Musikhören. Präferenzen und Hörverhalten im digitalen Zeitalter


Hausarbeit, 2019

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Hörverhalten

2. Musikalische Präferenzen

3. Korrelation zwischen Präferenz und Hörverhalten
3.1 Präferenzen und Hörverhalten
3.2 Präferenz, Hörertypen und Soziale Herkunft

4. Hörverhalten im Musikunterricht
4.1 Veränderte Hörgewohnheiten im Zeitalter digitaler Medien
4.2 Didaktischer Umgang
4.3 Hörverhalten im Musikunterricht

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Musik ist vielseitig einsetzbar und begleitet den Menschen seit Urzeiten in verschiedenen sozialen Kontexten“ (Merriam 1992, in: Huber 2018, S. 146). Musik ist demnach schon immer ein essenzieller Bestandteil des Lebens vieler Menschen. Die Rezeption von Musik stand schon immer unter vielen verschiedenen Einflüssen und daher fanden in diesem Feld große Veränderungen durch die Geschichte hinweg statt. Diese Veränderungen haben wiederum Einflüsse auf die musikalischen Präferenzen der Hörenden.

Durch das digitale Zeitalter, in dem wir aktuell leben, haben sich Neuerungen des Hörverhaltens ergeben. Musik ist nun von einer Omnipräsenz geprägt. Egal wo wir uns befinden erklingt Musik und für die meisten Menschen ist, durch die Verbreitung des Smartphones, Musik überall problemlos zugänglich. Dieser Omnipräsenz von Musik muss im schulischen Musikunterricht Rechnung getragen werden. Durchaus auch im Sinne einer offen-kritischen Betrachtung. Es stellen sich also folgende Fragen: Wie hat sich der Zugang und die Haltung der HörerInnen zur Musik im digitalen Zeitalter verändert? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Präferenzen und Hörertypen?

In dieser Arbeit werden wir versuchen, diese Fragen anzugehen und gleichzeitig zu klären welche Chancen der Musikunterricht in der Sekundarstufe I bieten kann. Hierfür werden wir zunächst das Hörverhalten von Personen, mit Hilfe der Ansätze von Herrmann Rauhe, erklären. Im nächsten Kapitel wird darauf eingegangen, wie sich musikalische Präferenzen und die Erforschung dieser zusammensetzen. Im Anschluss werden wir klären, inwiefern das Hörverhalten und die Präferenzen von Hörenden in Zusammenhang stehen. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf die soziale Herkunft der Hörenden gelegt. Zuletzt werden in dieser Arbeit die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die Musikhörenden und deren Präferenzen diskutiert. An dieser Stelle wird die heutige Rolle des Musikunterrichts in Betracht gezogen, sowie die aktuelle Situation, die sich daraus für Musiklehrkräfte ergibt.

1. Hörverhalten

„Wir wissen, wie schwer Selbsterkenntnis ist, und sich selbst beim Hören zu beobachten ist so ungewohnt, wie sich beim Denken zu beobachten. Normalerweise bin ich auf das, was, zu hören ist fokussiert: der Mensch, der spricht oder singt, das Instrument, das gespielt wird, der Hahn, der kräht, oder der Wind, der durch die Bäume weht. Was wollen sie mir sagen? Aber was mache ich eigentlich während ich höre?“ (Brass 2018, S. 23)

Durch dieses Zitat von Reinhilde Brass wird deutlich, wie schwierig es ist, über Hören zu sprechen. Das Hörerverhalten ist ein großes Themengebiet, welchem sich schon zahlreiche Wissenschaftler gewidmet haben. Unter ihnen sind Wissenschaftler wie Herrmann Rauhe, Theodor Adorno und Michael Alt.

