Freiheit durch Lesen - Der Lesevorgang als Weg zur Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

27 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lesevorgang
2.1 Der Ort des literarischen Werks
2.2 Die stetige Aktualisierung durch den Leser
2.3 Sinnbildung durch Leerstellen

3. Verantwortung von Leser und Autor
3.1 Entautomatisierung des Geistes
3.2 Horizonterweiterung durch Fremderfahrung
3.3 Das Buch braucht Freiheit

4. Die Gesellschaft braucht Literatur
4.1 Freiheit ist Verantwortung
4.2 Wieso nicht zurücklehnen?

5. Fazit

6. Quellen
6.1 Literatur
6.2 Internetlinks

1. Einleitung

„Ich werde zur ‚Masse’, wenn ich auf das Recht verzichte, meine Worte selbst zu denken und zu formulieren - in meiner eigenen Sprache - und automatisch und kritiklos Formulierungen und Worte übernehme, die andere mir diktieren. Und ich werde zur ‚Masse’, wenn ich aufhöre, mir die moralischen Grundsätze ins Gedächtnis zu rufen, für die ich mich entschieden habe.“[1]

Diese Worte sind ein Auszug aus der Rede des israelischen Schriftstellers David Grossmann, mit welcher er das diesjährige internationale Literaturfestival in Berlin am 04. September eröffnete. Sorgenvoll bringt er hierin seine gegenwärtigen Eindrücke der von Massenmedien[2] dominierten Gesellschaft in Zusammenhang mit jener Konformistengesellschaft des dritten Reichs, welche durch Massenmedien und Manipulation ihrer individuellen Verantwortung ihres Handelns entledigt wurde. Wie der Titel seiner Rede „Das gute Buch macht den Leser einzigartig“ unschwer erkennen lässt, sieht Grossmann die Möglichkeit dieser ‚Entmenschlichung’ entgegenzustreben im Leseprozess eines ‚guten Buchs’. Hierbei nämlich ist dem Leser die Möglichkeit geboten, einzigartig und individuell für sich, mithilfe des Buchs, ‚Seeleninhalte’ zu ergründen und zu entdecken, welche ihn der Menge entheben und ein Stück Mündigkeit zurückgeben können.[3]

Folgender Arbeit zur Untersuchung der gesellschaftlichen Relevanz des individuellen und individualisierenden Leseprozesses liegen zwei aufeinander aufbauende Betrachtungsweisen zugrunde. Zum einen ist der maßgebliche Fokus auf den Rezeptionsprozess und auf die Frage, was sich währenddessen, zwischen Text und Leser zuträgt, gerichtet. Die zweite Hauptuntersuchung der Arbeit blickt gesellschaftswissenschaftlich eher auf die angesprochene unmittelbare Wichtigkeit des Lesens für das Individuum und die Gesellschaft. Bindeglied dieser beiden Grunduntersuchungen und letztlich Kernpunkt dieser Arbeit ist die wirkungsästhetische Betrachtung des Lesens fiktionaler und erzählender Literatur an sich, wobei die Frage im Mittelpunkt steht, welche Wirkung der Text beim Rezipienten hervorruft und wie Selbiges geschieht.[4]

2. Lesevorgang

Um zu klären inwieweit also das Lesen selbst den Menschen in seinem Sein für sich und unter anderen Menschen beeinflussen, gar verändern kann, ist zunächst die rezeptionsästhetische Betrachtung gefragt, die nicht nur verdeutlicht, was beim Leseprozess passiert, sondern darüber hinaus, was einen Text zu einem literarischen Werk macht. Vorab muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass aufgrund der formellen Einschränkung dieser Arbeit nur die grundsätzlich elementaren Gesichtspunkte des Lesevorgangs diskutiert werden können. Aufbauen wird dieses Kapitel vor allem auf den Texten Wolfgang Isers „Der Akt des Lesens“ von 1976 und „Die Appellstruktur der Texte“ von 1969.

2.1 Der Ort des literarischen Werks

Sucht man das literarische Werk, genügt es nicht einen Blick auf oder in ein Buch zu werfen. Denn hierin finden sich zunächst ausschließlich Zeichen, das heißt Buchstaben, die für sich selbst noch keine Aussage oder gar Funktion haben und erst zum Leben erweckt werden müssen. Außerhalb der Lektüre, so Sartre, „gibt es nur schwarze Striche auf dem Papier.“[5] In seinem 1947 erschienenen Essay „Warum schreiben?“, begreift er das literarische Werk als einen Appell, der durch das Verschriftlichen des Autors, dem Text innewohnt.

