Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen für das Projekt- und Risikomanagement aufzuzeigen und daraus die Besonderheiten für das Risikomanagement im Projektverlauf abzuleiten. Anschließend wird der Ablauf am Beispiel für KMU beschrieben und ausgewählte Instrumente des Risikomanagements kurz vorgestellt.
Die Natur unternehmerischer Tätigkeit ist neben dem Ergreifen potentieller Chancen auch durch das Eingehen von Wagnissen charakterisiert. Die unternehmerische Leistungserstellung ist somit zwangsläufig mit Risiken verbunden. Ein systematischer Umgang bzgl. möglicher Planabweichungen ist ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg sowie die langfristige Existenz der Organisation. Deshalb ist ein effektives und effizientes Risikomanagement, welches die Handhabung, die Reduktion der Wahrscheinlichkeit des Eintretens und die Minderung der tatsächlichen Auswirkungen von Risiken regelt, essentiell. Das Risikomanagement bildet somit die Basis für eine positive zukünftige Unternehmensentwicklung.
Dieser Ansatz erlangte auch durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in Aktiengesellschaften an Relevanz. Aufgrund der Tatsache, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer komplexer werden, fordert auch die ISO 90001 Norm in ihrer neusten Fassung ein risikobasiertes Denken. Risikobewertungen nehmen somit für alle Arten von Organisationen eine bedeutende Stellung ein. Auch wurde ein eigene ISO-Norm hinsichtlich Risikomanagement, die ISO 31000, geschaffen. Die meisten kleine und mittlere Unternehmen haben jedoch ein Risikomanagement erst auf Grund von externem Druck etabliert, um gesetzlichen Vorgaben sowie Anforderungen von Kunden, Banken und Wirtschaftsprüfern nachzukommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des Projektmanagements
3 Risikomanagement
3.1 Grundlagen des Risikomanagements
3.2 Besonderheiten des Risikomanagements in Projekten
4 Risikomanagement im Projektmanagement bei KMU
5 Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Ziel dieser Arbeit ist es, die grundlegenden Aspekte des Projekt- und Risikomanagements theoretisch zu fundieren und daraus spezifische Anforderungen für den Risikomanagementprozess im Projektverlauf abzuleiten. Abschließend werden praxisnahe Instrumente zur Risikoidentifikation und -bewertung, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, vorgestellt.
- Grundlagen und Definitionen des Projektmanagements
- Systematische Ansätze des Risikomanagements
- Projektspezifische Herausforderungen bei der Risikobewältigung
- Anwendung von Risikomanagement-Instrumenten wie Risk Map und FMEA bei KMU
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundlagen des Risikomanagements
Unter Risikomanagement ist ein methodischer Prozess zur Überwachung und Steuerung zu verstehen. Hierzu werden systematisch Risiken identifiziert, analysiert und bewertet. Dies kann für einzelne Projekte erfolgen oder die komplette Organisation betreffen.
Die Ziele des Risikomanagements sind problematische Situationen rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden bzw. zu reduzieren sowie die Auswirkungen auf das Unternehmen zu minimieren. Durch diese Risikoreduktion und -vermeidung sowie einen systematischen Prozess bei Abweichungen zur Norm, kann ein Unternehmen diese kritischen Situationen bewältigen. Gleichzeitig dient der Unternehmensleitung ein implementiertes und effizientes Risikomanagement als Frühwarnsystem. Durch das frühzeitige Erkennen von Risiken, können diese beseitigt werden oder zu mindestens die negativen Auswirkungen auf das Unternehmen reduziert werden.
Potentielle Risiken werden durch eine Risikoanalyse ermittelt. Der Ablauf eines Risikoprozess kann in vier Phasen unterteilt werden. In der ersten Phase werden potentielle Risiken identifiziert und in der zweiten Phase bewertet sowie quantifiziert. In der dritten Phase werden Gegenmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. In der letzten Phase werden die getroffenen Maßnahmen kontrolliert. Die nötigen Prozessschritte sind in der folgenden Grafik beschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Notwendigkeit eines systematischen Risikomanagements für den langfristigen Unternehmenserfolg und nennt die Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen des Projektmanagements: Hier werden Definitionen und Rahmenbedingungen für Projekte erläutert, wobei insbesondere die Rollen von Ressourcen, Planung und Teamstruktur hervorgehoben werden.
3 Risikomanagement: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Prozess der Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung sowie die speziellen Anforderungen, die bei der Projektabwicklung entstehen.
4 Risikomanagement im Projektmanagement bei KMU: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Anwendung von Instrumenten wie der Risk Map und der FMEA in kleineren und mittleren Unternehmen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines kontinuierlichen und dynamischen Risikomanagements während des gesamten Projektverlaufs.
Schlüsselwörter
Risikomanagement, Projektmanagement, KMU, Risikoanalyse, Risikoidentifikation, Risk Map, FMEA, Risikoprioritätszahl, Prävention, Risikobewertung, Unternehmenserfolg, Projektrisiken, Prozesssteuerung, Frühwarnsystem, Risikoreduktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung eines effizienten Risikomanagements im Kontext des Projektmanagements.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen von Projekt- und Risikomanagement, der Besonderheit von Projektrisiken sowie der Anwendung ausgewählter Instrumente in KMU.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die Handhabung von Risiken im Projektverlauf zu schaffen und Instrumente aufzuzeigen, die zur Minderung von Risiken beitragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Darstellung praktischer Modelle wie der Risk Map und der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Projekt- und Risikomanagements sowie die spezifische Anwendung dieser Methoden bei KMU.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die zentralen Begriffe sind Risikomanagement, Projektmanagement, KMU, Risk Map, FMEA, Risikoanalyse und Risikobewältigung.
Warum ist Risikomanagement in Projekten dynamisch zu betrachten?
Da Projekte komplex und zeitlich befristet sind, treten ständig neue Hürden auf, die eine permanente Anpassung des Risikomanagementprozesses erforderlich machen.
Welchen Stellenwert nimmt die FMEA in dieser Untersuchung ein?
Die FMEA wird als wichtiges Instrument zur Quantifizierung und Analyse von Fehlern und Risiken innerhalb eines Prozesses oder Produktes vorgestellt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Das Risikomanagement im Projektmanagement. Besonderheiten bei kleinen und mittleren Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888881