In dieser Arbeit werden wir uns auf die Ausführungen des Musikwissenschaftlers Herrmann Rauhe zum Thema der Verhaltensweisen der Musikhörer konzentrieren. Auch Rauhe führt an, dass Hören etwas sehr komplexes und vielseitiges sei (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 159) und verbindet die Rezeption immer mit dem Verstehen des Gehörten. Bei Rauhe wird deshalb zwischen Rezeptionskategorien und Verstehenskategorien unterschieden (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 167). Wobei die Entwicklung von Verstehenskategorien besonders schwierig ist, weil „der Hörvorgang in gewisser Hinsicht bereits einen Verstehensprozess impliziert“ (Rauhe et al. 1975, S. 161).

Herrmann Rauhe unterteilteilt das Hören in unbewusstes und bewusstes Hören (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 167). Das unbewusste Hören entwickelte sich stark durch die massenmediale Nutzung von Musik, welche 90% des Schallplatten-Absatzes generiert (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 163). Das unbewusste Hören wiederrum ist unterteilt in die „zerstreute Rezeption“, die „motorisch-reflektorische (oder motorisch-reflexive) Rezeption“ und die „assoziativ-emotionale Rezeptionsweise“ (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 138). Die zerstreute Rezeption ist geprägt durch unaufdringliche Musik und wird durch Situationen, wie z.B. den Besuch eines Einkaufszentrums, begünstigt (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 138). Die Musik wird hier unstrukturiert und unverarbeitet wahrgenommen (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 138). Die motorisch-reflexive Rezeption zeigt sich im unwillkürlichen Ansprechen auf den Rhythmus der Musik, z.B. durch Mitwippen des Hörers (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 138). „Die assoziativ-emotionale Rezeptionsweise wird durch eine Omnipräsenz massenmedial verbreiteter Musik und ihre sozialisierende Wirkung auf das Hörverhalten allgemein und durch bestimmte soziale wie situative Kontexte […] speziell gefördert“ (Rauhe et al. 1975, S. 138). Hier kommt es zu Verknüpfungen bzw. Assoziationen, die unbewusst und automatisch beim Hörer ablaufen und Erfahrungen, Erlebnisse, Erinnerungen und Gefühle beinhalten (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 138). Alle unbewussten Rezeptionsweisen stehen mit rudimentärem Verstehen in Zusammenhang (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 167).

Das bewusste Hören ist gegliedert in die „empathische Rezeption“, die „strukturelle Rezeption“ und die „subjektorientierte Rezeption“ (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 167). Es bestehen Gemeinsamkeiten bei der empathischen und der assoziativ-emotionalen Rezeption (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 16). „Ihr entscheidender Unterschied besteht darin, daß sich der Hörer bei der empathischen Rezeption bewußt einer bestimmten Musik hingibt, sich von ihr einstimmen läßt, sich einfühlend in sie hineinversetzt, um sie intuitiv erleben zu können“ (Rauhe et al. 1975, S. 139). Bei der strukturellen Rezeption denkt der Hörerende mit und reflektiert währenddessen über die musikalische Struktur des Gehörten (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 140). Die subjektorientierte Rezeption dreht sich um die Selbsterkenntnis des Hörenden (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 140). So ist also der Hörende das Subjekt. „Das gehörte Objekt wird also zum rezeptiven Erkenntnisinstrument (zum reflektierenden „Spiegel“) des sich selbst „betrachtenden“ Wahrnehmungssubjekts“ (Rauhe et al. 1975, S. 141). Die Verstehenskategorien des bewussten Hörens sind nun komplexer gestaltet. Jede bewusste Rezeptionsweise hat eine eindimensionale Verstehenskategorie, welche direkt zugeordnet wird. Diese sind demnach „empathisches Verstehen“, „strukturelles Verstehen“ und „subjektorientiertes Verstehen“ (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 167). Darauf folgen mehrdimensionale Verstehenskategorien, die nicht mehr nur in einer Richtung verlaufen, sondern auf einer Wechselseitigkeit von Subjekt und Objekt beruhen (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 165). Diese mehrdimensionalen Verstehenskategorien sind „kommunikatives Verstehen“, bei welchem die Musik eine „spezifisches Kommunikationsphänomen“ ist, „interaktives Verstehen“, welches einen sozialen Kontext darstellt und „handlungsbezogenes Verstehen“, welches einer bestimmten Intention folgt (vgl. Rauhe et al. 1975, S. 165 ff.). Es wird deutlich, dass Musikhören ein tiefer, komplexer Prozess ist.

