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Fußballkader als multikulturelle Teams. (Wie) Kann kulturelle Diversität gezielt die Mannschaftsleistung verbessern?

Title: Fußballkader als multikulturelle Teams. (Wie) Kann kulturelle Diversität gezielt die Mannschaftsleistung verbessern?

Master's Thesis , 2017 , 79 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Karim Teufel (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit folgender Frage: In welcher Form kann kulturelle Diversität in Fußballteams den Erfolg beeinflussen? Dazu ist die Arbeit in folgende Teile gegliedert: Eine kurze Heranführung an die Entwicklung des globalen Transfermarktes im professionellen Fußball leitet zu einem Überblick über Diversität in der Wirtschaft und im Fußball hin. Nachdem die bisherigen Studien zum Thema bezüglich ihrer unterschiedlichen Vorgehensweise betrachtet wurden, kann mit der fußballerischen Akkulturation ein neues Maß eingeführt und zur Debatte gestellt werden. Die Überprüfung der aufgestellten Forschungshypothesen beginnt mit der Vorstellung des Datensatzes und der Methodik. Nachdem die Auswertung dieser Untersuchung erfolgt ist, wird der Blick auf die möglichen Auswirkungen kultureller Vielfalt in bestimmten Teilen der Mannschaft gerichtet. Nach der Interpretation der gewonnenen Erkenntnisse werden die Schwächen und Stärken der Arbeit diskutiert und kurz zusammengefasst.

Zu Zeiten fortgeschrittener Globalisierung ist der Wettbewerb um Humankapital ein weltweiter. Je mehr Menschen mobil und international ausgerichtet sind, desto mehr steht ein Pool potentiellen Personals mit vielfältigeren Fähigkeiten zur Verfügung. Führungskräfte aus aller Welt scheinen überzeugt davon, unterschiedliche Kulturen und Regionen brächten Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten hervor, die kombiniert zum Erfolg führen. Prominentestes Beispiel: Im global gespielten Fußball werden Spieler über Kontinente hinweg beobachtet, nach ihrem Können beurteilt und für Millionensummen zwischen ihren Arbeitgebern transferiert. Dabei hat der Anteil ausländischer Spieler in den fünf größten Ligen seit der Jahrtausendwende konstant zugenommen.

Vorliegende Studien erforschen nicht nur, ob multikulturelle Teams mehr leisten können, sondern auch, wie Diversität gemessen werden kann. Die vorliegende Arbeit vergleicht Diversitätsmaße, ergänzt um einen neuen Aspekt und untersucht die Effekte der Messmethoden. Zusätzlich werden Aussagen zur Erfolgswirkung kultureller Diversität in verschiedenen Mannschaftsteilen getroffen. Daten aus 21 Saisons der deutschen Fußball-Bundesliga und die Ergebnisse weisen auf einen überwiegend signifikanten, negativen Effekt von kultureller Heterogenität auf den Mannschaftserfolg hin und stimmen mit der zugrunde gelegten Theorie insofern überein, dass die sich ergebenden Nachteile für kulturell vielfältigere Teams die Vorteile überwiegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Diversität

2.1.1 Diversität in der Wirtschaftsforschung

2.1.2 Diversität im Fußball

2.2 Unterschiede in Diversitätsstudien und -maßen

2.3 Akkulturation im Fußball

2.4 Hypothesen

3 Analyse

3.1 Datensatz

3.2 Methodik

3.3 Deskriptive Statistik

3.4 Regressionsergebnisse

3.5 Kulturelle Diversität in bestimmten Mannschaftsteilen als (Miss-) Erfolgsfaktor?

3.6 Interpretation der Ergebnisse

4 Diskussion der Ergebnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form kulturelle Diversität in Fußballkadern die Mannschaftsleistung beeinflussen kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich unterschiedliche Messmethoden der Diversität auf den sportlichen Erfolg auswirken und ob spezifische Mannschaftsteile unterschiedlich auf kulturelle Heterogenität reagieren.

  • Analyse des globalisierten Transfermarktes im Profifußball
  • Vergleich bestehender Diversitätsmaße in der Wirtschaft und im Sport
  • Einführung des Konzepts der Akkulturation als neuer Erklärungsfaktor
  • Empirische Untersuchung anhand von Daten der deutschen Fußball-Bundesliga (1995–2016)
  • Differenzierte Betrachtung von Mannschaftsteilen (Positionsblöcke, Marktwert, Einsatzzeit)

Auszug aus dem Buch

2.1 Diversität

Der Ursprung der Forschung zu kulturellen Unterschieden in Arbeitsgruppen kann in der Sozialpsychologie (Steiner, 1972) ebenso wie in der politischen (Borjas, 1994a; Borjas, 1994b) und in der Personalökonomie (besonders Lazear, 1999) gefunden werden. Lazear verwendet den globalisierten Arbeitsmarkt als Scheinwerfer unter dessen Licht er Gruppenarbeitsprozesse und Entscheidungen der Teamzusammenstellung betrachtet. Er geht von der Grundprämisse aus, dass sich verschiedene Kulturen durch unterschiedliche Wissens- und Fähigkeitsverteilungen auszeichnen und Individuen derselben Kultur mit höherer Wahrscheinlichkeit ähnliches oder gleiches Können zeigen wie Individuen aus einander fremden Kulturen. Er wiegt mögliche Chancen und Probleme interkultureller Arbeitsgruppen in „global firms“ ab, deren Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern und Kulturen stammen, und legt damit den Grundstein für nachfolgende Untersuchungen.

