Analyse eines Online Magazins im Vergleich zur Print-Ausgabe am Fallsbeispiel "Telepolis" Deutschland


Hausarbeit, 2007

27 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung der Medien Internet und Zeitschrift
2.1. Merkmale des Mediums Internet
2.2. Merkmale des Mediums Zeitschrift

3. Entwicklung von telepolis.de
3.1 Menschen hinter dem Online-Magazin „Telepolis“
3.2. 10-Jähriges Jubiläum von „Telepolis“
3.3 „Telepolis“ – nur ein Online-Magazin?

4. Untersuchung von telepolis.de
4.1 Die Website
4.2 Zielgruppe
4.3 Fakten und Daten
4.4. Kontakt
4.5. Finanzierungsmöglichkeiten

5. Geschichte der „Zeitschrift der Netzkultur“
5.1. „Telepolis“ - Sonderhefte
5.2 Menschen hinter der „Zeitschrift der Netzkultur“

6. Untersuchung der „Zeitschrift der Netzkultur“
6.1 Die Zeitschrift
6.2 Zielgruppe
6.3 Fakten und Daten
6.4 Kontakt
6.5 Finanzierungsmöglichkeiten

7. Vergleich telepolis.de mit der „Zeitschrift der Netzkultur“

8. Zusammenfassung

10. Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

„Deutschland ist online. Mehr als 40 Millionen Deutsche im Netz“ [1]

Dies ist ein Ausschnitt des Titels der aktuellen ARD/ZDF-Online-Studie 2007, welche die Prägnanz und das Ausmaß der Internetnutzung zeigt. 62,7 Prozent der über 14-jährigen Deutschen haben Zugang zum Internet.[2] (Abb. 1) Auf Grund der stetig wachsenden Anzahl an Nutzern ist offensichtlich, dass sich zahlreiche neue Anbieter im Internet ansiedeln und ständig neue Formate, Plattformen und Anwendungen aus dem Boden sprießen. (Abb. 2/3)

Dadurch bildeten sich neue Tätigkeitsfelder. Der Beruf des Online-Journalisten oder des Online-Redakteurs entstanden. Verlage müssen umdenken und sich dem Internetzeitalter anpassen. Viele Verlagsunternehmen schaffen sich ein zweites Standbein, in dem sie bestimmte Inhalte ihrer Printausgabe auch online publizieren und diese ergänzen.

Diese Arbeit analysiert einzelne Strukturelemente des Online-Magazins „Telepolis“ sowie der Zeitschrift der Netzkultur, welche die Printausgabe des Onlineangebots darstellt. Die vorerst letzte gedruckte Ausgabe wurde im November 1998 veröffentlicht und dann eingestellt. „Telepolis“ besteht somit nur noch als Online-Magazin und ist jedem zugänglich, welcher einen Internetanschluss besitzt. Im Folgenden wird die aktuelle Onlineversion von telepolis.de untersucht und mit dem ehemaligen „Telepolis“-Magazin verglichen. Auf Grund der Einstellung des Magazins ist kein zeitlich paralleler Vergleich möglich. Beide Formate werden jedoch bezüglich bestimmter Strukturen bzw. Kriterien untersucht. Somit wird geprüft, ob das Konzept des Online-Magazins im Vergleich zum Konzept der früheren Printausgabe weitergeführt wurde, oder ob es Veränderungen gibt.

Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit den Merkmalen des Mediums Internet, danach folgt ein geschichtlicher Exkurs zur Entstehung des „heise-Verlags“ und telepolis.de. Das Hauptaugenmerk wird dann auf die Untersuchung des Online-Magazins „Telepolis“ sowie der „Zeitschrift der Netzkultur“ gelegt. Schließlich werden die Print- und Onlineausgabe miteinander verglichen und die Ergebnisse abschließend zusammengefasst.

2. Abgrenzung der Medien Internet und Zeitschrift

2.1. Merkmale des Mediums Internet

Das Internet weist signifikante Eigenschaften auf, welche es von den anderen klassischen Medien unterscheidet. Diese Merkmale sind die Multimedialität, Nonlinearität, Interaktivität, Ubiquität, Echtzeit-Aktualität und Entgrenzung. Diese Besonderheiten werden nun näher erläutert.