2. Musikalische Präferenzen

Auch bei den Musikpräferenzen handelt es sich um ein viel erforschtes Feld. Die Musikpräferenzen finden ihre Verortung in der Musikpsychologie und der Musiksoziologie (vgl. Behne 1997, Sp.998, in: Sakai 2012, S. 85). Behne definiert die Musikpräferenzen als ‚musikalische Urteilsbildung‘ und unterteilt diese in die Bereiche der individuellen Urteile in einer gegeben Situation, die persönlichen und habituellen Beurteilungsmuster sowie die gesamtgesellschaftlichen oder die teilkulturellen Phänomene (vgl. Behne 1997, Sp.998, in: Sakai 2012, S. 86). Hargreaves hingegen versteht unter Musikpräferenzen die „individuelle Zuneigung zu einem Musikstück im Vergleich zu mindestens einem anderen Musikstück zu einem bestimmten Zeitpunkt“ (vgl. Hargreaves/North/Tarrant 2006, S. 135; Hargreaves 1986, S. 132 f. u. 184 f., in: Sakai 2012, S. 86). Hier wird auch bestimmt, dass ein Unterschied zwischen Musikpräferenzen und Musikgeschmack besteht, da der Musikgeschmack aus einem Muster von Musikpräferenzen über einen längeren Zeitraum gebildet wird (vgl. Hargreaves/North/Tarrant 2006, S. 135 in: Sakai 2012; Hargreaves 1986, S. 132 f. u. 184 f., in: Sakai 2012, S. 86). „Behne unterscheidet weiter zwischen »verbalen« und »klingenden« Musikpräferenzen“ (Behne 1986, S. 26; Behne 1997, Sp. 999, in: Sakai 2012, S. 87). Die verbalen Musikpräferenzen sind die Vorlieben für einen bestimmen Stil oder ein Genre, welche sprachlich kategorisiert sind. Die klingenden Musikpräferenzen sind die ‚Vorlieben für konkrete Klangbeispiele‘ (vgl. Behne 1986, S. 26; Behne 1997, Sp. 999, in: Sakai 2012, S. 87).

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die musikalischen Präferenzen und somit auch den Geschmack. Darunter sind die Faktoren Bildung, Mileau, Alter, Generation, Beruf, Geschlecht und Kulturkreise (vgl. Fischinger 2011, S. 234). So sind Kinder in der Grundschulzeit oft von den musikalischen Präferenzen der Eltern geprägt. Danach kommen weitere Faktoren für die Kinder hinzu, wie zum Beispiel Peers, Schule und der Medienzugang (vgl. Kloppenburg 2005, S. 366, in: Sakai 2012, S. 87). Hier lässt sich auch eine zunehmende Präferenz für Popmusikstücke der Kinder erkennen, während gleichzeitig die Präferenzen für Genres, die nicht der Popmusik entsprechen, wie zum Beispiel klassische Musik, abnimmt (vgl. Sakai 2012, S. 94). Weiter geht aus Studien, die dieses Verhalten erforscht haben, hervor, dass eine auf die soziale Kategorie gender bezogene Interpretation der Ergebnisse, in Bezug auf Musikpräferenzen, beim aktuellen Forschungsstand nicht angebracht sei (vgl. Sakai 2012, S. 94). Wenn ein Kind musikalische Kenntnisse, Ausbildung und Fähigkeiten besitzt wird die ‚Offenohrigkeit‘ (vgl. Sakai 2012, S. 94) gefördert und Musikpräferenzen außerhalb der Popmusik werden begünstigt (vgl. Sakai 2012, S. 95). Bei Heranwachsenden lassen sich Zusammenhänge von Persönlichkeitsmerkmalen, Selbstbildern und dem Musikgeschmack erkennen (vgl. Sakai 2012, S. 97). Dadurch entsteht das Konzept der „Musikalischen Identität(en)“ (Sakai 2012, S. 97). Die Ursachen der Präferenzen liegen oft in der Funktion, welche die Musik erfüllen kann, so Behne. „Wenn Musik ausschließlich Erholungsfunktion hat, ist der Bereich der musikalischen Vorlieben zwangsläufig relativ beschränkt“ (Behne 1986, S. 19).

