Mein Praktikum an einer Kooperativen Gesamtschule


Praktikumsbericht / -arbeit, 2007
28 Seiten, Note: 13 Punkte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Erwartungen und Befürchtungen

2. Die Schule

3. Der 1. Tag

4. Phasen des Praktikums
4.1 Die Orientierungsphase
4.2 Die Verengung
4.3 Die Schwerpunktsetzung

5. Unterrichtsportrait
5.1 Unterrichtsverlauf
5.2 Analyse des Unterrichts

6. Der eigene Unterrichtsversuch
6.1 Vorbereitung des Unterrichtsversuchs
6.1.1 Lehrplanbezug
6.1.2 Lernziele
6.1.3 Lerngruppe
6.1.4 Abstimmung des Themas auf die Lerngruppe
6.1.5 Verlaufsskizze
6.2 Durchführung / Verlauf der Stunde
6.3 Reflexion der Stunde

7. Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen

8. Was Schule sonst noch ist: Klassenfindungstage

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In diesem Praktikumsbericht werde ich versuchen meine Zeit des fünfwöchigen Praktikums im Rahmen der Schulpraktischen Studien I der Universität Marburg zu beschreiben und zu analysieren. Ich habe mein Praktikum im Anschluss an das Vorbereitungsseminar im Sommersemester 2007 absolviert. Mit acht weiteren Kommilitonen wurde ich der Europaschule in Gladenbach zugewiesen.

1.1 Erwartungen und Befürchtungen

Ich war sehr gespannt auf den Beginn und den Verlauf des Praktikums. Die Spannung entstand durch Befürchtungen aber auch durch Vorfreude und Erwartungen auf den Ablauf des Praktikums und meine persönlichen Erfahrungen.

Im Vorbereitungsseminar haben wir über die Fülle der Ansprüche gesprochen, die an einen Lehrer gestellt werden und über Probleme, die daraus resultieren. Wir nannten Schwierigkeiten, die ein Lehrer täglich zu meistern hat. Er sollte versuchen, auf jeden einzelnen Schüler der Klasse einzugehen, keinen zu über- oder unterfordern, diszipliniert zu arbeiten, den Stoff sinnvoll zu vermitteln, Schlüsselkompetenzen zu fördern, sich an den Lehrplan halten, nicht zu streng aber auch nicht nachgiebig zu sein und vieles mehr. Diese Fülle an Ansprüchen rief eher Befürchtungen in mir hervor. Ist es mir möglich alle oder wenigstens einige Anforderungen in meinem späteren Beruf zu erfüllen? Ich war mir nach dem Seminar bewusst darüber, dass ein Lehrer nicht in jeder Stunde all diese Dinge beachten und erfolgreich meistern kann. Doch meine Unsicherheit, ob ich dem Lehrerberuf gerecht werden kann, blieb erhalten. Ich erhoffte mir, dass ich im Praktikum erfahren würde, ob sich meine Befürchtung bestätigen wird. Gleichzeitig empfand ich jedoch Vorfreude. Ich war neugierig darauf, selbst auszuprobieren, ob diese Schwierigkeiten vielleicht in einigen Unterrichtsversuchen bereits gemeistert werden können. Ich war mir dessen bewusst, dass ein fünfwöchiges Praktikum mir darauf keine Antwort geben kann, hoffte aber auf eine Richtungsweisung.

Hinzu kam die Neugier darauf, einen Einblick in den Schulalltag zu bekommen, der mir bisher unbekannt war. Bis zu Beginn des Praktikums hatte ich die Bildungseinrichtung Schule nur aus der Schülersicht erleben können und war gespannt auf die Lehrerrolle. Der erhoffte Perspektivwechsel war für mich ein Punkt, der die Freude auf das Praktikum erhöhte. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob dieser auch stattfinden kann. Denn von der Universität aus, war es unsere Aufgabe nur einen Unterrichtsversuch durchzuführen. Ich hoffte, dass ich aber in den Genuss kommen würde, mehrere Stunden zu halten um mich tatsächlich in die Lehrerrolle einfühlen zu können.

Das frühe Aufstehen schreckte mich ein wenig ab, aber ich wusste, dass ich mich daran gewöhnen werde. Meine Haupterwartung an das Praktikum war allerdings, dass meine Berufs- und Fächerwahl bestätigt wird. Durch gesammelte Erfahrungen als Betreuerin von Kinder- und Jugendfreizeiten war ich zuversichtlich, dass ich im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen wenige Probleme haben werde. Aber in Kombination mit dem Lehrauftrag hatte ich bisher noch wenig Erfahrung gesammelt und erhoffte mir von dem Praktikum eine Bestätigung.

2. Die Schule

Die Freiherr–vom–Stein Europaschule in Gladenbach, ist eine Kooperative Gesamtschule. Sie befindet sich im südlichen Hinterland und bildet eine Mittelpunktschule. Das ländliche Einzugsgebiet umfasst die Grundschulen in Mornshausen, Lohra, Holzhausen und Niederweidbach. 1830 Schülerinnen und Schüler werden von ca. 150 Lehrern und Lehrerinnen betreut. Die große Anzahl an Schülern ist auf die verschiedenen Schulformen zurückzuführen. Die Schulformen sind pädagogisch, personell und organisatorisch miteinander verbunden. Die Schule umfasst die Vorklasse, eine Grundschule, eine Förderstufe, eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe. Die Gesamtschule in Gladenbach ist eine von 31 Europaschulen in Hessen. Es wird großen Wert auf das Erlernen von Fremdsprachen gelegt. Ab dem ersten Schuljahr lernen die Kinder bereits die englische Sprache. Die zweite Fremdsprache wird im fünften Schuljahr eingeführt. In den oberen Klassen ist es möglich an bilingualem Unterricht in der Realschule und dem Gymnasium teilzunehmen. Zudem werden viele verschiedene Austauschprogramme angeboten. Die Anzahl an Arbeitskreisen ist hoch und außerschulische Lernorte, wie z.B. ein Freizeitheim in einem nahe gelegenen Wald, das den Klassenfindungstagen dient, werden besucht. Die Leitgedanken der Schule umfassen die Erziehung zur Selbstständigkeit, das Erlernen von Respekt und Toleranz, die Findung der eigenen Identität, durch den Dialog mit anderen Menschen, das Lernen von Wissenschaft und durch praktische Erfahrung, die Vorbereitung auf das bevorstehende Berufsleben, die Zusammenarbeit von Eltern, Kindern und Lehrern und das Einsetzen für die Umwelt und humanere Lebensräume (vgl. www.eurogla.de ).

Die Schule ist in zwei Gebäudekomplexe aufgeteilt. Da die Schule sich an einem Berg befindet, existieren ein unterer und ein oberer Teil. Im unteren Teil befinden sich die Vorklasse, die Grundschule und die Förderstufe. Im oberen Gebäude sind die Räume der Klassen sieben bis dreizehn zu finden. In beiden Teilen gibt es ein Lehrerzimmer. Daher kann es zu zeitlichen Problemen kommen, wenn ein Lehrer in den verschiedenen Teilen der Schule unterrichtet. Denn die Entfernung zwischen beiden Gebäuden beträgt ca. fünf Minuten Fußweg. Es wird versucht, dass die Lehrer, die in beiden Teilen tätig sind, die Gebäude nur vor einer großen Pause wechseln müssen. Leider ist dies nicht immer der Fall und es können Anfangsminuten der Unterrichtsstunde verloren gehen. Zudem gibt es einen Erweiterungsbau an der oberen Schule. Dieser ist allerdings durch Überkehrung des Schulhofs zu erreichen. Hier sind die Mensa, Cafeteria, eine Sporthalle und die Kursräume der Oberstufe zu finden.