Verschiedene Hintergründe, Erfahrungen, Wissensschätze und Spezialfähigkeiten – kurz: die verschiedenen „information and skill sets“ (Lazear, 1999, S. 2) – stehen auf der Seite der Chancen, sofern sie kombiniert, ausgetauscht und zugänglich gemacht werden. Diese Ergänzungsprozesse sind dann am nutzbringendsten, wenn die „skill sets“ besonders unterschiedlich und zugleich besonders relevant für die Aufgabe des Teams sind.

Überlappen sich große Teile der Fähigkeiten oder können sie zur Tätigkeit der Gruppe kaum beitragen, wird der Aspekt der Teamdiversität irrelevant. Das gilt noch absoluter für die Erlernbarkeit der Fähigkeiten, die die Übertragung beschleunigen, aber auch verhindern kann. Denn wenn besondere Stärken nur von einem Mitglied eingebracht, anderen aber nicht vermittelt werden können, ist der kollektive Gewinn deutlich geringer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Internationalisierung des Profifußballs und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss kultureller Diversität auf den sportlichen Erfolg.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Theorien zu Diversität, führt Konzepte der Akkulturation ein und stellt die für die Analyse relevanten Forschungshypothesen auf.

3 Analyse: Hier wird der Datensatz aus 21 Bundesliga-Saisons vorgestellt, die methodische Vorgehensweise (Regression) erläutert und die empirischen Ergebnisse für den gesamten Kader sowie für spezifische Mannschaftsteile detailliert ausgewertet.

4 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, wobei die Stärken und Limitierungen der gewählten Datenbasis und Modellierung diskutiert werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnis zusammen, dass kulturelle Heterogenität in der Bundesliga überwiegend mit Nachteilen für den Punkterfolg verbunden ist, und leitet daraus Implikationen für das Management ab.

Schlüsselwörter

Kulturelle Diversität, Fußball-Bundesliga, Mannschaftsleistung, Akkulturation, Humankapital, Teameffektivität, Transfermarkt, Gruppenkohäsion, Leistungsmanagement, Nationalitäten, Sprachdistanz, Hofstede-Dimensionen, Erfolg, Regression, Sportökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen kultureller Heterogenität in Fußballkadern und dem sportlichen Erfolg, gemessen an der Punktzahl in der deutschen Bundesliga.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Grundlagen der Teamzusammenstellung (Lazears „Market for team-mates“), Ansätze der Akkulturation im Sport sowie die Messung von Diversität anhand verschiedener Indizes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form kulturelle Diversität in Fußballteams den Erfolg beeinflussen kann, wobei insbesondere die Frage nach einer Leistungssteigerung durch kulturelle Vielfalt im Zentrum steht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt eine quantitative Regressionsanalyse (Methode der kleinsten Quadrate) auf Basis eines umfangreichen Datensatzes, der 21 Saisons der Fußball-Bundesliga umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die Vorstellung des Datensatzes und der Methodik, die deskriptive Statistik sowie die Regressionsanalyse, inklusive der Untersuchung spezifischer Mannschaftsteile (z.B. Positionsblöcke).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen gehören kulturelle Diversität, Bundesliga, Akkulturation, Mannschaftsleistung, Nationalitäten, Sprachdistanz und sportökonomische Performance.

Welche Rolle spielt die Akkulturation für den Teamerfolg?

Die Akkulturation wird als moderierende Variable verstanden, die das Einleben von Spielern in ein neues Umfeld beschreibt, wobei die Studie untersucht, ob Erfahrung mit Auslandswechseln zu einer besseren Integration und damit zum Erfolg beiträgt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf das Management von Fußballteams?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass kulturelle Heterogenität in der Bundesliga tendenziell eher mit sportlichen Nachteilen verbunden ist, weshalb Manager bei der Kaderplanung sorgfältig abwägen sollten, ob die erwarteten Vorteile der Diversität die potenziellen Kommunikations- und Integrationskosten überwiegen.

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Details

Title
Fußballkader als multikulturelle Teams. (Wie) Kann kulturelle Diversität gezielt die Mannschaftsleistung verbessern?
College
Bielefeld University  (Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft; Abteilung Sportwissenschaft, Lehrstuhl für Sportökonomie)
Grade
1,0
Author
Karim Teufel (Author)
Publication Year
2017
Pages
79
Catalog Number
V889074
ISBN (eBook)
9783346193414
ISBN (Book)
9783346193421
Language
German
Tags
Fußball Sport Sportmanagement Fußballkader interkulturell Interkulturalität Diversität Sportliche Leistung multikulturell Multikulturalität Teams Mannschaften Akkulturation Fähigkeiten Globalisierung Nationalitäten Ethnien Herkunft Sprache Ausland Ausländer heterogen homogen kulturelle Distanz Kultur Distanz Europa Champions League Bundesliga Europa League UEFA Cup Transfer Transfers Kaderzusammenstellung Management Sportökonomie Verbesserung Performance Effort BWL Strategie strategisches Management Personal Führung Human Ressources Moneyball
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karim Teufel (Author), 2017, Fußballkader als multikulturelle Teams. (Wie) Kann kulturelle Diversität gezielt die Mannschaftsleistung verbessern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889074
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