Diese Arbeit soll sich mit Maps Werk "De nugis curialium" auseinandersetzen, wobei ich mich allerdings auf die hofkritischen Passagen konzentrieren werde, die insgesamt nur einen relativ knappen Teil des Gesamtwerkes ausmachen. Das Ziel dieser Arbeit ist dabei, die von Map verhandelten Probleme des Hofes seines Herrschers Heinrich II. zu analysieren, wobei auch jeweils auf die von Map für seine Kritik verwendeten sprachlichen Mittel und stilistischen Figuren eingegangen werden soll.
Aufgrund der relativen Kürze der Arbeit können dabei freilich nicht alle in "De nugis curialium" angesprochenen Problematiken am Hof behandelt werden, sodass der Fokus auf den prägnantesten und relevantesten von Map aufgegriffenen Kritikpunkten liegen wird. Nach einem knappen Eingehen auf die Biographie Walter Maps sowie den groben Aufbau und die Entstehungsgeschichte seines Werkes soll dafür im Anschluss eine genauere Betrachtung der von Map kritisierten Akteure, also der Höflinge und des Herrschers Heinrich II., sowie der von ihm als problematisch angesehenen strukturellen Eigenheiten des Hofes am Beispiel des Reisekönigtums erfolgen.
Abschließend werden die erarbeiteten Ergebnisse noch durch einen knappen Blick auf die potentielle Wirkungsabsicht Walter Maps in seinem Werk ergänzt.
In der Forschung fand "De nugis curialium" vor allem in Zeitschriftenaufsätzen und in Texteditionen eine rege Betrachtung, eine Gesamtanalyse des Textes steht allerdings noch aus.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse der hofkritischen Passagen in Walter Maps De nugis curialium
- Kritik an strukturellen Eigenheiten des Hofes am Beispiel des Reisekönigtums
- Kritik am Verhalten der Höflinge
- Kritik am Herrscher Heinrich II.
- Wirkungsabsichten Walter Maps in De nugis curialium
- Literatur- und Quellenverzeichnis
- Quellen
- Forschungsliteratur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die hofkritischen Passagen in Walter Maps Werk De nugis curialium, um die von Map aufgeworfenen Probleme des Hofes von König Heinrich II. zu beleuchten. Dabei werden die von Map verwendeten sprachlichen Mittel und stilistischen Figuren untersucht.
- Kritik an den strukturellen Eigenheiten des königlichen Hofes, insbesondere am Reisekönigtum
- Kritik am Verhalten der Höflinge und deren Missbrauch von Macht und Privilegien
- Kritik an König Heinrich II. und seinem Umgang mit seinen Untertanen
- Untersuchung der Wirkungsabsichten Walter Maps in De nugis curialium
- Analyse der sprachlichen Mittel und stilistischen Figuren, die Map für seine Kritik einsetzt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Hofkritik im Mittelalter ein, beleuchtet die historische und literarische Entwicklung des Genres und stellt Walter Map und sein Werk De nugis curialium vor.
Das Kapitel „Analyse der hofkritischen Passagen in Walter Maps De nugis curialium“ untersucht die von Map erhobenen Kritikpunkte an verschiedenen Aspekten des Hoflebens. Es analysiert die Kritik an strukturellen Eigenheiten des Hofes, wie etwa dem Reisekönigtum, sowie am Verhalten der Höflinge und des Herrschers Heinrich II.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Hofkritik, Mittelalter, Walter Map, De nugis curialium, Heinrich II., Reisekönigtum, Höflinge, Herrscherkritik, Sprachliche Mittel, Stilistische Figuren.
Häufig gestellte Fragen
Wovon handelt „De nugis curialium“ von Walter Map?
Das Werk befasst sich kritisch mit den „Nichtigkeiten der Höflinge“ am Hof von König Heinrich II. im 12. Jahrhundert.
Was kritisierte Walter Map am Reisekönigtum?
Map sah im ständigen Umherziehen des Hofes eine strukturelle Eigenheit, die Chaos, Kosten und Unannehmlichkeiten für die Untertanen und Höflinge verursachte.
Wie beurteilte Map den Herrscher Heinrich II.?
Heinrich II. wird in den Passagen ambivalent dargestellt, wobei Map insbesondere seinen Umgang mit Untertanen und die moralischen Mängel des Hoflebens rügt.
Welche sprachlichen Mittel nutzt Walter Map?
Map verwendet verschiedene stilistische Figuren und satirische Mittel, um das Fehlverhalten der Höflinge und die Korruption am Hof anzuprangern.
Was war die Wirkungsabsicht seines Werkes?
Ziel war es vermutlich, dem König und den Höflingen einen moralischen Spiegel vorzuhalten und die Missstände des höfischen Lebens literarisch zu verarbeiten.
- Quote paper
- Sebastian Binder (Author), 2017, Eine Analyse mittelalterlicher Hofkritik an Walter Maps "De nugis curialium", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889303