Um über verschiedene musikalische Präferenzen sprechen zu können, sind „Referenzsysteme“ wichtig (vgl. Sakai 2012, S. 98 f.). „Die musikalischen Informationen, wie zum Beispiel Genre und Stil, die sich in Phrasen, Zitaten und idiomatischen Mustern artikulieren, können unter anderem über genrespezifische und kulturspezifische Referenzsysteme definiert sein“ (Sakai 2012, S. 99). Diese Musikreferenzsysteme sind beeinflusst von kulturellem Wandel, Genres und Stile sind dadurch geprägt von außermusikalischen Einflüssen, oft ausgehend von Massenmedien (vgl. Sakai 2012, S. 99). Daraus entwickelt sich, dass „prototypische Eigenschaften eines Musikstücks leichter und schneller aufgefasst werden können als komplexe musikalische Abläufe“ (vgl. Sakai 2012, S. 100).

Musikalische Präferenzen von Personen sind weiter geprägt von Situationen und Kontexten und oft ist die An- oder Abwesenheit Anderer ausschlaggebend (vgl. Sakai 2012, S. 100). „Die Gruppensituation kann beim Musikhörer bereits vor dem Hören der Musik ein erhöhtes Erregungsniveau bewirken, Konformitätsreaktionen und Prestigereaktionen auslösen, welche die momentane Präferenzreaktion beeinflussen“ (Sakai 2012, S. 100 f.).

Das Hauptaugenmerkt der Musikpräferenz bezieht sich immer auf die Rezeption und demnach auf den Hörer (vgl. Sakai 2012, S. 87). Typologien verbaler und klingender Musikpräferenzen können anhand sogenannter Clusteranalysen mit polarisierenden Parametern ermittelt werden (vgl. Behne 1986, S. 29).

3. Korrelation zwischen Präferenz und Hörverhalten

Nachdem nun feststeht was Präferenzen sind und wodurch sie bedingt und beeinflusst werden, wird es in diesem Kapitel darum gehen herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen Präferenzen und verschiedenen Hörertypen gibt. Es geht darum, Musikhören und die dabei oft unbewusst ablaufende Prozesse zu verstehen, die zu einem bestimmten Hörverhalten führen und dadurch einem bestimmten Hörertyp zugeordnet werden können.

Das heißt Präferenzen und Hörertypen sind durch das Hörverhalten miteinander verbunden.

3.1 Präferenzen und Hörverhalten

Um zu verstehen wie Präferenzen und Hörertypen zusammenhängen, ist es wichtig das Bindeglied, also das Hörverhalten zu verstehen. Um Musik bewusst wahrnehmen zu können, braucht es das Verstehen von Musik: „[…] Verstehen fängt an, wenn das Kind die Fähigkeit entwickelt zu unterscheiden“ (Rauhe 1975, S. 180). Wenn Kinder die festgestellten Unterschiede von Musik in Zusammenhang und in Beziehung setzten können, beginnt der Prozess und das Wachstum des Verstehens (vgl. Rauhe 1975, S. 180).

