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Peisistratos von Athen und seine Wege zur Machtergreifung als Tyrann

Title: Peisistratos von Athen und seine Wege zur Machtergreifung als Tyrann

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Behrens (Author)

World History - Early and Ancient History
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Gegen Ende des siebten Jahrhunderts vor Christus lassen sich die Anfänge der tyrannischen Herrschaft datieren. Die Gründe für eine Tyrannis liegen im Allgemein in der Stasis innerhalb der Aristokratie. Eine solche Auseinandersetzung endet unter bestimmten Bedingungen darin, dass sich ein Einzelner aus der Oberschicht gegen seine Gegnerschaft durchsetzt und eine Alleinherrschaft bildet.
In der folgenden Arbeit sollen Peisistratos von Athen und seine Wege zur Machtergreifung als Tyrann aufgezeigt werden. Peisistratos bietet sich für diese Arbeit an, weil er drei verschiedene Versuche braucht und erst im dritten die Macht ganz und gar an sich reißen kann. Welche Mittel benötigt Peisistratos also, um endgültig Tyrann in Athen zu werden und zu bleiben? Welche Tricks wendet er an? Warum gelingt es ihm zweimal an die Macht zu kommen, selbige aber schnell wieder zu verlieren? Sehr viel interessanter ist noch die Frage, ob Peisistratos weiter versucht hat, wie Solon, den Polisgedanken und die Gemeinschaft in gewissem Maße zu fördern. Kann man die attische Tyrannis auf langfristige Sicht als Helfer für die spätere Demokratie betrachten?
Peisistratos wird um 600 v. Chr. wahrscheinlich in Brauron als Sohn eines Adelsgeschlechts geboren. Über seine Jugendzeit sind keine Aufzeichnungen erhalten. Erst um 560 v. Chr. taucht Peisistratos wieder auf. Nämlich als griechischer Heerführer. Er feiert große militärische Erfolge. Peisistratos erobert unter anderem den Hafen von Megara und Nisaia. Als Befehlshaber im Feldzug gegen die Megarer und durch andere „große Taten“ erwirbt er beträchtlichen Ruhm und allgemeines Ansehen.
Diese militärischen Erfolge möchte er auch in politische umwandeln und Herrscher von Athen werden. Doch dies bedarf einiger Grundvoraussetzungen, die im folgenden Teil geklärt werden sollen. Die Tyrannis des Peisistratos wird jedenfalls der entscheidende Wendepunkt in der Geschichte der athenischen Elite sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundvoraussetzungen

3. Die Machtergreifungen von Peisistratos

3.1. Die erste Tyrannis

3.2. Die zweite Tyrannis

3.3. Das Handeln Peisistratos’ zwischen zweiter und dritter Tyrannis

3.4. Die dritte Tyrannis

4. Die Mittel der Aufrechterhaltung

4.1. Die Folgen für den Adel

4.2. Die Folgen für die Bauern

4.3. Die Folgen für die besitzlose Stadtbevölkerung

5. Die Persönlichkeit des Peisistratos

6. Die Beziehung Peisistratos’ zur Polis Athen

7. Die Religion

8. Die Außenpolitik Peisistratos’

9. Die Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Aufstieg und die Herrschaft des Peisistratos in Athen sowie die Mechanismen, die ihm die Macht sicherten. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern seine tyrannische Herrschaft trotz ihrer autokratischen Natur als Wegbereiter für die spätere athenische Demokratie betrachtet werden kann.

  • Die drei Etappen der Machtergreifung des Peisistratos
  • Methoden der Herrschaftssicherung und Entmachtung des Adels
  • Die ökonomischen und sozialen Auswirkungen auf unterschiedliche Bevölkerungsschichten
  • Instrumentalisierung von Religion und Außenpolitik zur Legitimation der Macht

