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Der Nationale Mythos am Beispiel Leni Riefenstahls Film Triumph des Willens

Titre: Der Nationale Mythos am Beispiel Leni Riefenstahls Film  Triumph des Willens

Dossier / Travail , 2002 , 14 Pages , Note: keine (gute Ausarbeitung)

Autor:in: MA Daniel Spindler (Auteur)

Filmologie
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Die vorgelegte Hausarbeit behandelt den Film Triumph des Willens von Leni
Riefenstahl unter dem Aspekt des Aufbaus und in Szene Setzung des Führer Mythos mit Hilfe filmtechnischer Mittel und pseudo-religiösen Ritualen. Das Wunschbild der Nationalsozialisten ist eng mit der Selbstdarstellung des Herrschaftssystems verbunden und dem an der Spitze stehenden Parteiführer.
Die nationalsozialistische Filmpropaganda setzte diese Wunschbilder durch eine extreme Polarisierung der Bilder durch, mit denen der Kinobesucher konfrontiert wurde. Der Rezipient sollte sich mit den Wunschbildern der Nationalsozialisten identifizieren um Bedrohungen der Wunschbilder als eigene Bedrohung zu empfinden. Das vollkommene Wunschbild der Nationalsozialisten wurde durch Hitler verkörpert. Aus seiner Weltanschauung resultierte die Ideologie seiner charismatischen Bewegung. Das Wunschbild von der einheitlichen, exklusiven und zugleich erhöhten Volksgemeinschaft, welches der Film TdW vermittelt, konnte in der politischen Praxis jedoch nicht in positiver , sondern hauptsächlich in negativer Form verwirklicht werden.
Je weniger das Wunschbild umgesetzt werden konnte, desto unerlässlicher wurden die Feindbilder für die nationalsozialistische Propaganda.5 Das Feindbild der NS Propaganda war demnach die untrennbare Konsequenz aus ihrem unerreichbaren Wunschbild.

Das Verhältnis von verklärten historischen Fakten über Hitler, dem Mythos und den geglaubten oder geträumten Märchen zueinander vereint sich in der Person Hitlers als Führer Mythos. Auf Hitler vereinen und verdichten sich Legende, Erzählung zu einem historischen Bild das seine politische Funktion als Führer der Massen von Gott legitimiert.
Dem Rezipienten werden im Film bewusst Historische Fakten unterschlagen oder sie werden durch Schnitte verändert.
Das "Märchenhafte" wird durch Filmische Mittel der Kameraeinstellung, die
Verwendung von Rauch und Wolken, oder durch Gegenlichtaufnahmen erzeugt.
Der Reichsparteitag vermittelt die nationalsozialistischen Vorstellungen von der "Volksgemeinschaft" durch ihre Symbole und Rituale. Die Volksgemeinschaft entsteht laut Müller: durch die Überwindung von Interessen- und Klassen Gegensätzen und manifestiert sich im kollektiven "wir" Gefühl.
Durch die starke Ritualisierung bietet sich der Nationalsozialismus als Ersatzreligion an. Leni Riefenstahl setzte den bereits schon in Szene gesetzten Parteitag filmisch in ihrem Schwarz-Weiß-Film von 1933 um.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zusammenfassung des Films

Der Führer Mythos

Mythenbildung und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl hinsichtlich seiner filmtechnischen Konstruktion und der systematischen Inszenierung des sogenannten „Führermythos“ durch die nationalsozialistische Propaganda.

  • Analyse filmästhetischer Mittel zur Stilisierung Hitlers als politische Heilsfigur.
  • Untersuchung der pseudo-religiösen Bildsprache und Ritualisierung im Film.
  • Darstellung der Polarisierung von Wunschbildern und Feindbildern im NS-Propagandakontext.
  • Dekonstruktion der dramaturgischen Inszenierung von „Volk“, „Partei“ und „Führer“.

Auszug aus dem Buch

Der Führer Mythos

Der Führer Mythos wird im Film durch die überspitzte in Szenesetzung Hitlers mit Hilfe von Schnitt und Filmtechniken, wie z.b. die Aufnahme Hitlers aus der Froschperspektive in Szene gesetzt. Riefenstahl erreichte in TdW durch filmtechnische Mittel, der zeitlichen Verdichtung, Organisation der Aufnahmen, Adolf Hitler zum unumstrittenen Führer zu legitimieren, indem sie ihn filmtechnisch zu einer politischen Heilandsfigur stilisierte.

