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Psychomotorische Förderung für Kinder mit infantiler spastischer Tetraparese

Title: Psychomotorische Förderung für Kinder mit infantiler spastischer Tetraparese

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anna Reimer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Die infantile spastische Tetraparese ist eine Bewegungs- und Wahrnehmungsbehinderung. Durch die Beeinträchtigung wird die gesamte Entwicklung des Kindes von Geburt an beeinflusst. Somit muss auch die Förderung dieser Kinder alle Entwicklungsbereiche beinhalten.
Die Psychomotorik ist eine heilpädagogische Methode, die das Kind ganzheitlich durch Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Material- und Sozialerfahrungen fördert und bei der das Kind mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Fähigkeiten im Zentrum steht. Dies hat Auswirkungen auf alle Bereiche der Entwicklung und beeinflusst die gesamte Persönlichkeit.
Doch Psychomotorik ist nicht auf die Förderung von Kindern mit einer Schwerbehinderung ausgelegt. Daher steht die Frage im Raum, ob Psychomotorik ihnen in ihrer Entwicklung wirklich helfen kann. Diese Frage werde ich versuchen in meiner Hausarbeit zu beantworten.
Da medizinisches Wissen bei der Förderung und Begleitung eines Kindes mit Behinderung und dessen Umfeld von großer Bedeutung ist, werde ich zunächst die medizinischen Aspekte der infantilen spastischen Tetraparese aufführen.
Daraufhin werde ich im Kapitel „Psychomotorische Förderung“ kurz auf die Grundlagen der Psychomotorik eingehen und verdeutlichen aus welchen Gründen Psychomotorik für Kinder mit einer Tetraparese geeignet ist.
Der Heilpädagoge muss bei der psychomotorischen Förderung von Kindern mit dieser Behinderungsform kreativ sein, spezielle Gesichtspunkte beachten, vorhandene psychomotorische Angebote modifizieren und Fördermöglichkeiten aus anderen Bereichen integrieren.
Psychomotorik könnte eine Förderung für Kinder mit einer infantilen spastischen Tetraparese sein, kann aber andere Therapien nicht komplett ersetzten. Auf diesen Aspekt werde ich nochmals am Schluss meiner Arbeit eingehen.
Die infantile spastische Tetraparese gehört zu den infantilen Zerebralparesen (IZP).
1957 versuchte die American Academy for Cerebral Paralsy (AACP) eine internationale Definition der infantilen Zerebralparese zu formulieren:
„Die infantile Zerebralparese ist eine permanente, aber nicht unveränderbare Haltungs- und Bewegungsstörung. Die Störung ist bedingt durch einen zerebralen Defekt oder eine Schädigung, die nicht fortschreitend und vor Abschluß der wichtigsten morphofunktionellen Reifungsprozesse des Gehirns aufgetreten ist. Die motorische Störung ist die vorherrschende, aber nicht die ausschließliche Komponente; sie kann je nach Art und Schweregrad variieren.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Medizinische Aspekte der infantilen spastischen Tetraparese

2.1 Definition

2.2 Ätiologie

2.3 Prävalenz

2.4 Diagnostik

2.5 Symptome

2.6 Differenzialdiagnose

2.7 Prognose

2.8 Behandlung

3 Psychomotorische Förderung

3.1 Psychomotorik

3.2 Elemente der Förderung

3.2.1 Strukturierter Ablauf der Förderung

3.2.2 Die Zusammenstellung der Gruppe

3.2.3 Schwerpunkte der psychomotorischen Förderung

3.2.4 Rolle und Aufgabe des Heilpädagogen

4 Beispiele für psychomotorische Angebote

4.1 Angebote im Bereich der Grundbewegungen

4.2 Angebote im Bereich Wahrnehmung

4.3 Angebote im Bereich der Sozialerfahrung

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, zu untersuchen, inwiefern die heilpädagogische Methode der Psychomotorik einen wertvollen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern mit infantiler spastischer Tetraparese leisten kann. Dabei wird analysiert, wie durch gezielte Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen das Selbstkonzept sowie die Autonomie der Kinder gestärkt werden können, um sie trotz ihrer schwerwiegenden körperlichen Beeinträchtigungen als Akteure ihrer eigenen Entwicklung zu unterstützen.

