Eine wichtige Aufgabe innerhalb der Europäischen Union nimmt die Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzprojekten ein. Hier hat die Europäische Union verschiedene Förderprogramme und Aktionen ins Leben gerufen, welche Umweltschutzorganisationen, Forschungsinstitute, Gemeinden, Unternehmen und andere Körperschaften nutzen können. Diese setzen sich zusammen aus allgemein jährlichen Projektausschreibungen, Zuschüsse zu jährlichen Betriebskosten von im Umweltbereich tätigen Nichtregierungsorganisationen (NRO’s), Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, Teilbürgschaften für Darlehen an kleine und mittelständische Unternehmen für Investitionen mit wesentlichen Umweltwirkungen sowie Umweltforschungsaktivitäten des EU-Forschungsrahmenprogramms, welche alle in einem engen Zusammenhang zu den Zielen und Schwerpunkten der Umweltpolitik in der Europäischen Union stehen. Das wesentliche Umweltprogramm nimmt jedoch das gegenwärtig geltende LIFE+ – Programm ein, womit sich die vorliegende Expertise auseinandersetzt. Um ein Verständnis für dieses Umweltprogramm zu erlangen, wird eingangs das LIFE-Programm als Vorläufer des gegenwärtig geltenden LIFE+ – Programms präsentiert. Nach Darstellung der Charakterisierung und Zielsetzung sowie der Phasen des LIFE-Programms werden dessen wesentliche Bereiche vorgestellt und anhand des geförderten LIFE-Projektes CONWASTE beispielhaft gestützt. Im Fortgang folgt die Darbietung des neuen und innovativen EU-Umweltprogramms LIFE+ als neues und innovatives Finanzierungsinstrument. Neben der Darstellung der Ziele, Anforderungen, Instrumente und Budgets nimmt die Präsentation der einzelnen Bereiche sowie das Design des Antragsverfahrens eine essentielle Dimension ein. Abschließend werden die Untersuchungsergebnisse evaluiert, welche auch relevante Zukunftsaspekte für die weitere Entwicklung des Umweltprogramms LIFE+ impliziert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das LIFE-Finanzierungsinstrument für die Umwelt als Vorläufer des EU-Umweltprogramms LIFE+
2.1. Charakterisierung und Zielsetzung des LIFE-Programms
2.2. Phasen des LIFE-Programms
2.3. Bereiche des LIFE-Programms
2.3.1. LIFE-Natur
2.3.2. LIFE-Umwelt
2.3.3. LIFE-Drittländer
2.4. Praktisches Beispiel anhand des geförderten LIFE-Projektes CONWASTE
3. LIFE+: Das neue und EU-Finanzierungsinstrument für die Umwelt 2007 bis 2013 – Programmstruktur und Schwerpunkte
3.1. Charakterisierung und Zielsetzung des LIFE+ – Programms
3.2. Änderungen gegenüber des Vorgängermodell LIFE
3.3. Anforderungen des LIFE+ – Programms
3.4. Instrumente zur Bekanntmachung
3.5. Budget
3.6. Bereiche LIFE+ – Programms
3.6.1. Natur und biologische Vielfalt
3.6.2. Umweltpolitik und Verwaltungspraxis
3.6.3. Information und Kommunikation
3.7. Formulierung des Antragsverfahrens
4. Implikationen für die Zukunft
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das EU-Umweltprogramm LIFE+ als innovatives Finanzierungsinstrument und untersucht dessen Struktur, Ziele und Anwendung im Vergleich zum Vorgängermodell LIFE, um den Beitrag zur europäischen Umweltpolitik zu verdeutlichen.
