Gliederung
1. Einleitung S. 1-2
2. Vorstellung der Theorie des „Clash of Civilizations“
2.1 Definition der Begriffe “Kultur” und “Kulturkreis” S. 2-3
2.2 Die Kulturkreise und Huntingtons Einteilung der Welt S. 3-6
2.3 Bruchlinienkriege S. 6-7
3. Kritische Betrachtung des “Clash of Civilizations”
3.1 Anzeichen, die für einen „Kampf der Kulturen“ in der Welt sprechen S. 7-9
3.2 Kritik an Huntingtons Theorie – Die Gegenstimmen
a) Nicht kulturelle Konfliktursachen S. 9-10
b) Der interkulturelle Dialog S. 10-12
4. Abschließende Bewertung S. 12-13
Anlage
Karte / Grafik S.14-15
Literaturverzeichnis S. 16
1. Einleitung
„Eine Kultur ist gleichzeitig ein Treibhaus, das es den menschlichen Fähigkeiten erlaubt sich zu entwickeln, aber auch das Gefängnis, das sie einengt“. Aldous Leonard Huxley
(...)
Im Sommer 1993 veröffentliche Samuel P. Huntington in der Zeitschrift „Foreign Affairs“ einen längeren Artikel mit dem Thema „The Clash of Civilizations “. In diesem Artikel prophezeite er, dass zukünftige Konflikte zwischen verschiedenen Kulturen stattfinden würden und nicht mehr, so wie bis dahin angenommen, aus ideologischen, wirtschaftlichen oder politischen Gründen (Huntington 1993: 22). (...)
Um die Theorie des „Kampf der Kulturen“ genauer untersuchen zu können, werden zunächst im zweiten Abschnitt der Arbeit, notwendige zentrale Begriffe wie Kultur, Kulturkreise, Kernstaaten und Bruchlinienkriege, definiert . Dem folgt im Dritten Abschnitt eine Diskussion über die Vor- und Nachteile der Huntigtonschen Theorie. Hier wird vor allem beleuchtet werden, ob ein Kampf der Kulturen überhaupt stattfindet und ob die Theorie in der modernen politikwissenschaftlichen Forschung Anwendung finden kann. Die durch die Diskussion getroffene Bewertung der Theorie von Samuel P. Huntington und die Einordnung ihrer wissenschaftlichen Relevanz für die politikwissenschaftliche Forschung schließen die Arbeit im vierten Abschnitt ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung der Theorie des „Clash of Civilizations“
2.1 Definition der Begriffe „Kultur“ und „Kulturkreis“
2.2 Die Kulturkreise und Huntingtons Einteilung der Welt
2.3 Bruchlinienkriege
3. Kritische Betrachtung des “Clash of Civilizations”
3.1 Anzeichen, die für einen „Kampf der Kulturen“ in der Welt sprechen
3.2 Kritik an Huntingtons Theorie – Die Gegenstimmen
3. Abschließende Bewertung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau der Theorie vom „Kampf der Kulturen“ von Samuel P. Huntington und analysiert, inwieweit diese Theorie als wissenschaftliche Grundlage zur Erklärung von globalen Konflikten dienen kann.
- Grundlagen und Definitionen der Huntingtons Theorie
- Einteilung der Welt in Kulturkreise und Kernstaaten
- Phänomen der Bruchlinienkriege
- Kritische Diskussion von Nicht-kulturellen Konfliktursachen
- Potenzial und Notwendigkeit des interkulturellen Dialogs
Auszug aus dem Buch
2.3 Bruchlinienkriege
„Kulturen sind die ultimativen menschlichen Stämme, und der Kampf der Kulturen ist ein Stammeskonflikt im Weltmaßstab.“ (Huntington 2006/2007: 331) So erklärt sich auch das Phänomen der Bruchlinienkriege, die laut Huntington an der Peripherie, also den Bruchstellen zwischen den einzelnen Kulturen auftreten und zu den gefährlichsten Konflikten überhaupt gehören. (Huntington 2006/2007: 26)
„Bruchlinienkriege sind Konflikte zwischen Gemeinschaften, die Staaten oder Gruppen aus unterschiedlichen Kulturen angehören.“ (Huntington 2006/2007: 410) Es handelt sich also um Konflikte, die gewaltsam zwischen Staaten und zwischen nichtstaatlichen Gruppierungen auftreten. Diese Form von Konflikten, kann innerstaatlich aber auch zwischen verschiedenen Staaten mit unterschiedlichen kulturellen Zugehörigkeiten auftreten. Innerstaatlich wird in diesem Fall ein Konflikt, bei dem sich z.B durch die Globalisierung verschiedene Kulturen innerhalb eines Staates wieder finden innerhalb dieses Staates ausgetragen. (Huntington 2006/2007: 410/411)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Begriffs „Kampf der Kulturen“ nach dem 11. September 2001 und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. Vorstellung der Theorie des „Clash of Civilizations“: Erläuterung der zentralen Begrifflichkeiten, der Einteilung der Welt in sieben Kulturkreise sowie des Konzepts der Kernstaaten und Bruchlinienkriege.
3. Kritische Betrachtung des “Clash of Civilizations”: Analyse von Argumenten für die Theorie sowie die Gegenüberstellung mit nicht-kulturellen Konfliktursachen und der Bedeutung des interkulturellen Dialogs.
3. Abschließende Bewertung: Zusammenfassende Einschätzung der Theorie, die als stark vereinfacht und wissenschaftlich unzureichend zur Erklärung globaler Konflikte kritisiert wird.
Schlüsselwörter
Kampf der Kulturen, Clash of Civilizations, Samuel P. Huntington, Kulturkreis, Bruchlinienkriege, Weltpolitik, Religion, Globalisierung, Interkultureller Dialog, Modernisierungskrise, Identität, Konflikttheorie, Kernstaaten, Zivilisation, Politische Forschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung der Theorie des „Kampfes der Kulturen“ von Samuel P. Huntington.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition von Kulturkreisen, das Konzept der Bruchlinienkriege sowie die Debatte über die Validität der Theorie im Kontext moderner internationaler Beziehungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist zu klären, ob Huntingtons Theorie ein valides Erklärungsmodell für globale Konflikte bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und kritische Diskursauswertung der Theorie Huntingtons sowie relevanter Gegenstimmen aus der Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorie, die Definition ihrer Kernelemente und eine kritische Auseinandersetzung mit Gegenargumenten sowie dem Potenzial des interkulturellen Dialogs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Kampf der Kulturen, Kulturkreise, Bruchlinienkriege, Religion und interkultureller Dialog.
Warum spielt die Religion eine so große Rolle in der Theorie?
Huntington betrachtet die Religionszugehörigkeit als das grundlegendste Kulturmerkmal, welches zur Identitätsstiftung innerhalb der Kulturkreise dient.
Wie bewertet die Autorin den Stellenwert von Kernstaaten?
Kernstaaten werden als Pole der Ordnung innerhalb eines Kulturkreises gesehen, um die sich die anderen Staaten des jeweiligen Kulturkreises gruppieren.
Welche Hauptkritik äußert die Autorin an Huntington?
Die Autorin kritisiert die starke Vereinfachung der Theorie und das Ignorieren ethnisch-politischer Konfliktursachen, die nicht auf kulturellen Differenzen basieren.
Was schließt die Arbeit als Alternative zum „Kampf der Kulturen“?
Die Arbeit betont die Notwendigkeit des interkulturellen Dialogs und der Suche nach Gemeinsamkeiten, um Konflikte zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Sabine Dorsheimer (Autor:in), 2008, Die Theorie vom 'Kampf der Kulturen' von Samuel P. Huntington - eine kritische Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89350