Eine Messe ist mit ihren Eigenschaften der direkten und persönlichen Kommunikation zu einem festen Zeitpunkt an einem festen Ort eine der effektivsten Kommunikationsplattformen. Dennoch gerät sie nach Jahrzenten des Wandels und Wachstums aufgrund verringerten wirtschaftlichen Wachstums, steigenden Beteiligungskosten oder Alternativen wie Roadshows oder Hausmessen zunehmend unter Druck.
Messeveranstalter sind aufgefordert, den Erfolg ihres Produktes ‚Messe‘ als Marketing- und Kommunikationsinstrument unter Beweis zu stellen. Dazu reichen nicht mehr nur die Bereitstellung von Fläche und die reibungslose Organisation der Veranstaltung. Vielmehr fordert die ausstellende und besuchende Wirtschaft nicht nur Kenntnis des Marktes und seiner Bedürfnisse, sondern auch die Ermöglichung kosten- und zeiteffektiver Kommunikation. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzen Messegesellschaften sowohl auf den effektiven Einsatz von Kommunikationsinstrumenten, als auch auf die Erweiterung ihres Serviceangebotes um Kommunikationsdienstleistungen.
Dazu ist ein Konzept notwendig, dass nicht nur alle Kommunikationsmöglichkeiten systematisiert, sondern auch so aufeinander abstimmt, dass Synergieeffekte genutzt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. MESSEN
2.1.1. Begriffsabgrenzung von Messen und Ausstellungen
2.1.2. Funktionen von Messen im Wandel der Zeit
2.1.3. Ziele und Aufgaben der Messebeteiligten
2.2. INTERNATIONALISIERUNG IM MESSEWESEN
2.2.1. Motive und Gründe für die Internationalisierung
2.2.2. Formen der Internationalisierung
2.3. DAS INTERNATIONALE KOMMUNIKATIONSKONZEPT
2.3.1. Der Kommunikationsbegriff und -prozess
2.3.2. Ziele und Bedeutung der internationalen Kommunikation
2.3.3. Phasen des internationalen Kommunikationskonzeptes
3. MESSEMARKTFORSCHUNG ZU KOMMUNIKATIONSPOLITISCHEN ANFORDERUNGEN VON AUSSTELLERN
3.1. DIE GEWERBEIMMOBILIENMESSE EXPO REAL
3.2. PROZESS DER MESSEMARKTFORSCHUNG
3.2.1. Problemdefinition und Ziele der Marktforschung
3.2.2. Erhebungsmethode und Aufbau des Fragebogens
3.2.3. Durchführung und Auswertung der Datenerhebung
3.2.4. Darstellung der Ergebnisse
4. DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT FÜR DIE GEWERBEIMMOBILIENMESSE EXPO REAL
4.1. SITUATIONSANALYSE
4.2. DEFINITION DER KOMMUNIKATIONSZIELE
4.3. ZIELGRUPPENPLANUNG
4.4. ABLEITUNG DER KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE
4.5. AUSWAHL DER KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTE
4.5.1. Public Relations
4.5.2. Mediakommunikation
4.5.3. Multimediakommunikation
4.5.4. Direktmarketing
4.5.5. Verkaufsförderung
4.5.6. Sponsoring
4.6. KOMMUNIKATIONSBUDGETIERUNG
4.7. KONTROLLE DER KOMMUNIKATIONSWIRKUNG
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Kommunikationskonzeptes für die EXPO REAL, um die internationale Ausstellerbeteiligung zu steigern. Dabei werden theoretische Grundlagen zur Messeorganisation und Kommunikationsplanung mit einer eigenen empirischen Marktforschung verknüpft, um maßgeschneiderte Strategien zur Internationalisierung abzuleiten.
