Das Ziel dieser Arbeit ist es, zum einen einen Überblick zu geben, was Erhaltungszüchtungen und Rückzüchtungen überhaupt sind, wie sich diese beiden gegeneinander absetzen, wie sie in Deutschland organisiert werden und welche Rassen von entsprechenden Programmen betroffen sind. Zum anderen, soll eine kritische Betrachtung der Erhaltungszucht und der Rückzüchtungen angestellt werden, um schließlich den Sinn und die Berechtigung solcher Zuchtprojekte abschätzen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Grundbegriffe der Arbeit
- 2.1 Der Rassebegriff und dessen Entwicklung
- 2.2 Rückgang der Rassenvielfalt
- 2.3 Gefährdungskriterien / Erhaltungskriterien
- 2.4 Erhaltungszüchtung / Rückzüchtung
- 2.4.1 Argumente für / gegen Erhaltungszucht
- 2.4.2 Formen der Erhaltung – Erhaltungsstrategien
- 2.4.2.1 Ex-situ-Erhaltung
- 2.4.2.2 In-situ-Erhaltung
- 2.4.3 Fördermaßnahmen / Haltungsprämien
- 2.4.4 Argumente für / gegen Rückzüchtung
- 2.5 Züchterische Grundlagen und Methoden
- 2.5.1 Zuchtmethoden
- 2.5.2 Inzuchtproblematik
- 2.5.3 Heterosiseffekte
- 3. Erhaltungszuchtprogramme
- 3.1 Schwäbisch-Hällisches Schwein
- 3.1.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 3.1.2 Erhaltungszucht
- 3.1.3 Perspektiven
- 3.2 Rotes Höhenvieh
- 3.2.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 3.2.2 Erhaltungszucht
- 3.2.3 Perspektiven
- 3.3 Schwarzwälder Kaltblut
- 3.3.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 3.3.2 Erhaltungszucht
- 3.3.3 Perspektiven
- 3.1 Schwäbisch-Hällisches Schwein
- 4. Rückzüchtungsprogramme
- 4.1 Deutsches Weideschwein
- 4.1.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 4.1.2 Rückzüchtung
- 4.1.3 Perspektiven
- 4.2 Auerochse / Ur
- 4.2.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 4.2.2 Rückzüchtung
- 4.2.3 Perspektiven
- 4.3 Tarpan
- 4.3.1 Ausgangssituation / Geschichte
- 4.3.2 Rückzüchtung
- 4.3.3 Perspektiven
- 4.1 Deutsches Weideschwein
- 5. Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über Erhaltungszüchtungen und Rückzüchtungen von Nutztierrassen in Deutschland zu geben. Sie untersucht, wie sich diese beiden Konzepte voneinander unterscheiden, welche Rassen von entsprechenden Programmen betroffen sind und welche kritischen Punkte bei der Durchführung solcher Programme bestehen.
- Definition und Abgrenzung von Erhaltungszüchtung und Rückzüchtung
- Ursachen und Auswirkungen des Rückgangs der Rassenvielfalt
- Analyse der Erhaltungszuchtprogramme: Ziele, Strategien und Herausforderungen
- Bewertung der Rückzüchtungsprogramme: Chancen und Risiken
- Bedeutung und Notwendigkeit von Erhaltungs- und Rückzüchtungsprogrammen für die Zukunft der Nutztierhaltung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der Erhaltungszüchtung und Rückzüchtung von Nutztierrassen ein. Dabei werden die grundlegenden Begriffe, wie Rasse, Rassenvielfalt und Gefährdungskriterien, erläutert. Kapitel 2 befasst sich mit den verschiedenen Erhaltungsstrategien, den Argumenten für und gegen die Erhaltungszucht sowie den züchterischen Grundlagen und Methoden.
Kapitel 3 beleuchtet exemplarisch drei Erhaltungszuchtprogramme für die Rassen Schwäbisch-Hällisches Schwein, Rotes Höhenvieh und Schwarzwälder Kaltblut. Die Kapitel 4 widmet sich drei Rückzüchtungsprogrammen für Deutsches Weideschwein, Auerochse/Ur und Tarpan. In den einzelnen Kapiteln werden die Ausgangssituation, die Geschichte der Rasse, die Zuchtziele und die Perspektiven des jeweiligen Programms beleuchtet.
Schlüsselwörter
Erhaltungszüchtung, Rückzüchtung, Nutztierrassen, Rassenvielfalt, Gefährdungskriterien, Erhaltungsstrategien, Inzucht, Heterosiseffekte, Zuchtprogramme, Schwäbisch-Hällisches Schwein, Rotes Höhenvieh, Schwarzwälder Kaltblut, Deutsches Weideschwein, Auerochse, Tarpan.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Erhaltungszüchtung und Rückzüchtung?
Erhaltungszüchtung bewahrt noch existierende, gefährdete Rassen vor dem Aussterben. Rückzüchtung versucht, bereits ausgestorbene Wild- oder Urformen (wie den Auerochsen) durch Kreuzung ähnlicher Rassen neu zu erschaffen.
Warum nimmt die Rassenvielfalt bei Nutztieren ab?
Die moderne Landwirtschaft setzt auf Hochleistungsrassen, die auf maximale Erträge optimiert sind. Alte Rassen, die oft robuster, aber weniger produktiv sind, werden dadurch verdrängt.
Was sind Ex-situ- und In-situ-Erhaltung?
In-situ bedeutet die Erhaltung im natürlichen Lebensraum (z.B. auf dem Bauernhof), während Ex-situ die Erhaltung außerhalb (z.B. in Genbanken oder Zoos) beschreibt.
Welche Probleme gibt es bei Rückzüchtungsprogrammen?
Kritiker bemängeln die Inzuchtproblematik und das Risiko, dass die Rückzüchtungen zwar optisch dem Original ähneln, aber nicht dessen genetische und verhaltensbiologische Eigenschaften besitzen.
Welche Rassen sind Beispiele für erfolgreiche Erhaltungszucht?
Bekannte Beispiele sind das Schwäbisch-Hällische Schwein, das Rote Höhenvieh und das Schwarzwälder Kaltblut.
- Quote paper
- Diplom-Biologin Anne Katharina Engeling (Author), 2006, Rückzüchtung und Erhaltungszüchtung von Nutztierrassen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89316