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Die Rolle der Gerechtigkeit im utilitaristischen Nutzenprinzip

Title: Die Rolle der Gerechtigkeit im utilitaristischen Nutzenprinzip

Term Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anna Fiege (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Zusammenfassung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Gerechtigkeit und Minderheitenschutz im Utilitarismus zukommen. Kann das Nutzenprinzip moralische Institutionen gewährleisten oder stehen sie im Widerspruch zueinander? Um diese Fragen zu beantworten, wird zuerst einmal der allgemeine Status der Gerechtigkeit im Utilitarismus geklärt. Daraufhin wird die Kritik Günter Ellscheids am Utilitarismus vorgestellt, um dann eine Verteidigung anzuschließen, die auf der Idee des humanen Utilitarismus Bernward Gesangs beruht. Diese Hausarbeit stellt eine Gegenüberstellung von Argumenten für und wider den Utilitarismus dar. Ergebnis ist eine Möglichkeit der Vereinbarung moralischer Institutionen mit dem Utilitarismus.


Abstract

This text deals with the question how important justice and the protection of minorites are in utilitarian theories. Is utalitarian thinking able to guarantee moral institutions or do they come into conflict?
To answer this question I will explain the general status which justice has in utilitarism. The following presents Günter Ellscheid`s criticism of utilitarism. After that I try to defend utilitarism on the basis of Bernward Gesang`s idea of a human utilitarism.
This paper is a confrontation of arguments pro and con utilitarism. The result is a possibility of making utilitarism and moral institution compatible.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Status der Gerechtigkeit im Nutzenprinzip

2.1 Nutzen der Gerechtigkeit

2.2 Der abnehmende Grenznutzen

3 Kritik am Utilitarismus

3.1 Menschenrechte

3.2 Verteilungsgerechtigkeit

3.3 Folgen

3.4 Das Individuum

4 Der humane Utilitarismus

4.1 Einbezug externer Präferenzen

4.2 Rationalität

4.3 Das Erreichen einer idealen Präferenzlage

4.4 Sicherung gesamtgesellschaftlicher Interessen

5 Schluss

6 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Gerechtigkeitsprinzipien, wie dem Schutz von Minderheiten und Menschenrechten, mit dem utilitaristischen Nutzenprinzip. Ziel ist es, die Kritik am Utilitarismus darzustellen und zu prüfen, ob durch das Modell des „humanen Utilitarismus“ eine Brücke zwischen utilitaristischer Nutzenmaximierung und moralischen Institutionen geschlagen werden kann.

  • Status der Gerechtigkeit im klassischen Utilitarismus
  • Kritikpunkte: Menschenrechte, Verteilungsgerechtigkeit und Subjektcharakter des Individuums
  • Konzept des humanen Utilitarismus nach Bernward Gesang
  • Instrumente zur Integration moralischer Institutionen (externe Präferenzen, Rationalitätsprüfung, Präferenzänderung)
  • Debatte um das Verhältnis von Nutzenkalkulation und moralischen Normen

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Individuum

Ein weiterer Grund für die Unmöglichkeit der Konzeption von Menschenrechten besteht darin, dass der Utilitarismus dem Individuum keinen „Subjektcharakter“ zuspricht. Ausgangspunkt des Utilitarismus sind nicht Wert und Würde des Menschen, sondern lediglich dessen Funktion, die Glückssumme zu erhöhen. Gleichheit unter Menschen besteht lediglich insofern, als dass jeder gleichermaßen in Frage kommt, die Summe des gesamtgesellschaftlichen Glücks zu erhöhen. Diese Art der Betrachtung macht Glück – das Glück der Individuen – austauschbar und menschliches Leben abwägbar, denn ob das Glück bzw. das Leben eines Menschen für das vieler geopfert wird, ist nicht nur gleichgültig hinsichtlich des fehlenden Werts eines Menschen, sondern auch erwünscht, wenn man die steigende Glücksbilanz einbezieht. Dem Individuum kommt im Utilitarismus keine eigenständige Bedeutung zu!

