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Italiens Rolle beim Prozess der deutschen Wiedervereinigung

Title: Italiens Rolle beim Prozess der deutschen Wiedervereinigung

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alida Koch (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Rolle Italiens beim Prozess der deutschen Wiedervereinigung. Dabei gehe ich auf die allgemeine Ausgangslage nach Ende des zweiten Weltkrieges ein, auf die Meinung der Italiener zur deutschen Wiedervereinigung und anschließend auf die Rolle der italienischen Presse in diesem Zusammenhang. Vorab ist es wichtig zu klären was überhaupt die Beziehungen zwischen zwei Völkern kennzeichnet. „Sie sind das Resultat [...] ihrer vielschichtigen, historisch gewachsenen Realkontakte und wechselseitigen Perzeptionen.“ Es spielen aber auch Bündnisse, Kriege, Verträge und kollektive Erfahrungen wie Auslandsaufenthalte eine wichtige Rolle...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Chronologie der Ereignisse:

3. Ausgangslage nach Kriegsende:

4. Italiens Standpunkt zur Wiedervereinigung:

5. Die Rolle der Presse:

6. Schlussbemerkung:

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle Italiens während des Prozesses der deutschen Wiedervereinigung, wobei insbesondere die historische Ausgangslage, die politischen Standpunkte der italienischen Führung sowie die mediale Berichterstattung in Italien analysiert werden, um ein differenziertes Bild der damaligen deutsch-italienischen Beziehungen und der italienischen Wahrnehmung des deutschen Einigungsprozesses zu zeichnen.

  • Historische Hintergründe und das Erbe des Zweiten Weltkriegs
  • Der Prozess der deutschen Wiedervereinigung und der 10-Punkte-Plan
  • Italienische Wahrnehmung und politische Ängste (Pangermanismus)
  • Die Rolle der italienischen Presse und nationale Stereotype
  • Entwicklung des Meinungsbildes in der italienischen Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

4. Italiens Standpunkt zur Wiedervereinigung:

In Italien erreichte das Thema rund um die deutsche Wiedervereinigung in den Jahren 1989-90 sehr große Aufmerksamkeit, wohl die größte überhaupt. Dabei waren vorrangig die Daten des 9. November 1989, 8. März 1990, 1. Juli 1990, 3. Oktober 1990 und des 2. Dezember 1990 von zentraler Bedeutung.

Die Öffnung der Mauer war für Italien mindestens ebenso überraschend wie für die restliche Welt. Das italienische Volk sympathisierte bei diesem Ereignis seit langer Zeit wieder mit den Deutschen; die Bilder, die in den Medien übertragen wurden, erzeugten Anteilnahme, Freude und Mitgefühl. Die Presse, von der später noch die Rede sein wird, und die Politiker hingegen waren eher weniger freudig gestimmt. Viele sprachen nach der Wiedervereinigung von einer Hegemonie Deutschlands, vom Vierten Reich usw. Das Reich Hitlers war Italien noch gut in Erinnerung geblieben, deshalb hielten auch unbegründete Ängste und Sorgen an und verfestigten sich. Auch der damalige Außenminister Gianni de Michelis mahnte die EU-Staaten und erinnerte an die eigentliche Losung gegenüber Deutschland. „Das neue Deutschland in Europa eingliedern, ehe die Deutschen sich wiedervereinigen und kommandieren.“ So verband man in Italien also bis Mitte der Neunziger mit der deutschen Vereinigung die Gefahr des Wiederauflebens des Nationalsozialismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Thema der Hausarbeit, den historischen Kontext der deutsch-italienischen Beziehungen und die Bedeutung von Nationalstereotypen in der Wahrnehmung beider Völker.

2. Chronologie der Ereignisse: Dieses Kapitel bietet einen chronologischen Überblick über die zentralen Ereignisse zwischen 1945 und 1992, die den Weg zur deutschen Einheit markierten.

3. Ausgangslage nach Kriegsende: Hier wird die Ausgangssituation nach 1945 beleuchtet, einschließlich der eingeschränkten Souveränität Deutschlands und der Wiederannäherung beider Staaten in Wirtschaft und Politik.

4. Italiens Standpunkt zur Wiedervereinigung: Das Kapitel analysiert die zwiespältige Haltung italienischer Politiker und der Bevölkerung gegenüber der deutschen Einigung, geprägt von Ängsten vor einem neuen Hegemonialstreben.

5. Die Rolle der Presse: Es wird die mediale Berichterstattung in verschiedenen italienischen Zeitungen untersucht, wobei Stereotype und die Sorge vor einem "Vierten Reich" im Fokus stehen.

6. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert, dass die Ängste Italiens weitgehend unbegründet waren und sich das Meinungsbild mit zunehmender Zeit deutlich positiv entwickelte.

7. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen sowie der genutzten Internetressourcen.

Schlüsselwörter

deutsche Wiedervereinigung, Italien, deutsch-italienische Beziehungen, Nationalsozialismus, Pangermanismus, Presse, Wahrnehmung, 10-Punkte-Plan, Souveränität, Europäische Integration, Kohl, Andreotti, De Michelis, Medien, Stereotype.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle Italiens während des Prozesses der deutschen Wiedervereinigung in den Jahren 1989 bis 1990.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die historische Ausgangslage nach 1945, die politischen Reaktionen Italiens auf die deutsche Einigung sowie die Berichterstattung italienischer Medien in dieser Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der Freude der italienischen Bevölkerung über die Maueröffnung und der skeptischen bis besorgten Haltung der italienischen Politik und Presse zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von historischen Ereignissen sowie eine vergleichende Betrachtung medialer Diskurse anhand von Zeitungsberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Übersicht, eine Analyse der Ausgangslage, die politischen Stellungnahmen führender italienischer Politiker sowie eine detaillierte Auswertung der Pressemeinungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind deutsche Wiedervereinigung, Pangermanismus, politische Wahrnehmung, deutsch-italienische Beziehungen und mediale Berichterstattung.

Warum wurde in Italien der Begriff "Pangermanismus" im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung verwendet?

Viele italienische Politiker und Journalisten befürchteten, dass ein wiedervereinigtes Deutschland in Europa eine dominierende Rolle einnehmen und die Geschichte des Nationalsozialismus sich wiederholen könnte.

Welche Haltung nahm der damalige italienische Ministerpräsident Andreotti ein?

Andreotti äußerte wiederholt Besorgnis und forderte mehr Zeit, um die Konsequenzen der deutschen Einigung für Europa zu prüfen, da er Italien von den Entscheidungsprozessen ausgegrenzt sah.

Wie veränderte sich die Haltung der Italiener zur deutschen Wiedervereinigung im Zeitverlauf?

Statistische Umfragen, die der Autor anführt, zeigen, dass die Akzeptanz für ein wiedervereinigtes Deutschland in Italien mit zunehmender Zeit deutlich stieg.

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Details

Title
Italiens Rolle beim Prozess der deutschen Wiedervereinigung
College
Martin Luther University  (Institut für Romanistik)
Course
Die deutsch-italienischen Beziehungen; Italienische Landes- und Kulturwissenschaft
Grade
2,0
Author
Alida Koch (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V89339
ISBN (eBook)
9783638030526
ISBN (Book)
9783638928199
Language
German
Tags
Rolle Prozess Wiedervereinigung Beziehungen Kulturwissenschaft Italien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alida Koch (Author), 2007, Italiens Rolle beim Prozess der deutschen Wiedervereinigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89339
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