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Die Gesellschaftskritik

Eine Filmanalyse von Federico Fellinis "La Dolce Vita"

Title: Die Gesellschaftskritik

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 35 Pages , Grade: 4,45 (CH)

Autor:in: Ermira Islami (Author)

Communications - Movies and Television
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1. Einleitung

Im Rahmen des Hauptseminars zu den italienischen Kinofilmen seit dem 2. Weltkrieg, habe ich mich für eine Analyse und Interpretation des Filmes „La dolce Vita“ von Federico Fellini entschieden. Ich interessiere mich für die gesellschaftskritischen Aspekte, die Fellini in „La dolce vita“ behandelt hat. Wollte er mit „Das süsse Leben“ die High Society der 50-igern, der Reichen und Prominenten, kritisieren? Warum beschreibt er so genau das Leben der römischen Gesellschaft? Wollte er noch etwas anderes damit erleuchten, oder hat er einfach die Kritik an der damaligen Gesellschaft den Zuschauern überlassen? Ich bestreite allenfalls die Behauptung Fellinis, dass er in „La dolce Vita“ keine Kritik an der damaligen Gesellschaft ausgeübt habe, in dem ich die mit Sorgfalt ausgewählten Sequenzen analysiere, und die gesellschaftlichen Zusammenhänge behandle. Das werden wir genauer mit der Zerlegung der einzelnen Bilder im Film sehen.
Die Analyse des Filmes „La dolce Vita“ beginne ich mit einer kurzen Inhaltsbeschreibung des Handlungsablaufs. Dem folgen die Entstehung und die historische Verankerung des Filmes, sowie der Regisseur. Dabei sollen kulturelle und geistige Einflüsse des Regisseurs berücksichtigt werden.
Den vierten Teil bildet die Interpretation einzelner Aspekte des Inhalts, nämlich der Gesellschaftskritik im Film nach der Erklärung was Gesellschaftskritik theoretisch bedeutet, sowie die Konkretisierung der Fragestellung. Dies bildet den Hauptteil dieser Hauptseminararbeit, nämlich die Auswertung der Sequenzanalyse, wo ich ausser meiner Bewertung auch detaillierter in Bezug auf Gesellschaftskritik interpretieren werde.
Die Schlussbemerkung schliesslich macht den letzten Teil der Arbeit aus. Als weitere Grundlage der Analyse sind Tabellen, die mit verschiedenen Kategorien die Basis für eine Interpretation darstellen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt

3. Die Entstehung des Filmes und der Regisseur

4. Die Gesellschaftskritik

5. Auswertung der Sequenzanalyse unter gesellschaftskritischem Aspekt

5.1 Die Gesellschaftskritik in „La dolce vita“

5.2. Auswertung der Sequenzanalyse

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die gesellschaftskritischen Aspekte im Film „La Dolce Vita“ von Federico Fellini. Ziel ist es, die Darstellung der Dekadenz, den moralischen Verfall der römischen High Society der 1950er-Jahre und die innere Leere der Protagonisten kritisch zu hinterfragen, um aufzuzeigen, wie Fellini durch das Medium Film die zeitgenössische Gesellschaft porträtiert.

  • Analyse der gesellschaftskritischen Strukturen in Fellinis „La Dolce Vita“
  • Untersuchung der moralischen Desorientierung und der Sehnsucht nach authentischen Werten
  • Interpretation der Rolle des Journalisten Marcello als Spiegel der modernen Gesellschaft
  • Auseinandersetzung mit den Themen Dekadenz, Sinnsuche und Illusion
  • Methodische Auswertung mittels Sequenzanalyse zur Identifikation filmischer Metaphern

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Gesellschaftskritik in „La dolce vita“

Fellini beschreibt in „La Dolce Vita“ deutlich die soziale Unordnung in Rom, in einer künstlerischen Weise. Er wagt einen mutigen Vorstoß gegen den moralistischen Verfall der italienischen Gesellschaft in den 50-igern. Damals noch schockierend heute schon zur Gewohnheit geworden. Trotzdem, Fellinis Film "Das süße Leben", ein Gesellschaftsporträt, hat auch nach über 40 Jahren nichts von seiner Faszination verloren. Fellini zeigt zwanglos den Kontrast zwischen dem hohlen Luxus des römischen Jetsets und der provisorischen Idylle der Neubausiedlungen am Rande Roms. Er beobachtet den geräuschvoll-chaotischen italienischen Alltag und porträtiert die Gesellschaft, die ihre innere Leere in hektischen Vergnügungen zu vergessen sucht, die den öffentlichen Skandal als zusätzlichen Reiz betrachtet und Sensation mit Emotion verwechselt.