- Grundlagen des Messewesens und der Internationalisierung
- Analyse der Marktsituation der EXPO REAL im Wettbewerbsumfeld
- Empirische Untersuchung der Anforderungen internationaler Aussteller
- Entwicklung eines zielgerichteten Kommunikationskonzeptes inklusive Strategie und Instrumentenwahl
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Begriffsabgrenzung von Messen und Ausstellungen
In der Literatur werden Messen und Ausstellungen im Allgemeinen unter dem Oberbegriff ‚Marktveranstaltung’ zusammengefasst, (Roloff 1992, S.6) die regelmäßig „Angebot und Nachfrage punktuell zusammenbringen“. (Wartenberg 1992, S.V)
Eine genaue Definition der beiden Veranstaltungen ist in den Leitsätzen des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) als offizielle Vertretung der deutschen Messewirtschaft und im §64 der Gewerbeordnung (GewO) verankert. Danach definiert sich die Messe als: „eine zeitlich begrenzte, regelmäßig wiederkehrende Marktveranstaltung, auf der eine Vielzahl von Unternehmen das wesentliche Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige ausstellt und überwiegend nach Mustern an gewerbliche Abnehmer vertreibt“. (Stober 2007, S.250)
Unter einer Ausstellung hingegen versteht man die Darstellung des repräsentativen Angebots von einem oder mehreren Wirtschaftszweigen, welche sich vorrangig an den privaten Besucher richtet. (Pepels 2001, S.576) Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dabei Information und Präsentation der Waren „zum Zweck der Absatzförderung“. (Stober 2007, S.250)
Damit unterscheiden sich Messen und Ausstellungen vorrangig in ihrer Besucherzielgruppe. (Hofbauer 2005, S.192) Messen wenden sich an Fachbesucher mit kommerziellen Absichten, während sich Ausstellungen an private Besucher richten. (Bruhn 2005b, S.961) In der Praxis jedoch findet immer mehr eine Vereinheitlichung und Mischung dieser beiden Formen statt. (Roloff 1992, S.7) Ausstellungen werden im Verlauf der Arbeit nicht mehr näher betrachtet, da der Gegenstand dieser Arbeit Messen sind, zu denen nur Fachbesucher Zugang haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund zunehmender Informationsflut und internationaler Konkurrenz im Messewesen und definiert das Ziel der Arbeit, ein Kommunikationskonzept für die EXPO REAL zu entwickeln.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die Begriffe Messen und Ausstellungen, die Bedeutung der Internationalisierung sowie die theoretischen Phasen eines Kommunikationskonzeptes.
3. MESSEMARKTFORSCHUNG ZU KOMMUNIKATIONSPOLITISCHEN ANFORDERUNGEN VON AUSSTELLERN: Das Kapitel beschreibt das Wettbewerbsumfeld der EXPO REAL und erläutert die methodische Durchführung und Ergebnisse der eigenen Online-Befragung zur Ermittlung von Ausstelleranforderungen.
4. DAS KOMMUNIKATIONSKONZEPT FÜR DIE GEWERBEIMMOBILIENMESSE EXPO REAL: Basierend auf der Analyse und Marktforschung werden konkrete Kommunikationsziele, eine Strategie sowie ein Instrumentenmix inklusive Budgetierung und Erfolgskontrolle für die EXPO REAL entwickelt.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel resümiert die erarbeiteten Strategien und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit, zukünftig verstärkt zwischen realen und virtuellen Messeangeboten zu differenzieren.
Schlüsselwörter
EXPO REAL, Messewesen, Internationalisierung, Kommunikationskonzept, Aussteller, Marktforschung, Messemarketing, Kommunikationsinstrumente, Dienstleistungsmarketing, Fachmesse, Sponsoring, Direktmarketing, Online-Services, Besucherstruktur, Wettbewerbsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes, um die internationale Messebeteiligung von Ausstellern auf der Immobilienmesse EXPO REAL zu erhöhen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Messewesens, die Internationalisierungsstrategien von Messegesellschaften, die Marktforschungsmethodik sowie die praktische Anwendung von Kommunikationsinstrumenten wie Public Relations, Sponsoring und Onlinemarketing.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, durch eine fundierte Situationsanalyse und eine empirische Befragung von Ausstellern innovative Kommunikationsmaßnahmen abzuleiten, die eine stärkere internationale Wahrnehmung und Beteiligung auf der EXPO REAL fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer quantitativen, empirischen Online-Befragung unter Ausstellern der EXPO REAL zur Gewinnung von Primärdaten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Marktforschung zur EXPO REAL sowie die praktische Ausarbeitung eines Kommunikationskonzeptes, inklusive Situationsanalyse, Zielgruppenplanung und der Auswahl konkreter Kommunikationsinstrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe Messewesen, Internationalisierung, Kommunikationskonzept, Ausstelleranforderungen und Messe-Marktforschung.
Welche Rolle spielt die Konkurrenz bei der Entwicklung des Konzepts?
Die Konkurrenzanalyse, insbesondere zu Messen wie der MIPIM, ist entscheidend, um die EXPO REAL klarer zu positionieren und durch ein zielgerichtetes Leistungsangebot vom Wettbewerb abzuheben.
Warum wird im Rahmen der Arbeit das Schalen-Modell verwendet?
Das Schalen-Modell dient dazu, die angebotenen Kommunikationsdienstleistungen in Muss-, Soll- und Kann-Leistungen zu unterteilen, um so die Erwartungen und den Mehrwert für internationale Aussteller besser bewerten zu können.
- Quote paper
- Alesja Alewelt (Author), 2008, Kommunikationskonzept zur Erhöhung der internationalen Messebeteiligung von Ausstellern am Beispiel der EXPO REAL, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89234