3. Der 1. Tag

Der erste Tag lief nach meinem Empfinden sehr angenehm ab. Schon zu Beginn konnten wir die Größe der Schule am eigenen Leib erfahren. Wir fanden uns nicht zurecht und mussten uns zum Lehrerzimmer durchfragen. Der Weg wurde uns jedoch von einem freundlichen Lehrer erklärt. Als alle Studenten im Lehrerzimmer eingetroffen waren, stellte sich einer unserer Vertrauenslehrer vor. Er vermittelte mir das Gefühl, dass sich das Lehrerkollegium über unsere Anwesenheit freute und dass sich zudem um uns gekümmert wurde, in Gestalt von zwei Vertrauenslehrern. Wir sprachen kurz im Lehrerzimmer mit einem der Vertrauenslehrer über unsere Erwartungen. Daraufhin stellte er uns die Räumlichkeiten der Schule in Form eines Rundgangs vor. Er zeigte uns das Sekretariat und brachte uns zur Begrüßung zum Schulleiter. Dieser empfing uns freundlich in seinem Büro und begegnete uns ebenfalls mit Freude und Offenheit. Darauf folgend zeigte uns der Vertrauenslehrer verschiedene Räumlichkeiten des oberen Gebäudekomplexes der Schule. Wir wurden mit der Bibliothek, der Lernwerkstatt, dem AV-Raum, dem Erweiterungsbau mit Mensa und Kursräumen und dem Vivarium vertraut gemacht. Zum Ende des Rundgangs beschrieb er uns die Aufteilung in Klassenzimmer und Fachräume. Die Führung zeigte uns einen kleinen Überblick der Schule und abermals wurde ich mir über die Größe der Schule bewusst. Unser Rundgang lief zwar nur im oberen Gebäude der Schule ab, aber allein dieser war sehr groß und unübersichtlich, was jedoch bei der Anzahl der Schüler keine Verwunderung meinerseits auslöste. Noch fühlte ich mich sehr unsortiert in den Gängen und konnte mich schlecht orientieren, trotz des sinnvollen Rundgangs. Doch ich war zuversichtlich, dass ich mich in den kommenden Wochen zu Recht finden werde und es sich nur um erste Schwierigkeiten handelte.