Auszug aus dem Buch

3.4. Die dritte Tyrannis

Zehn Jahre nach seinem zweiten Sturz hat Peisistratos so viele Verbündete und Truppen um sich geschart, dass er mit einem weiteren Versuch, die Alleinherrschaft an sich zu reißen, beginnen kann. 546/5 v. Chr. setzt er nach der gegenüberliegenden attischen Küste über. Es geschieht zum ersten Male, dass ein machtgieriger Mann von auswärtigem Gebiete her durch einen regelrechten vornehmlich mit fremden Streitkräften und mit fremder Hilfe geführten Feldzug die Herrschaft über seine Vaterstadt zu gewinnen sucht. Er landet an der Strandebene von Marathon. Aus den nahen Berggebieten kommen ihm Lygdamis, Hegesistratos und alte Anhänger von seinen gescheiterten Tyranneien zu Hilfe. Mit einer riesigen Truppenansammlung zieht Peisistratos also nun Richtung Athen. Die Athener erkennen den Ernst der Lage angeblich erst jetzt. Auf halbem Wege, beim Heiligtum der Athena von Pallene treffen die feindlichen Truppen aufeinander. Peisistratos holt durch seine Überlegenheit den Sieg und schlägt die attischen Streitkräfte in die Flucht. Seine Söhne reiten voraus, sichern den Einwohnern eine friedliche Übernahme zu, beruhigen die zurückflutenden Mannschaften und verhindern so eine nochmalige Ansammlung von Gegnern. Die Verteidiger geben die Stadt kampflos auf. Peisistratos besetzt die Burg und wird so zum dritten Male Herrscher von Athen und bleibt es auch bis zu seinem Tod 528/7 v. Chr. Seine Herrschaft gilt in der Forschung allgemein als Friedenszeit für Athen, in der unter dem Schirm eines persönlichen Regimentes das Wirtschaftsleben wächst, Kulte und religiöse Feste an identitätsstiftender Funktion für die Polis gewinnt und die Voraussetzungen für eine Konsolidierung der staatlichen Ordnung Athens Ende des 6. Jahrhunderts geschaffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der historischen Rahmenbedingungen der Tyrannis und der Zielsetzung der Arbeit.

2. Grundvoraussetzungen: Analyse der sozialen Spannungen und gescheiterten Reformversuche vor der Herrschaft des Peisistratos.

3. Die Machtergreifungen von Peisistratos: Untersuchung der drei Anläufe zur Machtübernahme, von den ersten gescheiterten Versuchen bis zur stabilen dritten Tyrannis.

4. Die Mittel der Aufrechterhaltung: Analyse der politischen und ökonomischen Maßnahmen wie Entwaffnung und Besteuerung zur Sicherung der Alleinherrschaft.

5. Die Persönlichkeit des Peisistratos: Betrachtung des Charakters und der Darstellung des Tyrannen in der antiken Überlieferung.

6. Die Beziehung Peisistratos’ zur Polis Athen: Diskussion der Interaktion zwischen dem autokratischen Herrscher und den bestehenden Strukturen der athenischen Polis.

7. Die Religion: Untersuchung der Instrumentalisierung von Kulten und Festen zur Legitimierung der Macht.

8. Die Außenpolitik Peisistratos’: Erörterung der kolonialen Bestrebungen und der privaten Machtprojektion außerhalb Attikas.

9. Die Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen zur Rolle des Peisistratos als Wegbereiter der Demokratie.

Schlüsselwörter

Peisistratos, Athen, Tyrannis, Machtergreifung, Solon, Polis, athenische Demokratie, Stasis, Aristokratie, Athena, Bodensteuer, Söldnerheer, Antike, Herrschaftslegitimation, griechische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Aufstieg, die Herrschaftsmethoden und die Auswirkungen der Tyrannis des Peisistratos auf das antike Athen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Prozess der Machtgewinnung, die innenpolitische Entmachtung des Adels, die ökonomische Situation der Bauern und die Nutzung von Religion und Außenpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie Peisistratos seine Herrschaft festigen konnte und ob sein Regiment langfristig zur Stabilisierung des Polis-Gedankens beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung antiker Quellen (u.a. Herodot, Aristoteles) sowie einer Analyse der modernen Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Aufarbeitung der Machtübernahmen sowie thematische Analysen zu den Herrschaftsinstrumenten, der Persönlichkeit des Tyrannen und seinem Verhältnis zur Polis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Peisistratos, Tyrannis, Athen, Polis, Demokratisierung, Herrschaftslegitimation und soziale Umbrüche in der archaischen Zeit.

Warum brauchte Peisistratos drei Anläufe für seine Herrschaft?

Die ersten beiden Versuche scheiterten am Widerstand des Adels und an einer mangelnden Konsolidierung der Machtbasis, während der dritte Versuch durch finanzielle Mittel und Söldnertruppen militärisch abgesichert war.

Welche Rolle spielte die Religion bei seiner Herrschaft?

Peisistratos nutzte religiöse Inszenierungen wie die Athena-Verehrung und die Förderung der Panathenäen, um seine Herrschaft zu legitimieren und eine Identifikation des Volkes mit der Polis zu erzeugen.

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Details

Title
Peisistratos von Athen und seine Wege zur Machtergreifung als Tyrann
College
Technical University of Chemnitz
Grade
2,0
Author
Michael Behrens (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V88818
ISBN (eBook)
9783638071307
Language
German
Tags
Peisistratos
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Behrens (Author), 2006, Peisistratos von Athen und seine Wege zur Machtergreifung als Tyrann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88818
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