„Schreiben heißt an den Leser appellieren, daß er die Enthüllung, die ich [als Autor] mittels der Sprache unternommen habe, zur objektiven Existenz übergehen lasse.“[6]

Mit Enthüllung meint Sartre den durch den Autor nach außen getragenen verschriftlichten Gehalt, welcher zwar in ihm lebt, aber erst durch den Leser und dessen aktive, miterlebende Rezeption wieder lebendig werden kann. Der nahe liegende Schluss, den man hieraus ziehen kann, ist, dass „die Betrachtung eines literarischen Werks nicht allein der Gegebenheit der Textgestalt, sondern in gleichem Maße den Akten seiner Erfassung zu gelten hat.“[7] Die hohe Schwierigkeit, welche von Literaturtheoretikern festgestellt wird, ist hierbei, in diesen Vorgang hineinzublicken und Aussagen über diesen höchst komplexen und individuellen Vorgang zu treffen, ohne dabei in unfundierte Spekulationen abzugleiten.[8]

Wo genau also der Ort, das Dasein des literarischen Werks zu finden ist, beschreibt folgendes Schaubild, welches sowohl den Text als gestalthafte Zeichenfolge als auch den Leser in seiner Rezeption vereint und daraus den virtuellen und buchstäblich nicht greifbaren Charakter des Werks verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[9]

Zum einen wird also deutlich abgelehnt, den Text als solches schon als tatsächlich bestehendes Werk zu betrachten, da dieses erst durch die Konstitutionsleistung des Lesers erweckt wird. Zum anderen ist auch die rein dem Leser innewohnende Seite der Textaufnahme und die damit verbundene Konkretisierung nicht das Werk selbst, da diese „nicht gänzlich frei von den Dispositionen, die der Leser in sie einbringt“[10], sein kann. Die möglichst nahe Konvergenz beider Seiten also ist der ungreifbare ‚Ort’, an dem das literarische Werk seinen Platz hat. Um es schließlich auf einen Nenner zu bringen, ist die Definition des literarischen Werks „das Konstituiertsein des Textes im Bewusstsein des Lesers“[11]. Betrachtet man darüber hinaus den Text als stetige Folge von Zeichen und die Leseleistung somit als fortlaufenden Prozess, der nötig ist, um das Dasein des Werks aufrecht zu erhalten, ist ein weiterer Punkt des Lesevorgangs augenfällig. Zum Konstituieren und somit zur Erschaffung des Werks ist das Aktivwerden des Lesers unabdingbar.

2.2 Die stetige Aktualisierung durch den Leser

In Anbetracht der geschilderten Zweipoligkeit des literarischen Werks durch Lektüre darf keinesfalls von einer ausschließlich passiven Rezipientenrolle des Lesers ausgegangen werden. Das heißt, um das Werk zum Leben zu erwecken, braucht es mehr als die Wahrnehmung und Aufnahme der Buchstaben und Worte. Denn würde es sich beim Leseprozess nur um einen solch inaktiven Vorgang seitens des Lesers handeln, wäre der Text selbst intersubjektiv und somit in seiner jeweiligen Rezeption verschiedener Leser stets gleich. Das tatsächliche ‚Empfangen’ dessen, was die Worte im Zusammenhang als Sinnträger ‚übertragen’, geschieht erst durch das aktive Konstituieren des Lesers selbst.[12] Dies kann letztlich den Text zum subjektiven Erleben werden lassen, da es von Leser zu Leser ausschließlich im Rahmen des individuellen Erfahrungs- und Wissenshorizonts passiert.

Um das Lesen in seiner Prozesshaftigkeit zu verdeutlichen, stellt Wolfgang Iser den Gegensatz zur Objektwahrnehmung her, bei welcher man den „Gegenstand im Akt der Zuwendung nicht voll erfaßt, ihn jedoch in einem solchen Akt zunächst als ganzes vor sich hat.“[13] Der Unterschied hierzu liegt hinsichtlich des Leseprozesses auf der Hand. Selbst wenn man wollte, könnte man die Gesamtheit des Erzählten gar nicht in einem Moment erfassen oder gar verarbeiten, da „nämlich jede Geschichte als eine Kette von Transformationen angesehen werden kann – ausgehend von einer anfänglichen Situation bis hin zu einer abschließenden Situation“[14]. Auch wenn, wie im vorangegangenen Unterpunkt geschehen, dem literarischen Werk bereits ein Ort zugeschrieben wurde, wird deutlich, dass der Text selbst in seiner Erfassung nicht als Objekt wahrgenommen werden kann, sondern nur als Prozess der ablaufenden Lektüre. Iser bringt diesen sich progressiv voranentwickelnden Charakter bei der Lektüre folgendermaßen auf den Punkt:

