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Die Psychodynamik einer Mutter in Folge eines frühen Kindstods

Title: Die Psychodynamik einer Mutter in Folge eines frühen Kindstods

Bachelor Thesis , 2015 , 63 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anja Hoffmann (Author)

Social Work
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Das Thema dieser Bachelorarbeit bezieht sich auf Trauer- und Phasenmodelle sowie sozialpädagogische Interventionen. Fragen, zum Beispiel über welchen Zeitraum die Trauer bleibt oder wächst und welche Gefühle die Mutter in ihren einzelnen Rollen als Frau empfindet, sind Bestandteil dieser Abhandlung. Ebenso werden Überlegungen zur Psychodynamik der Mutter bei Tod ihres Kindes angestellt.

Im nachfolgenden Kapitel wird auf die Begriffsdefinitionen von Psychodynamik, Tod und Trauer eingegangen. Um die Untersuchung besser nachvollziehen zu können, werden ethische und biologische Aspekte sowie Meta-Todeskonzepte vorgestellt. Der intra- und interpersonale Aspekt soll eine zentrale Rolle bei der Definition von Trauer spielen. Um einen sozialpädagogischen Handlungsauftrag für die Begleitung der Mutter zu eruieren, werden im dritten Kapitel die Formen des Verlustes untersucht.

Auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Kapitel aufbauend werden im nächsten Schritt im vierten Kapitel die Trauer- und Phasenmodelle nach Sigmund Freud, John Bowlby, Verena Kast und Yorick Spiegel erläutert und es wird auf die Bindungstheorie von John Bowlby eingegangen. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit der psychischen Krise und ihrer Bewältigung. Begriffserklärungen zur Krise, Identitätskrise und Identität sollen das Thema transparent machen.

Verschiedene soziologische Rollen der Frau werden dargestellt. Ein entscheidendes Kriterium zur Umsetzung des sozialpädagogischen Handlungsauftrages ist die Nachhaltigkeit der Intervention. Wie lange bleibt die Trauer und welche Bewältigungsstrategien sind möglich? Welche Möglichkeiten der Krisenintervention können die Trauer begleiten? Diese Fragen sollen im sechsten Kapitel fokussiert werden. Abschließend erfolgt ein Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Psychodynamik

2.2 Tod

2.2.1 Biologistisch-materialistisches Todeskonzept

2.2.2 Metaphysisch-spirituelles Todeskonzept

2.3 Trauer

2.3.1 Psychologische und physiologische Aspekte

2.3.2 Soziale Aspekte

3. Früher Tod bei Kindern bis zum 1. Lebensjahr

3.1 Fehlgeburt

3.2 Stille Geburt

3.3 Neugeborenentod

3.4 Plötzlicher Kindstod

3.5 Tod durch Behinderung/Krankheit

3.6 Tod durch Unfall

4. Modelle für den Umgang mit Trauer

4.1 Trauermodell von Sigmund Freud

4.2 Phasenmodell von John Bowlby

4.3 Phasenmodell von Verena Kast

4.4 Phasenmodell von Yorick Spiegel

5. Die psychische Krise und ihre Bewältigung

5.1 Begriffserklärung „Krise“

5.2 Begriffserklärung „Identitätskrise“

5.2.1 Begriffserklärung „Identität“

5.2.2 Identitätskrise in der Rolle als Mutter

5.2.3 Identitätskrise in der Rolle im Beruf

5.2.4 Identitätskrise in der Rolle als Ehefrau

5.2.5 Identitätskrise in der Rolle im sozialen Umfeld

5.3 Krise im Rahmen der Trauerbewältigung

6. Sozialpädagogische Krisenintervention

6.1 Trauerbegleitung

6.2 Paartherapie nach plötzlichem Kindstod

6.3 Trauercafé

6.4 Selbsthilfegruppen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die psychodynamischen Auswirkungen auf eine Mutter nach dem Verlust ihres Kindes im ersten Lebensjahr. Sie beleuchtet, wie dieser traumatische Einschnitt zur Identitätskrise führt, und bewertet sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten zur Trauerbegleitung.

  • Analyse von Trauerphasen- und Bindungsmodellen
  • Untersuchung der Identitätskrise der Frau in verschiedenen sozialen Rollen
  • Darstellung der psychosozialen Folgen bei unterschiedlichen Todesarten
  • Evaluation sozialpädagogischer Unterstützungsangebote wie Trauerbegleitung und Paartherapie

Auszug aus dem Buch

3.4 Plötzlicher Kindstod

Bereits in der Bibel in der Geschichte von König Salomon wird im 1. Buch Könige Kapitel 3, Vers 19 über den plötzlichen Kindstod berichtet. Lange Zeit gab es keine genaue Definition des Begriffs. Die Babys sterben plötzlich, unerwartet und nicht erklärbar vorwiegend im 1. Lebensjahr im Schlaf. Es müssen erst alle übrigen „Ursachen wie Infektionen, Stoffwechselstörungen, Hirnblutungen, Fehlbildungen und Unfälle jeglicher Art wie Vergiftung, Sturz, Unterkühlung oder Ersticken“ (Krous et al. 2004, zitiert in Krieger et al. 2012, S. 207) ausgeschlossen werden, bevor die Diagnose „plötzlicher Kindstod“ gestellt wird. Der plötzliche Kindstod ist die Haupttodesursache bei Säuglingen im Alter von einem Monat bis zu einem Jahr und kommt in allen Bevölkerungsschichten gleich häufig vor.

