Ziel dieser Arbeit ist es, die gegenwärtige Lage, in der sich die deutsche Binnenschifffahrt im Verhältnis zum Straßengüterverkehr und Bahntransport befindet, zu analysieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden verbesserungswürdige Aspekte herausgearbeitet.
Es werden Lösungsmöglichkeiten für die bessere Kommunikation der Unternehmen in der Binnenschifffahrt erarbeitet. Weiterhin werden Hilfsmittel entwickelt, um Unzulänglichkeiten an der technischen Ausrüstung von Binnenschiffen zu beseitigen. Die Betrachtungen erfolgen jeweils unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, welche diese Änderungsvorschläge mit sich bringen.
Schließlich werden aus volkswirtschaftlicher Sicht Möglichkeiten aufgezeigt, wie politische Entscheidungen positiven Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Binnenschifffahrt haben können.
Ein hohes Maß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz sind Eigenschaften,
die dem Gütertransport per Binnenschiff immer wieder bescheinigt werden. Auch aus
umweltpolitischer Sicht gibt es Vorteile, die für die Binnenschifffahrt sprechen. So sind
Schadstoff- und Lärmemmissionen geringer als bei LKWs oder der Bahn. Dennoch verliert dieser Verkehrsträger Jahr um Jahr Anteile am Modal Split. Widersprüche wie diese sind Ausgangspunkt dieser Arbeit über Gegenwartsprobleme und Zukunftsperspektiven in der Binnenschifffahrt.
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Methodische Herangehensweise
1.4 Abgrenzung
2. Die Binnenschifffahrt heute
2.1 Die Zukunftsfähigkeit der Binnenschifffahrt
2.1.1 Entwicklung des Transportaufkommens
2.1.2 Externe Kosten verursacht durch Gütertransport
2.1.3 Entwicklungen in der Güterstruktur der transportierten Güter
2.1.4 Binnenschiffsverkehr im internationalen Vergleich
2.1.5 Zwischenergebnis
2.2 Finanzielle, politische und rechtliche Aspekte
2.2.1 Gesetze und Richtlinien zum Infrastrukturausbau
2.2.2 Finanzierung und Förderprogramme
2.2.3 Die Förderungen in Deutschland im Vergleich zu den Niederlanden
2.2.4 Die Situation aus Sicht des Binnenschiffers
2.2.5 Zwischenergebnis
2.3 Technische Gesichtspunkte
2.3.1 Schiffbau
2.3.2 Infrastruktur
2.3.3 Zwischenergebnis
3. Konzeptionelle Ansätze für mögliche zukünftige Entwicklungen
3.1 Telematiksysteme
3.1.1 Bisheriger Stand
3.1.2 Lösungsansatz
3.1.3 Rollen
3.1.4 Programmmodule
3.1.5 Technische Realisierung
3.1.6 Wirtschaftliche Bewertung und Aufwandsabschätzung
3.1.7 Offene Punkte
3.2 Krängungsmesser
3.2.1 Vorraussetzungen und Randbedingungen
3.2.2 Realisierung
3.2.3 Kosten
3.2.4 Offene Punkte
3.3 Weitere Verbesserungsmöglichkeiten an Binnenschiffen
3.3.1 Auftriebskörper
3.3.2 Moderne Antriebsmaschinen
3.3.3 Alternative Baumaterialien
3.3.4 Be- und Entladeeinrichtungen für Binnenschiffe
3.4 Politische Veränderungen
3.4.1 Infrastrukturausbau
3.4.2 Steuerrechtliche Aspekte
4. Ergebnis und Ausblick
4.1 Ergebnis
4.2 Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Situation der deutschen Binnenschifffahrt im Vergleich zum LKW- und Bahntransport. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren und konkrete, technisch sowie politisch umsetzbare Lösungsansätze zu entwickeln, um die Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers langfristig zu sichern.
- Analyse der Zukunftsfähigkeit und Marktposition der Binnenschifffahrt.
- Untersuchung technischer Innovationen wie Telematiksysteme und Krängungsmesser zur Optimierung der Logistik.
- Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen und deren Auswirkungen auf die Schifffahrt.