  • Medizinische Grundlagen und Symptomatologie der infantilen spastischen Tetraparese
  • Psychomotorik als ganzheitlicher Förderansatz für Kinder mit Mehrfachbehinderung
  • Gestaltung strukturierter Förderstunden und pädagogische Rollenbilder
  • Methodische Ansätze für Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Sozialerfahrungen
  • Bedeutung der Elternberatung und interdisziplinärer Zusammenarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Strukturierter Ablauf der Förderung

Die Struktur der Förderstunde muss an den individuellen Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder angepasst werden. Für Kinder mit einer Mehrfachbehinderung ist eine feste und immer wiederkehrende Abfolge wichtig, damit sie die Sicherheit haben zu wissen, was auf sie zukommt. Nur so entwickeln sie Vertrauen in die Stunde und zum Heilpädagogen und können sich für Angebote offen zeigen. Diese einheitliche Struktur sollte schon vor der eigentlichen Psychomotorikstunde beginnen, indem dem Kind zuvor durch spezielle Tätigkeiten oder Zeichen verdeutlich wird, dass gleich eine Förderstunde beginnt. So kommen die Kinder schon mit Freude und Zuversicht in den Förderraum. Auch dann wird dieser ritualisierte Ablauf beibehalten zum Beispiel durch ein Begrüßungsritual und das gemeinsame Erkunden des neu gestalteten Förderraums. Nach der Stunde gibt es daraufhin wieder ein gemeinsames Abschlussritual, damit das Kind erkennt, dass die Stunde vorüber ist. Auch während der Förderstunde können Tätigkeiten eingebaut werden, die dem Kind bekannt sind um ihm die Sicherheit zu geben auch neues erleben zu können. Sicherheit gebend ist ebenfalls, wenn die betreuenden Personen und die andere Kinder der Gruppe nicht ständig wechseln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die infantile spastische Tetraparese als schwerwiegende Behinderung und stellt die Frage, ob Psychomotorik als heilpädagogische Methode bei deren Förderung unterstützend wirken kann.

2 Medizinische Aspekte der infantilen spastischen Tetraparese: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, von der Ätiologie und Diagnostik bis hin zu den Symptomen, der Prognose und den gängigen Behandlungsmöglichkeiten.

3 Psychomotorische Förderung: Es wird das theoretische Fundament der Psychomotorik erläutert und dargestellt, warum dieser ganzheitliche Ansatz für Kinder mit einer Tetraparese besonders geeignet ist, unter Einbeziehung von Aspekten wie Struktur, Gruppenzusammensetzung und der Rolle des Heilpädagogen.

4 Beispiele für psychomotorische Angebote: Das Kapitel liefert konkrete, praxiserprobte Beispiele für Fördereinheiten in den Bereichen Grundbewegungen, Wahrnehmung und Sozialerfahrung.

5 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Psychomotorik eine wichtige ergänzende Förderung ist, die maßgeblich zur Stärkung des Selbstkonzepts und der Lebensfreude der Kinder beitragen kann.

Schlüsselwörter

Infantile spastische Tetraparese, Psychomotorik, Heilpädagogik, Körperbehinderung, Mehrfachbehinderung, Ganzheitliche Förderung, Selbstkonzept, Autonomie, Wahrnehmung, Basale Stimulation, Sozialerfahrung, Bewegungsförderung, Frühförderung, Elternberatung, Sensomotorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Psychomotorik als heilpädagogische Fördermethode speziell für Kinder, die unter einer infantilen spastischen Tetraparese leiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen das medizinische Verständnis der spastischen Tetraparese, die theoretischen Grundlagen der Psychomotorik und die praktische Umsetzung von Förderangeboten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie psychomotorische Ansätze die Persönlichkeitsentwicklung, das Selbstwertgefühl und die Autonomie von mehrfachbehinderten Kindern positiv beeinflussen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte (wie der Psychomotorik nach Zimmer oder der Basalen Stimulation) und deren Übertragung auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern mit Tetraparese.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Bestandsaufnahme, eine theoretische Begründung der Psychomotorik sowie einen umfangreichen Praxisteil mit konkreten Beispielen für Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Psychomotorik, infantile spastische Tetraparese, ganzheitliche Entwicklung, Autonomie und Bewegungsförderung.

Warum ist eine feste Struktur für die Kinder in der Förderung so entscheidend?

Eine feste Abfolge und ritualisierte Abläufe geben Kindern mit Mehrfachbehinderungen Sicherheit und Vertrauen, was die Voraussetzung dafür schafft, dass sie sich auf neue Förderangebote einlassen können.

Welche Rolle spielt der Heilpädagoge in diesem Kontext?

Der Heilpädagoge agiert als Begleiter, der Sicherheit vermittelt, genau beobachtet, die Förderung individuell anpasst und den "psychomotorischen Dialog" sucht, um die Bedürfnisse des Kindes zu verstehen.

Ist eine heterogene Gruppenzusammensetzung bei der Förderung sinnvoll?

Der Autor argumentiert, dass heterogene Gruppen sinnvoll sind, da sie soziale Lernchancen bieten, wobei ein Wechsel zwischen individuellen und gemeinsamen Angeboten notwendig ist, um alle Bedürfnisse zu berücksichtigen.

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Details

Title
Psychomotorische Förderung für Kinder mit infantiler spastischer Tetraparese
College
Protestant University of Applied Sciences Rheinland-Westfalen-Lippe
Grade
1,7
Author
Anna Reimer (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V88623
ISBN (eBook)
9783638028554
Language
German
Tags
Psychomotorische Förderung Kinder Tetraparese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Reimer (Author), 2008, Psychomotorische Förderung für Kinder mit infantiler spastischer Tetraparese, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88623
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