Die Epidemiologie ist in den Wintermonaten (Januar bis März) höher. Die meisten Babys sterben im Alter zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Während der ersten sechs Monate sind es 90 % aller Fälle. Es gibt zwar auch 2 bis 6 % Fälle, in denen der Tod nach dem 1. Lebensjahr auftritt, jedoch hängt dies von dem Reifealter des Kindes ab, das sich zeitlich durch eine Frühgeburt nach hinten verschiebt (Moon et al. 2007, zitiert in Krieger et al. 2012, S. 207).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert die Themenwahl durch ihre eigene Auseinandersetzung mit dem Tod und gibt einen statistischen Überblick zur Säuglingssterblichkeit.

2. Begriffserklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Psychodynamik, Tod (biologisch und metaphysisch) sowie Trauer unter Einbezug psychologischer und sozialer Aspekte.

3. Früher Tod bei Kindern bis zum 1. Lebensjahr: Detaillierte Darstellung verschiedener Verlustformen wie Fehlgeburt, Stille Geburt, Neugeborenentod, SIDS sowie Tod durch Behinderung oder Unfall.

4. Modelle für den Umgang mit Trauer: Erläuterung theoretischer Trauer- und Phasenmodelle von Freud, Bowlby, Kast und Spiegel im Kontext der Objektbeziehungstheorie.

5. Die psychische Krise und ihre Bewältigung: Untersuchung der Identitätskrise der Frau in verschiedenen sozialen Rollen (Mutter, Beruf, Ehefrau) sowie der Krisenbewältigung im Trauerprozess.

6. Sozialpädagogische Krisenintervention: Vorstellungen praktischer Interventionsansätze wie Trauerbegleitung, Paartherapie, Trauercafés und Selbsthilfegruppen.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über die Bindungsthematik, die Unablösbarkeit der Mutter-Kind-Verbindung und die Rolle der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Früher Kindstod, Trauerarbeit, Identitätskrise, Psychodynamik, Soziale Arbeit, Trauerbegleitung, Bindungstheorie, Fehlgeburt, Plötzlicher Kindstod, Krisenintervention, Mutterrolle, Objektverlust, Psychische Krise, Paartherapie, Selbsthilfegruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychodynamischen Herausforderungen und Identitätskrisen von Müttern, die ihr Kind im ersten Lebensjahr verloren haben.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die zentralen Felder sind die Definition von Trauer und Tod, die Analyse von Phasenmodellen, die Erörterung der Identitätskrise der Frau in ihren Rollen sowie sozialpädagogische Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den psychodynamischen Verlauf der Mutter bei Kindesverlust zu verstehen und aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit durch professionelle Krisenintervention unterstützen kann.

Welche wissenschaftlichen Modelle finden Anwendung?

Die Autorin stützt sich insbesondere auf die Bindungstheorie nach John Bowlby, die Objektbeziehungstheorie nach Sigmund Freud sowie verschiedene Phasenmodelle der Trauerbewältigung.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden verschiedene Todesursachen, Modelle der Trauerbewältigung und die psychische Krise der Frau im Kontext ihrer sozialen Rollen analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Trauerarbeit, Identitätskrise, Früher Kindstod, Bindungstheorie und Sozialpädagogische Krisenintervention.

Wie unterscheidet sich die Trauer bei einer Fehlgeburt von der beim plötzlichen Kindstod?

Ein zentraler Unterschied liegt im Vorhandensein von Erinnerungsstücken und dem Grad der Integration des Kindes in den Alltag, wobei der Verlust nach der Geburt durch die Mutter oft mit tieferen Schuldgefühlen verbunden ist.

Warum spielt die Paartherapie bei plötzlichem Kindstod eine besondere Rolle?

Da Väter und Mütter oft unterschiedlich trauern und in unterschiedliche Bewältigungsstile verfallen, dient die Paartherapie dazu, Entfremdung zu vermeiden und eine gemeinsame Kommunikationsebene wiederzufinden.

Welche Rolle spielt das „angenommene Welt“-Konzept in der Trauer?

Es beschreibt die globalen Grundannahmen einer Person über ein sicheres Leben; der frühe Kindstod erschüttert diese Annahmen fundamental und führt zur Identitätskrise, da die Rolle als „gute Mutter“ in Frage gestellt wird.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Sozialen Arbeit?

Die Soziale Arbeit wird als wertvolle Hilfe verstanden, die durch fundierte Kenntnisse über Trauerprozesse Ressourcen bei Müttern aktivieren kann, um den Weg in eine neue Lebensform zu begleiten.

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Details

Title
Die Psychodynamik einer Mutter in Folge eines frühen Kindstods
College
University of Applied Sciences Münster
Grade
1,7
Author
Anja Hoffmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
63
Catalog Number
V888709
ISBN (eBook)
9783346211538
ISBN (Book)
9783346211545
Language
German
Tags
folge kindstods mutter psychodynamik Schicksal Trauer Trauerbewältigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Hoffmann (Author), 2015, Die Psychodynamik einer Mutter in Folge eines frühen Kindstods, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888709
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