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Mensch und Natur 1785: Poetisierung ökologischen Bewusstseins in der Lyrik. Zu William Cowpers „The Poplar-Field“ und Robert Burns „To a Mouse“

Title: Mensch und Natur 1785: Poetisierung ökologischen Bewusstseins in der Lyrik. Zu William Cowpers „The Poplar-Field“ und Robert Burns „To a Mouse“

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Maria Brüggert (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Bereits der deutsche Germanist und Lyriker August Heinrich Hoffmann von Fallersleben erkannte die Notwendigkeit eines ökologischen Bewusstseins, denn die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur zum Überleben. Unser Verantwortungsgefühl sollte sowohl auf die Gegenwart als auch auf zukünftige Generationen gerichtet sein. Dazu gehört vor allem ein umweltbewusstes Verhalten, damit die Natur erhalten bleibt und nicht von Menschenhand zerstört wird. Nicht nur aktuelle Pressemitteilungen, wie zum Beispiel der „Uno-Klimarat: Menschheit muss Trendwende bis 2020 schaffen“, verweisen auf diese wachsenden globalen Konflikte, sondern auch literarische Texte beschreiben den Eingriff des Menschen in die Natur. Die so genannte ökologisch orientierte Literaturwissenschaft, ‚ecocriticism’, hat „sich an amerikanischen Universitäten seit Anfang der 1990er Jahre etabliert“2, denn literarische Texte verschaffen dem Leser eine besondere Position, sich als verantwortliches Individuum zu erkennen und seine Pflichten gegenüber der Natur zu begreifen.

Zu Beginn der Arbeit werden Lawrence Buells Ausführungen zu „What is an environmental text?“ dargestellt, denn er bietet in The Environmental Imagination eine theoretische Grundlage für ‚ecocriticism’. Diese ist Ausgangspunkt für die Analyse von zwei Gedichten aus dem 18. Jahrhundert. Eine Interpretation von William Cowpers „The Poplar-Field“ wird die ersten Ansätze eines ökologischen Bewusstseins widerlegen, während sie bei Robert Burns’ „To a Mouse“ nachgewiesen werden. Themen wie Wechselspiel zwischen Individuum und Umwelt sowie Bedeutung und Konsequenz menschlichen Handelns stehen im Mittelpunkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Das Motiv ökologischen Bewusstseins in der Literatur

2 ‘ecocritical criteria’ – Zur Einordnung literarischer Texte

2.1 Lawrence Buell „What is an environmental text?“

3 Betrachtungen zu Mensch und Natur in Gedichten

3.1 William Cowper „The Poplar-Field“

3.1.1 Gedanklicher Aufbau und formale Gestaltung

3.1.2 Poetisierung ökologischen Bewusstseins?

3.2 Robert Burns „To a Mouse“

3.2.1 Gedanklicher Aufbau und formale Gestaltung

3.2.2 Poetisierung ökologischen Bewusstseins?

4 Vergleich beider Gedichte

4.1 Gemeinsamkeiten

4.2 Unterschiede

5 Zusammenfassung

5.1 Cowper und Burns im Kanon des ‚ecocriticism’?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Natur im 18. Jahrhundert durch die Analyse von William Cowpers „The Poplar-Field“ und Robert Burns „To a Mouse“ unter Anwendung ökokritischer Kriterien. Ziel ist es zu ergründen, ob und wie diese literarischen Texte ein ökologisches Bewusstsein poetisieren und ob sie als „environmental text“ nach Lawrence Buell klassifiziert werden können.

  • Anwendung ökokritischer Analysemethoden nach Lawrence Buell.
  • Vergleichende Untersuchung der Mensch-Natur-Beziehung in der Lyrik des 18. Jahrhunderts.
  • Analyse von Naturzerstörung durch menschliches Handeln in den gewählten Gedichten.
  • Kontrastierung der Autoren nach sozialer Herkunft, Schreibstil und Naturverständnis.
  • Beurteilung der Frage nach gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung in der Literatur.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Gedanklicher Aufbau und formale Gestaltung

„The Poplar-Field“ besteht aus fünf Strophen mit je vier Verszeilen. Es reimen sich jeweils die Verse eins und zwei, drei und vier, sodass ein Paarreim (aabb) vorliegt.

Inhaltlich ist das Gedicht in zwei Teile zu gliedern. Im ersten Abschnitt (Strophen 1-3) beschreibt das lyrische Ich die Eindrücke über die zerstörte Pappellandschaft und die triste Atmosphäre, die dadurch entsteht. Am Ende (Strophe 4/5) stellt das lyrische Ich fest, dass die Vernichtung der Natur zur Vergänglichkeit des irdischen Seins führt.

