1. Vorbemerkung
1.1 Schulisches Bedingungsfeld
Die Pasteur-Oberschule trägt den Namen des französischen Naturforschers Louis Pasteur und beherbergt zur Zeit ca. 630 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 7 bis 13. Die werden von 49 Lehrern, einem Sozialpädagogen und drei technischen Mitarbeitern betreut. Das Einzugsgebiet der Schule ist der nähere und weitere Bereich des Stadtteils Prenzlauer Berg und geht durch alle Schichten und soziale Milieus hindurch.
Die Unterrichtsstunden betragen 45 Minuten. Der Stundenplan sieht wie folgt aus:
0. Stunde 7:05-7:50 Uhr 10 Minuten Pause
1. Stunde 8:00-8:45 Uhr 10 Minuten Pause
2. Stunde 8:55-9:40 Uhr 20 Minuten Frühstückspause
3. Stunde 10:00-10:45 Uhr 10 Minuten Pause
4. Stunde 10:55-11:40 Uhr 25 Minuten 1. Mittagspause
5. Stunde 12:05-12:50 Uhr 20 Minuten 2. Mittagspause
6. Stunde 13:10-13:55 Uhr 5 Minuten Pause
7. Stunde 14:00-14:45 Uhr Pause nach Vereinbarung
8. Stunde 14:45-15:30 Uhr
Im Hinblick auf meine eigene Schulzeit am Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen, Hessen, wo ich auch mein Orientierungspraktikum absolviert habe, ist mir die ausgiebige Pausenzeit sehr positiv aufgefallen. Die Schüler hatten mehr Zeit zur Rekreation und waren selbst in einer 6. Stunde deutlich konzentrierter.
Die Pasteur-Oberschule ist in vielen Aspekten humanistisch orientiert, obwohl Latein erst ab Klasse 11 angeboten wird. Allerdings gibt es für die Schüler die Möglichkeit Astronomie als Wahlpflichtfach in der 10. Klasse zu nehmen und Philosophie in der gymnasialen Oberstufe.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung
1.1 Schulisches Bedingungsfeld
1.2 Dank
1.3 Besuchte und unterrichtete Lerngruppen
2. Übersicht über die Unterrichtsreihe „Kreatives Schreiben“
3. Unterrichtsziele
4. Allgemeine Bedingungsfeldanalyse der Klasse 10b
5. Analysen, Pläne und Auswertungen von zwei Stunden im Detail
5.1 Unterrichtsvoraussetzungen
5.2 Beispiel einer literaturorientierten Unterrichtsstunde: Untersuchung der KG „Kannitverstan“ von Hebel unter dem Aspekt der Produktion und Gestaltungsmittel
5.2.1 Sachanalyse
5.2.2 Didaktisch-methodische Analyse
5.2.2 Lernziele
5.2.4 Stundenverlaufsplanung
5.2.5 Didaktische Nachbetrachtung
5.3 Beispiel einer sprachorientierten Unterrichtsstunde: Sprachliche Stilanalysen und Stilisierung
5.3.1 Sachanalyse
5.3.2 Didaktisch-methodische Analyse
5.3.3 Lernziel
5.3.4 Stundenverlaufsplanung
5.3.5 Didaktische Nachbetrachtung
6. Schluß
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
8.1 Folie zur Unterrichtsstunde: Sprachliche Stilanalysen und Stilisierung
8.2 Folie: Kurzgeschichte von Christian
8.3 Stundenplan
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit präsentiert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für eine sechsstündige Reihe zum Thema „Kreatives Schreiben“ in einer 10. Klasse. Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch aktive Textproduktion ein tieferes Verständnis für literarische Gestaltungsmittel, Stilebenen und die Struktur von Kurzgeschichten zu vermitteln, um den Umgang mit Literatur von einem passiven Konsum hin zu einer analytischen und produktiven Handwerksperspektive zu führen.
- Analyse und Anwendung von Produktions- und Gestaltungsmitteln in literarischen Texten
- Einführung in verschiedene Schreibverfahren wie Mindmapping, Clustering und das Zettellawine-Verfahren
- Untersuchung von Stilebenen durch die kreative Transformation eines Ausgangstextes
- Reflexion über den Prozess der eigenen Textentstehung und kritische Auseinandersetzung mit Literatur
Auszug aus dem Buch
5.2.1 Sachanalyse
Was man von der hier in Rede stehenden Kategorie von Texten sagen kann, ist, dass Autoren wie Hans Jakob von Grimmelshausen, Johann Peter Hebel und Jeremias Gotthelf Geschichten für den belletristischen Teil von Kalendern geschrieben haben. Die Geschichten durften einen gewissen Umfang nicht überschreiten, um von der spezifischen Leserschicht der Kalender aufgenommen werden zu können. Sie hatten eine entsprechend einfache sprachliche Gestaltung und einen leicht nachzuvollziehenden Inhalt und verknüpften zudem Unterhaltung mit Belehrung. Später haben sich die Kalendergeschichten insofern verselbständigt, als dass sie auch außerhalb von Kalendern zu Geltung kamen und etwa im Zusammenhang von Erzählungen (etwa bei Oskar Maria Graf oder Bertolt Brecht) standen und im großen und ganzen nur noch die didaktische Tendenz gemeinsam hatten.
