Das "Märchenhafte" in Gottfried Kellers "Dietegen"


Hausarbeit, 2018

24 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung der Arbeit

1. Einleitung

2. Allgemeines zum ‚klassisch‘-europäischen Märchen

3. Analyse des ‚Märchenhaften‘ in Gottfried Kellers „Dietegen“
3.1 Raum und Zeit in „Dietegen“ und den Grimm´schen Märchen
3.2. Vom Mangel zu Reichtum, Macht und Liebe: Das Glück in „Dietegen“
3.3. Gegenwelten, Hexen und eine böse Stiefmutter: Zur Figurenzeichnung in „Dietegen“

4. Abschließendes Fazit

5. Literatur- und Quellenverzeichnis
5.1. Verzeichnis der Siglen
5.2. Quellenverzeichnis
5.3. Verzeichnis für Sekundärliteratur

1. Einleitung

Setzt man sich mit der Novellistik Gottfried Kellers auseinander, so fällt auf, dass in den vielschichtigen Erzählungen zahlreiche Elemente miteingesponnen wurden, die auch für die literarische Gattung des Märchens typisch sind. Am einfachsten lässt sich dies wohl in seiner Novelle Spiegel, das Kätzchen identifizieren, die bereits im Untertitel als „Ein Märchen“1 bezeichnet wird.

Die 1856 im ersten Teil seines Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla erschienene Geschichte handelt vom Kater Spiegel, der in seiner Gerissenheit und Intelligenz klar an sein deutsches Märchenpendant, den Gestiefelten Kater erinnert. Ähnlich wie dieser bezwingt er nach dem Tod seines ursprünglichen Besitzers einen mächtigen Hexenmeister, indem er ihn durch klug gewählte Worte überlistet. Der Gestiefelte Kater nutzt im gleichnamigen Märchen dafür die Überheblichkeit des Zauberers und lässt ihn sich in eine Maus verwandeln, Spiegel hingegen erzählt ihm eine Geschichte über einen magischen Goldschatz in einem Brunnen, der stark an die goldene Kugel aus dem Froschkönig erinnert. Davor allerdings muss Spiegel einer Mästung durch den Zauberer entgehen, der versucht, ihn mit unwiderstehlichen Köstlichkeiten an sich zu binden. Auch hier legt der Kater ihn herein, indem er zu wenig isst und so für die magischen Vorhaben des Hexers nicht dick genug ist. Dieser kommt Spiegel aber auf die Schliche und sperrt ihn in einen Käfig, um ihn dann auf einem Feuer zu kochen. Damit weist die Novelle starke Parallelen zu einem weiteren2 Märchen der Gebrüder Grimm auf, denn auch in Hänsel und Gretel nimmt eine Hexe den durch die Köstlichkeiten des ‚Knusperhäuschens‘ angelockten Hänsel gefangen, um ihn zu mästen, zu kochen und schlussendlich zu verspeisen. Allerdings bewerkstelligen es die Kinder - ähnlich wie Spiegel in der Novelle - aus ihrer misslichen Lage zu entkommen, indem sie die Hexe überlisten und ihr magisches Treiben schließlich ganz beenden.3

Da die Kinder- und Hausm ärchen der Gebrüder Grimm im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts bereits massive Popularität besaßen und wohl auch Gottfried Keller bestens bekannt waren,4 kann davon ausgegangen werden, dass diese deutlich identifizierbaren Parallelen zwischen Kellers Novelle und der Märchensammlung nicht auf Zufällen basieren. Es liegt vielmehr nahe, dass Gottfried Keller sich von den Erzählstoffen der Gebrüder Grimm inspirieren ließ und das ‚Märchenhafte‘ bewusst in seine Erzählung Spiegel das Kätzchen integrierte.

Inwiefern sich solche, für die Gattung des Märchens charakteristischen Elemente auch in anderen Novellen Kellers finden lassen, soll in dieser Hausarbeit exemplarisch anhand der Novelle Dietegen5 untersucht werden, die ebenfalls aus dem Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla stammt. Da der Begriff ‚Märchen‘ unterschiedlichste Strömungen umfasst, die sich in ihren Inhalten, Erzählstrukturen und Motiven teils erheblich voneinander unterscheiden, sollen hier die ohnehin schon recht breit gefächerten Grimm’schen Kinder- und Hausmärchen als Referenzpunkt für die Analyse herangezogen werden. Dies hat auch ganz praktische Gründe, denn mit ihnen weist Dietegen mit Abstand die größten Überschneidungspunkte auf.