Wie kann es unter diesen Umständen aber überhaupt möglich sein, das Nutzenprinzip als monistisches anzuerkennen? Welche Bedeutung kommt ihm in unserer Gesellschaft zu, wenn es doch jeglichen moralischen Vorstellungen widerspricht? Wie ist eine Theorie handhabbar, aus der sich schwerwiegende theoretische und kategoriale Probleme ergeben, denn: nach Ellscheid funktioniert der Utilitarismus schon aus dem Grund nicht, da sich das Glück im Nutzenprinzip nicht auf Individuen bezieht, Glück allerdings einen emotionalen Tatbestand darstellt, der nur von Individuen empfunden werden kann. Gesellschaft als abstraktes Phänomen kann kein Glück empfinden, sondern lediglich die die Gesellschaft konkret konstituierenden Elemente – die Menschen/Individuen. Wie aber soll von Glück – oder sogar von moralischen Institutionen wie Gleichheit – die Rede sein, wenn es keine Subjekte gibt, deren Würde und Wert den Ausgangspunkt darstellen?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung zur Vereinbarkeit von Gerechtigkeit und Nutzenprinzip ein und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2 Der Status der Gerechtigkeit im Nutzenprinzip: Dieses Kapitel klärt die grundsätzliche Stellung der Gerechtigkeit innerhalb utilitaristischer Ethikkonzepte und zeigt erste Ansätze der Vereinbarkeit auf.

3 Kritik am Utilitarismus: Hier werden zentrale Vorwürfe gegen den klassischen Utilitarismus gesammelt, insbesondere hinsichtlich Menschenrechten, Verteilungsgerechtigkeit und der Behandlung des Individuums.

4 Der humane Utilitarismus: Dieses Kapitel stellt die Verteidigung des Utilitarismus durch das Konzept des humanen Utilitarismus vor, welches Instrumente zur Integration moralischer Werte bietet.

5 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Grenzen der utilitaristischen Ethik sowie ihre Rolle für gesellschaftliche Aufklärungsprozesse.

6 Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel rekapituliert die zentrale Problemstellung der Arbeit und die erarbeiteten Argumentationslinien pro und contra Utilitarismus.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Nutzenprinzip, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Minderheitenschutz, Humane Utilitarismus, Nutzenmaximierung, Präferenzen, Verteilungsgerechtigkeit, Individuum, Ethik, Rationalität, Gesellschaft, Glücksbilanz, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, inwieweit das utilitaristische Nutzenprinzip mit moralischen Institutionen wie Gerechtigkeit und Menschenrechten vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik am klassischen Utilitarismus und der Untersuchung des Modells des „humanen Utilitarismus“ als Verteidigungsansatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob der Utilitarismus fähig ist, Gerechtigkeit zu gewährleisten, ohne das grundlegende Prinzip der Nutzenmaximierung aufzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem diskursiven Ansatz, bei dem Vorwürfe (u.a. von Günter Ellscheid) und Verteidigungsstrategien (u.a. von Bernward Gesang) gegenübergestellt und analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Gerechtigkeitsstatus im Nutzenprinzip, eine detaillierte Kritik am klassischen Utilitarismus und die Vorstellung der Instrumente des humanen Utilitarismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nutzenmaximierung, Gerechtigkeit, Minderheitenschutz, humane Utilitarismus und Präferenzethik bestimmt.

Wie unterscheidet sich der humane Utilitarismus vom klassischen Utilitarismus?

Er versucht, durch Instrumente wie den Einbezug externer Präferenzen und Rationalitätsprüfungen moralische Institutionen in das Nutzenprinzip zu integrieren, ohne dessen monistische Basis zu zerstören.

Welche Rolle spielen externe Präferenzen im humanen Utilitarismus?

Sie ermöglichen es, das Interesse an Gerechtigkeit oder den Schutz von Minderheiten als Präferenz in die Nutzenabwägung aufzunehmen, auch wenn die Entscheidung den Einzelnen nicht unmittelbar betrifft.

Warum sieht die Arbeit das Individuum im klassischen Utilitarismus als gefährdet an?

Kritiker argumentieren, dass das Individuum nur als Mittel zur Glücksmaximierung fungiert und ihm kein eigenständiger Subjektcharakter oder unveräußerliche Würde zugesprochen wird.

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Details

Title
Die Rolle der Gerechtigkeit im utilitaristischen Nutzenprinzip
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Politik)
Course
Utilitarismus
Grade
2,0
Author
Anna Fiege (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V88549
ISBN (eBook)
9783638068598
ISBN (Book)
9783638953917
Language
German
Tags
Rolle Gerechtigkeit Nutzenprinzip Utilitarismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Fiege (Author), 2005, Die Rolle der Gerechtigkeit im utilitaristischen Nutzenprinzip, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88549
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