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Der Goldene Plan Ost - Das Sonderförderungsprogramm im Überblick

Title: Der Goldene Plan Ost - Das Sonderförderungsprogramm im Überblick

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages

Autor:in: Marlen Frömmel (Author)

Sport - Sport History
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„Goldener Plan Ost“? Die ersten Assoziationen zu diesem Begriff waren bezogen auf die Zeit der DDR, und da er im Zusammenhang mit der Sportgeschichte zum ersten Mal fiel, wurde dieser dann mit einem staatlichen Auftrag zur Förderung des Sports in Verbindung gebracht. Doch die Recherchen zu diesem Thema ergaben, dass diese Ansätze nur im Punkt staatlicher Förderung zumindest teilweise zutreffen.
Vorbild für den „Goldenen Plan Ost“ war der „Goldene Plan“, der durch die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) initiiert und von 1960 bis 1975 in der alten Bundesrepublik umgesetzt wurde. Auf ihn griff der Deutsche Sportbund (DSB) im Jahr 1992 zurück, als er eine Sportstättenbauförderung für die neuen Bundesländer vorschlug. Frühe Ansätze, dem nachzukommen, sind 1995 im Investitionsförderungsgesetz „Aufbau Ost“ zu erkennen, doch wird der „Goldene Plan Ost“ erst seit 1999 mit dem Antritt der rot-grünen Regierung nach den Kriterien des DSB umgesetzt.
Da derartige Maßnahmen immer mit Investitionen in Form von Geld verbunden sind, ist die Zukunft des Sonderförderungsprogramms fragwürdig. Gute Nutzungsbedingungen für die Ausübung des Sports liegen nicht nur im Interesse der Vereine, Gemeinden und Länder, sondern auch in dem des Bundes, denn im Breitensport werden schließlich die Spitzensportler entdeckt, die später explizit von der Bundesregierung gefördert werden.
Dass Förderungsprogramme im Bereich des Sportstättenbaus erforderlich sind, macht auch die derzeit bestehende Auffassung deutlich, dass zunehmend ein „Goldener Plan West“ gefordert wird.
Da das Bundesministerium des Inneren (BMI) zuständig für den Sport auf Bundesebene ist, und der DSB dieses Programm ins Leben gerufen hat, werde ich mich aufgrund fehlender Literatur zu diesem Thema hauptsächlich auf diese beiden Institutionen als Informationsgeber beschränken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Sonderförderungsprogramm „Goldener Plan Ost“

3. Die Sportstättensituation

3.1 Der Sportstättenbedarf

3.2 Die Sportstättenbilanz

4. Kosten und Finanzierung

5. Projekte des „Goldenen Plans Ost“

6. Fazit

7. Literatur

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Sonderförderungsprogramm „Goldener Plan Ost“, welches nach der Wiedervereinigung initiiert wurde, um die desolate Sportstätteninfrastruktur in den neuen Bundesländern durch gezielte staatliche Investitionen zu verbessern und an westdeutsche Standards anzugleichen.

  • Historische Herleitung des „Goldenen Plan Ost“ in Anlehnung an das westdeutsche Vorbild.
  • Analyse des Sportstättenbedarfs und der methodischen Bedarfsermittlung.
  • Untersuchung der Finanzierungsstrukturen und der Beteiligung verschiedener staatlicher Ebenen.
  • Dokumentation konkreter geförderter Projekte in den neuen Bundesländern.
  • Kritische Bewertung des Programmverlaufs und der Zukunftsaussichten der Sportstättenförderung.

Auszug aus dem Buch

3. Die Sportstättensituation

Eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung des Schul- und Vereinssports als Breiten- und Leistungssport ist ein ausreichender Bestand an funktionsfähigen Sportstätten. „Nach Meinung des [DSB-] Präsidiums sind die Mängel bei der Sportstättenversorgung von Mecklenburg-Vorpommern bis Sachsen der entscheidende Engpassfaktor für die Sportentwicklung. So sind in Ostdeutschland bisher nur rund 12 Prozent der Bevölkerung Mitglied in Sportvereinen, während der Organisationsgrad im Westen bei über 30 Prozent liegt.“

Um die vorhandenen Anlagen hinsichtlich ihres sportfunktionellen, baulichen und technischen Zustands kategorisieren zu können, wurden statistische Erhebungen des Sportstättenbestandes von der Sportministerkonferenz (SMK) der Länder durchgeführt. Anschließend erfolgte eine Zuordnung zu einer von vier Zustandsstufen:

1) Anlage im gebrauchsfähigen Zustand

2) Anlage mit deutlichen Mängeln (Sanierung beträgt 40% der Neubaukosten)

3) Anlage mit schwerwiegenden Mängeln (Sanierung beträgt 70% der Neubaukosten)

4) Anlage unbrauchbar (Sanierung im Aufwand mit einer Neuanlage gleichzusetzen)

Dabei wurde festgestellt, dass der Großteil der Sportstätten erhebliche bauliche, sportfunktionelle und sicherheitstechnische Mängel aufwies. Lediglich 11,3% der Sportplätze, 10,6% der Sporthallen, 17,5% der Hallenbäder und 8,6 % der Freibäder wiesen einen gebrauchsfähigen Zustand auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema und grenzt den „Goldenen Plan Ost“ von DDR-spezifischen Strukturen ab, wobei der Fokus auf dem staatlichen Förderauftrag nach 1990 liegt.