Als Meister der Kalendergeschichte gilt Johann Peter Hebel und als eines ihrer Muster seine Erzählung „Kannitverstan“. Hebel hat die Geschichte für den von ihm herausgegebenen Kalender „Schatzkästlein des Rheinische Hausfreundes“ geschrieben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbemerkung: Vorstellung der Pasteur-Oberschule, des schulischen Bedingungsfeldes und des organisatorischen Rahmens des Praktikums.
2. Übersicht über die Unterrichtsreihe „Kreatives Schreiben“: Definition des zeitlichen Rahmens und Darstellung der inhaltlichen Schwerpunkte der sechs Unterrichtsstunden.
3. Unterrichtsziele: Darlegung der in Anlehnung an den Berliner Rahmenplan entwickelten Lernziele für die Unterrichtseinheit.
4. Allgemeine Bedingungsfeldanalyse der Klasse 10b: Einschätzung der Lerngruppe hinsichtlich Motivation, Leistungsstand, Sozialstruktur und Einstellung zum Fach Deutsch.
5. Analysen, Pläne und Auswertungen von zwei Stunden im Detail: Detaillierte Planung und nachträgliche Reflexion einer literaturorientierten sowie einer sprachorientierten Unterrichtsstunde.
6. Schluß: Persönliche Auswertung der Praktikumserfahrungen, Reflexion über den Lehrerberuf und den Arbeitsaufwand bei der Unterrichtsgestaltung.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur zur Vorbereitung der Unterrichtseinheit.
8. Anhang: Bereitstellung der verwendeten Arbeitsmaterialien, Folieninhalte und des Stundenplans.
Schlüsselwörter
Kreatives Schreiben, Unterrichtsentwurf, Kurzgeschichte, Johann Peter Hebel, Kannitverstan, Deutschunterricht, Stilanalyse, Sprachliche Gestaltungsmittel, Schreibverfahren, Produktionsästhetik, Didaktik, Schulpraktikum, Literaturunterricht, Ausdrucksmodus, Textproduktion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen Unterrichtsentwurf für eine 10. Klasse zum Thema „Kreatives Schreiben“ und reflektiert die Durchführung ausgewählter Stunden im Rahmen eines Schulpraktikums.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsreihe?
Die zentralen Felder umfassen die praktische Erprobung verschiedener Schreibtechniken, die Analyse von Kurzgeschichten durch Produktion sowie die Untersuchung und Anwendung unterschiedlicher Stilebenen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Schülern durch eigene Schreibprozesse ein besseres Verständnis für den handwerklichen Aufbau literarischer Texte zu vermitteln und den „Anbetungscharakter“ hoher Literatur abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktisch-methodische Analysen, die durch Fachliteratur zu produktionsorientiertem Literaturunterricht und Stilkunde fundiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsfeldanalyse der Klasse 10b sowie in detaillierte Sachanalysen, Verlaufsplanungen und Nachbetrachtungen zu zwei beispielhaften Unterrichtsstunden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kreatives Schreiben, Kurzgeschichte, Stilanalyse, Didaktik, Produktionsästhetik und Schreibverfahren stehen im Zentrum der inhaltlichen Betrachtungen.
Warum wurde Hebel mit der Erzählung „Kannitverstan“ gewählt?
Die Geschichte dient als exzellentes Beispiel für eine klassische Kurzgeschichte, die aufgrund ihrer klaren Struktur, ihrer funktionalen Gestaltungsmittel und ihrer Ironie ideal für produktionsorientierte Analyseansätze geeignet ist.
Welchen Einfluss hat die „PISA-Studie“ auf die Reflexion des Autors?
Der Autor stellt fest, dass die oft zitierten Defizite in Lese- und Verständniskompetenzen bei der unterrichteten 10. Klasse in der Praxis nicht zu beobachten waren, was die Bedeutung der eigenen Lehrerfahrung unterstreicht.
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- Benjamin Kristek (Author), 2002, Unterrichtsentwurf zur Unterrichtsreihe 'Kreatives Schreiben' in einer 10. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8927