Der Mensch steht heute einer immer größer werdenden Flut von Informationen und Reizen gegenüber. Durch die Masse an Informationen kommt es zur Informationsüberlastung. Nach Kroeber-Riel versteht man unter Informationsüberlastung "... den Anteil der nicht beachteten Informationen an den insgesamt angebotenen Informationen" . Er geht davon aus, daß diese Informationsüberlastung durch die Werbung in den verschiedenen Medien generell höher liegt und kommt bei der gedruckten Werbung auf eine Überlastung von mehr als 95%. Es wird für die werbetreibenden Unternehmen also immer schwieriger sich in dem Noise Level (=Werbeflut) bemerkbar zu machen und gegen die Ad Avoidance (=Immunität gegenüber der Werbebotschaft) anzukämpfen.
Vor diesem Hintergrund soll sich diese Arbeit damit beschäftigen, ob die klassische Werbung überhaupt noch ein zeitgemäßes Kommunikationsinstrument ist und welche Entwicklung auf diesem Gebiet stattfindet. Zuerst einmals soll in dem Grundlagenteil (Kapitel 2) geklärt werden, was überhaupt klassische Werbung kennzeichnet, welche Ziele sie verfolgt, welche anderen Kommunikationsinstrumente den Unternehmen zur Verfügung stehen und welche Werbemittel und Werbeträger vorhanden sind. Anschließend soll im Kapitel 3 auf die einzelnen Medien und ihre spezifischen Erfordernisse eingegangen werden, um im Kapitel 4 einen Ausblick auf ihre Entwicklung zu geben. Des weiteren soll im Kapitel 4 geklärt werden, welche Stellung die klassische Werbung zukünftig im Kommunikationsmix haben wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Definition der klassischen Werbung
2.2. Ziele der klassischen Werbung
2.3. Weitere Kommunikationsinstrumente
2.4. Werbemittel und Werbeträger
3. Status der klassischen Werbung
3.1. Plakat
3.2. Zeitungsanzeigen
3.3. Zeitschriftenanzeigen
3.4. Fernsehspot
3.5. Hörfunkspot
4. Perspektive der klassischen Werbung
4.1. Plakat
4.2. Zeitungsanzeigen
4.3. Zeitschriftenanzeigen
4.4. Fernsehspot
4.5. Hörfunkspot
4.6. Die Zukunft der klassischen Werbung im Kommunikationsmix
5. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert der klassischen Werbung in einem von zunehmender Informationsüberlastung geprägten Marktumfeld und analysiert, inwieweit sie trotz des Aufstiegs alternativer Kommunikationsinstrumente zukunftsfähig bleibt. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob und wie klassische Medien ihre Relevanz im integrierten Kommunikationsmix behaupten können.
- Definition und Zielsetzung klassischer Werbemaßnahmen
- Analyse spezifischer Werbeträger wie Plakat, Zeitung, Zeitschrift, Fernsehen und Hörfunk
- Herausforderungen durch Informationsüberlastung und Ad Avoidance
- Entwicklung und Einsatz von Sonderwerbeformen
- Bedeutung der integrierten Kommunikation zur Synergienutzung
Auszug aus dem Buch
3.1. Plakat
Das Plakat gehört wie die Verkehrsmittelwerbung und die Lichtwerbung zu der Außenwerbung. Da dem Plakat bei der Außenwerbung die größte Bedeutung zukommt, soll sich diese Arbeit eben darauf konzentrieren. Innerhalb der Plakate nimmt die klassische Großfläche 60% der rund 387.000 bundesweit existierenden Plakastellen ein.
Das Plakat zeichnet sich bei der Wahrnehmung durch die Situation der Reizüberflutung, das flüchtige Betrachten und die unterschiedliche Lage der Anschlagstelle aus. Dadurch ergeben sich für die Gestaltung des Plakates die folgenden Konsequenzen: das Plakat benötigt einen Blickfang (Bild oder Textelement), es muß die zentrale Werbeidee (=Claim) übermitteln, durch den Einsatz der Farbe wird Aufmerksamkeit und Sympathie geweckt. Das Plakat eignet sich also lediglich zur Übermittlung von prägnanten Kurzinformationen. Die Hauptaufgabe des Plakates ist von daher die Produktpräsentation und die Reaktualisierung von bereits gelernten Werbeinhalten.
Weiterhin hat es die Aufgabe, verkaufsbezogene Maßnahmen zu unterstützen. Oft findet man Plakate daher auf dem Weg zu größeren Einkaufsmärkten, wo sie nochmals einen letzten Kaufimpuls erzeugen sollen. Die Stellung des Basismediums erhält das Plakat lediglich bei Testmarkteinführungen. Letztendlich ist es auch für Tabakhersteller, denen das Fernsehen und der Hörfunk als Werbeplattform nicht zur Verfügung stehen, ein wichtiger Werbeträger.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Begründung der Relevanz im Kontext zunehmender Informationsüberlastung.
2. Grundlagen: Definition der klassischen Werbung sowie Vorstellung von Zielen, Werbemitteln und weiteren Kommunikationsinstrumenten.
3. Status der klassischen Werbung: Detaillierte Analyse der Werbeträger Plakat, Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen sowie Fernseh- und Hörfunkspots in ihrem aktuellen Zustand.
4. Perspektive der klassischen Werbung: Untersuchung zukünftiger Entwicklungen, Trends bei den Medien und die Einbettung in den integrierten Kommunikationsmix.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der zukünftigen Relevanz klassischer Werbung als zentrales Instrument für Imagebildung und Markenpositionierung.
Schlüsselwörter
klassische Werbung, Marketing, Kommunikationsmix, Werbeträger, Werbemittel, Informationsüberlastung, Ad Avoidance, Zielgruppenansprache, Sonderwerbeformen, integrierte Kommunikation, Markenimage, Werbeumsatz, Werbewirkung, Mediastrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der klassischen Werbung in der heutigen Zeit und analysiert ihre Position innerhalb des modernen Kommunikationsmixes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition klassischer Werbung, der detaillierten Betrachtung verschiedener Werbeträger (Print, Außenwerbung, TV, Hörfunk) und der Frage, wie diese in Zukunft effizient eingesetzt werden können.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen und die Zukunftsfähigkeit klassischer Werbung vor dem Hintergrund wachsender Reizüberflutung und alternativer Kommunikationswege zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der Auswertung von Marktdaten und Statistiken zur Werbewirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl der aktuelle Status als auch die zukünftigen Entwicklungsperspektiven der klassischen Medien analysiert, ergänzt durch Trends wie Sonderwerbeformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie klassische Werbung, Kommunikationsmix, Werbeträger, Informationsüberlastung und integrierte Kommunikation geprägt.
Welche Bedeutung haben Sonderwerbeformen im Fernsehen?
Sonderwerbeformen wie Splitscreen-Formate oder Infomercials dienen dazu, die Aufmerksamkeit der Zuschauer trotz Zapping-Gefahr zu erhöhen und die Werbebotschaft besser in das Programm zu integrieren.
Warum wird die integrierte Kommunikation für zukünftig essenziell gehalten?
Da Konsumenten zunehmend immun gegenüber Standardwerbung werden, ist eine einheitliche und abgestimmte Ansprache über alle Kommunikationskanäle hinweg notwendig, um Synergieeffekte zu erzielen und ein widerspruchsfreies Image aufzubauen.
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- Stephan Zinn (Author), 2002, Status und Perspektive der klassischen Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8959