In einem ersten Schritt sollen dann kurz die Entstehungsgeschichte und Merkmale des ‚klassisch‘-europäischen Märchens im Allgemeinen sowie der Grimm´schen Märchen im Speziellen umrissen werden. Aufbauend auf diesen einleitenden Ausführungen soll in den folgenden drei Kapiteln untersucht werden, inwieweit sich charakteristische Züge der Grimm´schen Märchen in Dietegen wiederfinden lassen. Dabei werden neben inhaltlichen Aspekten auch die Figurenzeichnung, Motivik sowie die Erzählstruktur betrachtet. Da in dieser relativ knappen Arbeit nur die meiner Ansicht nach wichtigsten Themenkomplexe angesprochen werden können, müssen Aspekte wie etwa eine Analyse der genauen Erzählstruktur nach dem Vorbild von Vladimir Propp6 vernachlässigt werden. Abschließen soll die Arbeit dann ein kurzes Fazit.

Generell blieb Dietegen im Vergleich zu anderen Novellen Kellers, wie etwa Romeo und Julia auf dem Dorfe, von der Forschung bisher eher unbeachtet. Zwar existieren zur Novelle neben meist relativ knappen und teilweise auch oberflächlichen Passagen in Monographien auch einige Aufsätze von Peter Paul Schwarz,7 die märchenhaften Elemente in der Novelle In dieser Arbeit wird aus der im Klassiker Verlag erschienenen Edition von Thomas Böning (Gottfried Keller: Dietegen, in: Thomas Böning (Hrsg.): Gottfried Keller. Die Leute von Seldwyla (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 10). Frankfurt am Main 2006, S. 438-498) mit der Sigle „D“ unter Angabe der Seitenzahl zitiert.

Siehe zur Kindheit in Dietegen etwa: Peter Paul Schwarz: Zur Bedeutung der Kindheit in Kellers „Dietegen“, in: Wirkendes Wort 35 (1985), S. 88-99; zu den romantischen Elementen in der Novelle: Peter Paul wurden bisher trotz des allgemein guten Forschungsstands zur deutschen Märchenkultur nur von Doris F. Merrifield in ihrem Aufsatz Gottfried Kellers Dietegen, eine Analyse aus dem Jahr 1969 konkretisiert,8 von der Forschung aber nicht weiter ausgearbeitet. So spricht etwa Rolf Selbmann in seiner Monographie über den „Märchentonfall“ und die „skurrile[] Märchengeschichtlichkeit“ der Erzählung, geht in seinen weiteren Ausführungen allerdings nicht weiter auf diese Beobachtungen ein.9 Damit bleibt eine umfassende Analyse des ‚Märchenhaften‘ in Kellers Dietegen weiterhin ein Desiderat der Forschung.

2. Allgemeines zum ‚klassisch‘-europäischen Märchen

Elemente, die nach heutiger Auffassung typisch für die Gattung des europäischen Märchens sind, können auf eine lange literarische Tradition zurückblicken. Schon in altorientalischer und frühgriechischer Literatur lassen sich Ansätze märchenhaften Erzählens finden,10 bis ins Mittelalter existierte das Genre in Europa allerdings nicht als gesonderte Erzählform, sondern meist nur als Binnenerzählung in epischen oder romanhaften Dichtungen.11 Bis ins Spätmittelalter wurde kaum zwischen dem Märchen und anderen kurzen, prosaischen Erzählformen wie der Anekdote und der Novelle unterschieden, erst im Italien der Renaissance entwickelte sich ein Bewusstsein für Märchen als eigene literarische Gattung, sodass in diesen Zeitraum die ersten Märchensammlungen verfasst wurden.12 Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden dann vor allem in Frankreich zahlreiche solche Sammlungen, die teils auch stoffliche Vorlagen für die wichtigste Märchenausgabe im deutschsprachigen Raum, die Kinder- und Hausmärchen von Jakob (1785-1863) und seinem Bruder Wilhelm (1786-1859) Grimm, boten.13

Die insgesamt 210 Erzählungen, die von ihnen ab 1810 in mühevoller Recherchearbeit gesammelt wurden und schließlich 1857 in ihrer finalen Fassung erschienen,14 umfassen Schwarz: Romantische Züge in Gottfried Kellers „Dietegen“, in: Reinhard Görtsch (Hrsg.): Perspektiven der Romantik. Mit Bezug auf Herder, Schiller, Jean Paul, Friedrich Schlegel, Arnim, die Brüder Grimm, Gottfried Keller, Rilke und den Avantgardismus. Beiträge des Marburger Kolloquiums zum 80. Geburtstag Erich Ruprechts (Abhandlungen zur Kunst- Musik und Literaturwissenschaft 377). Bonn 1987, S. 77-86.

