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Der Emissionshandel im Spiegel des Kyoto-Protokolls

Title: Der Emissionshandel im Spiegel des Kyoto-Protokolls

Essay , 2008 , 26 Pages

Autor:in: Mathias Kunze (Author)

Business economics - Economic Policy
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1. Einleitung

Im Rahmen der internationalen und europäischen Klimapolitik wurde eine Vielzahl von politischen Instrumenten eingeführt und in diesem Zusammenhang eine Klimapolitik in alle politischen Bereiche integriert. Dies betrifft insbesondere den Bereich Energie (erneuerbare Energien, Energieeffizienz etc.) und resultiert insbesondere aus der hohen Beeinträchtigung der Emissionen für die Gesellschaft, denn die Beeinträchtigungen verursachen Schadenskosten, welche in die Marktpreise nicht einkalkuliert werden können. Eine wesentliche Folgeerscheinung besteht darin, dass die Marktteilnehmer die Schädlichkeit ignorieren, somit ein Marktversagen eintritt und staatlicher Eingriff notwendig wird. Das wichtigste politische Instrument nimmt in diesem Rahmen der Emissionshandel ein und stellt analog ein wesentliches Instrument der Weltwirtschaft im Kontext zur Europäischen Union dar. Der vorliegende Beitrag charakterisiert nach Darstellungen von grundlegenden Aspekten des Emissionshandels den EU-Emissionshandel, präsentiert die Phasen des EU-Emissionshandels und stellt die Preisentwicklung der CO2 – Emissionsrechte im Kontext der CO2 – Reduktionen dar. Im Fortgang wird die Umsetzung des EU-Emissionshandels kritisch erörtert und abschließend zukünftige Aspekte prognostiziert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der EU-Emissionshandel als diffuse Dimension in der Weltwirtschaft

2.1. Der Grundgedanke des Emissionshandels

2.2. Charakterisierung des EU-Emissionshandels

2.2.1. Der EU-Emissionshandel als Mechanismus des Kyoto-Protokolls

2.2.2. Makrotheoretische Betrachtungen

2.3. Ablauf des Emissionshandels

2.4. Phasen des EU-Emissionshandels

2.4.1. Phase I

2.4.2. Phase II

2.4.3. Phase III

2.5. Preisentwicklung der CO2 – Emissionsrechte im Kontext der CO2 – Reduktionen

3. Evaluierung und Kritik am EU-Emissionshandel

4. Implikationen für die Zukunft

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den EU-Emissionshandel als zentrales klimapolitisches Instrument zu analysieren, seine historische Entwicklung in verschiedenen Phasen zu beleuchten und eine kritische Evaluierung seiner Wirksamkeit sowie zukünftiger Herausforderungen vorzunehmen.

  • Grundlagen und Wirkungsweise des Emissionshandels
  • Struktur und Charakterisierung des EU-Emissionshandels
  • Analyse der drei Phasen des EU-Emissionsrechtehandels
  • Preisentwicklung von Emissionszertifikaten und deren Einflussfaktoren
  • Kritische Würdigung der Effizienz und Wettbewerbsaspekte
  • Zukunftsperspektiven und notwendige Systemanpassungen

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Grundgedanke des Emissionshandels

Der Grundgedanke des Emissionshandels besteht darin, eine Gesamtmenge der Emissionen festzulegen und Anrechte zu verteilen. Es müssen demnach an jenen Stellen Emissionen vermieden werden, wo diese am günstigsten sind. Hierzu muss der Handel mit Emissionsrechten erlaubt werden: Insofern ein Staat wenig emittiert, kann er durch den Verkauf von Emissionsrechten profitieren; insofern er viel emittiert, muss er Emissionsrechte erwerben. „Das Prinzip des Emissionshandels besteht darin, dass Unternehmen vom Staat gewisse ‚Verschmutzungsrechte’ in Form von Zertifikaten oder Lizenzen erhalten, die in bestimmten Abständen verringert werden.“ Insofern also ein Unternehmen weniger emittiert, als ihm eingeräumt wird, kann es seine nicht benötigten Zertifikate an andere Unternehmen veräußern, welche mehr Emissionen verursachen, als ihnen zugeteilt wurden.

