Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Die Einführung des Euro in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Die Einführung des Euro in der Bundesrepublik Deutschland

Essay , 2008 , 15 Pages

Autor:in: Mathias Kunze (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einleitung

Seit dem 01. Januar 1999 ist die Europäische Währungsunion (EWU) Realität. Inzwischen gibt es für 13 Länder der Europäischen Union (EU), darunter auch Deutschland, nur noch eine gemeinsame Währung: den Euro. Die rechtlichen Grundlagen für die Schaffung einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) wurde von den Mitgliedstaaten im Vertrag von Maastricht vom 02. Februar 1992 gelegt. Bis dahin hatten Diskussionen über die Einführung einer einheitlichen europäischen Währung in einem gemeinsamen Binnenmarkt ohne Grenzen zu keinen Konsequenzen geführt. In diesem Zusammenhang beschränkten sich sowohl der Werner-Bericht aus dem Jahre 1970 als auch der Delors-Bericht aus dem Jahre 1989 auf die Forderung nach einem parallelen Vorgehen der Mitgliedstaaten in Fragen der Wirtschafts- und Währungspolitik. Das zu Beginn der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts eingeführte System fester, jedoch veränderbarer Wechselkurse war ebenso eine Vorstufe einer gemeinsamen europäischen Währung wie das Ende der siebziger Jahre im vorigen Jahrhundert gegründete Europäische Währungssystem (EWS) mit der Währung ECU. Erst der Zusammenbruch des sozialistischen Wirtschaftssystems im Jahre 1989 und die Wiedervereinigung Deutschlands gab nach Expertenansicht „ [ … ] in der damaligen einmaligen historischen Umbruchsituation den entscheidenden Anstoß zur Schaffung der EWWU mit einer einheitlichen europäischen Währung, dem Euro, und der Errichtung einer Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt in einem System Europäischer Zentralbanken (ESZB) [ … ].“ Mit der Einführung des Euro in Deutschland gab es vielfältige Herausforderungen. Diese betrafen unter anderem die Vorbereitung, den Bankensektor oder auch die technische Einführung.

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung besteht darin, den Ablauf der Währungsumstellung in einem Überblick vorzustellen sowie ausgewählte Aspekte der Bargeldumstellung im Bankensektor zu präsentieren.

Im folgenden Abschnitt konzentrieren sich die Ausführungen auf den Ablauf der Währungsumstellung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ablauf der Währungsumstellung

2.1. Vorbereitung der EWU

2.1.1. Festlegung der Teilnehmerländer der EWU

2.1.2. Errichtung der Europäischen Zentralbank

2.2. Übergangsphase zur Euro-Einführung und Abschluss zur EWU

3. Die Euro-Bargeldumstellung

3.1. Produktionsplan für die Erstausstattung mit Euro-Bargeld

3.2. Umstellungsszenario

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über den historischen und technischen Ablauf der Euro-Einführung in der Bundesrepublik Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Bargeldumstellung im Bankensektor.

  • Historische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Währungsumstellung.
  • Phasen der Euro-Einführung von der Vorbereitung bis zum Abschluss.
  • Rolle und Aufgaben der Europäischen Zentralbank (EZB).
  • Logistische Planung und Umsetzung der Bargeldversorgung.
  • Spezifische Herausforderungen für den deutschen Bankensektor bei der Umstellung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Umstellungsszenario

Zur Gewährleistung einer reibungslosen Bargeldumstellung war es notwendig, über Aspekte hinsichtlich der Logistik frühzeitig einen Entscheidungsprozess in Gang zu setzen, damit den Beteiligten ausreichend Zeit für Vorbereitungen zur Verfügung stand. Die EZB nennt dazu folgende Maßnahmen: „One specific measure adopted by the Governing Council early in 1999 was the establishment of a ‘Joint Task Force for the Logistics of the 2002 Change Over’, under the aegis of the ESCB Legal Committee (LEGCO) and the BANCO, to prepare the legal and contractual arrangements for the frontloading.” Derartige Vereinbarungen erforderten ein schlüssiges und effektives Konzept für die Banknoten und Münzen sowie eine exakte Erläuterung der Geschäftsbeziehungen einerseits zwischen den Nationalen Zentralbanken sowie andererseits zwischen den Geschäftsbanken und Geld- und Werttransportunternehmen bzw. Geldautomatenbetreibern. Nach regelmäßig durchgeführten Diskussionen im Jahre 1999 einigten sich alle Beteiligten auf bestimmte Grundzüge zur Bargeldumstellung. Folgende wesentliche Elemente waren Bestandteil der Vereinbarung:

• Alle Mitgliedsländer wollten ihr Möglichstes tun, um sicherzustellen, dass der Großteil der Bargeldgeschäfte innerhalb von 14 Tagen nach dem 01. Januar 2002 in Euro realisiert werden konnte.

