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Chinas energiepolitischen Interessen im Nahen Osten

Titre: Chinas energiepolitischen Interessen im Nahen Osten

Essai , 2007 , 6 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Josip Pejic (Auteur)

Politique - Région: Extrême-Orient
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich mit der Frage nach den energiepolitischen Interessen, die China in der Region des Nahen Ostens, speziell in Saudi Arabien und dem Iran, verfolgt. Die Motive des chinesischen Engagements wie auch die Erwartungen der regionalen Akteure und der USA sollen dabei veranschaulicht werden. Es soll unter anderem gezeigt werden, welche gegenseitigen Abhängigkeiten und Konflikte sich aufgrund des verworrenen Interessengeflechts der beteiligten Akteure ergeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Energiesicherheit als außenpolitische Bestimmung Pekings

3. Chinas opportunistische Ölstrategie im Nahen Osten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die energiepolitischen Interessen Chinas im Nahen Osten, insbesondere im Hinblick auf Saudi-Arabien und den Iran, und analysiert die daraus resultierenden gegenseitigen Abhängigkeiten sowie Konflikte im Spannungsfeld mit den USA.

  • Chinas rasant steigende Energieabhängigkeit und deren Auswirkungen
  • Strategien zur Sicherung fossiler Ressourcen durch "Öldiplomatie"
  • Die Rolle staatlicher Energieunternehmen und bilaterale Abkommen
  • Politisches Spannungsfeld zwischen China, den USA und regionalen Akteuren
  • Herausforderungen durch regionale Rivalitäten (Japan, Indien, Südkorea)

Auszug aus dem Buch

3. Chinas opportunistische Ölstrategie im Nahen Osten

Mit Hilfe seiner staatlichen Energieunternehmen verfolgt China im Nahen Osten eine Strategie nach dem Muster „two imports and one export“: Die beiden Importkomponenten – langfristige Lieferverträge für Erdöl, die China mit Ländern wie Saudi Arabien und dem Oman abschließt, und Investitionen seitens kapitalkräftiger Energiekonzerne aus der Region in den chinesischen Downstreamsektor und in Raffinerien – werden durch den chinesischen Kapitalexport ergänzt, der in Form einer „direkten Beteiligung chinesischer Firmen an der Erschließung von Öl- und Gasfeldern sowie an der Ölförderung“ (Steinhilber 2006b: 85) zu Tage tritt.

Am deutlichsten kommt diese Strategie in der 1990 mit Saudi Arabien abgeschlossenen „Ölpartnerschaft“ zum Tragen. „Besonders seit dem 11. September 2001 ist China für Saudi Arabien zu einem profitablen und relativ sicheren Hafen für die riesigen Gewinne aus dem Ölgeschäft geworden“ (Seinhilber 2006b: 91). Abgesehen davon ist der politische Unterton in den chinesisch-saudischen Beziehungen nicht zu unterschätzen: Vor allem wegen der amerikanischen Irak-Politik und ihrem „Krieg gegen den Terror“ sieht sich Saudi Arabien oftmals dazu veranlasst, ihre guten Beziehungen zu China als „latentes Druckmittel gegenüber den USA“ (Seinhilber 2006b: 91) einzusetzen. China wiederum liegt besonders viel an stabilen Beziehungen mit Saudi Arabien, da auf diese Weise die Gefahr, im Falle einer Verschlechterung des chinesisch-amerikanischen Verhältnisses von den reichen arabischen Ölquellen abgeschnitten zu werden, eingedämmt wird.

Während sich China in Saudi Arabien mit einem engen arabisch-amerikanischen Bündnis konfrontiert sieht, „bewegt es sich im Iran auf einem Terrain, das fest auf der US-amerikanischen „Achse des Bösen“ verortet ist“ (Steinhilber 2006a). Doch gerade der Antagonismus zwischen Iran und Amerika schafft Bedingungen, die Chinas Wunschvorstellungen von einer „exklusiven strategischen Ölbeziehung“ (Steinhilber 2006a) entsprechen, denn die fehlende Konkurrenz von US-Ölfirmen in dem Land stellt einen ganz besonderen Anreiz dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den rasanten Aufstieg Chinas zum drittgrößten Ölimporteur und die damit verbundene Notwendigkeit, neue strategische Partnerschaften im Nahen Osten zu erschließen.

2. Energiesicherheit als außenpolitische Bestimmung Pekings: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Energiesicherheit für die soziale und politische Stabilität des chinesischen Regimes sowie die Abhängigkeit von globalen Ölimporten.

3. Chinas opportunistische Ölstrategie im Nahen Osten: Hier wird die spezifische "Two imports and one export"-Strategie Chinas sowie das komplexe diplomatische Lavieren zwischen stabilen Ölquellen und politischer Neutralität analysiert.

4. Fazit: Das Fazit schlussfolgert, dass Chinas zunehmende Abhängigkeit von Ölimporten aus instabilen Regionen das Land zwangsläufig stärker in politische Konflikte verwickelt und ein kooperatives Verhalten gegenüber den USA als zentralem Investor erschwert.

Schlüsselwörter

China, Naher Osten, Energiesicherheit, Ölpolitik, Außenpolitik, Saudi Arabien, Iran, Ressourcenpolitik, Lieferverträge, USA, Geopolitik, Wirtschaftswachstum, Energieimporte, Transformationsprozess, Strategische Partnerschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung Chinas vom Nettoexporteur zum bedeutenden Ölimporteur und die daraus resultierende Hinwendung zu den energiereichen Regionen des Nahen Ostens.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die chinesische "Öldiplomatie", die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen für das inländische Wirtschaftswachstum und die diplomatischen Balanceakte Chinas zwischen regionalen Partnern und den USA.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse der energiepolitischen Interessen Chinas im Nahen Osten, unter besonderer Berücksichtigung der Beziehungen zu Saudi-Arabien und dem Iran.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere unter Heranziehung der Analysen von Jochen Steinhilber zur chinesischen Energiesicherung in Nahost und Nordafrika.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Hintergründen der chinesischen Energiesicherheit und der konkreten, opportunistisch geprägten Strategie Chinas zur Sicherung des Zugangs zu Ölfeldern und Gasressourcen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Energiesicherheit, Geopolitik, Ölimporte, China, Naher Osten und strategische Ölpartnerschaften charakterisiert.

Warum spielt der Iran eine so besondere Rolle für China?

Aufgrund des Antagonismus zwischen dem Iran und den USA ergibt sich für China eine seltene Gelegenheit, exklusive strategische Ölbeziehungen ohne Konkurrenz durch amerikanische Firmen aufzubauen.

Wie geht China mit der Gefahr um, in regionale Konflikte hineingezogen zu werden?

China versucht, sich durch eine Politik der Kooperation und Zurückhaltung gegenüber den regionalen Akteuren möglichst neutral und defensiv zu verhalten, während es gleichzeitig die US-Vorherrschaft politisch zu begrenzen sucht.

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Résumé des informations

Titre
Chinas energiepolitischen Interessen im Nahen Osten
Université
University of Hamburg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Cours
Hauptseminar: „Internationale Erdölpolitik“
Note
2,0
Auteur
Josip Pejic (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
6
N° de catalogue
V89182
ISBN (ebook)
9783638037808
Langue
allemand
mots-clé
Chinas Interessen Nahen Osten Hauptseminar Erdölpolitik“
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Josip Pejic (Auteur), 2007, Chinas energiepolitischen Interessen im Nahen Osten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89182
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Extrait de  6  pages
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