Sportvereine und Marketing


Hausarbeit (Hauptseminar), 2000

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marketing als erwerbswirtschaftliches Instrument der Gewinnerzielung
2.1 Marketinginstrumentarien aus betriebswirtschaftlicher Sicht
2.2 Die Anwendung von Marketinginstrumentarien in Unternehmen

3 Marketing als Instrument zur Erzielung von Einnahmen in Sportvereinen
3.1 Strukturbesonderheiten von Sportvereinen als Nonprofitorganisationen
3.2 Gewinnerzielungsmöglichkeiten von Sportvereinen
3.3 Die Anwendung von Marketinginstrumentarien in Sportvereinen

4 Möglichkeiten und Grenzen von Marketing in Sportvereinen

5 Resümee

6 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Marketing ist ein gängiges weil sinnvolles Instrument erwerbswirtschaftlicher Unternehmen. Die Aufgabe besteht darin Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf freie Märkte zu planen, zu koordinieren und zu kontrollieren. Im Marketingbereich werden Produkte oder andere Wertgüter am Markt angeboten oder getauscht. Dazu bedient man sich gewisser Instrumentarien die in Kapitel 2.1 erläutert werden. Marketing unterstützt folglich das Ziel von erwerbswirtschaftlichen Unternehmen, Gewinne zu erzielen und zu mehren.

Auch Sportvereine unterliegen, soweit sie auch ökonomische Interessen verfolgen der Notwendigkeit ihre Kosten durch Einnahmen zu decken. Diese Einnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr durch die übliche finanzierung von Vereinen, nämlich durch die von den Mitgliedern eingeworbenen finanziellen Ressourcen, zu erzielen. Die Folge ist, daß Sportvereine zusätzlich Einnahmen erzielen müssen beziehungsweise unternehmerisch tätig werden müssen. Insofern folgen Sportvereine Marktgesetzen, die erwerbswirtschaftliches Handeln auch in Vereinen als Nonprofitorganisationen implementieren.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob die Organisationsform der Sportvereine in Abhängigkeit unternehmerischer Tätigkeiten auch die Instrumentarien erwerbswirtschaftlicher Unternehmen bedingungslos übernehmen kann oder ob die spezifische Organisationsform den Instrumenten des gewinnorientierten Marktes Grenzen aufzeigt? Dies soll am Beispiel des Marketings als Instrument der Gewinnsteigerung untersucht werden. Mit anderen Worten versuchen wir eine Antwort auf die zentrale Fragestellung zu finden: Ist Marketing für Sportvereine sinnvoll?

2. Marketing als erwerbswirtschaflliches Instrument der Gewinnerzielung

Wirtschaftsunternehmen handeln nach dem erwerbswirtschaflichen Prinzip, d.h. sie haben die Absicht maximale Gewinne zu erzielen. Um dieses Ziel effektiver verwirklichen zu können wird Marketing betrieben. Für den Begriff „Marketing“ werden verschiedene Definitionen angeboten. Es folgen nun zwei Definitionen, wobei die erste als „eng“ einzustufen ist, da sie sich ausschließlich auf Wirtschaftsunternehmen bezieht. Die zweite Definition ist die weiteste Interpretation, da sie jegliche Form des Austausches zwischen zwei Kontrahenten beinhaltet. Neben der Vermarktung von Ideen und Diensten werden auch die Austauschprozesse zwischen nicht- kommerziellen Organisationen (Nonprofit Organisations) und Individuen in die Definition mit einbezogen. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die weitgefaßte Definition als Grundlage dienen, da wir später auf Marketing in Vereinen eingehen werden und diese Nonprofit Organisationen sind.

I. Definition von MEFFERT

„In der klassischen Interpretation bedeutet Marketing die Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten. Durch eine dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse sollen die Unternehmensziele verwirklicht werden.“

Quelle: MEFFERT, H. (1998): Marketing, 8. Aufl., Wiesbaden 1998 (Verlag Gabler), S. 7.