neben den teils bis heute populären Märchen auch Fabeln, folkloristische Schwänke und die Kinderlegenden.15 Ziel der Grimms war dabei eine umfassende Zusammenstellung europäischer Volksmärchen, also von Märchen, die über Jahrhunderte meist mündlich tradiert wurden und daher keinem bestimmten Urheber zugeordnet werden können.16 Da die Gebrüder Grimm die literarischen Erzählstoffe aber auch in Inhalt und Form anpassten und teilweise sogar ganze Passagen strichen oder hinzudichteten,17 besitzen die Kinder- und Hausmärchen graduell auch die Merkmale sogenannter Kunstmärchen..18 Trotz der Tatsache, dass sich fast jeder unter dem Begriff ‚Märchen‘ sofort etwas vorstellen kann, fällt eine genaue Definition desselben nicht leicht. Je nach Ort und Zeit der Entstehung, kulturellen Gegebenheiten und dem intendierten Rezipientenkreis konnten Märchen unterschiedlichste Formen aufweisen und Funktionen erfüllen.19 So sollten etwa die teils äußerst konkreten sexuellen Anspielungen der orientalischen Märchen von 1001 Nacht die erotischen Bedürfnisse ihres vorwiegend aus Männern bestehenden Publikums befriedigen,20 wohingegen die Grimm´schen Märchen sich zumeist an Kinder und Frauen richteten und daher „geradezu asexuell und anti-erotisch“ gestaltet sind.21 Zudem unterscheiden sich Märchen oftmals erheblich in ihrem Inhalt und lassen sich je nach ihren thematischen Schwerpunkten in verschiedene Kategorien einteilen, die sich allerdings oftmals überschneiden. Im Zaubermärchen etwa lässt sich die Realität etwa durch Verwünschungen, Zaubertränke oder andere magischen Praktiken verändern (vgl. etwa den hundertjährigen Schlaf in KHM22 50 Dornröschen),23 Glücksmärchen handeln vom Weg des Die „Kinder und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm werden in dieser Arbeit mit der üblichen Sigle „KHM“ abgekürzt, wobei die nachfolgende Nummer jeweils die Position innerhalb der insgesamt 210 Märchen und Kinderlegenden angibt. Die in dieser Arbeit verwendete Märchenausgabe stammt von Hans-Jörg Uther (Jacob Grimm: Kinder- und Hausmärchen, in: Hans-Jörg Uther (Hrsg.): Brüder Grimm. Kinder- und Hausmärchen Bd. 1-4. Nach der Großen Ausgabe von 1857, textkritisch revidiert, kommentiert und durch Register erschlossen. München 1996). Nummer 1-60 der Märchen finden sich in Band 1, Nummer 61-144 in Band 2 und Nummer 145-200 sowie die 10 Kinderlegenden in Band 3. Band 4 enthält Anmerkungen zu den jeweiligen Erzählungen. Die in dieser Arbeit angegeben Nummern beziehen sich immer auf die Helden zum persönlichen Glück (vgl. KHM 20 Das tapfere Schneiderlein)24 und in Fabeln sind die Protagonisten keine Menschen, sondern Tiere (vgl. KHM 187 Der Hase und der Igel),25 um nur einige Beispiele zu nennen.

Trotz dieser relativ breiten Fächerung der Gattung lassen sich vor allem bei den aus der europäischen Märchentradition entsprungenen Erzählungen bestimmte Gemeinsamkeiten feststellen, die eine definitorische Annäherung an den Märchenbegriff erlauben. Bei Märchen, das legt schon die Wortherkunft von mhd. mære für ‚Geschichte‘ nahe,26 handelt es sich um „kleine Erzählung[en] fiktiven Inhalts“.27 Konstitutiv für diese sind - neben dem genannten Verzicht auf sexuelle Ausschmückungen - unter anderem ein „Eingreifen übernatürl[icher] Gewalten ins Alltagsleben“, „Drachen, Feen, Hex en, Zauberer“ und ähnliche Wesen aus der Sagenwelt sowie eine „denkbar einfache schwarz-weiße Weltordnung mit typenhaften guten oder bösen Figuren“,28 die teils auch in ‚normale‘ und Konträrwelten aufgeteilt sind.29 Darüber hinaus treten im Märchen vermehrt Personen und Kinder aus dem einfachen Volk als Handlungsträger auf, die oftmals aus ärmlichen Verhältnissen stammen.30 Für die Märchen der Gebrüder Grimm ist zudem die Unbestimmtheit von Raum und Zeit kennzeichnend,31 auf die im folgenden Kapitel genauer eingegangen werden soll.

