Diese Arbeit beschäftigt sich mit Fällen von Polizeigewalt in den USA und der Frage, ob von institutioneller Diskriminierung gesprochen werden kann.
In der Geschichte der USA wurden Schwarze als Sklaven wie Gegenstände behandelt. Auch nach Ende der Sklaverei wurden sie immer noch benachteiligt und bedroht. Die USA zeigen staatlich eine tolerante Haltung, wie mit der landesweiten Legalisierung der "Homo-Ehe" durch das Urteil des US-Supreme Court. Doch sind die USA wirklich so tolerant? Zahlreiche Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den letzten Jahren werfen diese Frage auf.
Institutionelle Diskriminierung Schwarzer geht zwangsläufig einher mit institutionellem Rassismus, da eine Institution - wenn sie Schwarze diskriminiert - rassistische Strukturen aufweisen muss. Institutioneller Rassismus beschreibt das Versagen einer Institution, ihre Dienste für alle Individuen einer Gesellschaft gleichermaßen und unabhängig von Merkmalen wie der Hautfarbe oder ethnischer Herkunft zu leisten.
Die Diskriminierung kann unbewusst durch Vorurteile oder andere Einflüsse der Gesellschaft hervorgerufen werden. Wichtig ist, dass nicht nur das einheitliche und öffentliche rassistische oder diskriminierende Handeln institutionellen Rassismus bzw. Diskriminierung ausmachen, sondern bereits ein veränderter Umgang mit diesen Gruppen.
Gibt es institutionelle Diskriminierung von Schwarzen durch die US-Polizei? Sind die USA somit noch immer eine "White-Privilege"-Gesellschaft, in der Schwarze Weißen gegenüber gesellschaftlich und wirtschaftlich benachteiligt sind?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Fälle von Polizeigewalt
2.2 Kann man von institutioneller Diskriminierung sprechen?
2.3 Die USA - eine „White-Privilege“-Gesellschaft?
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob in den USA weiterhin eine „White-Privilege“-Gesellschaft existiert, in der Schwarze durch institutionelle Diskriminierung, insbesondere durch die Polizei, benachteiligt werden. Dabei wird analysiert, inwieweit rassistische Strukturen trotz formaler Gleichberechtigung den Alltag sowie die Chancen von Schwarzen in Bildung und Berufsleben prägen.
- Analyse aktueller Fälle von exzessiver Polizeigewalt gegen Schwarze.
- Untersuchung von Anzeichen für institutionellen Rassismus innerhalb der Polizei.
- Bewertung der Rolle der Polizeiausbildung bei der Entstehung von Gewaltmustern.
- Diskussion über das Fortbestehen sozioökonomischer Ungleichheiten zwischen Schwarz und Weiß.
- Reflexion des „White-Privilege“-Konzepts im Kontext der heutigen US-Gesellschaft.
Auszug aus dem Buch
2.1 Fälle von Polizeigewalt
Seit dem Fall Eric Garner im Juni 2014 scheinen sich Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA zu häufen. Der asthmakranke Garner stirbt nach einem anhaltenden Würgegriff eines weißen Polizisten. „I can`t breath!“, hört man Garner auf dem Augenzeugenvideo immer wieder sagen, während er von den Polizisten zu Boden gedrückt wird. Die Grand Jury sah keinen Grund für eine Anklage des Polizisten, obwohl der Würgegriff dem NYPD verboten ist.
Der 12-jährige Tamir Rice spielt im November 2014 mit einer Softair-Pistole im Park. Ein Anwohner alarmiert die Polizei, sagt aber, es sei vermutlich eine Spielzeugwaffe. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie Tamir mit der Pistole spielt, als ein Streifenwagen vorfährt und ein weißer Polizist sofort aus nächster Nähe das Feuer auf Tamir eröffnet. Die Polizisten leisten keine Erste Hilfe, der Junge stirbt im Krankenhaus. Die Jury entschied, den Polizisten nicht anzuklagen, da er die Waffe für echt gehalten habe.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Diskriminierung von Schwarzen in den USA und stellt die Frage nach der heutigen Toleranz angesichts zahlreicher Fälle von Polizeigewalt.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert konkrete Vorfälle von Polizeigewalt, untersucht Anzeichen für systemischen Rassismus in der Polizeiausbildung und beleuchtet die sozioökonomischen Disparitäten zwischen Schwarz und Weiß.
2.1 Fälle von Polizeigewalt: Dieses Kapitel dokumentiert anhand von Beispielen wie den Fällen Eric Garner und Tamir Rice die Häufung tödlicher Polizeigewalt gegen schwarze Bürger.
2.2 Kann man von institutioneller Diskriminierung sprechen?: Hier wird erörtert, ob die Polizei durch strukturelle Vorurteile und spezifische Ausbildungsmethoden institutionell Schwarze benachteiligt.
2.3 Die USA - eine „White-Privilege“-Gesellschaft?: Dieses Kapitel untersucht, wie tiefgreifend Rassismus und Ungleichheit in den USA trotz der Bürgerrechtsbewegung weiterhin in Einkommens- und Bildungsstatistiken verankert sind.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die USA trotz Fortschritten eine „White-Privilege“-Gesellschaft bleiben, in der Schwarze strukturell benachteiligt werden.
Schlüsselwörter
Rassismus, USA, Polizeigewalt, White-Privilege, institutionelle Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Bürgerrechtsbewegung, Polizeiausbildung, ethnische Disparitäten, struktureller Rassismus, Chancenungleichheit, Bildung, Berufsleben, Afroamerikaner, systemische Gewalt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht das Fortbestehen rassistischer Strukturen in den USA, insbesondere im Hinblick auf das Verhalten der Polizei gegenüber Schwarzen und die allgemeine gesellschaftliche Benachteiligung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind Polizeigewalt, institutioneller Rassismus innerhalb staatlicher Behörden und die sozioökonomische Disparität zwischen weißen und schwarzen Bevölkerungsteilen.
Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob die USA noch immer eine „White-Privilege“-Gesellschaft darstellen, in der institutionelle Diskriminierung gegen Schwarze – insbesondere durch die Polizei – stattfindet.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Statistiken, Zeitungsberichten und offiziellen Untersuchungsergebnissen, um die theoretischen Thesen zu belegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Dokumentation konkreter Fälle von Polizeigewalt, die Analyse der institutionellen Bedingungen innerhalb der Polizei sowie eine sozioökonomische Betrachtung der Lebensrealitäten von Schwarzen in den USA.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie institutioneller Rassismus, White-Privilege, Polizeigewalt, soziale Ungleichheit und ethnische Disparitäten.
Welche Rolle spielt laut der Arbeit die Polizeiausbildung bei den Tötungsfällen?
Die Arbeit legt dar, dass die Ausbildung zu stark auf Eigensicherung und Angst vor einer feindlichen Umwelt fokussiert, was zu einer schnellen Schusswaffenentscheidung führt, anstatt Deeskalationsstrategien zu fördern.
Welchen Einfluss hat die „White-Privilege“-Struktur auf das Berufsleben und die Bildung?
Laut der Arbeit führt das „White-Privilege“ zu messbaren Benachteiligungen für Schwarze, da diese bei gleicher Qualifikation oft geringere Einkommen erzielen und seltener über einen Collegeabschluss verfügen.
- Quote paper
- Lasse Gohlke (Author), 2016, Rassismus und institutionelle Diskriminierung durch die Polizei in den USA heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/889379