Selbsterfahrung ist demnach ein wichtiger Bestandteil, um Präferenzen zu entwickeln und zu gestalten. Darüber hinaus ist es im weiteren Verlauf wichtig, die Selbsterfahrung zu reflektieren und sich die Wirkung der Präferenz bewusst zu machen (vgl. Rauhe 1975, S. 181). „Dadurch kann ein Hören- und Verstehenlernen von musikalischen Handlungen entstehen […]“ (Rauhe 1975, S. 182).

Essenziell für die Entwicklung persönlicher Präferenzen und den entsprechenden Hörertypen ist die Beziehung zu den jeweiligen Stücken und dem Genre, die durch äußere Umstände mitbestimmt und beeinflusst wird (vgl. Rauhe 1975, S. 206). Eine Präferenz jeglicher Art - ob Popular Musik, Klassische Musik, Jazz etc. - bezieht sich immer auf ein bewusstes Hören, da es ein aktiver Prozess ist. Dennoch kommt es immer individuell auf die Hörsituation an: präferiert eine Person Klassische Musik, kann sie dies bewusst im Konzert tun, im Sinne der subjektorientierten Rezeption, in einem Seminar im Sinne der strukturellen Rezeption oder sich bewusst ein Stück auf CD etc. im Sinne der empathischen Rezeption anhören. Gleichzeitig kann es auch passieren, dass, obwohl eine Präferenz für klassische Stücke besteht, die Person zum unbewussten Hörer Klassischer Musik wird, beispielsweise während dem Einkaufen im Shoppingzentrum. Jugendliche, die in einer Blasmusikkapelle spielen, hören nicht zwangsläufig nur Blasmusik in ihrer Freizeit. Auch Musikstudierende, die sich besonders intensiv mit Musik und ihrem Instrument auseinandersetzten und eine enge Beziehung dazu führen, unterscheiden zwischen Musik die sie gerne in ihrer Freizeit hören, die sie gerne in Konzerten hören und die sie selbst praktizieren. Die Präferenz hängt von der jeweiligen Situation ab, die dann zu einem bestimmtem Hörertyp führt (vgl. Huber 2018, S. 139 ff.).

Demnach können Hörer jeglicher Präferenz alle Hörertypen einnehmen, je nachdem in welcher (Hör-) Situation sie sich befinden.

3.2 Präferenz, Hörertypen und Soziale Herkunft

Hubers macht in seinem Buch deutlich, dass grundsätzlich gesagt werden kann, dass je höher der Bildungsgrad ist, desto mehr Wertschätzung und Offenheit der Vielfältigkeit der Musik gegenüber entgegengebracht wird. Ein reiches kulturelles Erbe, hauptsächlich vermittelt durch das Elternhaus, kann zu einem bewussten Umgang mit Musik führen und dementsprechend auch zu bewussten Hörerfahrungen. Musikhören dient in verschiedenen Milieus zu unterschiedlichen Zwecken: Musik hören, um Langeweile zu vertreiben oder während dem Arbeiten und Lernen ist sehr verbreitet, je niedriger der Bildungsgrad ist. Je höher der Bildungsgrad, desto beliebter ist Musikhören zum Beispiel während dem Sport (vgl. Huber 2018, S. 163f.). Bezüglich der Präferenzforschung lässt sich sagen, dass je höher das kulturelle Erbe ist, desto häufiger wird Klassik als Lieblingsmusik angegeben. Je häufiger Klassik und Jazz und weniger Schlager gehört werden, desto höher ist der Bildungsgrad. Ähnliches zeigt sich beim Musizieren: Sowohl die Häufigkeit des Singens als auch das Spielen eines Instrumentes, hängen mit der Höhe der Schulbildung der Eltern zusammen (vgl. Huber 2018, S.164 f.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Musikhören. Präferenzen und Hörverhalten im digitalen Zeitalter
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V888648
ISBN (eBook)
9783346217646
ISBN (Buch)
9783346217653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musikhören, Hörertypben, Präferenzen
Arbeit zitieren
Anna-Sophia ten Brink (Autor:in), 2019, Musikhören. Präferenzen und Hörverhalten im digitalen Zeitalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888648

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