3. Analyse des ‚Märchenhaften‘ in Gottfried Kellers „Dietegen“

3.1 Raum und Zeit in „Dietegen“ und den Grimm´schen Märchen

Mit diesen Worten beginnt das bekannte Grimm´sche Märchen Rapunzel, das von der Befreiung der bildhübschen Rapunzel durch einen jungen Prinzen handelt. Neben der märchentypischen Existenz magischer Wesen in Form der „Zauberin“ lässt sich aus diesem Textabschnitt noch ein weiteres, für die Kinder- und Hausmärchen charakteristisches Merkmal herauslesen, nämlich die schon fast frappierend konsequent eingehaltene Uneindeutigkeit von Raum und Zeit.33 Zeitliche Angaben bleiben in der Sammlung insofern maximal vage, als dass weder Jahreszahlen noch historische Ereignisse genannt werden, die eine Zuordnung in einen bestimmten Zeitrahmen erlauben würden. Ein ungefährer zeitlicher Zugang zu einigen der Geschichten ist höchstens über die Bestimmung genannter Münzwerte möglich,34 die von den Verfassern aber wohl kaum intendiert war. Typischerweise beginnen die Märchen wie in Rapunzel mit dem klassischen „Es war“35 bzw. „Es war einmal“36 sowie ähnlichen unspezifischen Formulierungen wie „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat“37 oder „An einem Sommermorgen“.38 Was die Handlungsorte angeht, werden in den Märchen der Grimms kein einziges Mal konkrete Länder, Städte oder andere Orte genannt, die eine räumliche Festlegung oder zumindest Eingrenzung erlauben würden.39 Im zitierten Textausschnitt wird etwa nur von „ihrem Hinterhaus“ gesprochen, da aber auch die Personen in Rapunzel praktisch anonym bleiben, könnte sich dieses überall befinden. Die anderen genannten räumlichen Fixpunkte wie der „prächtige[] Garten“ und die „hohe[] Mauer“ wurden bewusst mit unbestimmten Artikeln versehen, sodass eine Zuordnung an einen bestimmten Ort ausgeschlossen ist. Damit unterscheiden sich die Märchen deutlich von Dietegen, wo eine relativ genaue Datierung und Lokalisierung der Handlung möglich ist.40 Der Großteil der Novelle spielt sich in Seldwyla und im benachbarten Ruechenstein ab. Die beiden Orte sind zwar fiktiv, Seldwyla wird aber im Vorwort des Novellenzyklus klar als „kleine Stadt […] irgendwo in der Schweiz“ 41 bezeichnet, sodass sich die beiden Ortschaften immerhin national zuordnen lassen. Die Teilnahme von Dietegen und seinem Ziehvater an diversen Feldzügen lässt zudem Rückschlüsse auf den ungefähren zeitlichen Rahmen der Erzählung zu. So kämpfen sie im „Burgunderkrieg“42, der um 1475 unter anderem zwischen der alten Eidgenossenschaft und den Burgundern ausgetragen wurde.43 Die Freilassung Küngolts aus ihrer Haft in Seldwyla fällt in denselben Zeitraum wie die Schlacht von Murten vom 22. Juni 1474,44 sodass ihre einjährige Haftstrafe vom Johannistag 1473 frühestens am 24. Juni 1474 endete.45 Der Tod Dietegens in „einem der Mailänder Feldzüge“46 lässt sich entweder auf das Jahr 1499 oder auf den Zeitraum zwischen 1511 und 1512 datieren, auch Küngolt starb damit spätestens 1512.47

3.2. Vom Mangel zu Reichtum, Macht und Liebe: Das Gl ück in „Dietegen“

Die Kindheit und Jugendzeit im Märchen, so kann man zweifellos festhalten, sind oft keine sonderlich schönen Lebensabschnitte. Zwar kommen in den Grimm´schen Kinder- und Hausmärchen auch gutgestellte Prinzen und Prinzessinnen vor, viele der jungen Figuren fristen ihre Anfangsjahre aber in Trostlosigkeit, Armut und persönlichem Leid.48 In Aschenputtel (KHM 21) muss die gleichnamige Protagonistin etwa den Tod ihrer Mutter mitansehen, bevor sie von ihrer bösen Stiefmutter und deren Töchtern schikaniert und ausgebeutet wird. Diese nehmen der jungen Frau ihre schönen Kleider weg und geben ihr stattdessen ärmliche Lumpen, mit denen Aschenputtel dann „von morgens bis abends schwere Arbeit tun [muss]“.49

Aus dieser trostlosen Ausgangssituation entkommt sie nun aber unvermittelt. Zufälligerweise veranstaltet der König ein Fest, zu dem er „alle schönen Jungfrauen im Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla, in: Thomas Böning (Hrsg.): Gottfried Keller. Die Leute von Lande“50 einlädt, damit sich sein Sohn unter diesen eine Braut aussuchen kann. Die Stiefmutter versucht zu verhindern, dass Aschenputtel das königliche Schloss tatsächlich besuchen kann und gibt dem Mädchen daher mühselige Arbeiten auf. Intuitiv weiß sich Aschenputtel aber zu helfen und ruft nach der Hilfe der Tauben, die die Aufgaben wie durch Zauberhand erledigen und ihr sogar noch ein passendes Kleid für den Ball des Prinzen beschaffen. Dort tanzt Aschenputtel dann den ganzen Abend mit dem Prinzen, der die junge Frau aber erst nach der Anprobe ihres verlorenen Schuhs wiedererkennt, sie von daheim mit in sein Königreich nimmt und schlussendlich heiratet.