Aber nach der Ansicht Fellinis ist „Dekadenz unerlässliche Voraussetzung für eine Wiedergeburt. Ich habe schon gesagt, dass ich Schiffbrüche liebe. Daher bin ich sehr glücklich, in einer Zeit zu leben, in der alles scheitert. Es ist eine wunderbare Zeit, weil eben eine Reihe von Ideologien, Begriffen und Konventionen Schiffbruch erleiden…. Dieser Auflösungsprozess ist, glaube ich, ganz natürlich. Ich sehe kein Anzeichnen des Todes der Zivilisation, sondern im Gegenteil ihrer Lebendigkeit. Es ist das Ende einer gewissen Epoche der Menschheit.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus der Arbeit auf die Untersuchung gesellschaftskritischer Aspekte in Fellinis Film und formuliert die grundlegenden Fragestellungen zur moralischen Beschaffenheit der im Film dargestellten High Society.

2. Inhalt: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Zusammenfassung der Filmhandlung und stellt den Protagonisten Marcello Rubini sowie dessen ziellose Suche nach Glück innerhalb des dekadenten römischen Nachtlebens vor.

3. Die Entstehung des Filmes und der Regisseur: Es werden biografische Hintergründe zu Federico Fellini beleuchtet und der historische Kontext sowie die künstlerische Vision hinter der Entstehung von „La Dolce Vita“ erläutert.

4. Die Gesellschaftskritik: Das Kapitel definiert den Begriff der Gesellschaftskritik theoretisch und überträgt diesen auf die im Film gezeigten sozialen Zustände und das Verhalten der Akteure.

5. Auswertung der Sequenzanalyse unter gesellschaftskritischem Aspekt: Dieser Hauptteil analysiert ausgewählte Filmsequenzen, um die moralische Verderbtheit und die Entfremdung der Figuren kritisch zu hinterfragen und zu interpretieren.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Fazit resümiert die Analyseergebnisse und bestätigt die Bedeutung des Films als satirisch-kritisches Werk über den moralischen Verfall einer Wohlstandsgesellschaft.

Schlüsselwörter

La Dolce Vita, Federico Fellini, Gesellschaftskritik, Dekadenz, Marcello Mastroiani, moralischer Verfall, High Society, italienisches Kino, Filmanalyse, Wohlstandsgesellschaft, Entfremdung, Lebensgier, Scheinwelt, Sequenzanalyse, Moderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftskritischen Aspekte und den moralischen Zustand der römischen High Society, wie sie in Federico Fellinis Film „La Dolce Vita“ dargestellt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Dekadenz, moralische Desorientierung, die Suche nach einem Sinn im Leben, das Spannungsfeld zwischen Arm und Reich sowie die Kritik an der modernen Wohlstandsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die oft bestrittene Kritik Fellinis an der damaligen Gesellschaft durch eine detaillierte Sequenzanalyse nachzuweisen und den moralischen Verfall der Figuren aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Sequenzanalyse durchgeführt, bei der spezifische Szenen in Kategorien unterteilt und auf ihre gesellschaftskritischen Implikationen hin interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Auswertung der Sequenzanalyse, in der die soziale Unordnung in Rom und die psychologische Entleerung der Protagonisten – insbesondere von Marcello – detailliert beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind La Dolce Vita, Gesellschaftskritik, Dekadenz, moralischer Verfall, Entfremdung und moderne Wohlstandsgesellschaft.

Warum ist die Figur Marcello für die Gesellschaftskritik so wichtig?

Marcello fungiert als Bindeglied zwischen der Glamour-Welt der Prominenz und dem Zuschauer. Durch seine Rolle als Klatschreporter und seine passive Art verdeutlicht er die innere Leere und Orientierungslosigkeit der gesamten Gesellschaft.

Welche Bedeutung kommt dem Schluss des Films bei?

Der Schluss mit dem toten Fisch und dem unschuldigen jungen Mädchen wird als Symbol für eine sterbende Welt und den Verlust der Reinheit interpretiert, wobei der Film dennoch mit einem Anflug von Optimismus für die nächste Generation endet.

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Details

Title
Die Gesellschaftskritik
Subtitle
Eine Filmanalyse von Federico Fellinis "La Dolce Vita"
College
University of Fribourg
Grade
4,45 (CH)
Author
Ermira Islami (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V89412
ISBN (eBook)
9783638028875
ISBN (Book)
9783638938129
Language
German
Tags
Gesellschaftskritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ermira Islami (Author), 2004, Die Gesellschaftskritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89412
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