Im Kern dieser Seminararbeit steht die vergleichende Analyse der aktuellen Anzeigenwerbung der Schokoladenfabrikanten Lindt und Ritter Sport. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es nun, diese vagen Annahmen über das Selbstbild der Marken, deren Werbestrategien und jeweiligen Zielgruppen zu untersuchen und entweder zu verifizieren oder zu falsifizieren. Dazu stützen wir uns in erster Linie auf Klaus Brinker, der in seinem Buch Linguistische Textanalyse die grundlegenden Schritte zur Text- bzw. Werbeanalyse beschreibt. Darüber hinaus liefert Ingrid Hantsch ein systematisches Analyserepertoire aus welchem wir schöpfen können. Zentral für unsere Arbeit sind außerdem die Ausführungen Helene Karmasins zum sogenannten elitären Code und seinen Realisationsformen.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Die Textsorte Werbeanzeige
III. Beschreibung der beiden Anzeigen
III. 1. Lindt
III. 2. Ritter Sport
IV. Vergleichende Analyse zweier Werbeanzeigen
IV. 1. Slogan und Logo von Lindt und Ritter Sport
IV. 1. 1. Lindt
IV. 1. 2. Ritter Sport
IV. 2. Der Anzeigentext
IV. 2. 1. Lindt
IV. 2. 2. Ritter Sport
IV. 3. Der Gewährsmann von Lindt & von Ritter Sport
IV. 4. Versuch einer Zielgruppenbestimmung
V. Fazit
VI. Literaturverzeichnis
VI. 1. Literatur
VI. 2. Quellen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Werbestrategien der Schokoladenhersteller Lindt und Ritter Sport durch eine vergleichende sprachwissenschaftliche Analyse ihrer aktuellen Printanzeigen zu untersuchen, um die jeweiligen Markenbilder und die adressierten Zielgruppen zu verifizieren oder zu falsifizieren.
- Vergleichende Analyse von Werbeanzeigen
- Einsatz von sprachlichen und grafischen Codierungen (elitäre Codes)
- Funktionen von Gewährspersonen in der Werbung
- Zielgruppenbestimmung mittels psychologischer und soziologischer Modelle
- Untersuchung von Slogan- und Logo-Konstruktionen
Auszug aus dem Buch
IV. 1. 1. Lindt
Slogan (Abbinder) und Überschrift (Headline) werden oft verwechselt, müssen aber strikt voneinander getrennt werden. Der Slogan komprimiert die Produktbeschreibung und hat einen hohen Erinnerungs- und Einprägungswert. Daher steht der Slogan meist am Schluss einer Werbeanzeige. So auch in den von uns analysierten Lindt und Ritter Sport Werbeanzeigen. Bei beiden Anzeigen bilden Slogan und Firmenlogo eine Einheit. Bei der Firma Lindt ist das Firmenlogo durch einen breiten goldenen Strich vom Slogan abgegrenzt, wobei der Firmenname im oberen Teil in kursivgedruckten goldenen Lettern steht. Dahinter befindet sich eine Art Wappen. Der Slogan darunter ist hingegen in goldenen Druckbuchstaben gedruckt: SCHWEIZER CHOCOLADE-KULTUR SEIT 1845. Durch die einheitliche goldene Farbe bilden Slogan und Markenname eine Einheit. Durch die Verwendung der Farbe Gold soll beim potentiellen Kunden eine Reihe von Assoziationen hervorgerufen werden: Gold ist ein glänzendes, wertvolles Edelmetall, welches seit Alters her für Luxus und Kostbarkeit steht. Durch diese Metapher ist der Rezipient gezwungen diese positiven Konnotationen auf das beworbene Produkt zu übertragen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung der vergleichenden Werbeanalyse sowie die Vorstellung der theoretischen Grundlagen und Methodik.
II. Die Textsorte Werbeanzeige: Linguistische Einordnung der Werbeanzeige in die appellative Textsortenklasse und Erläuterung der allgemeinen Funktionsweisen von Werbung.
III. Beschreibung der beiden Anzeigen: Detaillierte Analyse des grafischen Aufbaus und der visuellen Elemente der spezifischen Anzeigen von Lindt und Ritter Sport.
IV. Vergleichende Analyse zweier Werbeanzeigen: Kontrastive Untersuchung von Slogans, Logos, Textinhalten, Gewährspersonen und die Ableitung der Zielgruppenstrategien beider Marken.
V. Fazit: Zusammenführende Bewertung der Ergebnisse, Hinterfragung der Ausgangshypothesen und Reflexion über die Wirkung der Werbestrategien.
VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und der analysierten Quellen.
Schlüsselwörter
Werbeanalyse, Werbestrategie, Lindt, Ritter Sport, elitäre Code, Appellfunktion, Zielgruppenbestimmung, Gewährsmann, Werbesprache, AIDA-Regel, Markenkommunikation, linguistische Textanalyse, Produktimage, Hochwertwörter, Kontrastive Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit führt eine vergleichende linguistische Analyse der aktuellen Anzeigenwerbung der beiden Schokoladenhersteller Lindt und Ritter Sport durch.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die sprachliche Gestaltung von Slogans und Anzeigentexten, die visuelle Kommunikation, die Rollenfunktion der jeweiligen Gewährspersonen und die daraus resultierende Zielgruppenansprache.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, vage Annahmen über das Selbstbild der Marken, deren gewählte Werbestrategien und die adressierten Zielgruppen zu untersuchen und diese auf Basis linguistischer Theorien zu verifizieren oder zu falsifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Autoren stützen sich primär auf Klaus Brinkers Linguistische Textanalyse sowie auf das Analyserepertoire von Ingrid Hantsch und die Ausführungen von Helene Karmasin zum sogenannten elitären Code.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert Slogan und Logo, den Anzeigentext, die Funktion der eingesetzten Gewährspersonen und unternimmt den Versuch einer Zielgruppenbestimmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Werbeanalyse, Werbestrategie, Markenimage, elitäre Code, Zielgruppenansprache und linguistische Textanalyse.
Wie unterscheiden sich die „Gewährspersonen“ von Lindt und Ritter Sport?
Während Lindt den „Maître Chocolatier“ als Autoritätsfigur und Experten einsetzt, nutzt Ritter Sport mit „Felix“ einen jungen, identitätsstiftenden Konsumenten, um ein Konformitätsversprechen zu erzeugen.
Welche Rolle spielt der Begriff „elitäre Code“ in der Analyse?
Der elitäre Code dient dazu, eine Abgrenzung zwischen Eliten und dem Rest der Bevölkerung vorzunehmen; bei Lindt geschieht dies primär sprachlich durch Fachtermini und ein nobles Image, bei Ritter Sport eher subtil über grafische Gestaltungselemente und freien Raum.
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- Christina Wimber (Author), Robert Bliedung (Author), 2008, "Das Schild ist’s, das die Kunden lockt" - Vergleichende Analyse zweier Werbeanzeigen von Ritter Sport und Lindt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89454