Damit nimmt Aschenputtel schon fast prototypisch den Verlauf des sogenannten Glücksmärchens an, in der einer oder mehreren Hauptfiguren aus ihrer anfänglichen Mangellage entkommen und den Aufstieg in ein glückliches Dasein bewerkstelligen.51 Zumeist wird dem bzw. den Protagonisten diese Entwicklung aber nicht durch persönliche Anstrengung, sondern – wie in Aschenputtel – durch schon fast schicksalhaftes Glück zuteil,52 das im Märchen typischerweise durch magische Praktiken vollzogen wird und vor allem gutherzige und bescheidene Personen trifft.53

Das konstitutive Strukturmerkmal des Glücksmärchens, der Weg vom Mangel zum Glück durch Glück, lässt sich auch deutlich in Dietegen herauslesen, die deutlichen Parallelen der Novelle zu Aschenputtel lassen sogar die Vermutung zu, dass sich Keller direkt vom Grimm´schen Märchen inspirieren ließ. Ähnlich wie in dem Märchen ist auch der junge Dietegen nach dem Verlust seiner Eltern „erbärmlich gekleidet“ und wird von seinen Zieheltern, dem örtlichen Bettelvogt und seiner Frau, „schon fast wie ein Haustier [gehalten]“:54 „Er mußte scheuern und fegen und lauter solche Mägdearbeiten verrichten, und wenn die Bettelvögtin nichts Schnödes für ihn zu tun hatte, so lieh sie ihn den Nachbarsweibern […], um ihnen alle Lumpereien zu tun“.55 Durch die ausschließlich positiv So wird die „gut[e] und fromm[e]“ Aschenputtel (KHM 21, S. 120) mit der Hochzeit belohnt, ihre Stiefschwestern erblinden hingegen zur Strafe für ihre „Bosheit und Falschheit“ (KHM 21, S. 128). Im Märchen „Vom dem Fischer un syner Fru“ (KHM 19) werden dem Fischer durch Magie zwar unermessliche Reichtümer zuteil, die Gier seiner Frau kehrt den Zauber aber wieder um, sodass die Beiden letztlich genauso viel haben wie am Anfang.

Darstellung des „bildschöne[n] […], schlanke[n], wohlgebildete[n] und kraftvolle[n]“56 Dietegen wird dieser nicht nur durch seine Lebensumstände, sondern auch in charakterlicher Hinsicht als Pendant zur „fromm[en] und gut[en]“57 Aschenputtel gezeichnet. Umso schlimmer mutet die nachfolgende Auslieferung des kleinen Dietegens an die kompromisslos gesetzestreuen Ruechensteiner an, die ihn kurzerhand hinrichten wollen. Nur durch extremen Zufall – oder besser Glück? – wird er von der kleinen Küngolt gefunden und ist am Abend in ihrem Bettchen „herrlicher aufgehoben […], als er es sich noch am Morgen oder je in seinem Leben geträumt hätte.“58 Im Verlauf der Handlung avanciert der glückvolle Dietegen dann zum angesehenen Forstmeister und Feldhauptmann, kann in Kriegszügen Reichtümer für sich gewinnen und findet schließlich in Küngolt eine aufrecht und treu gewordene Ehefrau. Letztlich basiert Dietegens Lebensweg von einer Kindheit in Bedürftigkeit und Ablehnung hin zu Reichtum, Macht und Liebe somit auf der Entdeckung durch Küngolt, also einem weitestgehend unmotivierten59 und märchenhaft-glücklichen Wink des Schicksals.

Somit weist die Novelle durchaus Ansätze eines Grimm´schen Glücksmärchens auf, ganz so wie in Aschenputtel verläuft Dietegens Entwicklung allerdings nicht. Zwar ist auch er auf Hilfe von außen angewiesen, um seinem vermeintlichen Schicksal im Sarg zu entkommen, diese ist aber nicht wie im Märchen magischer Natur, sondern durchaus eine reale, wenn auch unwahrscheinliche Möglichkeit. Zudem verzichtet Keller auf die stringente und relativ simple Struktur von Aschenputtel und gestaltet den Weg Dietegens von Unglück zu Glück deutlich komplexer und damit ebenfalls realistischer. In Aschenputtel und vielen anderen Märchen währt einmal erreichtes (bzw. wiedererreichtes) Glück ewig,60 Dietegens anfängliche Glücksgefühle hingegen werden im Verlauf der Handlung vorübergehend durch den Konflikt mit Küngolt getrübt. So blickt er etwa bei ihrer Versteigerung „düster“61 drein und wird beim Anblick von Küngolt mit dem Kaplan von einer „eisige[n] Kälte“62 des Herzens erfasst.