II. Definition von KOLER/BLIEMEL

"Marketing ist ein Prozeß im Wirtschafts- und Sozialgefüge, durch den Einzelpersonen und Gruppen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen, indem sie Produkte und andere Dinge von Wert erzeugen, anbieten und miteinander austauschen."

Quelle: KOTLER, P./BLIEMEL, F. (1995): Marketing-Management, 8. Aufl.,Stuttgart 1995 (Verlag Schaeffer-Poeschel), S. 7.

Im nun folgenden Kapitel wird näher auf die absatzpolitischen Instrumente zur Umsetzung von Marketingzielen für Unternehmen eingegangen.

2.1 Marketinginstrumentarien aus betriebswirtschaflicher Sicht

Im Mittelpunkt der Marketingplanung eines Unternehmens stehen die Marketinginstrumente, die dazu dienen, aktiv Einfluß auf den Absatzmarkt zu nehmen.

Sie sollen helfen, in einem Unternehmen folgende Fragen zu beantworten:

- „Wo wollen wir uns auf dem Markt betätigen?“
- „Welche Ziele wollen wir auf dem Markt erreichen?“
- „Wie – d. h. mit welchen Mitteln und Maßnahmen – können wir diese Ziele erreichen?“

In der Beriebswirtschaftslehre hat sich die Einteilung in die vier Marketinginstrumente Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik und Kommunikationspolitik durchgesetzt. Unter Produktpolitik versteht man alle mit dem Produkt zusammenhängenden Maßnahmen, um für das Produkt bei den potentiellen Käufern eine bessere Beurteilung zu erzielen. Dazu gehören Qualität, Eigenschaften und Zusatzausstattung, Styling, Markenname, Verpackung, Größe, Serviceleistungen, Garantieleistungen und Rückgabemöglichkeiten. Eine Sonderstellung der Produktpolitik unter den absatzpolitischen Marketinginstrumenten ergibt sich insofern, als alle übrigen Aktionsparameter grundsätzlich produktbezogen sind.

Preispolitik meint alle Maßnahmen, die durch die Gestaltung des finanziellen Ausgleichs dazu beitragen, einen Kaufabschluß herbeizuführen. Dazu gehören Listenpreis, Rabatte und Nachlässe, Zahlungsfristen und Finanzierungskonditionen.

Zur Distributionspolitik zählen alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um das Produkt vom Ort der Herstellung bzw. des Verkaufs zum Abnehmer zu bringen. Dazu gehören Distributionskanäle, Marktabdeckungsgrad, Lage der Bezugsorte, Warenbestände und Warenlogistik.

Die Kommunikationspolitik hat die Aufgabe, einen Kontakt zwischen Anbieter und potentiellem Abnehmer herzustellen (persönlich oder unpersönlich), der letztlich zu einem Verkaufsabschluß führen kann. Dazu gehören Werbung, persönlicher Verkauf, Verkaufsförderung, Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) und Sponsoring.

Die Marketinginstrumente treten niemals in Reinform auf, sondern in Kombination miteinander, dem Marketing-Mix. Die richtige Kombination aus den Marketinginstrumenten, die das Unternehmen zur Erreichung seiner Marketingziele auf dem Zielmarkt einsetzt, sind für den Erfolg entscheidend. Den Entscheidungen, welche Kombination die angemessene ist liegen Annahmen über Reaktionen der Käufer und anderer Personenkreise, die kaufentscheide beeinflussen, zugrunde. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Marktforschung. Unter Marktforschung versteht man „die systematische Untersuchung eines konkreten Teilmarktes“.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Sportvereine und Marketing
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Sportwissenschaften und Psychologie)
Veranstaltung
Hauptseminar: Ökonomische Aspekte des Sports
Note
1,0
Autoren
Jahr
2000
Seiten
15
Katalognummer
V8935
ISBN (eBook)
9783638157698
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportverein, Marketing, nonprofit organizations
Arbeit zitieren
Daniel Nienaber (Autor)Felix Wit (Autor), 2000, Sportvereine und Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8935

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