- Historische Entwicklung des LIFE-Programms und seiner Phasen
- Struktur und Schwerpunkte des aktuellen LIFE+ Programms (2007–2013)
- Kriterien für Projektanträge und das Bewertungsverfahren
- Praxisbeispiel der Projektumsetzung am Fallbeispiel CONWASTE
- Evaluierung der Zukunftsbedeutung für die europäische Umweltpolitik
Auszug aus dem Buch
3.6.1. Natur und biologische Vielfalt
Das Hauptziel dieses Bereiches besteht im Schutz, der Erhaltung, Wiederherstellung, Überwachung und Erleichterung der Funktionsweise von natürlichen Systemen, natürlichen Lebensräumen sowie wild lebenden Pflanzen und Tieren mit dem Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt einschließlich der Vielfalt genetischer Ressourcen innerhalb der Europäischen Union bis zum Jahre 2010 zu stoppen. Als spezielle Maßnahmenbereiche lassen sich die Weiterentwicklung und Anwendung des Programms Natura 2000 in Meeres und Küstengebieten, die Umsetzung politischer Konzepte und Instrumente zur Überwachung und Evaluierung in den Bereichen Natur und biologischer Vielfalt sowie einschlägige Methoden zur Risikobewertung bei gentechnisch veränderten Organismen identifizieren. Damit leistet dieses Segment einen aktiven Beitrag zur Gemeinschaftspolitik und zum Gemeinschaftsrecht, welches insbesondere die Richtlinien 79 / 409 / EWG und 92 / 43 / EWG auf lokaler und regionaler Ebene berührt. Obendrein fördert es die Integration in andere politische Bereiche. Dies impliziert die Entwicklung und Umsetzung von politischen Konzepten und Instrumenten zur Überwachung und Evaluierung im Bereich Natur und biologische Vielfalt sowie deren Einflussdeterminanten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Förderlandschaft der EU für Umweltprojekte und Hinführung zur Bedeutung des LIFE+ Programms als zentrales Finanzierungsinstrument.
2. Das LIFE-Finanzierungsinstrument für die Umwelt als Vorläufer des EU-Umweltprogramms LIFE+: Darstellung der Entstehung, Struktur und Phasen des ursprünglichen LIFE-Programms sowie ein Anwendungsbeispiel.
3. LIFE+: Das neue und EU-Finanzierungsinstrument für die Umwelt 2007 bis 2013 – Programmstruktur und Schwerpunkte: Umfassende Analyse des aktuellen LIFE+ Programms, inklusive Budgetierung, inhaltlicher Bereiche und des Antragsverfahrens.
4. Implikationen für die Zukunft: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung von LIFE+ für die europäische Umweltpolitik.
Schlüsselwörter
LIFE+, EU-Umweltpolitik, Finanzierungsinstrument, Naturschutz, Natura 2000, Biodiversität, Klimawandel, Projektförderung, Umweltrecht, Antragsverfahren, Nachhaltigkeit, Förderprogramme, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des EU-Umweltprogramms LIFE+ als innovativem Finanzierungsinstrument für Umwelt- und Naturschutzvorhaben innerhalb der Europäischen Union.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Struktur von LIFE+, die Abgrenzung zum Vorgängermodell, die Förderschwerpunkte in den Bereichen Natur, Umweltpolitik und Kommunikation sowie das administrative Antragsverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für das LIFE+ Programm zu entwickeln, seine Funktionsweise darzulegen und aufzuzeigen, welchen Mehrwert es für die europäische Umweltpolitik bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer analytischen Darstellung der Verordnungen und Strukturen sowie auf der Auswertung relevanter Dokumente und Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des LIFE-Programms, die detaillierte Vorstellung der LIFE+ Programmstruktur und eine Erläuterung des komplexen Antragsverfahrens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören LIFE+, Europäische Umweltpolitik, Biodiversität, Projektförderung und Finanzierungsinstrumente.
Wie unterscheidet sich LIFE+ von seinem Vorgängermodell?
LIFE+ implementiert neue Ansätze wie die Förderung der Abfall- und Wasserwirtschaft und nutzt ein vereinheitlichtes, elektronisch gestütztes Antragsverfahren.
Welche Rolle spielt das Projekt CONWASTE in der Untersuchung?
Das Projekt CONWASTE dient als praktisches Beispiel, um die praktische Umsetzung, die Antragstellung und den Ablauf eines LIFE-Projekts zu illustrieren.
Wie erfolgt die Projektbewertung bei LIFE+?
Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem, das Kriterien wie technische Qualität, europäischen Mehrwert und den Beitrag zu den spezifischen Umweltzielen gewichtet.
- Citation du texte
- Mathias Kunze (Auteur), 2008, Das EU-Umweltprogramm LIFE+ als neues und innovatives EU-Finanzierungsinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89004