2. Das Sonderförderungsprogramm „Goldener Plan Ost“: Dieses Kapitel erläutert die Genese des Programms unter Rückgriff auf den historischen „Goldenen Plan“ der alten Bundesrepublik und die politische Umsetzung nach 1998.

3. Die Sportstättensituation: Es wird der desolate Zustand der Sportinfrastruktur analysiert, der als Hauptgrund für die geringe Vereinsbindung in Ostdeutschland identifiziert wird.

3.1 Der Sportstättenbedarf: Hier werden die methodischen Richtlinien zur Ermittlung des Bedarfs an Sportflächen pro Einwohner und die Bedeutung von Sportentwicklungsplanungen beschrieben.

3.2 Die Sportstättenbilanz: Dieses Kapitel fasst die Diskrepanz zwischen bestehenden Anlagen und notwendigen Sanierungen zusammen und verdeutlicht die Notwendigkeit von Neuanlagen.

4. Kosten und Finanzierung: Es werden die komplexen Finanzierungsmodelle zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie die Schwierigkeiten bei der Budgetierung des Programms beleuchtet.

5. Projekte des „Goldenen Plans Ost“: Anhand einer Übersicht und konkreter Beispiele wird der praktische Mitteleinsatz des Programms in den verschiedenen Bundesländern dargestellt.

6. Fazit: Das Fazit bewertet den Erfolg des Programms kritisch als notwendigen, wenn auch quantitativ begrenzten Schritt zur Angleichung der Lebensverhältnisse im Sport.

7. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Rechtsgrundlagen zur Recherche.

8. Anhang: Enthält tabellarische Darstellungen zur Bedarfsermittlung und statistische Bilanzen der Sportstättensituation.

Schlüsselwörter

Goldener Plan Ost, Sportstättenförderung, Deutscher Sportbund, Breitensport, Sportstätteninfrastruktur, Sanierung, Sportstättenbau, Sportentwicklungsplan, Investitionsförderungsgesetz, Sportministerkonferenz, Sportanlagen, Finanzierung, Ostdeutschland, Sportverein, Sportgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Sonderförderungsprogramm „Goldener Plan Ost“, welches zur Sanierung und zum Ausbau von Sportanlagen in den neuen Bundesländern nach der deutschen Wiedervereinigung aufgelegt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Sportstättenförderung, die methodische Erfassung von Sportstättenmängeln, die Finanzierung zwischen verschiedenen politischen Ebenen sowie der Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung durch Breitensport.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel besteht darin, den „Goldenen Plan Ost“ als Instrument zur Angleichung der Sportstätteninfrastruktur zwischen Ost- und Westdeutschland zu bewerten und die politischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieses Prozesses zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Dokumentenanalyse, wobei sie aufgrund der begrenzten spezifischen Literatur primär auf Berichte des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Bundesministeriums des Inneren (BMI) zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedarfsermittlung, die Bilanzierung der Sportstättensituation, die komplexe Finanzierungssituation zwischen Bund und Ländern sowie konkrete Projektbeispiele detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportstättenförderung, Goldener Plan Ost, Breitensport, Sanierung, Sportstätteninfrastruktur und Sportentwicklungsplanung charakterisiert.

Warum war der „Goldene Plan Ost“ für die neuen Bundesländer so bedeutsam?

Da die Sportstätten der DDR nach dem Einigungsvertrag auf Kommunen und Länder übertragen wurden, lasteten auf diesen enorme Instandhaltungskosten, die sie ohne das Sonderförderungsprogramm kaum hätten bewältigen können.

Welche Rolle spielten Sportvereine bei der Finanzierung der Sanierungen?

Die finanzielle Unterstützung durch den Bund hatte meist nur ergänzenden Charakter, sodass Vereine oft gezwungen waren, eigene Mittel oder Sponsorengelder aufzubringen, was in finanziell schwachen Regionen häufig eine große Hürde darstellte.

Wie wurde der Erfolg des Programms gemessen?

Der Erfolg wurde anhand der Anzahl geförderter Einzelmaßnahmen sowie durch den Vergleich des sanierten Sportstättenbestands mit den in den „Richtlinien für die Schaffung von Erholungs-, Spiel- und Sportanlagen“ definierten Orientierungswerten bewertet.

Welche Kritik übt die Arbeit an der Finanzierung durch den Bund?

Die Arbeit kritisiert, dass die bereitgestellten Bundesmittel oft hinter den Erwartungen zurückblieben und dass das Programm Gefahr lief, zugunsten anderer politischer Prioritäten oder durch Kürzungen im Leistungssport unterfinanziert zu werden.

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Details

Title
Der Goldene Plan Ost - Das Sonderförderungsprogramm im Überblick
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Course
Aufbaukurs Sportgeschichte
Author
Marlen Frömmel (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V89111
ISBN (eBook)
9783638025645
ISBN (Book)
9783640108916
Language
German
Tags
Goldene Plan Sonderförderungsprogramm Aufbaukurs Sportgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlen Frömmel (Author), 2005, Der Goldene Plan Ost - Das Sonderförderungsprogramm im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89111
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