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Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Title: Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Seminar Paper , 1999 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gangolf Neubach (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Kants Bemühen ist, das Menschenbild in der Vernunft zu begründen. Sein Humanitätsideal ist in einer Regel der Vernunft für das Menschenbild definiert, die Allgemeingültigkeit beansprucht.
Mit der Schrift ‘Grundlegung der Metaphysik der Sitten’ will Kant darstellen, dass in der Ethik der Empirismus als philosophische Position nicht haltbar ist. Moral ist weder aus Erfahrung, noch aus der Natur des Menschen, noch aus den Umständen unserer Welt ableitbar. Er sieht sie in der reinen Vernunft verankert, ‘daß mithin der Grund der Verbindlichkeit hier nicht in der Natur des Menschen, oder den Umständen in der Welt, darin er gesetzt ist, gesucht werden müsse, sondern a priori lediglich in Begriffen der reinen Vernunft’ .
Kant entwickelt eine neue Moralphilosophie auf der Basis der kritischen Philosophie. Er will ein oberstes Prinzip der Moralität finden. Die Handlung steht im Mittelpunkt der Untersuchung: Was trennt die allgemeine von der individuellen Handlung? Welche individuelle Handlungen sind allgemein gültig? Gibt es Prinzipien und wie sind sie zu differenzieren?
Kants Beweisführung ist in drei Abschnitte gegliedert. In den ersten beiden Abschnitten analysiert er die moralischen Begriffe wie Wollen, Pflicht und Handlung, um dann im letzten Abschnitt mit der synthetischen Methode den freien Willen zu begründen.
Kant stellt Prinzipien auf, die er später mit dem Begriff der intelligibelen Welt und dem Begriff der Freiheit verknüpft. Erst dadurch läßt sich seine Beweisführung nachvollziehen.
So stellt sich z.B. die Frage, wie die Handlung aus der Pflicht nach einer Maxime zu verstehen ist, wenn der Begriff des kategorischen Imperativs nicht bekannt ist. Folgt die Erklärung des kategorischen Imperativs, fehlt das Verständnis darüber, was ihn bestimmt.
Aus diesem Grund wird in diesem Seminarbericht der Versuch unternommen, den Inhalt des Proseminars von hinten aufzurollen, beginnend mit der Freiheit und der daraus folgenden Kausalität des Willens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE FREIHEIT UND DIE KAUSALITÄT DES WILLENS

2.1 DIE KAUSALITÄT DES WILLENS

2.2 DIE FREIHEIT

2.3 DIE AUTONOMIE UND DER FREIE WILLE

3 DER IMPERATIV

3.1 DER HYPOTHETISCHE IMPERATIV

3.2 DER KATEGORISCHE IMPERATIV

3.3 ANALYTISCHE UND SYNTHETISCHE METHODE

3.4 DIE FORMELN DES KATEGORISCHEN IMPERATIVS

4 DIE HANDLUNG AUS PFLICHT

4.1 MAXIME

4.2 ACHTUNG VOR DEM GESETZ

5 DER WILLE

5.1 DER GUTE WILLE

5.2 GRUNDSATZ DER NATUR

5.3 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN GUTEM WILLEN UND FREIEM WILLEN

6 SITTLICHKEIT

7 SCHLUß

Zielsetzung und Themen

Ziel dieses Seminarberichts ist es, Kants Moralphilosophie ausgehend von der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" zu untersuchen, wobei der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen Freiheit, dem kategorischen Imperativ und dem Handeln aus Pflicht liegt. Die Forschungsfrage widmet sich der Begründung eines objektiven Moralprinzips durch die reine Vernunft, losgelöst von empirischen Einflüssen.

  • Die Kausalität des Willens und das Konzept der Freiheit
  • Differenzierung zwischen hypothetischem und kategorischem Imperativ
  • Die Rolle der Maxime bei der Handlung aus Pflicht
  • Die Autonomie des Willens und das Wesen des guten Willens
  • Die methodische Herleitung der Sittlichkeit durch die Vernunft

Auszug aus dem Buch

3.1 Der hypothetische Imperativ

Es wird zwischen hypothetischem und kategorischem Imperativ unterschieden. Der hypothetische Imperativ sagt, ‘daß die Handlung zu irgend einer möglichen oder wirklichen Absicht gut sei’13.

