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Organisationsstrukturen im interkulturellen Vergleich anhand der Fünf-Dimensionen-Theorie von Geert Hofstede

Title: Organisationsstrukturen im interkulturellen Vergleich anhand der Fünf-Dimensionen-Theorie von Geert Hofstede

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: René Klug (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Strukturen von Organisationen sind in der Wissenschaft – dabei hauptsächlich von Wirtschaftswissenschaftlern und (Organisations-)Soziologen – vielfach erforscht und analysiert worden. Eine Vielzahl der damit verbundenen Untersuchungen und Studien war allerdings stets auf die Unternehmenskulturen in einzelnen Ländern bzw. Nationen beschränkt. Hierbei entstanden im Laufe des 20. Jahrhunderts eine Reihe theoretischer Ansätze, die Organisationen jeweils unterschiedlich deuteten und unter einem ganz bestimmten Blickwinkel betrachteten; zu nennen wären hier beispielsweise der Ansatz der Mikropolitik, der nach dem Modell des Homo oeconomicus ausgerichtete Rational-Choice-Ansatz, der Situative Ansatz, der von Anthony Giddens formulierte Ansatz der Strukturation, der (Neo-)Institutionalismus sowie der aktuell recht populäre Systemtheoretische Ansatz nach Niklas Luhmann.

Im Gegensatz zu diesen genannten Organisationstheorien, die letztlich grundlegend auf der Untersuchung und Herausstellung von Gemeinsamkeiten bestimmter Organisationen basieren, war und ist es das Ziel Geert Hofstedes, die Unterschiede zwischen Organisationen (bzw. anhand einer Organisation – dem IBM-Konzern) herauszuarbeiten, um dadurch in einem nächsten Schritt die kulturellen Unterschiede sowohl zwischen Organisationen als auch zwischen Nationen darzustellen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GEERT HOFSTEDE – EINE KURZE BIOGRAPHISCHE NOTIZ

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: HOFSTEDES VERSTÄNDNIS VON KULTUR

4. DIE KULTURTHEORIE NACH HOFSTEDE – FÜNF DIMENSIONEN ZUR CHARAKTERISIERUNG KULTURELLER UNTERSCHIEDE

4.1. MACHTDISTANZ

4.2. INDIVIDUALISMUS UND KOLLEKTIVISMUS

4.3. MASKULINITÄT UND FEMINITÄT

4.4. UNSICHERHEITSVERMEIDUNG

4.5. LANG- UND KURZZEITORIENTIERUNG

5. KRITIK AN HOFSTEDES KULTURTHEORIE

6. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Modell der "Fünf-Dimensionen-Theorie" von Geert Hofstede, um dessen Beitrag zur Analyse interkultureller Unterschiede zwischen Organisationen und Nationen darzustellen und kritisch zu hinterfragen.

  • Biografischer Hintergrund und wissenschaftlicher Einfluss von Geert Hofstede
  • Theoretisches Kulturverständnis als "mentale Programmierung"
  • Detaillierte Analyse der fünf Kulturdimensionen (Machtdistanz, Individualismus/Kollektivismus, Maskulinität/Feminität, Unsicherheitsvermeidung, Zeit-Orientierung)
  • Methodische und inhaltliche Kritik am Forschungsmodell von Hofstede
  • Diskussion der praktischen Anwendbarkeit und Zukunftsperspektiven

Auszug aus dem Buch

4.1. Machtdistanz

Die erste vorgestellte Dimension der Machtdistanz ist nach Hofstede definiert als „das Ausmaß, bis zu welchem die weniger mächtigen Mitglieder von Institutionen bzw. Organisationen eines Landes erwarten und akzeptieren, dass Macht ungleich verteilt ist.“