- Vergleich von Förderprogrammen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und den Niederlanden.
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Lösungsansatz
Um die Systemvorteile der einzelnen Verkehrsträger effektiver nutzen zu können, muss das Zusammenspiel der Verkehrsträger optimiert werden. Beispielsweise kann zwar das Binnenschiff am umweltschonensten und preiswertesten Güter transportieren, es ist aber in den meisten Fällen nicht in der Lage von Tür zu Tür zu liefern, da in der Regel ein direkter Anschluss an das Wasserstraßennetz fehlt. Mit Hilfe des TiB wird nun eine Kommunikationsmöglichkeit für alle Verkehrsträger geschaffen, die es den Speditionen erlaubt, die Aufträge vollständig in einem System planen und abwickeln zu können.
Weiterhin ist vielen Speditionen und Kunden gegenwärtig nicht bewusst, dass ein Transport auf den Wasser möglich ist und welche Vorteile dieser mit sich bringt. Mit einem börsenähnlichem System, das Angebot und Nachfrage bündelt und eventuell noch beworben wird, können diese Nutzergruppen für das System interessiert und gewonnen werden.
Da Transportzeiten auf dem Wasser ziemlich genau vorausberechnet werden können, kann mit dem TiB bereits beim Beladen bzw. beim Transport ein Liegeplatz im Zielhafen oder an der Verladestelle reserviert werden. Auch besteht zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit zur Koordination der Übergabe des Gutes auf einen anderen Verkehrsträger. Dadurch können Logistikabläufe flüssig gestaltet und Kosten gespart werden. Als Resultat verbessert sich die Kostensituation von multimodalen Transporten gegenüber ungebrochenen LKW Transporten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung, Zielsetzung und die methodische Herangehensweise der Diplomarbeit.
2. Die Binnenschifffahrt heute: Analysiert die aktuelle Wettbewerbssituation, rechtliche Rahmenbedingungen sowie technische und soziale Aspekte des Binnenschifffahrtssektors.
3. Konzeptionelle Ansätze für mögliche zukünftige Entwicklungen: Erarbeitet konkrete technologische Lösungen, wie Telematiksysteme und technische Modifikationen am Schiff, sowie politische Gestaltungsvorschläge.
4. Ergebnis und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die langfristigen Zukunftschancen der Branche.
Schlüsselwörter
Binnenschifffahrt, Logistik, Transportaufkommen, Telematiksystem, Infrastruktur, Wettbewerbsfähigkeit, Güterstruktur, Förderprogramme, Binnenschiff, Wasserstraßen, Containertransport, Krängungsmesser, Modal Split, Binnenhäfen, Intermodalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die gegenwärtige Wettbewerbssituation der deutschen Binnenschifffahrt gegenüber dem LKW und der Bahn sowie deren Zukunftsperspektiven.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Transportleistung, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, technischen Innovationen an Schiffen und der Infrastrukturpolitik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Erarbeitung von Strategien und technischen Lösungen, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Binnenschifffahrt zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer empirisch-induktiven Analyse unter Nutzung von Literaturrecherchen, Datenbankauswertungen und Expertenbefragungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert den Zustand der Binnenschifffahrt, die vorhandene Infrastruktur sowie konkrete technologische Ansätze wie Telematiksysteme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Binnenschifffahrt, Logistik, Infrastruktur, Telematiksystem, Wettbewerbsfähigkeit und Fördermittel.
Wie unterscheidet sich die deutsche Binnenschifffahrt von der niederländischen?
Die Arbeit zeigt, dass die Niederlande durch kontinuierlichere Reinvestitionen in die Flotte und günstigere Förderpraktiken derzeit wettbewerbsfähiger agieren.
Welchen Nutzen bietet ein Krängungsmesser?
Er ermöglicht die Überwachung des Trimmzustands während der Beladung, verbessert so die Stabilität und Sicherheit und erlaubt eine effektivere Ausnutzung der Abladetiefe.
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- Christian Müller (Author), 2007, Analyse der Umstrukturierungsprozesse in der deutschen Binnenschifffahrt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89391