Als erster Film überhaupt setzt der TdW auf die psychologische Wirkung von Groß und Nahaufnahme und das bewusste Verlangen des Publikums Hitler aus der Nähe zu sehen.

Das Verlangen des Zuschauers, Hitler aus der Nähe zu betrachten, wird im Film eng mit der Handlungsdramaturgie, dem Erscheinen Hitlers verknüpft. Hitlers Erscheinen im ersten Teil des Films beschränkt sich darauf wieder aus dem Auge des Betrachters zu verschwinden. Es wird kontinuierlich mit der ständigen Erwartung des Zuschauers gespielt. Durch die intensiv genutzte Schnitt Gegenschnitt-Technik wirkt Hitlers Präsenz im Film über die Leinwand hinaus. Der Zuschauer erwartet gespannt das Erscheinen der Hauptperson, wird zunächst enttäuscht und dann plötzlich wieder mit Hitler konfrontiert.

Trotz des im ersten Teil des Films ständigen Verschwindens des Hauptdarstellers dominiert Hitler den ganzen Film. Die Dominanz Hitlers im Film lässt sich leicht anhand der von im besetzten Film und Tonspuren nachweisen. So besitzt Hitler im Film ca. 1/3 der Filmbilder und 1/5 der Tonspur.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein, wie Leni Riefenstahl den Führer-Mythos durch filmische Mittel und pseudo-religiöse Rituale in „Triumph des Willens“ konstruiert.

Zusammenfassung des Films: Hier wird der inhaltliche Aufbau des Reichsparteitagsfilms erläutert, inklusive der dramaturgischen Verdichtung der Ereignisse und der bewussten Inszenierung bestimmter Abläufe.

Der Führer Mythos: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen filmtechnischen Strategien, wie etwa Schnitttechniken und Kameraeinstellungen, die dazu dienten, Hitler als unumstrittene Heilsgestalt zu stilisieren.

Mythenbildung und Schluss: Der abschließende Teil untersucht die Einbettung des Films in den Kontext der nationalsozialistischen Ersatzreligion und die Konstruktion eines mythischen Zeitkontinuums.

Schlüsselwörter

Triumph des Willens, Leni Riefenstahl, NS-Propaganda, Führermythos, Filmästhetik, Volksgemeinschaft, Ersatzreligion, Inszenierung, Bildsprache, politische Religion, Ideologie, Schnittdramaturgie, Nationalsozialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Leni Riefenstahls Film „Triumph des Willens“ als zentrales Instrument der nationalsozialistischen Propaganda diente, um Hitler filmisch zu überhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die filmische Konstruktion des „Führermythos“, die Nutzung religiöser Symbolik und die bewusste Steuerung der Zuschauerwahrnehmung durch Montage.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es aufzuzeigen, mit welchen filmtechnischen Mitteln Riefenstahl eine politische Heilsgestalt schuf, die den Machtanspruch des NS-Regimes visuell legitimierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, die sowohl dramaturgische Strukturen als auch die Montagetechnik und Symbolik des Werkes untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Zusammenfassung, die Untersuchung des Führermythos durch spezifische Kameraperspektiven und die Einordnung in die NS-Mythenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Propaganda, Führermythos, filmische Inszenierung, Ersatzreligion, Bildsprache und ideologische Stilisierung.

Wie erzeugt Riefenstahl den Eindruck einer "Heilsgestalt"?

Dies gelingt durch die bewusste Nutzung von Gegenlichtaufnahmen, die Assoziationen mit christlicher Ikonographie wecken, sowie durch die Regie der Menschenmassen, die Hitler als ruhenden Pol inszeniert.

Welche Rolle spielt die Zeitstruktur für die Wirkung des Films?

Riefenstahl nahm eine zeitliche Verdichtung vor, indem sie den tatsächlichen Parteitag in eine straffe dramaturgische Abfolge verwandelte, die Hitlers Präsenz und seinen Status als Mittelpunkt des Geschehens künstlich verstärkt.

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Résumé des informations

Titre
Der Nationale Mythos am Beispiel Leni Riefenstahls Film Triumph des Willens
Université
University of Constance  (Medienwissenschaften)
Cours
Nationale Mythen im Film
Note
keine (gute Ausarbeitung)
Auteur
MA Daniel Spindler (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
14
N° de catalogue
V8853
ISBN (ebook)
9783638157155
Langue
allemand
mots-clé
Mythos Hitler Riefenstahl
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
MA Daniel Spindler (Auteur), 2002, Der Nationale Mythos am Beispiel Leni Riefenstahls Film Triumph des Willens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8853
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Extrait de  14  pages
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