Die erste Strophe dient als Einleitung, da sie die lyrische Grundsituation des Gedichts prägt: „The poplars are felled“ (Z.1). Durch den Gebrauch des Präsens Passivs nimmt die Landschaft die zentrale Rolle ein. Die verwendete Passivform stellt die Handlung in den Vordergrund und verdeutlicht die gegenwärtige Lage in der sich die Pappellandschaft befindet. Das lyrische Ich bleibt vorerst ungenannt. Statt dessen offenbart das Eingangsbild die tragende Idee des Gedichts: Das Abholzen bedeutet Abschied nehmen von dem Bild der Schönheit und den Eigenschaften, die sie charakterisierten: „farewell to the shade“ (Z.1), „and the whispering sound“ (Z.2), „The winds play no longer, and sing in the leaves“ (Z.3). Das fehlende Spiegelbild der Bäume im nahe liegenden Fluss ‚Ouse’ ergänzt diese Aufzählung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Motiv ökologischen Bewusstseins in der Literatur: Die Einleitung etabliert die Relevanz ökologischen Bewusstseins im Kontext der Literatur und stellt die methodische Grundlage durch Lawrence Buells ecocritical criteria vor.

2 ‘ecocritical criteria’ – Zur Einordnung literarischer Texte: Dieses Kapitel erläutert die von Lawrence Buell definierten vier Grundvoraussetzungen, die einen literarischen Text als „environmental text“ qualifizieren.

3 Betrachtungen zu Mensch und Natur in Gedichten: Eine detaillierte Analyse der Gedichte von Cowper und Burns wird durchgeführt, wobei jeweils Aufbau, formale Gestaltung und der Grad des poetisierten ökologischen Bewusstseins untersucht werden.

4 Vergleich beider Gedichte: Die beiden Werke werden hinsichtlich ihrer inhaltlichen Gemeinsamkeiten bei der Darstellung menschlicher Eingriffe in die Natur sowie ihrer sprachlichen und soziokulturellen Unterschiede gegenübergestellt.

5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei festgestellt wird, dass Burns’ Gedicht Kriterien des Ecocriticism erfüllt, während Cowper eher ästhetische als ökologische Absichten verfolgt.

Schlüsselwörter

Ecocriticism, Mensch-Natur-Verhältnis, William Cowper, Robert Burns, The Poplar-Field, To a Mouse, Literaturanalyse, Lawrence Buell, ökologisches Bewusstsein, Umweltzerstörung, 18. Jahrhundert, Lyrik, Verantwortung, Naturlyrik, Vergänglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das menschliche Verhältnis zur Natur anhand von zwei lyrischen Werken aus dem Jahr 1785 und prüft diese auf ökologische Bezüge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt, die Wahrnehmung von Naturzerstörung durch ein lyrisches Ich sowie die Vergänglichkeit von Mensch und Natur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, mit Hilfe der „ecocritical criteria“ von Lawrence Buell zu bestimmen, ob und inwieweit die Gedichte von Cowper und Burns als „environmental texts“ eingestuft werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse und vergleicht die Gedichte systematisch anhand der vier von Lawrence Buell formulierten Kriterien für ökologische Texte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Gedicht von William Cowper sowie das von Robert Burns jeweils in Bezug auf formalen Aufbau, Inhalt und ihre ökologische Aussagekraft, gefolgt von einem direkten Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Ecocriticism, Naturlyrik, Mensch-Natur-Verhältnis, ökologische Verantwortung und die spezifischen Gedichttitel.

Warum erfüllt William Cowpers Gedicht laut Autorin nicht die Kriterien eines „environmental text“?

Da Cowper die Natur primär als ästhetische Kulisse und Anlass für persönliche Melancholie nutzt, anstatt ein echtes Verantwortungsbewusstsein gegenüber ökologischen Prozessen zu zeigen.

Wie unterscheidet sich das Naturverständnis bei Robert Burns?

Burns, als landwirtschaftlich arbeitender Mensch, zeigt ein tieferes Verständnis für die untrennbare Verbindung von Mensch und Natur und reflektiert die negativen Konsequenzen seines Eingriffs in den Lebensraum der Feldmaus.

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Details

Title
Mensch und Natur 1785: Poetisierung ökologischen Bewusstseins in der Lyrik. Zu William Cowpers „The Poplar-Field“ und Robert Burns „To a Mouse“
College
University of Rostock
Grade
2,0
Author
Maria Brüggert (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V89041
ISBN (eBook)
9783638025317
ISBN (Book)
9783656827610
Language
German
Tags
Betrachtungen Mensch Natur Poetisierung Bewusstseins Lyrik Beispiel William Cowpers Poplar-Field“ Robert Burns Mouse“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Brüggert (Author), 2007, Mensch und Natur 1785: Poetisierung ökologischen Bewusstseins in der Lyrik. Zu William Cowpers „The Poplar-Field“ und Robert Burns „To a Mouse“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89041
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