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Die englische Limited im Vergleich zur deutschen GmbH — Eine ökonomische Analyse der Rechtsformwahl aus Sicht eines Unternehmers

Title: Die englische Limited im Vergleich zur deutschen GmbH — Eine ökonomische Analyse der Rechtsformwahl aus Sicht eines Unternehmers

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Timo Siegfried (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Als Folge der weitreichenden Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs in Sachen „Centros“ , „Überseering“ sowie „Inspire Art“ können sich Unternehmer bei der Wahl der Rechtsform neben deutschen auch für Rechtsformen aus dem Raum der Europäischen Union entscheiden. Insbesondere die in England weitverbreitete Rechtsform der private company limited by shares – nachfolgend englische Limited genannt – scheint Unternehmern eine Alternative zur deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu bieten. Dies spiegelt die Fülle an Diskussionsbeiträgen in der Fachliteratur wider. Jedoch ist die in vielen Fällen „reißerische“ Werbung als Entscheidungsgrundlage nicht sachdienlich und zum Teil irreführend.
In den nachfolgenden Ausführungen werden in einer ökonomischen Analyse die Vor- und Nachteile einer in Deutschland tätigen englischen Limited im Vergleich zur GmbH dargelegt. Dabei wird insbesondere die Rechtsformwahl von potentiellen Unternehmern bei Neugründung betrachtet. Zudem beschränkt sich die Analyse der Vorteilhaftigkeit der Rechtsformwahl auf die Bereiche der Haftung der jeweiligen Gesellschaft, ihrer Gesellschafter sowie ihrer Geschäftsführer. Unter Haftung versteht man den unmittelbaren Zugriff eines Gläubigers auf das Vermögen einer bestimmten Person. Diese wird versucht sein, die Haftung auf ihr privates Vermögen aus-zuschließen. Durch die Wahl der Rechtsform einer GmbH oder einer englischen Limited kann der Unternehmer die Haftung auf das Vermögen der Gesellschaft beschränken.
Die grundlegenden Charakteristika der beiden Rechtsformen werden in Kapitel 2 verdeutlicht. Darauf aufbauend erfolgt in Kapitel 3 der Vergleich der Rechtsformen in Bezug auf die Haftung. Eine zusammenfassende Würdigung schließt die Betrachtung ab.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Charakterisierung der Rechtsformen aus Sicht des Unternehmers

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung

2.3 Private Company Limited by Shares

3 Vergleich der Rechtsformen in Bezug auf die Haftung

3.1 Haftung der Gesellschaft

3.2 Haftung der Gesellschafter

3.3 Haftung der Geschäftsführer

4 Zusammenfassende Würdigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine ökonomische Analyse der Rechtsformwahl zwischen der englischen Limited und der deutschen GmbH aus Sicht eines Unternehmers durchzuführen, wobei insbesondere die Haftungssituation bei Neugründungen kritisch untersucht wird.

  • Vergleich der rechtlichen Rahmenbedingungen von GmbH und Limited
  • Analyse der Haftung der Gesellschaft, der Gesellschafter und der Geschäftsführer
  • Untersuchung der Rechtsunsicherheiten bei in Deutschland tätigen englischen Limiteds
  • Bewertung der Vor- und Nachteile im Hinblick auf Publizitätspflichten und Insolvenzrisiken
  • Einfluss aktueller Rechtsprechung auf die Haftungsrisiken