„Stehen wir dem Wahrnehmungsobjekt immer gegenüber, so sind wir im Text immer mitten drin. […] Statt einer Subjekt-Objekt-Relation bewegt sich der Leser als perspektivischer Punkt durch seinen Gegenstandsbereich hindurch.“[15]

Dieses Wissen verleiht die Erkenntnis über die Relevanz, die ein Text für den Leser und in der interagierenden Rückkopplung, der Leser für den Text hat, da sich der Leser, bei der ausgiebigen Wahrnehmung des Gegenstands – des literarischen Werks – in selbigem befindet und es durch seine aktive Immanenz erst zum Dasein bringt.

Den Modus, durch den der Leser im Text gegenwärtig ist und selbigen letztlich erlebbar werden lässt, bezeichnet Iser als wandernden Blickpunkt.[16] Mithilfe dieses Blickpunktes, welchen der Leser, vom Text geleitet, innehat, bewegt er sich durch die erzählte Geschichte hindurch. Diese Bewegungsstruktur zeigt deutlich, dass besagter Blickpunkt zu jeder Zeit der Lektüre die Gegenwart in ihr ist, somit wiederum einen im Leser individuellen, durch den Text entstandenen und selbigen innewohnenden Verweis auf eine Vergangenheit und eine Zukunft hat. Vereinfacht ausgedrückt, bildet das bereits Gelesene und im Leser Konstituierte seine individuelle basale Vergangenheit, die ihn zur Gegenwart und zum aktuellen Blickpunkt geführt hat. Wohingegen die Zukunft jene Erwartungen und vermeintlichen Verweise auf Kommendes innerhalb der Lektüre bildet. Die Aufnahme des Textes durch den Leser erfolgt also mithilfe des wandernden Blickpunkts, „indem er [der Leser] laufend das, was er gerade liest, einerseits mit dem bereits früher Gelesenen in Beziehung setzt und es andererseits im Hinblick auf das, was er vom Fortgang des Textes erwartet, beurteilt.“[17] Durch besagte Erwartungen des Lesers an den Text ist der Leseprozess von einer stetigen Bestätigung oder Korrektur und somit Umformung des Erwartenden begleitet. Diesen aktiven und vielschichtigen Prozess formuliert Horst Steinmetz wie folgt:

„Abgesehen von den ersten Worten und Sätzen eines Textes formt die Dekodierung eines literarischen Textes eine überaus verwickelte, zugleich vorwärts und rückwärts strebende Operation, die aus unübersehbar vielen Verfahren der Erweiterung, Veränderung, Korrektur und Anpassung besteht.“[18]

Iser konkretisiert seine Beschreibung, indem er auf die, in jedem Augenblick der Lektüre vorhandene, „Dialektik von Protention[19] und Retention“[20] hinweist. Die Entwicklung also, welche sich im Lesevorgang abspielt, ist das stetige Wachsen des Vergangenheitshorizonts, der konkretisiert wird, und das ständige Schrumpfen des Zukunftshorizontes.[21] Im Verlauf des Lesevorgangs wechselt der wandernde Blickpunkt und sorgt somit für die Modifikation des Gelesenen im jeweiligen Jetzt des Lesers, durch die Abhebung des Aktuellen vom Vergangenen. Diese Abhebung aber „setzt voraus, daß der vergangene Augenblick der früheren perspektivischen Situierung des wandernden Blickpunkts retentional gegenwärtig bleibt.“[22] Dieses stetige Aktualisieren des Gelesenen durch den gegenwärtigen Lektüremoment hat mehrere bedeutende Folgen. Zum einen bildet sie die entscheidende Grundstruktur für den „stromzeitlichen Fluß des Lesens“[23], zum anderen bildet sie, mit ihrer entstehenden Vielzahl von modifizierten Textperspektiven, die „Voraussetzung für den Transfer des Textes in das Bewusstsein des Lesers“.[24]

Jede Modifikation des Vergangenen zieht eine Veränderung des erwarteten Zukünftigen nach sich, so das letztlich der im Leser konstituierte Text bis zur Vollendung des Leseprozesses immer einer Wandlung unterliegt, die in beide temporalen Verweisungsrichtungen des Textes greift. Dies zeigt deutlich, dass ein literarisches Werk, trotz seines Gegensatzes zum Objekt, immer als verwobene Gesamtheit betrachtet werden muss, die durch den Modus des wandernden Blickpunkts im Leser gegenwärtig wird.[25]

[...]


