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Aspekte der Sozialisation im sozialen Umfeld der Familie

Título: Aspekte der Sozialisation im sozialen Umfeld der Familie

Trabajo de Seminario , 2008 , 29 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Martin Wiesbrock (Autor)

Pedagogía - General
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Auf das Hausarbeitsthema „Aspekte der Sozialisation im sozialen Umfeld der Familie“ bin ich durch das Seminar „Fragen der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen“ aufmerksam geworden. Ich halte das Thema für interessant, weil fast jeder von uns in einer Familie aufwächst und durch gewisse Werte und Normen für sein späteres Leben geprägt wird. Da dieser Prozess der Sozialisation ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist, möchte ich ihn näher untersuchen.
Jeder von uns kennt wohl alte Bauernweisheiten wie „Der Apfel fällt nicht weit von Stamm“ oder „Was Hans nicht lernt, lernt Hänschen nimmer mehr“. Es dürfte wohl unumstritten sein, dass die Familie für das heranwachsende Kind eine entscheide Rolle bei dem Prozess der Eingliederung in unsere Welt spielt. In den frühen Lebensjahren eines Kindes ist es in der Regel die Familie, in der der Prozess der Sozialisation größtenteils stattfindet. Hier werden ihm soziale Regeln und Umgangformen vorgelebt und vom Kind erlernt.
In meiner Hausarbeit möchte ich die Fragen klären, wie Sozialisationsprozesse ablaufen und welche Rolle die Familie in der Sozialisation eines Kindes spielt. Außerdem möchte ich untersuchen, wie sich die Familie im Laufe der Jahre gewandelt hat. Zudem möchte ich herausfinden, ob es heutzutage im Zeitalter von erwerbstätigen Eltern „Schlüsselkindern“ und Einzelkinder immer noch im gleichen Maße die Familie ist, die im Kindesalter den Sozialisationsprozess maßgeblich beeinflusst und wie sich dieser verändert hat? Diesen Leitfragen werde ich im Laufe der Bearbeitung meiner Hausarbeit nachgehen. Im deutschen Fremdwörter Duden wird die Sozialisation als „Prozess der Einordnung des (heranwachsenden) Individuums in die Gesellschaft und die damit verbundene Übernahme gesellschaftlich bedingter Verhaltensweisen“ beschrieben.
Eine genauere Definition von Sozialisation habe ich im dem Buch Entwicklungspsychologie von Rolf Oerter und Leo Montada gefunden:
„Um den Umfang dessen zu ermessen, was wir Sozialisation nennen, stelle man sich vor, was ein Mensch aus einer fremden Kultur oder einer vergangenen Epoche lernen müsste, um in unserer Kultur zu leben:

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Sozialisation?

2.1 Die Sozialisation als Integrationsprozess

2.2. Die Sozialisation als Differenzierungsprozess

2.3. Die Sozialisation als Lernprozess

3. Was ist eine Familie?

4. Wie hat sich die Familie im Laufe der Zeit weiterentwickelt?

4.1 Familien im 17 Jahrhundert

4.2. Familien im späten 18. und 19 Jahrhundert

4.3 Familien Ende 19 Jahrhundert

4.4 Familien in den 60er Jahren des 20 Jahrhunderts

4.5 Familien in der heutigen Zeit

5. Theorien der Sozialisation in der Familie

5.1 Der sozialpsychologische Ansatz

5.2.1 Dimensionale Beschreibungsmodelle

5.2.2 Rationale Theorien

5.1.3 Die Familienstresstheorie

5.2 Der psychoanalytische Ansatz

5.3 Der sozialökologische Ansatz

6. Sozialisation und kindliche Entwicklung in „neuen Familienformen“

6.1 Aufwachsen als Einzelkind

6.2 Aufwachsen als Scheidungskind

6.3 Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht den Prozess der Sozialisation von Kindern innerhalb der Familie. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss familiärer Strukturen auf die kindliche Entwicklung zu beleuchten, den historischen Wandel der Familienform zu analysieren und die Bedeutung der Familie als zentrale Sozialisationsinstanz im Kontext moderner Herausforderungen zu bewerten.

  • Grundlagen und Prozesse der Sozialisation (Integration, Differenzierung, Lernen)
  • Historische Entwicklung von Familienstrukturen vom 17. Jahrhundert bis heute
  • Theoretische Ansätze zur Familiensozialisation (sozialpsychologisch, psychoanalytisch, sozialökologisch)
  • Auswirkungen neuer Familienformen (Einzelkinder, Scheidungskinder, Erwerbstätigkeit der Eltern)

Auszug aus dem Buch

6.1 Aufwachsen als Einzelkind

In immer mehr Familien in Deutschland wächst nur noch ein Kind auf. Im Jahre 2006 war das bei 53% der etwa 8,8 Millionen Familien der Fall. Das Aufwachsen als Einzelkind ist demnach heutzutage eine typische Form der Kindheit geworden. In der Öffentlichkeit sind Einzelkinder oft mit Vorurteilen belastet. Man sagt ihnen zum Beispiel nach, sie seien verwöhnt, eigensinnig, altklug und nicht in der Lage zu teilen. Die vermeintliche Sonderposition des Einzelkindes, nämlich das Aufwachsen ohne Geschwister, gibt ihnen den Status von „Sonderlingen“. Bestärkt werden diese Meinungen auch durch psychologische Betrachtungen und Untersuchungen. Besonders in Zeitschriften aus dem amerikanischen Raum, werden in Aufsätzen Untersuchungen beschrieben, in denen die Einzelkinder als kontaktscheu und öfter depressiv dargestellt werden. Außerdem würden sie häufiger zu Schizophrenien, Drogen und Alkoholkonsum neigen, strebsam, launisch und ichbezogen sein, als Kinder die mit Geschwistern aufwachsen.

