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Kostenrechnungssysteme im Gesundheitswesen

Title: Kostenrechnungssysteme im Gesundheitswesen

Seminar Paper , 2006 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Katja Schaefer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Der Aufsatz untersucht Kostenrechnungssysteme nach Ihrer Eignung bzgl. des Einsatzes im Gesundheitswesen unter Berücksichtigung der Besonderheiten sowie der Rechnungszwecke im betreffenden Bereich. Da die Gestaltung des Kostenrechnungssystems durch die Merkmale im Gesundheitswesen sowie durch die daraus erwachsenden Rechnungszwecke beeinflusst wird, setzt die Untersuchung an beiden Aspekten an. Die Analyse des Gesundheitswesens zeigt auf, dass dieser Bereich durch einen Leistungsverbund mit einer erheblichen Komplexität sowie Heterogenität und daneben durch einen hohen Gemein- und Fixkostenanteil an den Gesamtkosten gekennzeichnet ist. Die Ausführungen zu den Merkmalen im Gesundheitswesen lassen erkennen, dass hierdurch spezielle Anforderungen an das Kostenrechnungssystem im Gesundheitswesen zu stellen sind. Neben der Schaffung von Transparenz im Leistungserstellungsprozess sind vor allem die Ermittlung der Selbstkosten je Kostenträger, der Verrechnungspreise für interne Dienstleistungen und der kurzfristigen Preisuntergrenzen sowie Wirtschaftlichkeitskontrollen notwendig. Unter diesem Blickwinkel werden anschließend ausgewählte Kostenrechnungssysteme dargestellt und abgegrenzt. Die Auswahl beschränkt sich auf die als augenscheinlich relevanten Systeme der Teilkostenrechnung in der Ausprägung als Grenzkostenrechnung sowie als relative Einzelkostenrechnung und der Vollkostenrechnung in ihrer traditionellen Form sowie der Prozesskostenrechnung als Weiterentwicklung und der Ist- sowie Plankostenrechnung. Die Untersuchung ergibt, dass im Gesundheitswesen aufgrund der Gegebenheiten ein Komplex aus mehreren Kostenrechungssystemen notwendig ist. Im Ergebnis wird festgestellt, dass ein Kostenrechnungssystem bestehend aus der Vollkostenrechnung mit integrierter Prozesskostenrechnung im indirekten Leistungsbereich, der Grenzkostenrechnung und dem Umsatzkostenverfahren für den Einsatz im Gesundheitswesen geeignet ist.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einflussgrößen auf die Gestaltung des Kostenrechnungssystems im Gesundheitswesen

2.1 Aufgaben des Kostenrechnungssystems im Gesundheitswesen

2.2 Merkmale des Gesundheitswesens

3. Darstellung und Abgrenzung ausgewählter Kostenrechnungssysteme

3.1 Darstellung ausgewählter Kostenrechnungssysteme

3.2 Abgrenzung ausgewählter Kostenrechnungssysteme

4. Untersuchung der ausgewählten Kostenrechnungssysteme nach ihrer Eignung im Gesundheitswesen

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Kostenrechnungssysteme aufgrund ihrer spezifischen Charakteristiken am besten geeignet sind, die komplexen Anforderungen und Besonderheiten des Gesundheitswesens abzubilden, um eine realitätsnahe Selbstkostenermittlung und effiziente Wirtschaftlichkeitskontrolle zu gewährleisten.

  • Analyse der spezifischen Anforderungen im Gesundheitswesen (hoher Fix- und Gemeinkostenanteil, Heterogenität)
  • Darstellung und kritische Abgrenzung traditioneller sowie moderner Kostenrechnungssysteme
  • Untersuchung der Eignung von Voll- und Teilkostenrechnungsverfahren für den Krankenhausbetrieb
  • Integration der Prozesskostenrechnung zur Verbesserung der Kostentransparenz im indirekten Leistungsbereich
  • Konzepte zur kurzfristigen Erfolgsrechnung und Preisuntergrenzenbestimmung

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung ausgewählter Kostenrechnungssysteme

Kostenrechnungssysteme werden nach zwei Einteilungskriterien geordnet. Zum einen unterscheidet man nach dem Zeitbezug der verrechneten Kosten, d.h. nach Istkosten, Normalkosten sowie Plankosten, und zum anderen nach dem Sachumfang der auf die Kostenträger verrechneten Kosten, d.h. nach Vollkosten und Teilkosten. Die Kombination beider Kriterien kennzeichnet das Kostenrechnungssystem, so dass (theoretisch) sechs Kombinationsmöglichkeiten zur Auswahl stehen.

Die Istkostenrechnung erfasst die in einer Periode tatsächlich angefallenen Kosten, d.h. die sog. Istkosten. Damit wirken sich Schwankungen des Beschäftigungsgrades und der Anschaffungspreise vollständig auf das Ergebnis aus. Da stets bestimmte Kostenarten nur mit Durchschnitts- oder Plankosten angesetzt werden (können), gibt es keine Kostenrechnung ausschließlich mit Istkosten. In der Plankostenrechnung werden Plankosten angesetzt. Plankosten sind die Kosten einer Planungsperiode, die nach analytischer Ermittlung für eine geplante Beschäftigungsgröße, bei ordnungsgemäßigem Betriebsablauf und unter gegebenen Produktionsverhältnissen entstehen werden.

