Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte - Sonstiges

Der Wiener Kongress und die Beendigung des Sklavenhandels. Schritte, Gesetze, Umsetzung und Erfolg?

Titel: Der Wiener Kongress und die Beendigung des Sklavenhandels. Schritte, Gesetze, Umsetzung und Erfolg?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Freda Jansen (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Oberthema des Wiener Kongresses, welcher zu den markantesten Zäsuren der neueren deutschen Geschichte zählt. Im Zentrum der Hausarbeit steht dabei die dort verfasste Ächtungserklärung. Einzuordnen ist das gewählte Thema in den Bereich der Politik-, Rechts- und Verfassungsgeschichte, ferner fällt es durch die große Bandbreite der Betroffenen auch in das Spektrum der Sozialgeschichte.

Die Hauptfrage dieser Hausarbeit beschäftigt sich konkret damit, ob der Wiener Kongress eine Zäsur in Bezug auf den Sklavenhandel war, oder nicht. Im zweiten Kapitel wird zunächst ein kurzer Einblick in die Vorgeschichte des Wiener Kongresses gegeben und die politische Lage in Europa kurz umrissen, um die Versammlung in Wien in den historischen Kontext einordnen zu können.

Die Zusammenkunft in Wien ist das zentrale Ereignis, an dem alle wichtigen Staaten und Staatsmänner nach 20 Jahren Krieg zusammentreffen und eine Neuordnung Europas beschließen. Durch das Ausmaß großen Zusammenkommens der europäischen Staaten, ist es die Chance, grundlegende Fragen der Neuordnung zu klären, Diskussionspunkte aus dem Weg zu räumen und Verträge für die weitere Zusammenarbeit abzuschließen. Doch warum genau taucht hier die Frage des transatlantischen Sklavenhandels auf und wird dann zu einem zentralen Verhandlungsgegenstand?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DER WIENER KONGRESS – UND DIE FRAGE DES SKLAVENHANDELS

2.1 Verhandlungen und politische/wirtschaftliche Manöver

2.2 Die Erklärung der Wiener Kongress Akte

3. FORMALIA UND LEGITIMITÄT

3.1 Wirkung & Konsequenzen

3.2 Die Bedeutung der Deklaration - Ein Dokument der Machtpolitik?

FAZIT

FORSCHUNGSLITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, inwieweit der Wiener Kongress von 1814/15 eine historische Zäsur in der Geschichte des transatlantischen Sklavenhandels darstellte und welche Rolle die dort verfasste Ächtungserklärung für die spätere internationale Abolition spielte.

  • Historische Einordnung des Wiener Kongresses im Kontext des transatlantischen Sklavenhandels.
  • Analyse der britischen diplomatischen Bemühungen und Interessen bei der Durchsetzung des Verbots.
  • Untersuchung der rechtlichen Verbindlichkeit und der praktischen Umsetzung der Ächtungserklärung.
  • Bewertung der Rolle von Machtpolitik versus humanitäre Ideale bei den Verhandlungspartnern.
  • Kritische Reflexion der langfristigen Wirkung der Deklaration auf das moderne Völkerrecht.

Auszug aus dem Buch

2.1 Verhandlungen und politische/wirtschaftliche Manöver

Taktgeber der Verhandlungen war Großbritannien, obwohl laut den ‚Wiener Congress Acten‘ der französische Außenminister Talleyrand in puncto Sklavenhandel das erste Wort hatte. Demnach soll eben dieser in der am 10. Dezember 1814 abgehaltenen Sitzung der akkreditierten acht Mächte als Erster seine Stimme erhoben und eine Achter Kommission zur Aufhebung des „trait de négres“ gefordert haben. Laut den bis dahin verankerten Gesetzmäßigkeiten waren es, nach den Dänen 1805, dennoch die Briten, die im Jahr 1807 als erste maritime Großmacht den Handel mit Menschen national auf britischen Schiffen, sowie in britischen Kolonien verboten und damit als Initiator und Protagonist bezüglich der Abolition agierten.