Als wir wieder im Lehrerzimmer angekommen waren, war bereits die zweite Stunde angebrochen und wir wurden unserem anderen Vertrauenslehrer vorgestellt. Er war sehr freundlich und ging mit uns eine Liste der Lehrer durch, die wir fragen konnten um sie in den Unterricht zu begleiten. Leider wusste er nicht von allen Lehrern ob sie bereit sind einen Praktikanten aufzunehmen und konnte uns nur wenig Auskunft über die Lehrerinnen und Lehrer geben, die ausschließlich im unteren Schulgebäude unterrichten. Trotzdem nannte er uns einige Namen von Lehrern, an die wir uns wenden konnten. Zudem sollte sich im späteren Verlauf zeigen, dass es keine Konsequenzen mit sich zog, dass er uns nicht zu jedem Lehrer Auskunft geben konnte, da alle Lehrer sehr aufgeschlossen waren und man leicht mit ihnen ins Gespräch kommen konnte. Für mich war dieses erste Gespräch jedoch schon etwas entmutigend, weil er uns mitteilte, dass es für mein zweites Fach Geographie kaum Lehrer und Stunden gibt, an denen wir teilnehmen konnten. Doch diese Entmutigung verblasste glücklicherweise kurz nach Beendigung des Gesprächs mit dem Vertrauenslehrer wieder. Denn er stellte mich netter Weise einem angehenden Lehrer vor, der im Rahmen des U-Plus-Programms eine Geographielehrerin vertrat und in den neunten Klassen Geographieunterricht erteilte. Im Anschluss daran zeigte uns der Vertrauenslehrer den Stundenplan der gesamten Schule, die Kürzelerklärung der Lehrer und erklärte uns das System des Stundenplans am Computer. Dies war sehr hilfreich, um herauszufinden, wann welcher Lehrer welche Stunden unterrichtet. Trotzdem war es etwas mühsam, die Kürzel den Lehrern zuzuordnen, sich auf dem großen Stundenplan zurecht zu finden und besonders daraufhin die richtige Lehrperson zu dem Namen zu finden. Unser Vertrauenslehrer hatte zwar versucht uns einige Lehrer zu beschreiben, doch durch die große Anzahl der Lehrer schien es im ersten Moment unmöglich die richtigen Lehrer ausfindig zu machen. Ich war etwas verwirrt nachdem ich versucht hatte mir einen Stundenplan zusammen zustellen und hoffte, dass ich unter all den Lehrern, die von mir ausgesuchten Lehrer in den nächsten Tagen finden kann. In der dritten Stunde hospitierte ich dann zum ersten Mal. Es war eine Englischstunde unseres Vertrauenslehrers und ich fühlte mich noch etwas unwohl in der Rolle der Praktikantin. Wir stellten uns der Klasse vor, wurden nett aufgenommen und der Unterricht konnte beginnen. Ich wusste noch nicht so Recht worauf ich achten sollte und bemerkte dass ich mich erst in diese Situation einfinden muss um bewusste Beobachtungen machen zu können. Nach der Stunde sprach der Lehrer kurz mit uns über den Verlauf des Unterrichts. Dies überraschte mich sehr positiv, weil ich mir zuvor nicht sicher war in wie weit die Lehrer uns mit einbinden würden. Nach der Stunde versuchte ich im Lehrerzimmer die ausgesuchten Lehrer zu finden und sie für den nächsten Tag zu fragen, ob ich sie begleiten dürfte. Auch hier bekam ich nur positive Rückmeldungen. Der erste Tag verlief dem nach ohne jegliche Komplikationen. Ich war positiv beeindruckt von der Offenheit und Freundlichkeit der Lehrer und war neugierig auf die kommenden Wochen. Doch ein wenig Unsicherheit blieb. Ich wusste, dass ich selbstständig Lehrer finden musste, die mich mit in ihren Unterricht nehmen würden und mit denen ich mich gut verstehen würde. Also müsste ich wahrscheinlich willkürlich einige Lehrer ansprechen um dies herauszufinden. Ich konnte nur darauf hoffen, dass ich geeignete Lehrer finden werde. Doch der erste Eindruck vom Kollegium war sehr positiv. Sie zeigten sich interessiert und offen gegenüber den Praktikanten. Somit nahm ich die Herausforderung gerne an. Ich glaubte daran, dass ich in den nächsten Wochen Lehrer finden werde, die ich regelmäßig begleiten und vielleicht einige Stunden übernehmen kann. Meine Erwartung wie ich wohl auf die Kinder wirken werde stieg jedoch weiter an durch das Aufhalten in der Schule. Auch darauf war ich neugierig und gespannt und freute mich trotz des frühen Aufstehens auf den nächsten Tag.

4. Phasen des Praktikums

Im nächsten Abschnitt werde ich versuchen mein Praktikum in einzelnen Phasen zu beschreiben. Dieser Teil soll die Entwicklung meines Praktikums widerspiegeln und Veränderungen innerhalb der fünf Wochen verdeutlichen. Die Wochenangaben der Phasen sind nicht als strikte Zeiteinteilung anzusehen, sondern geben eine grobe Orientierung. Die einzelnen Phasen gingen meiner Meinung nach fließend in einander über und waren nicht genau zu erkennen. Jedoch ist es möglich das Praktikum in die drei Phasen Orientierung, Verengung und Schwerpunktsetzung zu gliedern.