Multimedialität

Multimedia bedeutet die Verschmelzung verschiedener Medien: Texte, Fotos, Animationen, Videos und Grafiken können durch Computer und digitale Techniken zu hypermedialen Textformen verbunden werden.

Nonlinearität

Die essentiellste Komponente der Nonlinearität ist hier der Hyperlink.

Das „Hypertext-Prinzip“ ist eine Verknüpfungsmöglichkeit und spaltet einen Themenkomplex in einzelne Informationseinheiten auf. [3]

Es entstehen Textnetze und der Nutzer kann sich von der vorgegebenen Informationsreihenfolge lösen, und kann selbstständig durch unterschiedliche Angebote navigieren.

Interaktivität

Der Webjournalist (Anbieter-Rechner) kann unmittelbar mit der Nutzergemeinde Kontakt aufnehmen und Daten austauschen, sei es durch Live-Chats, E-Mails, Gästebücher oder Diskussionsformen bzw. Newsgroups.

Ubiquität

Websites haben globale Reichweite (abgesehen von Sprachbarrieren), das Einzugsgebiet des Online-Angebots unterscheidet sich also grundlegend von dem des Basismediums. Bei bestimmten Ereignissen kann diese weltweite Ausdehnung auch zur Entlastung des Basismediums beitragen.

Echtzeit-Aktualität

Altes wird durch Neues überschrieben, ausradiert oder verschoben. Man unterscheidet die permanente und willkürliche Aktualisierung sowie die selbst geschaffene Periodizität.[4 ] Dadurch kann über Ereignisse ohne Zeitverzögerung berichtet werden.

Entgrenzung

Im World Wide Web herrscht weder Platzmangel noch gibt es bestimmte Sendezeiten, es können theoretisch unendlich viele Dokumente untergebracht werden.

2.2. Merkmale des Mediums Zeitschrift

Die Zeitschrift besitzt ebenfalls einige Besonderheiten, welche sie vom Medium Internet und anderen klassischen Medien unterscheidet. Es gibt verschiedene Arten von Zeitschriften, zum Beispiel Fach-, Politik-, Sport-, Frauen-, Jugend- oder Fernsehzeitschriften, diese kann man in General-

Interest- und Special-Interest-Zeitschriften gliedern. Sie erscheinen in gehefteter oder gebundener Form.

Eingeschränkte Publizität

Die Zeitschrift ist ein eher zielgruppenorientiertes Medium, und erreicht so nur eine bestimmte Anzahl an Personen.

Periodizität

Sie können wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erscheinen.

Eingeschränkte Aktualität

Im Gegensatz zu anderen Medien büßt die Zeitschrift durch größere Zeitspannen zwischen den Veröffentlichungen an Aktualität ein.

Begrenzte Universalität

Auf Grund der thematischen Fokussierung kommt es zu Einschränkungen. Zeitschriften spezialisieren sich mehr auf bestimmte, der Zielgruppe entsprechende, Themen.

Disponibilität

Zeitschriften sind nahezu überall erhältlich, ungeachtet der geografischen Lage oder der Verbreitung.

3. Entwicklung von telepolis.de

„Telepolis“ existiert seit 1996 und ist ein Online-Magazin des Verlages Heinz Heise. Die Idee entstand aus einem Ausstellungs- und Konferenzprojekt im November 1995 namens „Telepolis – die interaktive und vernetzte Stadt“. Das Goethe-Institut beauftragte das Medienlabor München diese Konferenz zu gestalten. Sie fand in der Kulturstadt Luxemburg statt.

Organisatoren waren die Redakteure Florian Rötzer und Armin Medosch, welche einige Monate später die Gründer von „Telepolis“ sein sollten.

