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Welche Rolle spielt das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA?

Title: Welche Rolle spielt das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA?

Essay , 2007 , 6 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Josip Pejic (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Der vorliegende Aufsatz versucht, die von der US-Regierung vielfach verbreiteten Gründe für den Einmarsch im Irak argumentativ zu widerlegen und gleichzeitig die wahren Motive dieses Krieges offen zu legen. Im Zentrum steht dabei die Frage: Welche Rolle spielt das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA? Es gilt zu untersuchen, inwiefern sich die Rolle des Faktors Erdöl als Kriegsmotiv konkretisiert, wenn die Bedrohung, die angeblich zu Kriegsbeginn vom Irak ausging, sich als Scheinvariable erweist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die offizielle Begründung der amerikanischen Regierung

3. Der Irak als Garant amerikanischer Versorgungssicherheit

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des irakischen Erdöls als mögliches Kriegsmotiv der USA für die Invasion im Jahr 2003, indem sie die offiziellen Begründungsstrategien der US-Regierung kritisch analysiert und geopolitischen Interessen gegenüberstellt.

  • Analyse der offiziellen US-Kriegsbegründungen (Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, Demokratisierung)
  • Untersuchung der Rolle der Bush-Doktrin als sicherheitspolitische Strategie
  • Bewertung des Einflusses des Cheney-Reports auf die amerikanische Energieversorgungspolitik
  • Zusammenhang zwischen dem "Krieg gegen den Terror" und der Kontrolle über Erdölreserven
  • Geopolitische Verschiebung der Abhängigkeiten im Nahen Osten (Saudi-Arabien vs. Irak)

Auszug aus dem Buch

Der Irak als Garant amerikanischer Versorgungssicherheit

Die These eines Paradigmenwechsels in der amerikanischen Außenpolitik lässt sich anhand zweier tragfähiger Erklärungsansätze verfolgen, eines politisch-strategischen und eines politisch-ökonomischen (Ehrke 2003: 9). Politisch-strategisch betrachtet verschafft die militärische Präsenz im Irak den Amerikanern eine gute Ausgangsposition in ihrem Kampf gegen den Terrorismus. Der Irak kann somit als erster Anwendungsfall der Bush-Doktrin angesehen werden, nach der „eine Bedrohung der Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten auch dann durch einen Militäreinsatz aus der Welt geschafft werden [muss], wenn diese nicht gegeben, sondern erst im Entstehen begriffen ist“ (Ehrke 2003: 11). Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um einen Freibrief für die Amerikaner, präventive Militäreinsätze zu jeder Zeit gegen jedes Land durchzuführen, welches zu einer Bedrohung der amerikanischen Interessen werden könnte.

Politisch-ökonomisch gesehen geht es den Amerikanern um das irakische Öl. Die Amerikaner sehen sich selbst in der Lage, über die Kontrolle der internationalen Erdölpolitik starken Einfluss auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung der Region des Mittleren Ostens nehmen zu können (Beck 2003: 339). Der sogenannte Cheney-Report zur amerikanischen Energieversorgung, das strategisch-ökonomische Gegenstück zur Bush-Doktrin, lässt erkennen, dass die sichere Versorgung der amerikanischen Wirtschaft mit Erdöl von Beginn an das Hauptinteresse der Bush-Regierung gewesen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um die Kriegsmotive der USA im Irak ein und stellt die Forschungsfrage nach der Rolle des Erdöls unter Berücksichtigung der offiziellen, teils fragwürdigen Begründungen.

2. Die offizielle Begründung der amerikanischen Regierung: Dieses Kapitel dekonstruiert die von der US-Regierung angeführten Gründe für den Krieg, insbesondere die Verbindung zum Terrorismus, die Demokratisierung sowie das angebliche Potential an Massenvernichtungswaffen.

3. Der Irak als Garant amerikanischer Versorgungssicherheit: Das Kapitel erläutert die politisch-strategischen und ökonomischen Interessen, wobei die Bush-Doktrin und der Cheney-Report als Instrumente zur Sicherung der nationalen Energieversorgung analysiert werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die offiziellen Kriegsbegründungen nicht stichhaltig sind und der Krieg stattdessen als Teil einer umfassenden, geopolitischen Strategie zur Kontrolle von Erdölressourcen zu bewerten ist.

Schlüsselwörter

Irak-Krieg, USA, Erdölpolitik, Kriegsmotive, Bush-Doktrin, Cheney-Report, Versorgungssicherheit, Naher Osten, Geopolitik, Massenvernichtungswaffen, Energieversorgung, Terrorismus, Weltherrschaft, Paradigmenwechsel, Ölreserven.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Motive des US-geführten Irak-Krieges von 2003 und hinterfragt, inwieweit wirtschaftliche Interessen am irakischen Erdöl dabei eine zentrale Rolle spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die US-Außenpolitik, Energieversorgungssicherheit, internationale Konflikte um Erdölvorkommen sowie die sicherheitspolitische Strategie der Bush-Administration.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA einnimmt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass andere Kriegsbegründungen sich als haltlos erwiesen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und argumentative Auseinandersetzung mit Fachliteratur, insbesondere auf Basis von Aufsätzen von Dr. Martin Beck und Michael Ehrke aus dem Jahr 2003.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die offiziellen Begründungen der US-Regierung widerlegt und anschließend die politisch-strategischen sowie ökonomischen Interessen (Bush-Doktrin und Cheney-Report) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Irak-Krieg, Erdölpolitik, Bush-Doktrin, Versorgungssicherheit und geopolitische Strategien charakterisiert.

Warum wird die offizielle Begründung der US-Regierung als "gegenstandslos" bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass die USA bis heute keine stichhaltigen Beweise für irakische Massenvernichtungswaffen oder eine direkte Zusammenarbeit mit Al-Qaida bei den Anschlägen vom 11. September vorlegen konnten.

Wie verändert sich laut Autor die strategische Rolle des Irak im Vergleich zu Saudi-Arabien?

Aufgrund der Erkenntnis, dass viele Attentäter des 11. September aus Saudi-Arabien stammten, sieht der Autor eine Verschiebung des Zentrums amerikanischer Interessen hin zum Irak als zweitgrößtem Erdölproduzenten der Region.

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Details

Title
Welche Rolle spielt das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA?
College
University of Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar: „Internationale Erdölpolitik“
Grade
2,0
Author
Josip Pejic (Author)
Publication Year
2007
Pages
6
Catalog Number
V89180
ISBN (eBook)
9783638037792
Language
German
Tags
Welche Rolle Erdöl Kriegsmotiv Hauptseminar Erdölpolitik“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josip Pejic (Author), 2007, Welche Rolle spielt das irakische Erdöl als Kriegsmotiv der USA?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89180
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