4.1 Die Orientierungsphase

Als Orientierungsphase würde ich den Zeitraum von der ersten Woche bis Mitte der zweiten Woche bezeichnen. In dieser Phase versuchte ich in möglichst vielen verschiedenen Klassen bei verschiedenen Fachlehrern zu hospitieren. Ich beschränkte mich noch nicht auf meine eigenen Fächer, denn ich hatte die Anregung im Kopf, dass das erste Praktika weniger fachspezifisch ablaufen soll. Es dient eher dazu sich in pädagogischer Hinsicht zu orientieren. Somit wollte ich mir in der ersten Phase, in der es noch weniger um das Halten der eigenen Stunde ging, einen Einblick in viele verschiedene Unterrichtsmethoden und einen Überblick der verschiedenen Lehrpersonen verschaffen. Ich hielt mich in der Orientierungsphase hauptsächlich im oberen Gebäude auf. Dies war auf den Rundgang am ersten Tag zurückzuführen, der ausschließlich im oberen Teil der Schule abgelaufen war. Somit besuchte ich ausschließlich die Klassen 7 bis 13. Jedoch suchte ich mir mit Hilfe des Stundenplans ein paar Lehrer mit meinen Fächern aus der Förderstufe. Ich überlegte mir, während ich den Unterricht von höheren Klassen beobachtete, dass ich unbedingt den Unterricht in den unteren Klassen ebenfalls miterleben will. Ich dachte, dass ich mich in den unteren Klassen sicherer vor den Schülern fühlen würde. Von den jüngeren Schülern würde ich wahrscheinlich eher als Autoritätsperson angesehen werden, als von Schülern der älteren Jahrgänge, die nur ein paar Jahre jünger waren als ich. In der ersten Woche habe ich zudem bereits einen außerschulischen Lernort miterleben dürfen. Mit drei weiteren Kommilitonen begleitete ich eine siebte Klasse zu den Klassenfindungstagen. In diesem Teil des Berichts will ich noch nicht genauer darauf eingehen, da ich die Klassenfindungstage in Punkt zehn „Was Schule sonst noch ist“ als Thema bearbeiten werde. In der Orientierungsphase war fungierte ich ausschließlich als Beobachter des Unterrichtsgeschehens. Beim Hospitieren bemerkte ich aber, dass ich in den kommenden Wochen gerne selber Unterricht halten würde, um tatsächlich den Perspektivwechsel zu erreichen. Denn das Beobachten ließ mich noch nicht in die Lehrerrolle schlüpfen. Ich fühlte mich zwar nicht als Schüler, aber auch nicht als Lehrer. Dies wollte ich in den kommenden Wochen unbedingt ändern. Die Lehrer waren mir gegenüber von Beginn an sehr zugewandt und besprachen mit mir nach der hospitierten Stunde den Unterricht. Sie gaben eine fachliche Einordnung des behandelten Themas, sprachen über Probleme, die während des Unterrichts auftraten, über allgemeine Probleme oder Vorzüge der Klasse und weitere interessante Aspekte. Jedoch war auch zu erkennen, dass eine breit gefächerte Methodenvielfalt im geregelten Schulalltag nur schwer zu erreichen ist. Die Lehrer erklärten mir die Indifferenz zwischen dem Stoff des vorgegebenen Lehrplans und dem Einsatz von pädagogischen wertvollen Methoden. Sie bemängelten, dass die Zeit leider sehr knapp bemessen ist. Einige gute Methoden, die zwar Abwechslung in den Schulalltag bringen würden und wahrscheinlich die Schüler ansprechen, sind oft zu zeitintensiv. Diese Probleme verunsicherten mich etwas und zeigten mir die Schwierigkeiten im Lehrerberuf. Die Lehrer vermittelten mir trotzdem viel Freude an ihrem Beruf und an dem Umgang mit den Schülern. Mein allgemeiner Eindruck der Schüler war in der Orientierungsphase sehr positiv. Die meisten Klassen, die ich beobachtete, waren ruhig und diszipliniert. Sie folgten vorwiegend dem Unterricht und beteiligten sich mit guten Beiträgen am Unterrichtsgeschehen. Die Unterschiede der Altersklassen und der einzelnen Schularten waren jedoch bereits in den ersten Wochen zu erkennen. Die Klassen acht und neun zeigten oft altersgemäßes Verhalten, indem sie stark mit sich selbst und weniger mit den Unterrichtsthemen beschäftigt waren. Die Unterschiede der einzelnen Schularten fielen mir besonders im Sportunterricht auf. Haupt- und Realschüler waren viel schwerer zur Bewegung zu motivieren und unselbstständiger als die Gymnasiasten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Mein Praktikum an einer Kooperativen Gesamtschule
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Schulpädagogik)
Veranstaltung
Schulpraktische Studien 1
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V88691
ISBN (eBook)
9783638049900
Dateigröße
729 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mein, Praktikum, Kooperativen, Gesamtschule, Schulpraktische, Studien
Arbeit zitieren
Lena Weinert (Autor), 2007, Mein Praktikum an einer Kooperativen Gesamtschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88691

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