Wie gestaltet sich das persönliche Glück der Figuren in Aschenputtel und Dietegen aber konkret? Letztlich steht bei beiden Geschichten eine Hochzeit als freudiger Schlusspunkt der Handlung, die Liebe zwischen den jeweiligen Paaren gestaltet sich in Märchen und Novelle jedoch äußerst unterschiedlich. In Aschenputtel gibt der Prinz zwar sein Bestes, die Identität der mysteriösen Tänzerin festzustellen, wechselt aber in der gesamten Geschichte kein einziges Wort mit Aschenputtel und will sogar zwei Mal eine der Stiefschwestern mit in sein Reich nehmen, da er seine Wunschbraut nicht erkennt. Die im Märchen propagierte Liebe der beiden kann nach heutigem Verständnis also nicht besonders tief gewesen sein, was Aschenputtel und ihren Prinzen aber nicht davon abhält, am Ende der Geschichte schon fast ganz selbstverständlich eine Hochzeit abzuhalten.63 Da Märchenfiguren größtenteils „erhebliche Defizite in der geistigen und seelischen Tiefengliederung“64 aufweisen und aus diesem Grund auch nicht im eigentlichen Sinne „liebensfähig“65 sind, kann diese farblose und oberflächliche ‚Liebe‘ des Paares als typisch für das Märchengenre bezeichnet werden. Wie sich das Brautpaar dann auch im Alltag bewährt, ist im Märchen meist nicht von Interesse, die glückliche Heirat bildet dort den Ziel- und Endpunkt der Handlung.66 So endet auch Aschenputtel mit der Hochzeit und der Bestrafung der Stiefschwestern, was letztlich aus dem Paar wird, erfährt man allerdings nicht.

Ganz anders verhält sich das Liebesglück hingegen in der Novelle. Zwar führen Dietegen und Küngolt durchaus ein stereotyp-märchenhaftes Eheleben in „ununterbrochener Eintracht und Ehre“67, ihre Heirat geschah aber im Gegensatz zu den ausgehöhlten Märchenhochzeiten tatsächlich aus tiefster emotionaler Verbundenheit. Als das Paar nach etlichen Jahren des Hin und Hers letztendlich doch noch zusammenfindet, empfindet Küngolt „süße[] Erlösung“ und selbst dem „rauhen starken Gesellen“ Dietegen rollen, gepackt von „seligem Glücke“, „die eigenen Tränen über die Wangen“.68 Keller erlaubt dem Leser also eine Sicht in die Gefühlswelt der Charaktere und gestaltet die Liebesbeziehung der beiden damit deutlich tiefer aus, als das in den Grimm´schen Märchen der Fall ist. Ebenso endet die Geschichte nicht wie im Märchen mit einer praktisch zeitlosen Glückseligkeit direkt nach der Hochzeit,69 stattdessen wird am Ende noch der Tod von Dietegen und Küngolt auf dem Schlachtfeld bzw. durch schwere Krankheit geschildert. Die Tatsache, dass der Bericht über den Tod des Liebespaares nichts zur Handlung beiträgt und von Keller schon fast wie ein Über 70% aller Märchen enden mit einer Hochzeit, sodass sich diese ‚Selbstverständlichkeit‘ auch statistisch belegen lässt (vgl. Röhrich, Anthropologie, S. 35).

Nachtrag in den letzten Absatz der Novelle gestellt wurde, lässt vermuten, er wollte sich bewusst vom immerwährenden Liebesglück des Märchens abgrenzen. Insbesondere in Glücksmärchen werden die Protagonisten zudem oftmals mit kostbaren materiellen Gütern belohnt,70 die das neu erworbene Glück nach außen hin darstellen und so für den Leser greifbar machen. So bringen etwa Hänsel und Gretel kostbare Edelsteine mit nach Hause (KHM 15) und in Die Sterntaler (KHM 153) fallen dem bettelarmen Mädchen hunderte Goldtaler buchstäblich vor die Füße. Die damit einhergehende ökonomische Unabhängigkeit bildet im Märchen überhaupt erst die Grundlage für das abschließende Glück, denn nur durch den unverhofften Reichtum wird den Märchenfiguren die endgültige Ausflucht aus der anfänglichen Verelendung möglich.