• Die Mitgliedsstaaten der EWU vertraten die Meinung, „that the dual circulation for the old and new banknotes and coins should ideally last between four weeks and two months, but that Member States could facilitate the exchange of old banknotes and coins after this period.” Dazu konvenabel heißt es in einem Marketing-Rundschreiben der VR-Bank Schwalm-Eder in Deutschland: „Nach dem 28. Februar 2002 nehmen wir auch weiterhin für unsere Kunden DM-Münzen und DM-Scheine zur Gutschrift auf dem Konto an. Andere Euroland-Banknoten können nur bis zum 28. Februar angenommen werden. Ab dem 01. März ist eine Rückgabe nur noch bei der nationalen Notenbank möglich.”

• Um zu Beginn dieses letzten Schrittes im Januar 2002 eine ausreichende Menge an Euro-Bargeld in Umlauf bringen zu können, wurde vereinbart, dass Geldinstitute und ausgewählte Gruppen wie zum Beispiel der Einzelhandel bereits ab dem 01. September 2001 mit Banknoten und Münzen beliefert werden durften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Weg von den ersten integrationspolitischen Berichten bis zur Einführung des Euro und definiert das Ziel der Arbeit, den Umstellungsprozess sowie bankenspezifische Aspekte darzustellen.

2. Ablauf der Währungsumstellung: Dieses Kapitel erläutert die drei Phasen der Euro-Einführung und beleuchtet die Festlegung der Teilnehmerstaaten sowie die fundamentale Rolle der EZB für die Geldpolitik.

3. Die Euro-Bargeldumstellung: Hier werden die komplexen Anforderungen an die Produktion der Banknoten sowie die logistischen Konzepte wie das Frontloading detailliert beschrieben.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst den erfolgreichen Verlauf der Währungsumstellung zusammen und betont die Notwendigkeit einer umfassenden Vorbereitung für diesen historischen Prozess.

Schlüsselwörter

Euro, Europäische Währungsunion, EWU, Europäische Zentralbank, EZB, Währungsumstellung, Bargeldumstellung, Deutsche Mark, Konvergenzkriterien, Geldpolitik, Bankensektor, Euro-Banknoten, Euro-Münzen, Frontloading, Preisstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einführungsprozess der Gemeinschaftswährung Euro in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der Währungsumstellung und der Bargeldlogistik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten zählen die historischen und rechtlichen Grundlagen der EWU, die Phasen der Umstellung sowie die operativen Herausforderungen bei der physischen Einführung von Euro-Bargeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Ablauf der Währungsumstellung in einem Überblick zusammenzufassen und dabei ausgewählte Bargeldaspekte im Bankensektor zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Fachliteratur, offiziellen Berichten der EZB sowie Dokumenten zur praktischen Umsetzung in deutschen Banken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Umstellungsphasen, die Errichtung der EZB und die detaillierte Beschreibung der Produktions- und Logistikpläne für das neue Bargeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Euro, EWU, EZB, Bargeldumstellung, Geldpolitik, Deutsche Mark und Konvergenzkriterien.

Welche Bedeutung hatte das "Frontloading" für die Bargeldumstellung?

Das Frontloading ermöglichte die vorzeitige Belieferung von Banken und Handel mit Euro-Bargeld ab September 2001, um einen reibungslosen Übergang zum Stichtag im Januar 2002 sicherzustellen.

Was passierte mit der Deutschen Mark nach der Euro-Einführung?

Die Deutsche Mark verlor am 01. Januar 2002 ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel, konnte jedoch bei vielen Kreditinstituten noch bis zum 28. Februar 2002 umgetauscht werden.

Warum war laut Arbeit die Entscheidung für die Teilnehmerländer eine politische?

Die Autoren Lemnitzer und Stein heben hervor, dass die Auswahl nicht rein anhand volkswirtschaftlicher Daten erfolgte, sondern eine politische Entscheidung im Rat der Staats- und Regierungschefs darstellte.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Einführung des Euro in der Bundesrepublik Deutschland
Author
Mathias Kunze (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V89009
ISBN (eBook)
9783638032551
ISBN (Book)
9783638929776
Language
German
Tags
Einführung Euro Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Kunze (Author), 2008, Die Einführung des Euro in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89009
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint