80 % aller Menschen sterben heute nicht im Kreis ihrer Familie sondern in Krankenhäusern oder Heimen. Diese Entwicklung führt auch zu einer Veränderung der traditionellen Bewältigungsformen. Der Tod eines nahen Angehörigen kann eine Krise auslösen. Die Auswirkungen dieses Verlustes sind sehr unterschiedlich und hängen von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von der Art und dem Zeitpunkt des Verlustes, der Beziehung zum Verstorbenen, dem jeweiligen sozialen Umfeld und zunehmend auch von den professionellen Unterstützungsmöglichkeiten in der Region.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Erfassung und Darstellung der professionellen Modelle zur Unterstützung betroffener erwachsener Angehöriger bei der Bewältigung von Verlust und Trauer in Niederösterreich. Weiters wird untersucht, in welchen Einrichtungen es Sozialarbeit gibt und welchen berufsspezifischen Beitrag sie in diesem Handlungsfeld leistet.
In dieser Diplomarbeit werden die Ziele und Zielgruppen nachstehend angeführter Einrichtungen anhand von ExpertInneninterviews und Internetrecherchen näher beschrieben:
• Kriseninterventionsteam Rotes Kreuz,
• Akutteam Land NÖ,
• Hospiz,
• Palliativstation,
• Bestattung,
• Telefonseelsorge und
• Selbsthilfegruppen.
Mit der Darstellung einer Übersicht der einzelnen Einrichtungen und ihrer Schnittstellen möchte diese Arbeit dazu beitragen, die Zusammenarbeit untereinander zu verbessern und mithelfen, dass sich jede als wichtiger Teil eines Gesamtnetzwerkes sieht und dadurch zur „Unterstützung und Begleitung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer“ effizienter für die Betroffenen arbeiten kann.
Wie aus dem Hospizkonzept und dem Leitbild des Akutteams hervorgeht, kann auf Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld aus qualitativen Gründen nicht verzichtet werden.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- PROBLEMSTELLUNG
- FORSCHUNGSFRAGE
- INHALTLICHER AUFBAU DER ARBEIT
- THEORETISCHE GRUNDLAGEN
- EINLEITUNG
- VERLUST
- Definition des Begriffes Verlust
- Verschiedene Formen des Verlustes
- Der schleichende Tod und die vorgezogene Trauer
- Der plötzliche Tod
- Suizid
- Der Tod von Kindern
- KRISEN
- Definition des Begriffes Krise
- Arten von Krisen
- Traumatische Krisen
- Klassische Krisen
- Soziale Krise
- TRAUER
- Definition des Begriffes Trauer
- Trauerphasen nach Kast
- WICHTIGE FAKTOREN FÜR DIE VERLUSTBEWÄLTIGUNG
- Art des Todes
- Beziehung zum Verstorbenen und soziales Umfeld
- Persönlichkeit des Betroffenen und Selbstwertgefühl
- Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von professioneller Unterstützung in der Bewältigung von Verlust und Trauer.
- Sie untersucht verschiedene Modelle der Unterstützung, wie z. B. Kriseninterventionsteams, Hospize, Palliativstationen und Selbsthilfegruppen.
- Die Arbeit fokussiert auf den Beitrag der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld und analysiert die Rolle von Fachkräften in den verschiedenen Einrichtungen.
- Sie analysiert die Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen und der Notwendigkeit eines Netzwerkdenkens.
- Die Arbeit zeigt die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes in der Unterstützung von Trauernden auf.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Diplomarbeit untersucht die professionelle Unterstützung von erwachsenen Angehörigen bei der Bewältigung von Verlust und Trauer in Niederösterreich. Sie analysiert verschiedene Modelle der Unterstützung und den Beitrag der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problemstellung, die Forschungsfrage und den inhaltlichen Aufbau der Arbeit erläutert. Im zweiten Kapitel werden theoretische Grundlagen zu den Begriffen Verlust, Krise und Trauer behandelt. Es werden verschiedene Formen des Verlustes und Arten von Krisen beschrieben, sowie die Trauerphasen nach Kast erläutert. Des Weiteren werden wichtige Faktoren für die Bewältigung von Verlust und Trauer, wie z. B. die Art des Todes, die Beziehung zum Verstorbenen und die Persönlichkeit des Betroffenen, beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Verlust, Trauer, Unterstützung, Sozialarbeit, Niederösterreich, Krisenintervention, Hospiz, Palliativstation, Selbsthilfegruppen, Netzwerkarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Wo sterben die meisten Menschen heute?
Etwa 80 % der Menschen sterben heute in Krankenhäusern oder Heimen und nicht mehr im Kreis der Familie, was neue Bewältigungsformen erfordert.
Was sind die Trauerphasen nach Verena Kast?
Das Modell beschreibt den Prozess der Trauerbewältigung in verschiedenen Phasen, vom Nicht-Wahrhaben-Wollen bis zur neuen Selbst- und Weltbeziehung.
Welche professionellen Hilfen gibt es bei Verlust und Trauer?
Dazu gehören Kriseninterventionsteams, Hospize, Palliativstationen, Telefonseelsorge und Selbsthilfegruppen.
Welche Rolle spielt die Sozialarbeit in der Trauerbegleitung?
Sozialarbeit leistet einen berufsspezifischen Beitrag durch Beratung, Vernetzung von Hilfsangeboten und Unterstützung bei sozialen Krisen nach einem Todesfall.
Was beeinflusst die Bewältigung eines Verlustes?
Wichtige Faktoren sind die Art des Todes (plötzlich vs. schleichend), die Beziehung zum Verstorbenen und das vorhandene soziale Umfeld.
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- Mag. (FH) Elisabeth Pilecky (Author), 2007, Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung von Verlust und Trauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/89602