Eine solche „Materialisierung“71 des Märchenglücks lässt sich auch in Dietegen finden, wenn auch mit einer etwas anderen Konnotation. Die protzigen Prunkkleider, die Dietegen sich durch aus „burgundischen Beutestücken“72 anfertigen ließ, werden in der Novelle praktisch in einem Atemzug mit seinen neuen, groben und unkultivierten Verhaltensweisen genannt. Der mit dem Kriegswesen einhergehende materielle Besitz Dietegens wird so direkt mit seinen ungebührlichen Verhaltensweisen, der „gewisse[n] Wildheit“,73 in Verbindung gebracht und damit eher negativ gewertet. Später heißt es dann: „Dietegen wurde ein angesehener Mann durch das Kriegswesen, nicht besser als Andere jener Zeit, vielmehr den gleichen Fehlern unterworfen“.74 Er „[raffte] Gold und Beute […] und [trieb] so von Krieg zu Krieg sein Wesen“.75 Die Formulierung ‚raffen‘ setzt dabei das Streben nach materiellen Gütern, nach „Gold und Beute“, mit einem fast schon gierigen Horten geraubter Kriegsschätze gleich und wird damit ebenso wie die Prunkkleider mit Dietegens negativen Charaktereigenschaften verknüpft. Folglich legt die Novelle die persönliche Erfüllung eher in der Liebesbeziehung von Dietegen und Küngolt als in Besitz und Wohlstand an, in den klassischen Glücksmärchen hingegen geht das ‚Happy End‘ oft erst mit einer ökonomischen Unabhängigkeit einher, womit materieller Besitz dort in einem weitaus positiverem Licht erscheint.

[...]


1 Gottfried Keller: Spiegel, das Kätzchen. Ein Märchen, in: Thomas Böning (Hrsg.): Gottfried Keller. Die Leute von Seldwyla. Frankfurt am Main 2006, S. 240.

2 „Der Gestiefelte Kater“ erschien allerdings nur in der ersten Ausgabe der Grimm´schen Märchen von 1812 und wurde später getilgt (vgl. Vgl. Hans-Jörg Uther: Handbuch zu den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Entstehung – Wirkung – Interpretation. Berlin/Göttingen ²2013, S. 430f).

3 Siehe hierzu auch Heinz Rölleke: Grimms Märchen „Hänsel und Gretel“ und Gottfried Kellers „Spiegel das Kätzchen“, in: Fabula. Zeitschrift für Erzählforschung 28/3 (1987), S. 316-319.

4 Vgl. Uther, Handbuch, S. 495-499.

5 Vgl. Uther, Handbuch, S. 495-499.

6 Vgl. Uther, Handbuch, S. 495-499.

7 Vgl. Vladimir Propp: Morphologie des Märchens, hrsg. von Karl Eimermacher. München 1972, S. 91-115.

8 Vgl. Doris F. Merrifield: Gottfried Kellers Dietegen, eine Analyse, in: The German Quarterly 42/2 (1969), S. 158-171, hier S. 159-161.

9 Rolf Selbmann: Gottfried Keller. Romane und Erzählungen (Klassiker Lektüren 6). Berlin 2006, S. 91-94.

10 Vgl. Udo Reinhardt: Mythen - Sagen - Märchen. Eine Einführung mit exemplarischen Motivreihen (Paradeigmata 17). Freiburg im Breisgau u.a. 2012, S. 25-32.

11 Vgl. ebd. S. 171.

12 Vgl. ebd. S. 171f.

13 Vgl. ebd. S. 172f.

14 Vgl. Uther, Handbuch, S. 460f bzw. 472.

15 Vgl. Reinhardt, Mythen, S. 173.

16 Vgl. Stefan Neuhaus: Märchen. Tübingen 2005, S. 3.

17 Vgl. Uther, Handbuch, S. 486.

18 Vgl. Reinhardt, Mythen, S. 175.

19 Vgl. Felix Karlinger: Geschichte des Märchens im deutschen Sprachraum. Darmstadt ²1988, S. Xf bzw. 1.

20 Vgl. Lutz Röhrich: „und weil sie nicht gestorben sind…“. Anthropologie, Kulturgeschichte und Deutung von

21 Märchen. Köln 2002, S. 52.

22 Ebd. S. 43f.

23 Position in der finalen Fassung der KHM von 1857.

24 Vgl. Helge Gerndt: Zaubermärchen, in: Rolf W. Brednich u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens.

25 Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung Bd. 14. Berlin/Boston, Sp.

26 Es war einmal ein Mann und eine Frau, die wünschten sich schon lange ein Kind […]. Die Leute hatten in ihrem Hinterhaus ein kleines Fenster, daraus konnte man in einen prächtigen Garten sehen, [… ] er war aber von einer hohen Mauer umgeben und niemand wagte hineinzugehen, weil er einer Zauberin gehörte, die große Macht hatte und von aller Welt gefürchtet ward.32

27 Vgl. Elisabeth Blum: Glück, in Rolf W. Brednich u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung Bd. 5. Berlin 1987, Sp. 1299-1305, hier Sp. 1300.