Ebenso setzte der britische Außenminister Castlereagh die Frage der Abolition auf die Besprechungshistorie des Wiener Kongresses. Diese Frage auf die Tagesordnung eines Kongresses solch einer herausragenden Güte zu setzen, kennzeichnet einen gewaltigen Mobilisierungsprozess. Doch warum nahm sich ausgerechnet Großbritannien dieser Sache an? Seit der 1770er Jahren arbeitete das britische Königreich an einer Lösung, den transatlantischen Menschenhandel zu unterbinden. Als Initiatoren dessen gelten William Wilberforce, Thomas Clarkson und noch einige weitere Persönlichkeiten – die Abolitionisten formieren sich.

Britische Politiker beider Parteien, die breite Masse, sowie Publizisten fordern alsbald die Abschaffung des Sklavenhandels und treiben die Abolitionsbewegung weiter positiv an. Zwar stellte der Sklavenhandel, zusammen mit der Kolonialwirtschaft eine tragende ökonomische Säule Großbritanniens dar, die durch den wirtschaftlichen Wandel allerdings in Schwanken geraten drohte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Oberthema des Wiener Kongresses ein und formuliert die Forschungsfrage, ob der Kongress als Zäsur in Bezug auf den Sklavenhandel betrachtet werden kann.

2. DER WIENER KONGRESS – UND DIE FRAGE DES SKLAVENHANDELS: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext, die Vorgeschichte des Kongresses und die diplomatischen Manöver der Großmächte unter britischer Führung zur Erlangung eines Sklavenhandelsverbots.

3. FORMALIA UND LEGITIMITÄT: Hier wird die völkerrechtliche Bedeutung der Ächtungserklärung kritisch hinterfragt sowie deren konkrete Wirkung und die Konsequenzen für die internationale Politik analysiert.

FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Ächtungserklärung trotz mangelnder sofortiger Rechtsverbindlichkeit als bedeutender historischer Anstoß für die spätere vollständige Abolition fungierte.

Schlüsselwörter

Wiener Kongress, Sklavenhandel, Abolition, Großbritannien, Lord Castlereagh, Völkerrecht, Ächtungserklärung, Humanität, Diplomatie, Machtpolitik, Sklaverei, transatlantischer Handel, Menschenrechte, 1815, Kolonialwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Wiener Kongresses im Kontext des transatlantischen Sklavenhandels und der Entstehung einer internationalen Ächtungserklärung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die britische Abolitionspolitik, die diplomatischen Verhandlungen zwischen den europäischen Großmächten und die Entstehung völkerrechtlicher Grundlagen gegen den Sklavenhandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, ob der Wiener Kongress eine Zäsur in der Geschichte des Sklavenhandels darstellte oder ob die getroffenen Vereinbarungen lediglich unverbindliche politische Appelle waren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung historischer Quellen, wie den Protokollen des Wiener Kongresses und zeitgenössischer völkerrechtlicher Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die diplomatischen Verhandlungen, die wirtschaftlichen Motive der beteiligten Staaten und die juristische Tragweite der unterzeichneten Deklarationen zur Abschaffung des Sklavenhandels.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wiener Kongress, Abolitionismus, Völkerrecht, Diplomatie und die Rolle Großbritanniens als treibende Kraft bei der Beendigung des Sklavenhandels.

Wie bewertet die Autorin den Erfolg der Ächtungserklärung von 1815?

Die Autorin bewertet die Erklärung als wichtigen historischen Einschnitt und Grundstein für spätere, verbindlichere Verträge, auch wenn sie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung noch keine unmittelbare Rechtskraft besaß.

Warum war das britische Interesse an einem Verbot des Sklavenhandels so stark ausgeprägt?

Neben humanitären Beweggründen spielten wirtschaftliche Wettbewerbsnachteile für Großbritannien eine Rolle, da andere Nationen durch Sklavenarbeit weiterhin günstigere Produktionsbedingungen in ihren Kolonien aufrechterhalten konnten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wiener Kongress und die Beendigung des Sklavenhandels. Schritte, Gesetze, Umsetzung und Erfolg?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,3
Autor
Freda Jansen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V888985
ISBN (eBook)
9783346194589
ISBN (Buch)
9783346194596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wiener Kongress Sklavenhandel Transatlantischer Sklavenhandel Wiener Congress Acte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Freda Jansen (Autor:in), 2020, Der Wiener Kongress und die Beendigung des Sklavenhandels. Schritte, Gesetze, Umsetzung und Erfolg?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/888985
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum