Die Erfolgsfaktoren von Web 2.0-Anwendungen, dargestellt am Beispiel von secondlife.com


Studienarbeit, 2008

33 Seiten, Note: 1,5

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Die Diskussion um Web 2.0

2 Das Konzept hinter Web 2.0
2.1 Von der New Economy zum Web 2.0 - Die Prinzipien des neuen Internets
2.2 Das neue Umfeld des Internets
2.3 Zwischenfazit: Die Merkmale des Web 2.0

3 Second Life – Virtuelle Welt im Netz
3.1 Beschreibung des virtuellen Lebens
3.2 Bevölkerungswachstum in Second Life
3.3 Flächenwachstum in Second Life
3.4 In Second Life ausgegebene US Dollars
3.5 Zwischenfazit: Der Status Quo von secondlife.com

4 Nutzungsvarianten und Erfolgsfaktoren von Second Life
4.1 Kommunikation in Second Life
4.2 Die Erschaffung eines virtuellen Zweitlebens
4.3 Virtuelle Vorträge und Konferenzen
4.4 Unternehmen in Second Life
4.5 Die Freiheit der Nutzer
4.6 Zwischenfazit: Second Life und die Prinzipien des Web 2.0

5 Kritikpunkte an secondlife.com
5.1 Die Verrohung von Second Life
5.2 Die psychischen und sozialen Folgen von Second Life
5.3 Die Gewinne der Unternehmen
5.4 Zwischenfazit: Die Gewinner und Verlierer von Second Life

6 Zusammenfassung und Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bevölkerungswachstum von secondlife.com

Abbildung 2: Quadratmeter von secondlife.com (in Millionen)

Abbildung 3: Die Anzahl der Premium-Mitglieder im Jahr 2007

Abbildung 4: In Second Life verwendete US Dollar (in Millionen)

Abbildung 5: Skydiving und Hochzeit im virtuellen Leben

Abbildung 6: Die Erschaffung einer virtuellen Persönlichkeit

Abbildung 7: EnBW Vortrag vom 06.12.2007 in Second Life

Abbildung 8: Sony BMG in Second Life

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Die Diskussion um Web 2.0

Obwohl es keine allgemeingültige Definition des Web 2.0 gibt, ist in den vergangenen zwei Jahren ein Hype um diesen Begriff entstanden. Die Medien sprechen von der neuen Generation des Internets[1], vom „Mitmachnetz“[2] und von der „Demokratisierung des Internet“[3].

Der Namensgeber Tim O´Reilly selbst hält den Ausdruck Web 2.0 für nicht abgrenzbar und visualisiert das Web 2.0 als eine Ansammlung von Prinzipien und Praktiken, die das Internet bevölkern.[4] Mitwirkung, soziale Netze und die Betrachtung des Webs als Plattform sind einige der Schlagworte die mit Web 2.0 in Verbindung gebracht werden. Viele dieser Ideen und Anwendungen gab es schon im Zeitalter des Web 1.0. Kritiker wie der PMG Geschäftsführer Peter Horvath halten das Web 2.0 daher für „alten Wein in neuen Schläuchen“ und für überbewertet.[5] Diese Haltung wird durch die momentanen Negativschlagzeilen über das Web 2.0 Phänomen secondlife.com noch bekräftigt. Die virtuelle Online-Welt galt Anfang des Jahres noch als hoffnungsvolle Kommunikations- und Werbeplattform und geriet wegen ihrer mangelnden Marketingkraft und zunehmenden Pornografisierung bald in Verruf.

Es ist trotz der Kritik an dem Begriff Web 2.0 und an Second Life jedoch unbestritten, dass das Netz nun ein anderes ist als vor zehn Jahren. Das Internet ist längst im Alltag der Menschen integriert und zu einem bedeutendem Wirtschaftsfaktor gereift. Gleichzeitig hat sich das Verständnis für das Netz grundlegend geändert.

Die folgenden Kapitel stellen die Erfolgsfaktoren von web 2.0 Anwendungen,

anhand von secondlife.com vor. Zunächst wird im Kapitel 2 das eben erwähnte, veränderte Verständnis für das Internet und das Konzept hinter Web 2.0 dargestellt. Im Kapitel 3 wird die Online-Welt Second Life vorgestellt. Diese wird im Kapitel 4 auf ihre Nutzungsmöglichkeiten und Erfolgsfaktoren hin untersucht. Kapitel 5 beleuchtet die negativen Seiten von secondlife.com und stellt deren Ursachen dar. Punkt 6 fasst die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel zusammen und zeigt davon ausgehend eine mögliche zukünftige Entwicklung des Internets auf.

2 Das Konzept hinter Web 2.0

2.1 Von der New Economy zum Web 2.0 - Die Prinzipien des neuen Internets

Der Untergang des Internethändlers Boo.com im Mai 2000 gilt als Wendepunkt der New Economy. Für den Sportartikel Verkäufer bedeutete der Einstieg in die Online Verkaufswelt dreistellige Millionenverluste. Neben Boo.com trieb das Internet noch viele weitere Dot.com Unternehmen in den Ruin. Nach der anfänglichen Interneteuphorie folgt eine Zeit der Skepsis und des Pessimismus.[6]

Das zahlreiche Scheitern der Internetunternehmungen überschattete auch die Erfolgsgeschichten, die in dieser Zeit von Onlinefirmen geschrieben wurden. Beispiele solcher Erfolge waren Amazon, Google, eBay oder der Softwarehersteller DoubleClick. O`Reilly erkannte, dass diese Unternehmen bestimmte Vorgehensweisen teilten, um den Zusammenbruch der New Economy zu überleben und langfristig profitabel zu sein. Zum einen verstanden die erfolgreichen Dot.com Unternehmen das Web als Plattform. Sie nutzten die kollektive Intelligenz der Internet-User, erreichten weitreichende Bekanntheit mittels der Bildung von Communities und bezogen die Nutzer bei der Entwicklung von Software mit ein. Zum anderen besaßen sie einfache Modelle, die sowohl die Benutzerschnittstellen als auch die Entwicklungs- und die Geschäftsmodelle betrafen. Die Erstellung von Software, die über die Grenzen einzelner Geräte hinausgeht und der Zugriff auf einzigartige und schwer nachzubildende Datenquellen verschafften den Internetfirmen weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz. Tim O´Reilly bezeichnet diese Eigenschaften als Kernkompetenzen von Unternehmen im Web 2.0. Eine Firma sollte mindestens eine davon besitzen um langfristig im Netz erfolgreich zu sein.

2.2 Das neue Umfeld des Internets

Neben den von O´Reilly definierten Prinzipien ist die Weiterentwicklung des Internet-Umfeldes eine weitere Voraussetzung für die Entstehung des Web 2.0. In den 90er Jahren limitierten Prozessorgeschwindigkeit, Datendurchsatzraten und die graphische Auflösung der Rechner das Onlineverhalten und die Nutzungsmöglichkeiten der User.[7] Zudem beschränkten hohe Kosten für PCs und Onlinetarife sowie die Unerfahrenheit mit dem neuen Medium die Onlinenutzung. Inzwischen verfügen mehr als die Hälfte aller Onlinehaushalte über DSL „High Speed“ Verbindungen und zwei Drittel der Internet-User über Onlineflatrates.[8] Neben der Technik und den Kosten haben sich auch die Nutzer selbst weiterentwickelt. Sie sammelten individuelle Erfahrungen im Netz, haben Onlinekompetenzen und Präferenzen erworben und setzten damit Prinzipien für die Benutzbarkeit und die Gestaltung von Internetseiten.[9] Die Vorlieben der Nutzer sind die Information und die Kommunikation im Netz.[10] Das neue Internet wandelt sich daher immer mehr zu einer Plattform auf denen User neue Kontakte knüpfen und Interessen und Wissen austauschen können. Zwar sind die meisten Online-Nutzer was das publizieren eigener Beiträge betrifft noch passiv, aber das Interesse eigene Inhalte im Web zu veröffentlichen ist bei jedem vierten Internet-User vorhanden.[11]

Social Software unterstützt die Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit im Netz. Sie ermöglicht den Nutzern Inhalte zu produzieren, sich untereinander zu vernetzen oder die selbst gestalteten Beiträge über eine Plattform auszutauschen und darzustellen. Dieser Vorgang der Verknüpfung verschiedener Internetteilnehmer wird auch als Social Networking bezeichnet.[12]

2.3 Zwischenfazit: Die Merkmale des Web 2.0

Eine Studie des MCM Institute St. Gallen zum Social Networking hat die drei wesentlichen Bestandteile des Web 2.0 identifiziert. Die erste Komponente ist die Community, die virtuelle Vernetzung von Nutzern durch gemeinsame Interessen. Diese Interessengruppen tauschen ihr Wissen in einem sozialen Netzwerk aus. Ein weiteres Merkmal des Web 2.0 sind die technischen Grundlagen beziehungsweise die Plattformen und Tools, die eine Interaktion zwischen den einzelnen Usern ermöglichen. Das dritte Kennzeichen des neuen Netzes ist die Online Collaboration. Darunter versteht man die Zusammenarbeit einer geschlossenen Gruppe zu einem bestimmten Thema und einem gemeinsamen Ziel, mittels Online-Applikationen und virtuellem Workflow. Die Ergebnisse der durchgeführten Studie decken sich mit den im Punkt 2.1 genannten Prinzipien, die O´Reilly für den Erfolg von Web-Unternehmungen voraussetzt.[13]

Obwohl das Web 2.0 nicht genau definiert werden kann, lässt sich festhalten, dass es auf einer neuen Denkweise beruht, die das Internet als Plattform ansieht. Auf dieser Plattform interagieren und kommunizieren die User nicht nur, sondern sie gestalten das Netz zusammen aktiv mit. Das Web 2.0 besitzt somit den Charakter eines Partizipations- und Kontaktmediums, während sich das Web 1.0 vergleichsweise als Abrufmedium beschreiben lässt.

Im Folgenden wird die Online-Welt secondlife.com und deren aktuelle Lage vorgestellt.

[...]


[1] Vgl. URL: http://www.eurotopics.net/de/presseschau/archiv/archiv_dossier/DOSSIER

12994-Die-Zukunft-des-Web-2-0 [Stand 04.12.2007]

[2] URL: http://www.ard.de/intern/presseservice/ard-zdf-onlinestudie/-/id=8058/nid=8058/did=

654750/13owerg/index.html [Stand 20.12.2007]

[3] Bienert, J. (2007), S. 6

[4] Vgl. URL: http://www.oreilly.de/artikel/web20_trans.html [Stand 04.12.2007]

[5] o.V.: Kommunikation, Interaktion, verteiltes Arbeiten im Netz und Einbeziehung der Nutzer in: Entwicklung und Produktion/Web 2.0: Die Branche hat das Wort, in: Password, 01/2007, S. 6-9

[6] Vgl. Alby, T. (2007), S. 12ff

[7] Vgl. Gscheidle, C./Fisch, M. (2007), S. 393

[8] Vgl. ebenda S.394

[9] Vgl. Alby, T. (2007), S. 10

[10] Vgl. ARD/ZDF-Medienkommission (2007), S. 16f

[11] Vgl. ebenda, S. 18

[12] Vgl. Knappe M./Kracklauer A. (2007), S. 16f

[13] Vgl. Knappe M./Kracklauer A. (2007), S. 25

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Die Erfolgsfaktoren von Web 2.0-Anwendungen, dargestellt am Beispiel von secondlife.com
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Ravensburg, früher: Berufsakademie Ravensburg
Note
1,5
Jahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V89543
ISBN (eBook)
9783638036375
ISBN (Buch)
9783638933162
Dateigröße
835 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfolgsfaktoren, Beispiel
Arbeit zitieren
Anonym, 2008, Die Erfolgsfaktoren von Web 2.0-Anwendungen, dargestellt am Beispiel von secondlife.com, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89543

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