Diese Berichte sind jedoch keinesfalls repräsentativ. Zahlreiche andere Untersuchungen zur Persönlichkeitsentwicklung von Einzelkindern kommen zu wesentlich positiveren Ergebnissen. Zum Beispiel kamen C. Ernst und J. Angst bei Untersuchungen mit Einzel- und Geschwisterkindern zu dem Ergebnis, dass Einzelkinder genauso selbstbewusst, kooperationsfähig, verantwortungsbewusst sind. Auch die Schulleistung und die Anfälligkeit für psychische Krankheiten von Einzelkindern unterschieden sich nicht von Kindern mit Geschwistern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird das Thema der Sozialisation im familiären Umfeld eingeführt und die zentralen Leitfragen der Arbeit werden formuliert.

2. Was ist Sozialisation?: Es werden grundlegende Definitionen von Sozialisation vorgestellt und als Integrations-, Differenzierungs- und Lernprozess nach Talcott Parsons erläutert.

3. Was ist eine Familie?: Dieses Kapitel beleuchtet den Familienbegriff aus biologischer, wahrgenommener und rechtlicher Perspektive.

4. Wie hat sich die Familie im Laufe der Zeit weiterentwickelt?: Es wird der Wandel von der patriarchalischen Hausgemeinschaft hin zur modernen Kernfamilie und alternativen Familienformen im historischen Kontext beschrieben.

5. Theorien der Sozialisation in der Familie: Verschiedene wissenschaftliche Ansätze, wie der sozialpsychologische, psychoanalytische und sozialökologische Ansatz, werden zur Erklärung familiärer Sozialisation herangezogen.

6. Sozialisation und kindliche Entwicklung in „neuen Familienformen“: Die spezifischen Einflüsse von Einzelkind-Status, Scheidungssituationen und der Erwerbstätigkeit der Eltern auf die Kindesentwicklung werden untersucht.

7 Fazit: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die bleibende Bedeutung der Familie als zentrale Sozialisationsinstanz bekräftigt.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Familie, Kindesentwicklung, Kernfamilie, Integrationsprozess, Differenzierungsprozess, Lernprozess, Einzelkind, Scheidungskind, Familienstresstheorie, Sozialpsychologie, Erwerbstätigkeit, Familienwandel, Rollenmuster, Sozialisationsinstanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Aspekten der Sozialisation von Kindern innerhalb ihres sozialen Umfelds, der Familie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Sozialisation, die historische Entwicklung der Familie sowie die Auswirkungen moderner Familienkonstellationen auf die kindliche Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, wie Sozialisationsprozesse in der Familie ablaufen und welchen Einfluss der Wandel der Familienstrukturen auf das Aufwachsen von Kindern hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse durch, basierend auf soziologischen und psychologischen Konzepten und Studien zur Sozialisationsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, historische Wandlungsprozesse, theoretische Modelle (z.B. nach Parsons, Bronfenbrenner) und Fallbeispiele wie Einzel- und Scheidungskinder erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Sozialisation, Familie, Kindesentwicklung, Familienwandel und Sozialisationsmodelle.

Wie unterscheidet sich die Sozialisation eines Einzelkindes von der eines Geschwisterkindes?

Einzelkinder erfahren soziale Kontakte häufiger unter Aufsicht Erwachsener, während Geschwisterkinder früher mit rivalisierenden und kooperativen Alltagsinteraktionen unter Gleichaltrigen konfrontiert werden.

Welche Bedeutung hat die Erwerbstätigkeit der Eltern für die Sozialisation?

Die bloße Zeitdauer ist weniger entscheidend als die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung; zudem kann außerfamiliäre Betreuung soziale Kompetenzen fördern.

Hat die Familie als Sozialisationsinstanz an Bedeutung verloren?

Nein, trotz des Wandels zu neuen Familienformen bleibt die Familie die wichtigste Instanz für die Vermittlung grundlegender Werte und Normen.

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Detalles

Título
Aspekte der Sozialisation im sozialen Umfeld der Familie
Universidad
University of Flensburg  (Institut für Schulpädagogik)
Curso
Fragen der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen
Calificación
1,00
Autor
Martin Wiesbrock (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
29
No. de catálogo
V89518
ISBN (Ebook)
9783638035781
ISBN (Libro)
9783638932967
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aspekte Sozialisation Umfeld Familie Fragen Sozialisation Kindern Jugendlichen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Wiesbrock (Autor), 2008, Aspekte der Sozialisation im sozialen Umfeld der Familie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89518
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