Er beschreibt die Handlung, die sich auf irgendeine Absicht bezieht, und zwar in einer Wenn-Dann-Struktur. Um einen gewissen Zweck zu erreichen, muss die Handlung als Mittel zu diesem Zweck gut sein. Man stelle sich die Handlung vor, die ich als Mittel zum Zweck ansehe. Wenn man den Zweck z.B. ein guter Philosoph zu werden, anstrebe, dann muss ich mich des Mittels bedienen, täglich philosophische Literatur zu lesen.

Kant teilt den hypothetischen Imperativ in zwei Formen auf: Zielt der Imperativ auf eine mögliche Absicht, so nennt er ihn problematisch; es ist der Imperativ der Geschicklichkeit. Baut er auf eine wirkliche Absicht auf, der Absicht auf Glückseligkeit, ist es ein assertorisch-praktisches Prinzip, ein Imperativ der Klugheit, der auch pragmatischer Imperativ heißt.14

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Intention, die Moralphilosophie jenseits von Empirismus in der reinen Vernunft zu verankern.

2 DIE FREIHEIT UND DIE KAUSALITÄT DES WILLENS: Untersuchung des Kausalgesetzes und der Freiheit als notwendige Voraussetzung für ein vernünftiges Handeln.

3 DER IMPERATIV: Erläuterung der verschiedenen Imperative und der methodischen Vorgehensweise bei der Bestimmung moralischer Gebote.

4 DIE HANDLUNG AUS PFLICHT: Analyse, wie der Wille durch Maximen und die Achtung vor dem Gesetz zur moralisch gebotenen Handlung gelangt.

5 DER WILLE: Diskussion des guten Willens als primäres moralisches Gut und dessen Abgrenzung gegenüber Naturanlagen.

6 SITTLICHKEIT: Betrachtung der Sittlichkeit als durch die Vernunft a priori bestimmter Wert.

7 SCHLUß: Zusammenfassende Betrachtung der Vernunft als offenes System und deren Bedeutung für die moralische Selbstbestimmung des Menschen.

Schlüsselwörter

Kant, Grundlegung, Moralphilosophie, Freiheit, Kausalität, kategorischer Imperativ, hypothetischer Imperativ, Wille, Pflicht, Maxime, Autonomie, Sittlichkeit, Vernunft, Moralität, Handlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer strukturierten Auseinandersetzung mit Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" und untersucht den Ursprung moralischen Handelns.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Freiheit des Willens, die Theorie des kategorischen Imperativs sowie die Unterscheidung zwischen pflichtgemäßem Handeln und Handeln aus Pflicht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kant die Moralität durch die Vernunft begründet, um sie von empirischen Zufälligkeiten und menschlichen Neigungen unabhängig zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kritische philosophische Analyse sowie die Gegenüberstellung von analytischen und synthetischen Methoden zur Begründung der Imperative.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Kausalität des Willens, die Typologie der Imperative, die Bedeutung der Maximen und die essenzielle Rolle des guten Willens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Freiheit, Vernunft, kategorischer Imperativ, Pflicht, Autonomie und guter Wille sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet Kant zwischen einer Handlung aus Pflicht und einer pflichtgemäßen Handlung?

Eine pflichtgemäße Handlung orientiert sich an äußeren Zwecken oder Gewinn, während eine Handlung aus Pflicht autonom erfolgt und ihre moralische Qualität allein aus der Maxime bezieht.

Warum ist der kategorische Imperativ laut Kant synthetisch-praktisch?

Er ist synthetisch, da das Gute nicht analytisch im Begriff der Handlung enthalten ist, sondern a priori mit dem Willen verknüpft werden muss.

Welche Rolle spielt die "Achtung" in Kants Ethik?

Achtung ist das spezifische Gefühl der Unterordnung unter ein vernunftbasiertes Gesetz, das moralisches Handeln erst als Pflicht erkennbar macht.

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Details

Title
Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Philosophisches Institut Mainz)
Course
Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Grade
1,0
Author
Gangolf Neubach (Author)
Publication Year
1999
Pages
14
Catalog Number
V88526
ISBN (eBook)
9783638035644
ISBN (Book)
9783638932387
Language
German
Tags
Kants Grundlegung Metaphysik Sitten Kants Grundlegung Metaphysik Sitten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gangolf Neubach (Author), 1999, Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88526
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