[1] Grossmann, David, „Das gute Buch macht den Leser einzigartig“, S. 2.

[2] Wenn im weiteren Verlauf der Arbeit von Massenmedien gesprochen wird, bezieht sich das in erster Linie auf die Medien, die zum einen von einer breiten Masse genutzt werden und zum anderen in der Nutzung im Regelfall recht unreflektiert konsumiert werden. An erster Stelle steht hierbei natürlich, hinter dem Radio, das Fernsehen. Obgleich eine Tageszeitung auch als Massenmedium angesehen wird, möchte ich sie hierbei ausklammern, da beim Lesen selbiger zwar kein, mit dem Lesevorgang von Prosa vergleichbarer, Prozess stattfindet, aber zumindest auch ein aktives Konstituieren zu Sinnzusammenhängen.

[3] Vgl. Grossmann, S. 2f.

[4] Vgl. Richter, Matthias, „Wirkungsästhetik“, S. 516 (In: Arnold, Heinz Ludwig & Detering Heinrich [Hrsg.], „Grundzüge der Literaturwissenschaft“).

[5] Sartre, Jean-Paul, „Warum schreiben?“, S.108.

[6] Ebd., S. 109.

[7] Iser, Wolfgang, „Der Akt des Lesens“, S. 38.

[8] Vgl. Iser, Wolfgang, „Die Appellstruktur der Texte“, in: Warning, Rainer, „Rezeptionsästhetik“, S. 228.

[9] Schaubild nach Iser, Wolfgang, „Akt des Lesens“, S. 38.

[10] Iser, Der Akt des Lesens“, S. 38.

[11] Ebd. S. 39.

[12] Vgl. Iser, „Der Akt des Lesens“, S. 39.

[13] Ebd., S. 177.

[14] Ricœur, Paul, „Vom Text zur Person“, S. 215.

[15] Iser, „Der Akt des Lesens“, 177f.

[16] Vgl. Ebd., S. 193.

[17] Pany, Doris, „Wirkungsästhetische Modelle“, S. 41.

[18] Pany, S. 40 (zit. n. Steinmetz, Horst, „Rezeption und Interpretation, S. 47.).

[19] Nach Edmund Husserls „Zur Phänomenologie des inneren Zeitbewußtseins“: „eine Erwartung, die auf Kommendes zielt“ (siehe Iser „Der Akt des Lesens“, S. 181).

[20] Iser, „Der Akt des Lesens“, S. 182.

[21] Vgl. Ebd.

[22] Ebd, S. 186.

[23] Iser, „Der Akt des Lesens“, S. 186.

[24] Ebd.

[25] Vgl., Ebd., S.193.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Freiheit durch Lesen - Der Lesevorgang als Weg zur Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung
Hochschule
Universität Bayreuth
Veranstaltung
Akte, Pakte, Lust und Einfühlung – Theorien des Lesens
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V88551
ISBN (eBook)
9783638024952
ISBN (Buch)
9783638924733
Dateigröße
489 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Lesevorgang bzw. dem Leseprozess als solches. Nach der Herleitung, wie selbiger funktioniert, erfolgt ein Blick in den Leser und letztlich die Überleitung zur Fragestellung, inwieweit hieraus eine tatsächliche, handlungsrelevante Beeinflussung erfolgen kann. Dem zugrunde liegen zahlreiche Literaturtheorien von Iser, Kant, Sartre, Ricœur, Grossmann, uvm.
Schlagworte
Freiheit, Lesevorgang, Leseprozess, Iser, Sartre, Grossmann, Barthes, Lesen, Verantwortung, Lektüre, Literatur, Rezeptionsästhetik, Wirkungsästhetik, Handlunsrelevanz, Massenmedien, Manipulation, Appellstruktur, Literaturtheorie, Rezeption, Leerstellen, Unbestimmtheitsstellen, Protention, Retention, Lesefluss, Satzkorrelat, Sinnbildung, Ingarden, Entautomatisierung, Fremderfahrung, Ricœur, Refiguration, Buch, Bücher, Horkheimer, Adorno, Dialektik, Genêt, Mündigkeit, Narration, Literaturwissenschaft, Deutsch
Arbeit zitieren
Martin Thiele (Autor:in), 2007, Freiheit durch Lesen - Der Lesevorgang als Weg zur Herausbildung gesellschaftlicher Verantwortung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88551

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