Die beiden „Pioniere“ setzen sich unter anderem kritisch mit modernen Themen auseinander und hinterfragten diese. Durch die hohe journalistische Qualität und investigativen Journalismus [5] erhielten die Redaktion im Jahr 2000 den Europäischen Preis für Online-Journalismus der Medien-Konferenz Net-Media in der Kategorie „Investigative Reporting“ für die Enfopol-Berichterstattung seiner Autoren Christiane Schulzki-Haddouti, Erich Moechel und Duncan Campbell. 2002 wurde ihre Arbeit mit dem Grimme Online Award belohnt und 2003 wurde das Team mit dem Lead-Award in der Kategorie „Special–Interest–Online-Magazin“ ausgezeichnet.[6]

Florian Rötzer zeigt in seinem Buch „ Die Telepolis – Urbanität im digitalen Zeitalter“ die Beziehungen zwischen Medien, Städten und Wohnen auf. Städte sind laut Rötzer Knotenpunkte wirtschaftlicher Transaktionen, in denen Informationen ausgetauscht werden, Menschen, Güter und Gelder aufeinander treffen. „Telepolis befindet sich nirgendwo und zugleich überall dort, wo man durch technische Schnittstellen in sie eintreten kann.“[ 7]

3.1 Menschen hinter dem Online-Magazin „Telepolis“

Der Herausgeber des Online-Magazins ist der Heise Verlag unter Leitung von Christian Heise (Abb. 4). Dieser Verlag wurde 1949 in Hannover gegründet und war ursprünglich ein Adress- und Telefonbuchverlag. 2002 entstand dann der Dachverband, die Heise Medien Gruppe, und vereinte die einzelnen Geschäftsbereiche unter sich.[8] Neben „Telepolis“ verlegt der hannoversche Verlag auch eine Computerzeitschrift namens „c’t“, ein Magazin für professionelle Informationstechnik „iX“ sowie die „Technology Review“.[9] Die Geschäftsführung wird von Ansgar Heise, Steven P. Steinkraus und Dr. Alfons Schräder übernommen. Mit einem Umsatz von 92,2 Millionen Euro im Jahr 2006 zeigte die Verlagsgruppe Heise einmal mehr, dass sie eine ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Medienmarkt geworden ist.[10]

Die Redaktion der „Telepolis“ besteht aus Florian Rötzer, Peter Mühlbauer, Michaela Simon und Thomas Pany. Des weiteren gibt es verschiedene Beauftragte für die Programmierung, das Design, Rätsel sowie einen Jugendschutzbeauftragten. Weltweit sind ständige Mitarbeiter und Korrespondenten engagiert um „Telepolis“ regelmäßig mit neuen Artikeln und Informationen zu versorgen. Außerdem gibt es ein Netzwerk an Autoren auf nationaler Ebene, welches renommierte Schreiber vereint.

[...]


[1] http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-online-studie/- /id=8058/nid=8058/did=601530/aiu42e/ (10.05.2007)

[2] vgl.:http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-online-studie/- /id=8058/nid=8058/did=601530/aiu42e/ (10.05.2007)

[3] vgl.: Meier, Klaus: Internet-Journalismus Ein Leitfaden für ein neues Medium; Konstanz 1998, S. 27

[4] vgl.: Meier, Klaus: Internet-Journalismus Ein Leitfaden für ein neues Medium; Konstanz 1998, S. 73-75

[5] lat. investigare: „genauestens untersuchen“, eine Form des Journalismus, welcher eine detaillierte und sehr tiefgehende Recherche voraussetzt („Enthüllungsjournalismus“)

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Telepolis (07.05.2007)

[7] Rötzer, Florian: Die Telepolis – Urbanität im digitalen Zeitalter; 1997 Bollmann Verlag GmbH, S. 9

[8] vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Verlag_Heinz_Heise ( 19.05.2007)

[9] zum Heise-Verlag gehören neben Telepolis und den genannten: Elrad, heise mobil, hei- se Netze, heise open, heise resale, heise Security, Heisetreff, Gateway, Linux Computing

[10] http://www.heise-medien.de/default.php/daten,default/12, (Stand 2007)

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Analyse eines Online Magazins im Vergleich zur Print-Ausgabe am Fallsbeispiel "Telepolis" Deutschland
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V88893
ISBN (eBook)
9783638034913
ISBN (Buch)
9783638931984
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, Online, Magazins, Vergleich, Print-Ausgabe, Fallsbeispiel, Telepolis, Deutschland
Arbeit zitieren
Monique Vetters (Autor), 2007, Analyse eines Online Magazins im Vergleich zur Print-Ausgabe am Fallsbeispiel "Telepolis" Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/88893

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