In der Vollkostenrechnung werden die Kosten vollständig auf die Kostenträger, z.B. nach dem Durchschnitts- bzw. Tragfähigkeitsprinzip, verrechnet. Somit erhalten die Kostenträger auch Fix- und Gemeinkosten, so dass der errechnete Preis die Selbstkosten darstellt. Bei der Teilkostenrechnung werden dagegen den Kostenträgern nur bestimmte Teile der angefallenen Kosten gemäß dem Verursachungsprinzip angelastet. Hierbei unterscheidet man zwei Grundtypen. Werden auf die Kostenträger nur die variablen Kostenteile verrechnet, spricht man von einer Grenzkostenrechnung. Beim zweiten Grundtyp, der relativen Einzelkostenrechnung, erhalten die Kostenträger nach dem Identitätsprinzip von RIEBEL lediglich die echten Einzelkosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die stetig steigenden Kosten im Gesundheitswesen und begründet die Notwendigkeit geeigneter Kostenrechnungssysteme zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

2. Einflussgrößen auf die Gestaltung des Kostenrechnungssystems im Gesundheitswesen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Aufgaben der Kostenrechnung im Gesundheitssektor und identifiziert die wesentlichen Merkmale wie hohen Fixkostenanteil und Heterogenität der Leistungen.

2.1 Aufgaben des Kostenrechnungssystems im Gesundheitswesen: Der Abschnitt präzisiert die Anforderungen an die Dokumentation, Kalkulation von Selbstkosten und die Unterstützung von Preisentscheidungen sowie Wirtschaftlichkeitskontrollen.

2.2 Merkmale des Gesundheitswesens: Hier werden die strukturellen Besonderheiten wie der komplexe Leistungsverbund, hohe Gemeinkostenanteile und die schwierige Quantifizierbarkeit von Primärleistungen analysiert.

3. Darstellung und Abgrenzung ausgewählter Kostenrechnungssysteme: Dieses Kapitel strukturiert die theoretischen Grundlagen der Kostenrechnung nach Zeitbezug und Sachumfang und gibt einen Überblick über verschiedene Verfahren.

3.1 Darstellung ausgewählter Kostenrechnungssysteme: Dieser Abschnitt erläutert die Funktionsweisen von Ist-, Plan-, Voll- und Teilkostenrechnung sowie die Rolle der Prozesskostenrechnung.

3.2 Abgrenzung ausgewählter Kostenrechnungssysteme: Hier werden die Systeme hinsichtlich ihrer Eignung zur Vermeidung von Fehlentscheidungen durch willkürliche Fixkostenproportionalisierung differenziert.

4. Untersuchung der ausgewählten Kostenrechnungssysteme nach ihrer Eignung im Gesundheitswesen: In diesem Kapitel wird die Tauglichkeit der untersuchten Systeme unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen des Gesundheitswesens evaluiert.

5. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung schlussfolgert, dass aufgrund der komplexen Struktur ein kombiniertes Kostenrechnungssystem aus Voll- und Teilkostenrechnung inklusive Prozesskostenrechnung für das Gesundheitswesen am besten geeignet ist.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Kostenrechnungssysteme, Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Grenzkostenrechnung, Prozesskostenrechnung, Kostenträgerrechnung, Selbstkosten, Gemeinkosten, Fixkosten, Wirtschaftlichkeitskontrolle, Plankostenrechnung, Leistungsverbund, Preisuntergrenzen, Kostentransparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auswahl und Eignung verschiedener Kostenrechnungssysteme für die spezifischen Anforderungen im Gesundheitssektor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Kostenstrukturen im Gesundheitswesen, dem Vergleich zwischen Voll- und Teilkostenrechnung sowie der Implementierung moderner Instrumente wie der Prozesskostenrechnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein geeignetes Kostenrechnungssystem zu identifizieren, das eine realitätsnahe Selbstkostenrechnung und eine effektive Wirtschaftlichkeitskontrolle ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische theoretische Analyse der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnungsgrundlagen in Verbindung mit einer Eignungsprüfung für die besonderen Rahmenbedingungen von Gesundheitseinrichtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Einflussgrößen, die Darstellung verschiedener Kostenrechnungsverfahren sowie die detaillierte Eignungsuntersuchung dieser Systeme für den klinischen Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Gesundheitswesen, Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung, Prozesskostenrechnung und Kostentransparenz.

Warum ist die Prozesskostenrechnung für Krankenhäuser besonders relevant?

Sie ermöglicht eine transparente Zuordnung der Gemeinkosten in indirekten Leistungsbereichen, die mit klassischen Systemen oft nur ungenau erfasst werden können.

Welche Rolle spielt die Grenzkostenrechnung in dieser Studie?

Sie wird als geeignetes Instrument zur Ermittlung kurzfristiger Preisuntergrenzen und zur Unterstützung der kurzfristigen Leistungsprogrammplanung hervorgehoben.

Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin bezüglich der Systemwahl?

Die Autorin empfiehlt kein isoliertes System, sondern einen Verbund aus Vollkostenrechnung mit integrierter Prozesskostenrechnung und ergänzender Grenzkostenrechnung zur vollständigen Aufgabenabdeckung.

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Details

Title
Kostenrechnungssysteme im Gesundheitswesen
College
University of Hagen
Grade
2,0
Author
Katja Schaefer (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V88409
ISBN (eBook)
9783638024532
Language
German
Tags
Kostenrechnungssysteme Gesundheitswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Schaefer (Author), 2006, Kostenrechnungssysteme im Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88409
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