Jedoch werden Zertifikate immer knapper und teurer, weshalb die Unternehmen für hohe Treibhausgas-Emissionen immer mehr bezahlen müssen. Die ausgegebenen Zertifikate können entweder durch politische Zuteilung oder mittels Versteigerung ausgegeben werden. Erfolgt die Zuteilung auf politischem Wege, so wird auf politischer Ebene festgelegt, in welcher Form und in welcher Menge die Zertifikate verteilt werden. So könnten die Zertifikate beispielsweise in Anlehnung an die Einwohnerzahl der teilnehmenden Staaten verteilt werden. In diesem Falle müssten Staaten mit einem hohen Verbrauch an fossiler Energie entsprechend Zertifikate bei Staaten mit niedrigerem Energieverbrauch nachkaufen. Insofern jedoch keine politische Verteilung erfolgt, ist eine Versteigerung der Zertifikate zweckmäßig. Hier könnte das eingeräumte Recht zum Vertrieb fossiler Energieträger innerhalb eines Staates an den Kauf von Zertifikaten gekoppelt werden, welcher dem Kohlenstoffgehalt des Energieträgers entspricht. Unbeschadet des Umstandes, ob es sich um eine Versteigerung oder um Güteraustausch handelt, bietet sich zur Etablierung der Marktmechanismus an, wodurch allerdings auch die Möglichkeit einhergeht, spekulative Geschäfte zu betreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die europäische Klimapolitik ein und definiert den Emissionshandel als zentrales Instrument gegen Marktversagen und klimaschädliche Emissionen.

2. Der EU-Emissionshandel als diffuse Dimension in der Weltwirtschaft: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die Einbettung in das Kyoto-Protokoll, die konkreten Abwicklungsmechanismen sowie die bisherigen drei Phasen des Handelssystems.

3. Evaluierung und Kritik am EU-Emissionshandel: Hier wird der Emissionshandel kritisch hinterfragt, wobei insbesondere die geringen CO2-Reduktionen, Probleme bei der kostenlosen Zertifikatszuteilung und Wettbewerbsnachteile für europäische Unternehmen analysiert werden.

4. Implikationen für die Zukunft: Das Abschlusskapitel formuliert Anforderungen an ein einfacheres und gerechteres System und diskutiert die notwendige Erweiterung auf weitere Branchen und internationale Partner.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, EU-ETS, Kyoto-Protokoll, CO2-Zertifikate, Klimaschutz, Marktversagen, Grenzvermeidungskosten, Allokationspläne, Zertifikatspreise, Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, Wettbewerbsfähigkeit, Emissionsminderung, Versteigerung, Klimapolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den EU-Emissionshandel als ein bedeutendes klimapolitisches Instrument zur Reduktion von Treibhausgasen im Rahmen der internationalen Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Funktionsweise des Zertifikatehandels, die historische Entwicklung in drei Phasen, die ökonomische Theorie hinter den Grenzvermeidungskosten sowie die kritische Bewertung der ökologischen Wirksamkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den EU-Emissionshandel zu charakterisieren, seine bisherige Umsetzung zu bewerten und fundierte Prognosen sowie Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung dieses Instruments abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen (wie in den Abbildungen dargestellt) sowie eine Literaturanalyse aktueller politischer und wissenschaftlicher Dokumente zum Emissionshandel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, die detaillierte Analyse der Phasen I bis III, die Beschreibung der Preisentwicklungen von Emissionsrechten und eine kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Allokationspraxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Emissionshandel, CO2-Zertifikate, Klimaschutz, Marktversagen, Allokation und die spezifischen Phasen des europäischen Handelssystems.

Welche Rolle spielt die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten für die Industrie?

Die kostenlose Zuteilung wird kritisch als Subvention betrachtet, die zwar Wettbewerbsnachteile abfedern soll, aber oft den Steuerungseffekt hin zu emissionsärmeren Technologien behindert hat.

Warum ist die Komplexität des Systems laut Autor ein Problem?

Die hohe Komplexität und eine Überfrachtung des Zielsystems erschweren die effektive Umsetzung und bieten Raum für Umgehungen, weshalb der Autor ein einfacheres und stabileres System fordert.

Wie bewertet die Arbeit die Integration des Flugverkehrs?

Die Einbeziehung des Luftverkehrs wird als notwendige Erweiterung beschrieben, allerdings unter Hinweis auf den erheblichen Widerstand betroffener Fluggesellschaften und Drittstaaten wie den USA.

Welche Bedeutung hat die Versteigerung von Zertifikaten für die Zukunft?

Versteigerungen werden als transparenteste Methode angesehen, die zudem dem Staat Einnahmen für Umweltprojekte oder Schuldentilgung generiert und somit einen makroökonomischen Effizienzvorteil bietet.

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Details

Title
Der Emissionshandel im Spiegel des Kyoto-Protokolls
Author
Mathias Kunze (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V89006
ISBN (eBook)
9783638025171
ISBN (Book)
9783638926386
Language
German
Tags
Emissionshandel Spiegel Kyoto-Protokolls
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Kunze (Author), 2008, Der Emissionshandel im Spiegel des Kyoto-Protokolls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89006
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