Auszug aus dem Buch

3.1 Haftung der Gesellschaft

Bereits vor der konstitutiven Eintragung in das Handelsregister haftet die GmbH für in ihrem Namen eingegangene Verbindlichkeiten. Im Rahmen der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrages wird die Satzung der zu gründenden GmbH festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt handelt es sich um eine GmbH in Gründung. Durch die Ergänzung „i.Gr.“ wird darauf hingewiesen, dass sich die Gesellschaft noch in der Gründungsphase als Vor-GmbH befindet und bereits Teilrechtsfähigkeit erlangt hat. Die in dieser Phase eingegangenen Verbindlichkeiten gehen mit Eintragung auf die dann entstandene GmbH über und das Gesellschaftsvermögen der GmbH haftet. Das englische Recht kennt eine Gründungs- oder Vorgesellschaft der genannten Art nicht. Erst mit Eintragung der englischen Limited in das Gesellschaftsregister und mit Ausstellung des Certificate of Incorporation durch das Companies House erlangt sie ihre Rechtsfähigkeit und kann rechtskräftig Verträge schließen. Alle vorher durch die Gesellschaftsgründer eingegangenen Rechte und Pflichten gehen, im Gegensatz zum deutschen Gesellschaftsrecht, nicht auf die Gesellschaft über. Selbst für Verträge, die vor der Eintragung im Namen der Gesellschaft geschlossen wurden, haftet der jeweils Handelnde persönlich gem. sec. 36C CA 1985. Dieser Vorteil der GmbH ist jedoch aufgrund der nur wenige Tage dauernden Gründungsphase der englischen Limited als gering einzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die durch EuGH-Entscheidungen entstandene Wahlmöglichkeit zwischen englischer Limited und deutscher GmbH dar und definiert den Fokus auf die Haftungsanalyse.

2 Charakterisierung der Rechtsformen aus Sicht des Unternehmers: Das Kapitel erläutert die Grundlagen und Gründungsanforderungen der GmbH sowie der englischen Limited.

3 Vergleich der Rechtsformen in Bezug auf die Haftung: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Haftungssituationen für Gesellschaft, Gesellschafter und Geschäftsführer bei laufendem Betrieb und Insolvenz.

4 Zusammenfassende Würdigung: Das Fazit stellt fest, dass die englische Limited im Vergleich zur GmbH aufgrund der resultierenden Rechtsunsicherheiten insgesamt als nachteilig zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Rechtsformwahl, GmbH, englische Limited, Haftung, Haftungsbeschränkung, Durchgriffshaftung, Gesellschaftsrecht, Publizitätspflichten, Insolvenzverschleppungshaftung, Handelsregister, Companies House, Existenzvernichtender Eingriff, Geschäftsführerhaftung, Gesellschafterhaftung, Rechtsunsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Aspekte und Haftungsrisiken bei der Wahl zwischen der englischen Limited und der deutschen GmbH für Unternehmer in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Haftungsregelungen für die Gesellschaft selbst, deren Gesellschafter sowie deren Geschäftsführer im Vergleich beider Rechtsformen.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, einem Unternehmer aufzuzeigen, ob die englische Limited eine rechtlich sichere und vorteilhafte Alternative zur deutschen GmbH darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtsvergleichenden Analyse unter Einbeziehung aktueller Gesetzeslagen, Fachliteratur und relevanter Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Charakterisierung der Rechtsformen sowie einen detaillierten Vergleich der Haftung bei Gründung, laufender Tätigkeit und in der Insolvenz.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Rechtsformwahl, Haftungsbeschränkung, Rechtsunsicherheit und Durchgriffshaftung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Rechtsprechung (z.B. LG Kiel) für die Bewertung?

Die Rechtsprechung, insbesondere Urteile wie das des LG Kiel, verdeutlichen die latente Gefahr der persönlichen Haftung bei in Deutschland tätigen Limiteds, was zu hoher Rechtsunsicherheit führt.

Warum wird die englische Limited im Fazit als nachteilig eingestuft?

Obwohl die Haftungssituation im Gründungsland ähnlich ist, führt die Verquickung mit deutschem Delikts- und Insolvenzrecht zu unkalkulierbaren Risiken, die eine Limited unter dem Strich nachteiliger machen.

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Details

Title
Die englische Limited im Vergleich zur deutschen GmbH — Eine ökonomische Analyse der Rechtsformwahl aus Sicht eines Unternehmers
College
University of Hagen
Grade
2,7
Author
Timo Siegfried (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V88569
ISBN (eBook)
9783640096961
Language
German
Tags
Limited Vergleich GmbH Eine Analyse Rechtsformwahl Sicht Unternehmers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Siegfried (Author), 2006, Die englische Limited im Vergleich zur deutschen GmbH — Eine ökonomische Analyse der Rechtsformwahl aus Sicht eines Unternehmers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88569
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