächern, aber auch selbst gesammelte Informationen einheften sollen, das Buch und das Lesetagebuch. Die Lehrerin will mit den Schülern die Ergebnisse aus Ordner und Lesetagebuch vergleichen. Es werden Eintragungen aus Lesetagebüchern vorgelesen und darüber diskutiert, ob und wie die erarbeiteten Materialien am Präsentationstag gezeigt werden können. Einige Schüler wollen ihr Lesetagebuch nicht zeigen. „Es ist doch ein Tagebuch und das ist was persönliches

Danach wird weiter gelesen mit dem Auftrag zu unterstreichen und Fragen an der Seite zu notieren. Die Schüler erklären das Verhalten einer Person und nutzen dazu ihre Unterstreichungen und Notizen im Buch um Stellen im Text schneller finden zu können.

Die Jungen in der Klasse beteiligen sich auffällig häufiger am Unterricht. Ist das Thema vielleicht eher für Jungen interessant? Kann das geschlechterspezifische Interesse durch verschiedene Ansätze und Fragestellungen relativiert werden?

Als Hausaufgabe soll ein Dialog zwischen zwei Personen aus dem Buch zu einer Szene verfasst werden.

Zum Ende des Leseprojektes, in der letzten Stunde vor dem Präsentationstag, wird in der Klasse besprochen wie die Ergebnisse auch aus anderen Fächern am Präsentationstag gezeigt werden könnten. Die Schüler berichten, was sie in anderen Fächern erarbeitet und vorbereitet haben. Es sollen ein einige selbst geschriebene Dialoge szenisch dargestellt werden. Mindmaps, Bilder und Plakate sollen gezeigt werden. Ausgewählte Lesetagebücher und Inka-Ordner sollen zur Ansicht ausgelegt werden.

C) Der Präsentationstag

Am Präsentationstag waren die ersten drei Schulstunden zur Vorbereitung und zum Aufbau reserviert, in der vierten und fünften Stunde konnten die Schüler andere Klassen in deren Räumen besuchen und deren Ausstellungen anschauen.

Der Klassenraum der 7a wurde von den Schülern mit im Unterricht und zu Hause erstellten Plakaten geschmückt. Eine in Religion gebastelte Goldwaage wurde ausgestellt, es wurden gemalte Bilder und selbst geschriebene Textpassagen aufgehängt. An einem Lesetisch wurden ausgewählte Methodenordner und Lesetagebücher ausgelegt.

In den Methodenordnern befunden sich gesammelte Arbeitsblätter und Ergebnisse ais den am Methodentraining beteiligten Unterrichtsfächern, Informationen zum geschichtlichen Hintergrund, Diagramme, Landkarten und von den Schülern selbst gesammelte Materialien zu den Inkas.

Die Lesetagbücher waren zum Teil schön und aufwendig gestaltet. Sie enthielten Zusammenfassungen des Inhalts des Buches, Fragen zum Text, Personenbeschreibungen, Kommentare, sowie auch Mutmaßungen über die Gedanken der Charaktere. Zum Teil hatten die Schüler Bilder zu den einzelnen Szenen gemalt, die den Inhalt des Buches gut nachvollziehbar machten. Allerdings wirkten auch einige der in den Lesetagebüchern gestellten Fragen sehr konstruiert.

Die Klasse hatte sehr viel Spaß beim Aufbau und der Organisation der Präsentation. Die Schüler arbeiteten in Kleingruppen konzentriert auf ein gemeinsames Ziel hin. Das ließen auch die präsentierten Inhalte erkennen.

In der Zeit der Präsentation waren die Schüler sehr daran interessiert was die anderen Klassen zu präsentieren hatten. Den Schülern gefiel besonders die szenische Darstellung, die einige Klassen vorbereitet hatten. Eine Klasse hatte ein Interview mit Atahualpa, dem Inkaherrscher, vorbereitet und es gab eine Gerichtsverhandlung zu sehen. Von einer anderen Klasse wurden Standbilder konstruiert und selbst verfasste Texte vorgelesen. Man konnte auch das Gewicht und die Größe eines Barren Goldes selbst erfahren. In allen Klassen waren Lesetagebücher und Ordner ausgelegt.

[...]


[1] Gold, Mokhlesgerami, Rühl, Schreblowski, Souvignier: Wir werden Textdetektive. Lehrermanual und Arbeitsheft. Göttingen, 2004.

[2] http://www.kompetenz.schulen-offenbach.de/komp/schwerpunkte/lesekompetenz/textdedektive.htm

[3] http://www.kompetenz.schulen- offenbach.de/komp/schwerpunkte/lesekompetenz/textdedektive.htm

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten

Details

Titel
Praktikumsbericht: Eroberung des Inkareiches - Thematisches Leseförderprojekt ("Das Gold von Caxamalca)
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Lesepädagogik in der Schule
Note
1,2
Autor
Jahr
2005
Seiten
50
Katalognummer
V88402
ISBN (eBook)
9783638043670
Dateigröße
589 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktikumsbericht, Eroberung, Inkareiches, Thematisches, Leseförderprojekt, Gold, Caxamalca), Lesepädagogik, Schule
Arbeit zitieren
Felix Carl-Emil Wiedergrün (Autor), 2005, Praktikumsbericht: Eroberung des Inkareiches - Thematisches Leseförderprojekt ("Das Gold von Caxamalca), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88402

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