Hofstede erstellt anhand dreier Fragen im Rahmen der IBM-Studie sowie diverser Wiederholungsstudien und Schätzungen von Sachkundigen einen Machtdistanzindex (MDI) für 74 Länder und Regionen. Betrachtet man die Positionen der einzelnen Länder in diesem Index, so lässt sich feststellen, dass die meisten asiatischen, osteuropäischen, lateinischen, arabisch sprechenden sowie afrikanischen Länder hohe Machtdistanzwerte aufweisen. Deutsch sprechende sowie nordische Länder, ebenso die USA und Großbritannien (dazu auch Teile des früheren Britischen Reiches) erreichen dabei entsprechend niedrige Werte. Doch was bedeutet dies nun konkret? In Bezug auf Organisationsstrukturen lässt sich sagen, dass die Mitarbeiter von Firmen in Ländern mit hohen Punktwerten einen eher autokratischen bzw. patriarchalen Führungsstil (hohe Abhängigkeit vom Vorgesetzten) bevorzugen, während in Ländern mit niedrigeren Punktwerten ein konsultativer Stil (geringe Abhängigkeit vom Vorgesetzten) bevorzugt wird, welcher den Mitarbeitern also Mitwirkungsmöglichkeiten bei Entscheidungen einräumt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, das Modell Hofstedes grundlegend zu erläutern und wissenschaftlich kritisch zu würdigen.

2. GEERT HOFSTEDE – EINE KURZE BIOGRAPHISCHE NOTIZ: Ein kurzer Abriss über das Leben und den Werdegang des Sozialpsychologen sowie seine Tätigkeit beim IBM-Konzern.

3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: HOFSTEDES VERSTÄNDNIS VON KULTUR: Erläuterung des Kernbegriffs der "mentalen Programmierung" und der Abgrenzung von individueller Persönlichkeit und menschlicher Natur.

4. DIE KULTURTHEORIE NACH HOFSTEDE – FÜNF DIMENSIONEN ZUR CHARAKTERISIERUNG KULTURELLER UNTERSCHIEDE: Detaillierte Beschreibung der fünf Dimensionen, die aus der umfangreichen IBM-Studie sowie späteren Ergänzungen durch Michael Bond hervorgegangen sind.

5. KRITIK AN HOFSTEDES KULTURTHEORIE: Methodische und inhaltliche Auseinandersetzung mit den Schwachstellen der Studie sowie die Reaktion Hofstedes auf diese Kritikpunkte.

6. RESÜMEE: Zusammenfassende Bewertung des wissenschaftlichen Einflusses von Geert Hofstede und Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der interkulturellen Studien.

Schlüsselwörter

Geert Hofstede, Kulturtheorie, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Maskulinität, Feminität, Unsicherheitsvermeidung, Langzeitorientierung, Organisationssoziologie, interkulturelle Forschung, IBM-Studie, Kulturrelativismus, mentale Programmierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Organisationsstrukturen im interkulturellen Vergleich, basierend auf der wissenschaftlichen Arbeit von Geert Hofstede.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Definition von Kultur, die fünf Dimensionen zur Charakterisierung kultureller Unterschiede sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Hofstedes Forschungsmethodik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Modell Hofstedes anschaulich darzustellen und zu klären, ob die Popularität seiner Forschungsergebnisse wissenschaftlich gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet Hofstede?

Hofstede nutzte primär groß angelegte quantitative Fragebogenstudien unter IBM-Mitarbeitern in zahlreichen Ländern, die später durch den "Chinese Value Survey" ergänzt wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kulturbegriffs, die Vorstellung der fünf Dimensionen und die kritische Analyse des Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kulturdimensionen, Organisationskultur, interkulturelles Management und die "mentale Programmierung" definieren.

Wie unterscheidet Hofstede die "mentale Programmierung" von der menschlichen Natur?

Während die menschliche Natur das ist, was allen Menschen gemeinsam ist, ist Kultur erlernt und dient dazu, Gruppen von Menschen voneinander zu unterscheiden.

Wie reagiert Hofstede auf die Kritik an seinem Modell?

Hofstede setzt sich aktiv mit der Kritik auseinander, verteidigt sein Modell jedoch als notwendiges Werkzeug, da es keine besseren Alternativen zur Erfassung nationaler Kulturunterschiede gebe.

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Details

Title
Organisationsstrukturen im interkulturellen Vergleich anhand der Fünf-Dimensionen-Theorie von Geert Hofstede
College
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaft)
Course
Einführung in die Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationssoziologie
Grade
1,0
Author
René Klug (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V88828
ISBN (eBook)
9783638032315
Language
German
Tags
Geert Hofstede Organisationsstrukturen Fünf-Dimensionen-Theorie Interkultureller Vergleich Kulturtheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
René Klug (Author), 2007, Organisationsstrukturen im interkulturellen Vergleich anhand der Fünf-Dimensionen-Theorie von Geert Hofstede, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88828
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