28 Vgl. Reinhard Dithmar: Fabel, in: Kurt Ranke u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung Bd. 4. Berlin 1984, Sp. 727-745, hier Sp. 736-738.

29 Vgl. Beate Hennig: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Berlin/Boston 62014, S. 208.

30 Reinhardt, Mythen, S. 171.

31 Gero von Wilpers: Märchen, in: ders. (Hrsg.): Sachwörterbuch der Literatur. Stuttgart 82001, S. 494-497, hier S. 494f.

32 Reinhardt, Mythen, S. 184.

33 Vgl. ebd. S. 179f.

34 Vgl. ebd. S. 176f.

35 KHM 12 „Rapunzel“, S. 67f.

36 Vgl. Reinhardt, Mythen, S. 176f.

37 Vgl. Heinz Rölleke: Zeiten und Zahlen in Grimms Märchen, in: Ursula und Heinz-Albert Heindrichs (Hrsg.):

38 Die Zeit im Märchen. Kassel 1989, S. 52-62; hier S. 52f.

39 So etwa in: KHM 39 „Die Wichtelmänner“, S. 204; KHM 76 „Die Nelke“, S. 57 oder KHM 85

40 „Die Goldkinder“, S. 92.

41 So etwa in: KHM 5 „Der Wolf und die sieben Geißlein“, S. 31; KHM 22 „Das Rätsel“, S. 128; KHM 69 „Jorinde und Joringel“, S. 39 oder KHM 81 „Bruder Lustig“, S. 69.

42 KHM 1 „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich“, S. 7.

43 KHM 20 „Das tapfere Schneiderlein“, S. 110.

44 Vgl. Reinhardt, Mythen, S. 176f.

45 Vgl. hierzu auch Merrifield, Dietegen, S. 161.

46 Seldwyla (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 10). Frankfurt am Main 2006, S. 11-14, hier S. 11.

47 D, S. 487.

48 Vgl. Thomas Böning: Stellenkommentar zu Dietegen, in: ders. (Hrsg.): Gottfried Keller. Die Leute von Seldwyla Bd. 2 (Deutscher Klassiker Verlag im Taschenbuch 10). Frankfurt am Main 2006, S. 811-823; hier S. 820.

49 Vgl. D, S. 490: „Indessen war auch die Schlacht von Murten geschlagen worden und um die gleiche Zeit die Strafdauer Küngolts zu Ende.“

50 Vgl. Böning, Stellenkommentar, S. 821.

51 D, S. 498.

52 Vgl. Böning, Stellenkommentar, S. 823.

53 Vgl. Röhrich, Anthropologie, S. 13f sowie S. 33.

54 KHM 21 „Aschenputtel“, S. 120.

55 Ebd. S. 121.

56 Vgl. Röhrich, Anthropologie, S. 173 sowie: Heinz Rölleke: Glück und Unglück in Grimms Märchen zu den Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, in: Swantje Ehlers (Hrsg.): Märchen-Glück. Glücksentwürfe im Märchen (Schriftenreihe RINGVORLESUNGEN der Märchen-Stiftung Walter Kahn 4). Baltmannsweiler 2005, S. 5-20, hier S. 12.

57 Siehe zur Bedeutung des Schicksals im Märchen: Rölleke, Glück, S. 8.

58 D, S. 443.

59 Ebd. S. 444.

60 Ebd. S. 443

61 KHM 21 „Aschenputtel“, S. 120.

62 D, S. 452.

63 Vgl. Merrifield, Dietegen, S. 159.

64 Vgl. Rölleke, Glück, S. 15f.

65 D, S. 480.

66 Ebd. S. 487.

67 Reinhardt, Mythen, S. 186.

68 Rölleke, Glück, S. 15.

69 Vgl. Röhrich, Anthropologie, S. 60f.

70 D, S. 498.

71 Ebd. S. 496.

72 Röhrich, Anthropologie, S. 92f.

73 Vgl. Rölleke, Glück, S. 15.

74 Rölleke, Glück, S. 16.

75 D, S. 490.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Das "Märchenhafte" in Gottfried Kellers "Dietegen"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Proseminar: Gottfried Kellers Novellen
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V889307
ISBN (eBook)
9783346219602
ISBN (Buch)
9783346219619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gottfried keller, keller, dietegen, märchen, grimm, gebrüder grimm, seldwyla, die leute von seldwyla
Arbeit zitieren
Sebastian Binder (Autor), 2018, Das "Märchenhafte" in Gottfried Kellers "Dietegen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889307

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